Berliner Hintergrundgespräche

Hintergrundgespräche in Berlin sind sowas, wo der/die amtierende/r Kanzler/in ausgewählte Journalist/innen halt zu Hintergrundgesprächen einlädt.

Die Auswahl wird schon so sein, dass die beteiligten Journalisten ungefähr eine Ahnung haben wohin der Kurs gehen wird, aber das nicht so schreiben dürfen weil sie dann ihre Quellen nennen müssten und das ist kontraproduktiv zu einem „Hintergrundgespräch“.

Zapp visualisiert das in einem 5min Beitrag mit Journalistengesprächen über das „geben und nehmen“ und dass ein Journalist mit Namen Jost Müller-Neuhof da mehr Transparenz einfordert.

Meine Persönliche Meinung dazu:

1) Der Deutsche Journalismus ist schon lange zu einem Skandalsuchgerät degeneriert. Den „Dieselskandal“ gibt es eigentlich nicht, den „VW-Dieselskandal“ noch weniger (weil alle Hersteller die Vorgaben „sehr streng“ zu ihren Gunsten auslegen). Die Schein-Prolematik von Glyphosat überlassen alle Journalisten mittlerweile wieder und gerne den Spendenfinanzierten Angstmacherkonzernen wie Foodwatch, Greenpeace usw ohne überhaupt einen Gedanken daran zu verschwenden welche Horrorherbizide nach einem Verbot zum Einsatz kommen werden.

2) Ich würde als Kanzler, Chef oder sonstwer auch nur Journalisten einladen die eine ungefähre Vorstellung davon haben wohin der Kurs geht, das dann entsprechend interpretieren und journalistisch aufbereitet unters Volk bringen können – wie in Punkt 1 angemerkt wollen meissten Journalisten ja mittlerweile nicht mehr ein Thema durchdringen sondern nur noch mit ihrer Schlagzeile der Erste sein.

Und überhaupt bin ich der Meinung, dass die heutige Presselandschaft nicht mehr den Erfordernissen des kommenden Jahres 2018 entspricht.

Veröffentlicht unter "Lügenpresse", Hohmanns schlimmste Reisen | Hinterlasse einen Kommentar

Bier-Zeremonie

Nun – die Japaner konnten das schon schon vor 200 Jahren mit ihren „Karakuri ningyō„, aber die „typisch deutsche Lösung“ mit dem Industrie-Roboter hat auch ihren Charme.

Veröffentlicht unter Suff & Fraß | Hinterlasse einen Kommentar

Elektromobilität

Na denn!

Veröffentlicht unter "Lügenpresse" | 1 Kommentar

Eisbär, Panda, Löwe & Co

Das geliebte Eheweib schaut gerade eine Dokumentation über Hyänen.

Hyänen sind als trotz ihres Status als „Raubtier“ hoch sozialisiert. Gerade Tüpfelhyänen bilden Clans die bis zu 80 Tiere umfassen könen. Die weiblichen Tiere haben das Sagen und vererben ihren Rang in der Gruppe – ein Verhalten, was man im Tierreich bislang bei Affen und hier insbesondere bei den Pavianen beobachten konnte. Sie kümmern sich aufopferungsvoll um ihren Nachwuchs und teilen auch vorverdautes Fleisch mit alten Mitgliedern des Clans. Sie sind exzellente Jäger die in Gruppen zusammenarbeiten und als Aas- und Pflanzenfresser ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems.

Ihr Problem: weil sie so „verschlagen“ herumlaufen und schauen, mag sie keiner. „Hyäne“ ist ein Schimpfwort, sie gelten auf der einen Seite als grausam und gefährlich und werden nur selten ob ihrer Kraft und Ausdauer als heilige Tiere verehrt.

Also finden wir Hyänen nicht gut.

Spinnen und Schlangen finden wir auch nicht gut, obwohl sie wirklich sehr nützlich für das Ökosystem sind.

Pandas finden wir gut. Der Angstkonzern WWF hat diesen süssen, kuscheligen Vertreter der Art der Ursidae in sein Logo übernommen, der Wikipedia-Artikel hat auf meinem grossen Bildschirm 12 Seiten (die Hyänen gerade mal 3). Pandas werden gehätschelt und bekommen sogar „Panda Pornos“ vorgespielt um sie zur Fortpflanzung anzuregen.

