Meinungsumfragen

Ich bin in paar Umfragen-Panels ein Teil der Stichprobe aus der Bevölkerung.

Bei den Online-Umfragen merkt man schon, ob da Vollidioten einen Fragebogen aufgesetzt haben der ein wertloses Ergebnis bringt oder ob man sich in Form einer Fragebogenkonferenz ernsthaft Gedanken darüber gemacht hat wie man den Auskunftswilligen möglichst spannend durchlotst.

Hier mal ein Beispiel wo keiner ernsthaft über die Antworten nachgedacht hat

Ich konnte da nur sagen „weiß nicht“, denn wir sind in der Familie aus dem Alter heraus, sich gegenseitig mit Junk zu bewerfen.

Da fehlt also klar die Antwort „Keine Geschenke geplant“ – und weil es die nicht gibt, wurde ich konsequent auf mehreren Folgeseiten danach befragt, welche Art von Geschenken ich Online oder im Laden kaufen werde.

Befragung abgebrochen.

Das war noch ein harmloses Beispiel eines misslungenen Fragebogens.

Viel schlimmer sind Surveys, die ein Textfeld mit „Welche Marken kennen Sie“ anbieten – mit Blick auf den Whiskey und das Bier auf dem Schreibtisch ist die Perspektive abends schon recht eingeschränkt. Dafür kommen dann auf der Folgeseite der Umfrage gefühlte 1000 Logos von Marken wo man ankreuzen darf welche man kennt.

Naja, mit paarundfuffzigjahren kennt man sie alle und kreuze sie an. Es macht aber keinen Sinn, hier überhaupt was zu machen denn in der Regel haben solche Umfragen nur 2 Ausgänge:

  1. Man wird über alle „diese Marke habe ich schonmal gesehen“-Antwort in eine schier endlose Fragebogenschleife geschickt wo man für jedes Produkt ca. 3-12 Fragen der Sorte „Ist vertrauenserweckend“, „Ist innovativ“, „Verschafft mir Wohlgefühl“ und so einen Scheisss anklicken muss. Habe da ein Script programmiert, was solche Standard-Fragebögen erstellt mit den Standard-Tools „Standardisiert-Randomisiert“ beantwortet damit die Pseudo-Demoskopen wenigstens einen vollständig ausgefüllten Fragebogen haben.
  2. Die andere Variante ist, dass man eine bestimmte Marke nicht kennt aber trotzdem penetrant auf die Wirkung der einem unbekannten Marke abgefragt wird.

Meine persönliche Studie sagt, dass mindestens 80% der Umfragen so angelegt sind dass bewusst extrem abartige Daten erzeugt werden aus denen die Statistiker das für den Auftraggeber gewünschte Ergebnis herausziehen können.

Wobei auch: Studien haben ergeben, dass 80% der Studien völliger Bockmist sind.

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Nix mit „Herr Doktor“

So nach paarundfünfzig Lebensjahren tendiere ich zu Ärzten. Also Medizinkundigen, wo auf der Visitenkarte steht „Manfred Mustermann, Arzt“ statt „Dr. Mustermann – Arzt“.

Ich habe ja auch 2 Jahre in meinem Studium abgekürzt: 4 Semester Vorlesungen besucht, festgestellt dass mir das Studium jeglichen Praxisbezug versaut hat und halt ohne akademischen Titel (dafür aber mit einem Jahr praxisnaher Schulung) direkt ins Berufsleben durchgestartet.

Denn wir haben etwas gemeinsam: Keiner von uns kann sich auf den Nimbus „Herr Doktor“ oder „Herr Diplom-Ingenieur“ berufen, wir müssen also näher am Kunden / Mandanten / Patient und vorallem besser sein.

Zudem der akademische Grad eigentlich „nur“ die Befähigung des Kandidaten zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten bescheinigt – ich habe nur selten einen Inhaber des akademischen Doktorgrades erlebt, der über das Studiums von Beipackzetteln jeglicher Coleur (Sicherheitsdatenblätter, Installations- und Arbeitsanweisungen) hinaus eine wissenschaftliche Arbeit geleistet hat.