Der Panda hat sich in einer recht lange existierenden ökologischen Nische bequem eingerichtet und je nach Lesart war es eine klimatische Veränderung oder der Mensch der seinen Niedergang eingeläutet hat. Der ökologische Nutzen der Pandas geht gegen Null – die Gattung des „Ailuropoda melanoleuca“ könnte völlig problemlos aussterben.

Der Eisbär wird als Verlierer des Klimawandels auch permanent bis zum Erbrechen hochgekocht. Der arme arme Bär – bald kein Eis mehr worauf er wandern kann. Schonmal einem Vertreter der Spezies Ursus maritimus bei der Nahrungsaufnahme beobachtet? Der schleicht sich per Wasser und zu Lande an die nieeeeedlichen und total süüüüüssen Ringelrobben heran und zerfleischt sein Opfer so dass das Blut über mehrere Quadratmeter spritzt und die weisse, jungfräuliche Eisscholle mit Blut getränkt nicht mehr wirklich eine Kulisse für die üblichen „achwiesüsss“ Naturfilme gemäss dem Motto „Sauberer, weisser Bär auf sauberen, weissen Eiss“ abgeben.

Löwen… auch so ein Thema. Männliche Löwen erobern ein Rudel und töten dann alle männlichen Nachkommen ihrer Vorgänger. Kommt das bekannt vor?

Einen Sinn in der Existenz von Eisbär, Panda, Löwe & Co. gibt es heute nicht mehr.

Der Panda ist in einer evolutionären Sackgasse gelandet wo er schon vor geschätzten 650 Generationen nicht mehr herauswollte (10.000 Jahre, 15 Jahre für eine Generation).

Der Eisbär als Spitzenprädator (also eine Spezies, die an der Spitze der Nahrungskette steht) wird sich vermutlich wieder mit dem Braunbären vereinigen und eine auf das neue Klima angepasste Art bilden.

Der oft fälschlicherweise so genannte „König der Steppe“ ist ebenfalls so ein Spitzenprädator – aber so spezialisiert dass er aussterben wird. Sein Wegfall würde das Ökosystem nicht interessieren.

Darwin hat mal die These von „Survival of the fittest“ aufgestellt. Jeder Engländer weiss, was damit gemeint ist – aber eine 1:1 Übersetzung ins Deutsche ist recht schwer. Ich denke, „Überleben wird, der sich seiner Umwelt am besten anpasst“ ist eine brauchbare Übersetzung.

In diesem Sinne sind WWF, Greenpeace und sonstige Angstmacher optimal in dieses System eingebunden: Sie sammeln Spendengelder die (nach aussen hin) zum Erhalt von Arten eingesetzt werden die sich selber in die Looserposition manövriert haben. In Wirklichkeit werden damit nur Mitarbeiter finanziert die den festen Glauben haben irgendwas zu bewirken – defacto kann man die meissten „Umweltschschutzorganisationen“ mit Pandas in einen Käfig stecken damit sie gemeinsam Aussterben können.

Der Mensch ist übrigens auch ein Spitzenprädator – Versuche der Natur, die Gattung „Homo sapiens“ insgesamt zum Aussterben zu bringen, sind bislang gescheitert.

Veröffentlicht unter "Lügenpresse", Weltgeschehen | Hinterlasse einen Kommentar

Japan und die Energiewende

Den Artikel zum Thema „Darum boomen in Japan Dieselautos“ schliesst Spiegel-Autor Tom Grünweg mit dem Absatz:

Dass Japan ausgerechnet jetzt auf den Diesel kommt, wo der Motor überall sonst verteufelt wird, mag für Außenstehende schwer nachvollziehbar sein. Doch wer die japanische Volksseele kennt, der findet dafür durchaus eine Erklärung, sagt der Kulturforscher Edgar Pelaez von der Waseda University Tokio: In der japanischen Überzeugung gäbe es einfach keine schlechte Technik, sondern es ist immer der Mensch, der sie schlecht macht. „Ausgerechnet das einzige Land der Welt, das Opfer von Angriffen mit Atombomben geworden ist, verlässt sich bei seiner Energieversorgung mehr als alle anderen auf Kernkraft.“

Diesen Satz habe ich jetzt mal für mich hinterfragt…

Japan ist eine Insel relativ kleine Insel – wenn ich meinen Onkel Karl-Heinz in Thüringen besuche habe ich die Strecke zurückgelegt wie Japan „breit“ ist. Gut – dafür ist die „Japan-Banane“ recht lang, aber auch ziemlich mit Bergen gesegnet.

Grossartige Vorkommen an Kohle, Uran, Eisen etc. gibt es nicht. Pragmatisch wie die Japaner sind, haben sie sich daher nach dem 2ten Weltkrieg darauf konzentriert das zu machen was sie wirklich können: mit wenig Ressourcen das Beste zu erreichen.

Daher kommt auch, dass Atomkraft in Japan eine so grosse Rolle spielt: Das Land muss jedes Quantum Energie importieren – egal ob das nun Öl, Gas oder Atom-Brennstäbe ist. Und da die Energiedichte eines Brennstabes weitaus höher ist als das gleiche Volumen von von Öl oder Gas wird Japan um die bösen AKWs für die absehbare Zukunft nicht herumkommen.

Gut – nun kann man im Hinblick auf Fukushima sagen „Aber Öl und Gas wären sicherer“. Leider falsche Denke: Japan wird permanent von Erdbeben durchgeschüttelt. Ein AKW Erdbebensicher zu machen ist ein kalkulierbarer Aufwand (die Katastrophe von Fukushima geschah weil niemand an einen solchen Tsunami gedacht hatte), mehrere tausend Kilometer Gas- oder Erdölpipeline als Erdbebensicher zu machen ist selbst für die Japanischen Ingenieure sehr schwierig.

Das wäre geklärt und nun: wer ist dieser komische Wissenschaftler „Edgar Pelaez von der Waseda University Tokio“ mit dem sich der Autor schmückt?

Nun ich habe ihn hier gefunden… „Edgar Santiago Peláez Mazairegos“ hat mit Technik nix zu tun, auch nichts mit Diesel-Autos und die Schlussfolgerung des Spiegel-Autors ist auch nicht wirklich schlüssig.

Im Rahmen der Recherche zu diesem Artikel bin ich übrigens auf folgendes „Juwel“ gestossen:

Da schreibt Herr Clemens Weiß als Redakteur von „energiezukunft.eu“ – einem der zahlreichen Portale wo ohne grundlegendes Verständnis von U=I*R über die Energiewende fabuliert wird – in einem Artikel über Japan folgendes:

Die Erwartungen lasten dann auf kleineren Biomasse-Anlagen und der Windkraft, deren Kapazität bis 2020 auf 10 Gigawatt anwachsen soll. Bislang spielen neben der Wasserkraft und Solarenergie die anderen regenerativen Erzeugungsarten kaum eine Rolle. Dabei ist Japan mit seiner Insellage und stabilen Windbedingungen an der Küste wie gemacht nicht nur für Windkraftanlagen sondern auch für Geothermie-Kraftwerke.

Fangen wir hinten an: Geothermie. Einfach paar tiefe Löcher in die Erde, Kaltwasser rein und Dampf raus. In Japan ist nichts einfach, das nächste kleinere Erdbeben verformt die Tiefbohrung und dann muss man neu anfangen. Japan hat auch paar geologische Besonderheiten wie zB. dass die Geothermiekraftwere jede Menge Feingestein und agressiven Schwefel verkraften müssen. Dass es die Japner können beweisen deren Exporte von Geothermieanlagen und die bereits betriebenen Anlagen – die leider nicht sonderlich wirtschaftlich sind.

Windkraft: Ich habe mal bisserl in den Archiven nachgeschaut, tatsächlich wäre die Westküste von Japan in Höhe der Stadt Niigata oder Akita optimal. In 100m Höhe sind tatsächlich die vom Autor beschriebenen „stabilen Windbedingungen“ vorhanden.

Man muss nur ganz viele 100m hohe Windkraftanlagen in ein Gebiet stellen wo der Boden paar mal im Jahr durchgeschüttelt wird.

Biomasse: Ich habe keine belastbare Statistik darüber gefunden, dass Japan im grossen Masstab einen Überschuss an „Biomasse“ wie Mais, Reis, Getreide etc. hat und es sich leisten kann, „Esswaren“ für Mensch und Vieh mit einem verdammt niedrigen Gesamtwirkungsgrad zu verheizen.