Und wenn ich mal so einen Wissenschaftler erwische, dann bekommt der natürlich von mir die Anrede „Herr Doktor“ – und bekomme oft die Antwort „Herr/Frau Mustermann reicht, der Mensch fängt bekanntlich nicht beim Akademiker an“

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AAA Spieltitel unter Linux – mehr Enttäuschung als Lust

Auch der Linux-Admin zockt gerne.

Valve hat es mit seiner Steam Plattform und dem Linux-basierendem „SteamOS“ geschafft, dass viele Entwickler ihre Sachen gerne und sofort für mehrere Betriebssysteme (also Windows, Linux und MacOS) veröffentlichen.

Oder es werden hochwertige Titel nachträglich nach Linux portiert.

Und wenn ich mir so meine Sammlung anschaue, sind die Portierungen gut gelungen und auch Inhaltlich ein grosses Vergnügen. Borderlands, Northguard, Sid Meier’s Civilization, die Saints Row Serie, Half-Life, die Russische Metro Serie, The Witcher und natürlich das Tomb Raider Universum.

Daneben Perlen wie Kerbal Space Program, Oxygen Not Included, X Rebirth, X4, Shadow Warrior.

Aber ich habe in meiner Vergangenheit, wo Windows mein Hauptbetriebssystem war, gerne Fallout 3 etc.. gespielt – Titel, die aus verschiedenen Gründen wohl nie eine Portierung nach Linux erfahren werden.

Nun: Microsoft hat viel Schrott produziert aber eines hat der Konzern richtig gemacht: Es wurden vor über 20 Jahren alle Spielentwickler auf die Schnittstelle „DirectX“ eingeschworen (oder besser gesagt „eingeknüppelt“ – wer das Interface nicht nutzte, der bekam das „Certified by Microsoft“-Bapperl nicht).

Standardisierte Schnittstellen haben einen Vorteil: Man kann den Unterbau austauschen und nach seinen eigenen Vorstellungen umgestalten.

Das nutzt zB. das „Wine“ Projekt, indem es einem Windows-Spiel vorgaukelt dass es auf einem Windows-Betriebssytem läuft obwohl der Unterbau eine Linux Distribution (zb. Ubuntu) ist.

Die Firma Valve hat das mit ihrer Spielplattform „Steam“ zum Exzess getrieben: Dort ist der gesamte „Wine“ Unterbau äusserst komfortabel als „Proton Kompatibilitätschicht“ verfügbar,

Windows Spiel unter Linux installieren, in den Eigenschaften des Spiels nur sagen „Verwende folgendes ….“

Läuft. Meisstens schneller und mit weniger Abstürzen als das Orginalspiel unter Windows.

Naja, und dann halt als erstes „Metro Exodus“ installiert – da steht zwar eine Linux-Portierung an, aber bis die kommt usw.. ich wollte den Titel gerne spielen weil die beiden Vorläufer wirklich gut waren.

Das Spiel war „nett“, sehr überschwemmt mit endlosen Dialogen und langen Cutscenes die eine Geschichte erzählten aber nichts voranbrachten.

Sehr enttäuschend, genauso wie „Fallout 4“. Nette, weitverzweigte Story („Nett“ ist der kleine Bruder von „Scheisse“) und eine Spielwelt in der man sich gefühlt als 3 Meter breite Spielfigur durch 1 Meter breite Türen zwängen muss. Dazu eine Schusswaffenlogik mit der man selbst vom Gegner mit einer schwachen Pistole auch hinter einer Deckung zerfetzt wird – wärend eine selber abgeschossene Atombombe über dem Gegnerareal nicht den leisesten Kratzer oder gar Todesfall erzeugt.