Deutschland braucht keinen „Ruck“ sondern einfach nur viel mehr Journalisten die ihren Hirnkasten anstrengen.

Veröffentlicht unter "Lügenpresse" | Hinterlasse einen Kommentar

Legitimierung zum Töten von dummen Menschen gefunden – die Welt wird endlich besser!

Kennt jemand Oliver Rast?

Er hat Vice ein Interview unter dem Titel „Wir haben einen der letzten linken Terroristen Deutschlands getroffen“ gegeben.

In diesem Interview gibt Oliver Rast recht interessante Weisheiten von sich, die universell Nutzbar sind.

Zum Beispiel „Militante oder bewaffnete Aktionsformen halte ich nach wie vor für gerechtfertigt“ oder „Ansonsten sind politische Attentate sicher das schärfste Mittel des bewaffneten Kampfes – und auch das werde ich nicht generell verurteilen.“

Ich kann Oliver Rast hier zustimmen: würde man Idioten wie ihn konsequent unter Anwendung seiner Ideologie entgültig aus dem Genpool der Menschheit entfernen wäre der Allgemeinheit viel Gutes getan – „dank“ unserer Verfassung und Gesetze geht das nicht und so kann er weiterhin seinen Filmriss zur Realität erklären.

Veröffentlicht unter Schwachsinn | Hinterlasse einen Kommentar

Wir Deutschen – zu Dumm für alles!

Petra Pinzler schreibt in ihrem Kommentar zur Klimakonferenz in Bonn unter dem Titel „Wir Großmäuler“ in etwa folgendes:

In der Klimapolitik ist Kanzlerin Merkel nicht viel besser als Donald Trump: Beide machen viel zu wenig. Jetzt kommt die Rechnung für die Untätigkeit. 25.000 internationale Besucher werden lernen: Der Gastgeber ist beim Klimaschutz ein schlechtes Beispiel. Ausgerechnet das Land, in dem einst der erste Weltklimagipfel überhaupt stattfand, das sich einer Klimakanzlerin rühmt, und international immer wieder für wichtige Fortschritte gekämpft hat, versagt in der nationalen Politik. Kein Land weltweit verbrennt mehr Braunkohle als Deutschland. Und kein Brennstoff ist schädlicher fürs Klima. Trotzdem traute sich bisher keine Regierung zu, einen Plan für den Kohleausstieg zu schreiben, auch die schwarz-rote nicht. Zu groß war die Angst vor der Energielobby und den Gewerkschaften. Die Folge: Auf der Konferenz in Bonn werden Italien, Frankreich, die Niederlande, Großbritannien und Kanada stolz den künftigen Kohleausstieg verkünden. Deutschland nicht.

Kanzlerin doof, Deutsche doof – nur Frau Pinzler kann uns vor Unfreihandel und übermächtigen Konzernen und deren Lobby retten.

„Lobby, Gewerkschaften, Schädlich, Ausstieg“ – mit dem Rest des Artikels bekommt man jedes beliebige Bullshitbingo für den Parteitag der kommunistischen Partei in Sekundenschnelle voll.

Wie sieht die Realität ausserhalb der „grünen Denkblase“ aus?

Da sich die Erneuerbaren Energien in weiten Teilen ein weiteres Subventionsloch sind muss irgendwo die Energie herkommen mit denen wir unsere feinen Leuchten und Laptops betreiben. Dass dafür in Deutschland ausgerechnet Braunkohle verwendet wird, liegt vorallem daran dass unser kleines Land mit 80 Milliarden Tonnen auf 10% der wirtschaftlich gewinnbaren Welt-Braunkohlereserven sitzt mit dem Energiewert aller bekannten Erdölvorkommen in der Nordsee (Quelle) und daher ist Braunkohle in Deutschland unschlagbar günstig.

Problem dabei ist, dass Braunkohlekraftwerke aufgrund des geringeren Heizwertes (gegenüber Steinkohle, Erdöl und Erdgas) prinzipbedingt mehr CO2 ausstossen und darum hat der Weltklimarat den Einstieg in den Ausstieg aus der Braunkohleverstromung beschlossen. Wir sitzen also auf billiger Energie und „dürfen“ sie nicht nutzen.

Wie machen das nur die „guten“ Länder Italien, Frankreich, Niederlande, Großbritannien und Kanada?

Fangen wir mal mit Kanada an … Gemäss dem Wikipedia-Artikel sitzen die Kanadier auf den zweitgrössten Erdölvorkommen nach Saudi Arabien und haben ausserdem bedeutende und abbauwürdige Vorkommen von Kohle, Uran, Erdgas und Erdölsände. Und so sieht der Energiemix auch aus (Quelle: „Factsheet Kanada: Netzintegration von erneuerbaren Energien“ vom Bundesminsterium für Wirtschaft und Energie): 10% Kohle, 4% Erdöl, 7% Erdgas, 15% Nuklear und 62% Erneuerbare Energien.

Diese 62% werden gerne als Beweis angeführt, dass die Energiewende machbar ist. Nun: bei einer Bevölkerungsdichte von 3,6 Einwohner pro km² (Deutschland: 230 Einwohner pro km²) und viel Natur können die Kanadier im gebirgigen Hinterland eine Menge Stauseen und Windräder für die Stromgewinnung bauen.

Und trotzdem haben es die Kanadier nicht geschafft, die Treibhausemissionen bis 2012 um 6% zu senken (wie auch wenn man bereits an der Grenze des technisch Möglichen gelandet ist) und ist daher 2012 aus dem Kyoto-Protokoll ausgestiegen um Strafzahlungen an die UN zu vermeiden.

Dass Kanada recht einfach aus der Kohleverstromung aussteigen kann ist nun klar: dafür wird die Leistung bei den anderen konventionellen Kraftwerken (Öl, Gas, Atom) hochgedreht und die Kohle exportiert.

Also aufgrund der Rohstoffvorkommen, Populationsdichte und Geographie ist Kanada kein Vorbild für Deutschland.

Frankreich … Frankreichs industrieller Standortnachteil war schon immer die Kohleknappheit. Oder besser gesagt: die französische Kohle taugt nicht viel und ist schwierig abzubauen. Darum ist die Kohleförderung dort über die letzten Jahre fast auf Null heruntergefahren worden, die Kohlekraftwerke überwiegend mit Importkohle betrieben. Und so sieht der französische Strommix aus: 76% Atomkraft, 16% Erneuerbare Energien, 4% Erdgas, 2% Kohle, 1% Öl. Die EE-Quellen sind Stauseen und der übliche unzuverlässige Mix aus Wind und Energie. Da Atomkraftwerke kein CO2 erzeugen, steht Frankreich Klimapolitisch gut da.

Vorbild für Deutschland? Wenn man Atomkraftwerke mag – ja. Lässt sich aber nicht bei der Bevölkerung durchsetzen – also nein.

Niederlande … Das Gasfeld in der Provinz Groningen im Nordosten der Niederlande links von Ostfriesland ist das grösste Gasfeld Europas und das zehntgrösste der Welt. Und in der Nordsee sind weitere Öl- und Gasvorkommen. So sieht der Energiemix der Niederlande dann auch aus: Viel Erdgas, Erdöl, 1 Atomkraftwerk und Windkraft. Die Förderarbeiten in Groningen führen zu Erdbeben, wenn wohlwollende Gutmenschen und Umweltschützer die Förderung verbieten werden die Niederlande vermehrt auf Stromimporte angewiesen sein.

Vorbild? Man könnte von Ostfriesland aus das Gasfeld Groningen anzapfen – aber da werden die Niederlande was dagegen haben. Taugt also auch nix für Deutschland.

Großbritannien … Britannia rule the waves! God shave the queen! Großbritannien kommt erstmals ohne Kohle aus! Die Kohlevorkommen der Briten haben deren industrielle Revolution befeuert – der Steinkohlebergbau dort findet aber weitestgehend unter Tage statt und ist so teuer geworden, dass alle Zechen geschlossen wurden da Importkohle wesentlich billiger ist. Dafür haben die Briten recht grosse Erdgaslagerstätten (vorallem in der Nordsee), entsprechend sieht der Energiemix aus: 26% Gas, 16% Atomkraft, 8% Kohle, 15% Erneuerbare Energien.

Auch hier kein Vorbild: wer keine wirtschaftlich ausbeutbaren Kohlevorkommen hat, dem fällt es leichter auf Kohleverstromung zu verzichten.

Italien… Gaaanz spezieller Fall. Die Italiener sitzen auf recht grossen Erdöl/Erdgasvorkommen in Gebieten die entweder tektonisch, geologisch und vulkanologisch Instabil oder touristisch Vollerschlossen sind (wer möchte beim Baden schon eine Bohrinsel vor der Nase haben). Zitat aus dem verlinkten Artikel: „Bisher haben die Italiener alle neuen Energieprojekte, die optisch wahrnehmbar gewesen wären, zu Fall gebracht. Ängste vor Umweltschäden, an Hysterie grenzend, haben beispielsweise alle vor den Küsten geplanten Anlagen zur Umwandlung von flüssigem in normales Gas verhindert, also die Möglichkeit, den Rohstoff künftig auch per Tankschiff herbeizuschaffen“ Daher ist Italien stark von Importen abhängig – sei es Erdgas aus Lybien, Algerien, Russland oder Strom aus der Schweiz (letztere können mit ihren Staukraftwerken den deutschen Stromüberschuss aus Wind- und Solarkraftwerken speichern und dann teuer an Italien weiterverkaufen). Kohleverstromung ist ist Italien eh kein Thema, da kann man gerne mal den Ausstieg verkünden.

Vorbild? Bloss nicht.

Was bleibt vom Kommentar von Frau Petra Pinzler? Empörungsjournalismus gegen „die da oben“ und sonst nichts.

Die Formel dafür ist recht einfach und wird täglich angewendet: Man hat von einem Thema keine Ahnung, will sich auch nicht einarbeiten und interpretiert eine Pressemitteilung möglichst „Grün“ und „Links“ unter umgehung einfachster Grundsätze von Markt und Physik – das macht einem beim Volk beliebt und schmeichelt das eigene Ego.

Veröffentlicht unter "Lügenpresse" | Hinterlasse einen Kommentar

Telekom mal wieder ….

Ich habe da einen Kunden, der in seiner langen Historie des öfteren auf den Vertriebsschwatz der Telekom-Callcenter hereingefallen ist, dadurch in diverse Katastrophen schlitterte und nun auch die Kommunikation mit der DTAG auf mich übertragen hat.

Im Zuge der Renovierung des Gebäudes sollten auch paar alte Zöpfe abgeschnitten werden. Leider klappte das nicht so dolle wie angedacht, also musste ein Techniker der Telekom herbei.

Jener stellte fest, dass die neue Verkabelung für das Faxgerät durchaus funktioniert hätte, wenn der Kollege von der Elektrik das Auflegewerkzeug mit etwas mehr Mut zur Kraft angewendet hätte.

Und die seltsame, sporadisch auftretende Ansage „Dieses Gespräch kostet paar Cent an Gebühren“ erklärte sich so dass der damalige Interims-Geschäftsführer von der Sorte „bescheuertes Sparbrötchen“ bei mehr als 2 Gesprächen gleichzeitig jedes weitere Gespräch über eine (damals bestimmt supergünstige) Call-By-Call Nummer von Vodafone laufen lies.

Der Telekomtechniker notierte meine Büro-Rufnummer damit sich ein Kundenberater der DTAG um mich kümmert.

Nun – er hat sich gekümmert. Das habe ich aus seinen Bemühungen abgelesen, unter der Absenderufnummer 0800/3301300 „DTAG – Beratung“ hier anzurufen.

Irgendwann kamen wir zusammen, das Anliegen wurde besprochen und der Telekom-Kollege war auch auf den ersten Blick ein kompetenter „Kümmerer“.

Es wurden E-Mail Adressen getauscht und dann wollte er meine Mobilrufnummer. Da wurde ich stutzig, denn Mobil ist hier nur für absolute Notfälle gedacht. Begründung der „Gegenseite“: „Ja, aber wenn das Festnetz ausfällt….“

Mein Hinweis, dass ich externer Dienstleister bin und eine gleichzeitige Störung meines Festnetzes und dem Kundennetz eher Unwahrscheinlich ist wurde mit einem unsicheren „geben Sie mir die Nummer trotzdem“ in irgendeine Datenbank der Telekom eingegeben.

Mit dem Ergebnis, dass mich mein Kundenberater nur noch über mein Notfalltelefon anruft und jedesmal der Stresspegel steigt.

Dass ich nun der Hauptansprechparner bei „Gelobet sei was hart macht, gepriesen sei die Telekom“ bin, hat auch recht interessante Seiteneffekte: Kaum habe ich mich meinem Kundenbetreuer offenbart kam eine E-Mail „Herzlich willkommen im Kundencenter der Deutschen Telekom“ (oder so ähnlich). Auf den Link konnte ich klicken, da stand ordnungsgemäss meinm Name und meine E-Mail Adresse, aber was ich mit dem Account nun anstellen soll ist mir völlig fremd. Selbst das (mir unbekannte Kenntwort) kann ich nicht neu setzen da mir das alte (ebenfalls unbekannte Kenntwort) fehlt.

Dann kam dieser Tage ein Schreiben der Telekom beim Kunden an, was eine mysteriöse Umstellung bei den bereits von allen Sorgen befreiten Rufnummern ankündigte – die Problemrufnummern aber aussparte. Das hab ich an „meinen“ Kundenberater weitergeleitet der irgendwie unsicher mit „auch keine Ahnung“ antwortete – mal schauen, was da so die nächsten Wochen passiert.

Veröffentlicht unter Hohmanns schlimmste Reisen | Hinterlasse einen Kommentar

Mittelspannungsstörung

Heute gegen 13:30 Uhr fiepte es im ganzen Haus ganz mächtig: Überall sind die USVs angesprungen um die wichtigsten Rechner mit Strom zu versorgen.

Ich habe sofort alle Sicherungskästen untersucht und auch die Hauptsicherung überprüft: alles vom Feinsten. Mittlerweile ist eine der NachbarInnen aufgelaufen und auch Sie war ohne Stromversorgung.

Als die USVs gar kläglich fiepten habe ich das Notstromaggregat aus dem Keller geholt, befüllt und gestartet. Ich hatte kaum meinen Arbeitsplatz angeschlossen, war der Strom wieder da.

15min gewartet und Kabel sowie Notstromaggregat abgebaut – ab zum Einkaufen.

An der Tanke in Heldenbergen den jungen Mann gefragt, ob es hier auch einen Ausfall gab. Der hat mich angeschaut wie ein Alien, einen Wegfall der Stromversorgung gehört für die Kiddies anscheinend in den Bereich von schlechten Märchen.

Der Rewe zwischen Heldenbergen und Windecken war anscheinend nicht betroffen und wir konnten ungestört Einkaufen.

Zurück in Büro und Haus eröffnete mir meine Frau „Schlechte Neuigkeiten: Immer noch kein Strom“.

Ich erinnerte mich schwach, dass die OVAG aktuell „mein“ Netz betreut und da die Mobilfunkverbindung noch funktionierte habe ich bei der Servicestelle angerufen. Meine Störungsmeldung wurde mit der Frage „Ostheim oder Windecken?“ beantwortet und die Mitarbeiterin konnte mir „nur“ sagen „ja, das Problem ist bekannt – ein Kollege hat mir zugerufen dass es eine „Mittelspannungstörung“ ist – was mir wiederum recht viel sagte.

Also wieder Notstromaggregat aufgebaut, Kabel gezogen und angeschlossen. Danach in den Keller gegangen um festzustellen, dass dort wohl alles funktioniert – es hat nur die Sicherung fürs Büro rausgehauen. Trotzdem meinen PC eine Stunde übers Notstromaggregat laufen lassen damit die USV sich auffüllt.

Interessant dass meine andere Nachbarin mich am hantieren mit dem Generator beobachtete und fragte ob ich auch keinen Strom mehr hätte.

Veröffentlicht unter Hohmanns schlimmste Reisen | Hinterlasse einen Kommentar

Moderne Programmiersprachen und deren Vordenker

Es gibt den „Tiobe Index“ der versucht, die Popularität von Programmiersprachen zu ermitteln. Dafür werden international allgemeine und spezielle Foren nach Diskussionen über eine bestimmte Programmiersprache aufaddiert und gewertet.

Vereinfacht gesagt gilt folgende Tiobe-Formel: „Diskussionen über eine Programmiersprache“ gewichtet gegen „Popularität des Forums wo die Diskussion stattfindet“.

Real gilt aber: „Manager treiben eine Programmiersprache als neue Sau durchs Dorf und je mehr Programmierer die Idee des Managements durchsetzen müssen umso mehr Fragen laufen in den Foren auf und um so höher steht sie im Tiobe Index“. Daran sind nicht mal nur die Manager schuld sondern „junge, dynamische“ Entwickler die es irgendwie schaffen ihre Vorgesetzten davon zu überzeugen dass man in den Sprachen „Schlonz“ oder „Quack“ viel fehlerfreier entwickeln kann als in „Normalo“ oder „Gewöhnlich“.

Und diese jungdynamischen Entwickler haben einen festen Glauben daran, dass kurzer Code weniger Fehler bringt.

Im Prinzip ist das erstmal korrekt: wenn ich komplexe Aufgaben mit einem einzigen Befehl an die Runtime (eine Ansammlung von Routinen die das machen, was vorne der Programmierer sagt) übermitteln kann und die Runtime das fehlerfrei macht, dann habe ich mit einer einzigen Zeile im Programm ein Problem abgehandelt was sonst viele Zeilen Code benötigt.

"^\(*\d{3}\)*( |-)*\d{3}( |-)*\d{4}$" ist ein Regulärer Ausdruck welche eine Telefonnummer validiert. Blöderweise geht die nur für US Telefonnummern und als ich mal einen Experten für Reguläre Ausdrücke gefragt habe um das auf DE-Nummern umzusetzen hat er mir einfach eine Lösung gepostet die seit Jahren durchs Netz geistert und vollständig verkehrt ist.

Ich habe keine Ahnung, wieviel Erfahrung der Autor von diesem Satz hat: „All developers should learn to use basic regular expressions, because they’ll produce better, more flexible, more maintainable code with them.„.

Die Wahrheit aus meiner Praxis ist: ein Entwickler, der Regular Expressions benutzt, kann sich schon 6 Monate nach Ablieferung seines Codes nicht mehr erinnern was die Regex dort eigentlich macht und wenn – dann ist die Dokumentation umfangreicher als eine konventionelle Programmierung.

Der letzte Satz wird dann gerne wie folgt beantwortet: „Aber es ist effizienter als das Ganze in einer Schleife in Stücken zu verarbeiten“. In der Praxis ist diese Aussage völliger Bullshit, aber das erkläre mal einem jungen RegEx-Jünger der seine erste wirre Zeichenkombination unfallfrei schon beim Testlauf durchbekommen hat.

Aber zurück zu den Programmiersprachen selbst. Ich hatte dieser Tage eine recht interessanten E-Mail Austausch mit einem jungen Kollegen der schon seit Jahren an einer neuen Programmiersprache arbeitet. Er hat mir Details unter meinem Versprechen genannt dass ich nichts ausplaudere.

Gut – da gibt es nichts auszuplaudern weil sein Entwurf so ein typischer „Nerd“-Entwurf eines Vollspacken ist, der den ganzen Tag relativ harmlose Wegwerfsoftware entwicklelt und sich dafür in eine selbstgebaute Zwangsjacke stecken möchte damit er auf dem Wenigen was er macht nicht fehlschlägt.

Das irrste Statement (was ich jetzt mal über paar EMails zusammengefasst habe) war „Ich habe es nicht so mit Benutzeroberflächen und deshalb gibt es keine Strings (Textvariablen) – das kann man ja wie in C über ein int-Array abwickeln.

Wie in der Programmiersprache „C“ mit Texten umgegangen wird fällt unter die Kategorie „Gruselig“, aber da „C“ eine recht essentielle Programmiersprache ist haben sich zu diesem Thema etliche Tools etabliert um das Leiden zu lindern.

Und so sind dann fast alle neuen Programmiersprachen: Sie versuchen Probleme im Bereich Objektorientiertheit zu lösen die meisstens nicht existieren, bieten Lösungen für Probleme die eigentlich nicht existieren und sind in der Verarbeitung von Texten eher gruselig.

Meine Lieblingssprache wäre eine, wo man den Variablen wie in COBOL Wertebereich und Formatierung mitgeben kann und wenig syntaktischen Zucker damit der Umstieg von etablierten Sprachen leichter fällt.

Veröffentlicht unter Ausgewähltes | Hinterlasse einen Kommentar