Gut – Fallout 4 ist von 2015, aber irgendwie haben sich viele der hochgelobten „AAA“-Spiele kaum weiterentwickelt ausser dass es mehr hochauflösende Texturen und Dialogbäume gibt.

Da muss ich echt überlegen, ob ich nochmal 30 EUR für einen heruntergesetztes Super-Duper-Spiel ausgebe welches in der Presse hochbejubelt wurde.

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Erwachsen sein

Beim NORMA um die Ecke ist schon alles voll mit Weihnachtsdeko und weihnachtlichen Leckereien.

Erwachsensein hat aber auch den Vorteil, dass man selbst entscheiden kann, wann man anfängt Spekulatius, Lebkuchen, Plätzchen & Co zu essen.

Vielleicht werde ich am 30. Dezember 2020 ein Pack Lebkuchen für 1 EUR kaufen – dabeisein ist alles.

Aber Zeit für ein Raclette wäre es schon 🙂

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Mal den Rechner richtig auslasten – „mache FIEEEEPPPP“

Persönlich bin ich eher der „Energiespartyp“ – man kann die Welt auch von der Couch aus erkunden.

Zum Beispiel ist es für mich immer wieder eine Herausforderung, die Tour zum Kollegen Avenarius nach Erbach im Odenwald in genau einer Stunde und einem Durchschnittsverbrauch von unter 6,5 Liter Diesel pro 100 Kilometern zu schaffen (was sich mittlerweile auf 6,2 Liter reduziert hat).

Wenn ich überlege, dass mein erster Golf GTI im Normalfall gut 12 Liter Benzin per 100km schluckte, ist das schon eine beachtliche Leistung der Automobilindustrie.

Auch mein Arbeitsplatz ist so ein Sparbrötchen.

Zwar fordern 2x 30″ Bildschirme, eine CPU mit 12 Kernen sowie einer hochgezüchteten Grafikkarte (wird für kryptographische Berechnungen gebraucht) ihren Tribut – aber im Normalfall braucht das Ensemble nur 80 Watt, was früher mal im Glühwendellampenzeitalter gerade mal notdürftig die Toilette beleuchten durfte.

Aber es kam heute eine neue Anfrage rein, wo ich mir nicht so sicher war ob das meine Workstation leisten kann.

Nun, ähnliche Anforderungen kommen aus dem Bereich „Computerspiele“.

Wollte eh mal das Spiel „Metro Exodus“ nach den spannenden Metro-Romanen von Dmitri Alexejewitsch Gluchowski ausprobieren.

Die beiden Vorgängerspiele gibt es als native Linux-Portierungen, „Exodus auf Pinguin“ wird seit Februar 2020 versprochen, getan hat sich nichts.

Zum Glück gibt es Projekte wie „Wine“ und „Proton“ welche dem Spiel vorgaukeln können, dass sie auf einem Windows-Rechner laufen und über diverse Kompatibilitätsschichten dann ordentlich „Linux“ sprechen.

Programmstart von „Metro Exodus“ unter Linux lief völlig problemlos, Ton im Kopfhörer und Bild waren ohne Ruckler und Aussetzer.

Mich störte nur dieses ständige Fiepen im Tonkanal, welches aufhörte wenn ich mich im Spiel in eine eher ruhigere Gegend begeben habe – vermutlich haben sich die Macher was dabei gedacht.

Nach einer Weile im Spielgeschehen wurde ich sanft von meiner Tochter in die Realität zurückgeworfen.

Schnell Alt+TAB um das Spiel in den Hintergrund und damit auch in die Pause zu drücken.

Kopfhörer abgenommen.

Sie: „Hörst Du das nicht?“

Ich: „Nö, was denn?“

Sie: „Hat eben aufgehört – was hast Du gemacht?“

Das Ende vom Lied: Meine kleine Schreibtisch-USV kann mit der Leistungsanforderung von 350 Watt nicht umgehen und fängt an zu Fiepen.

Naja, muss halt eine grössere USV her – wieder was gelernt.

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Radwegenetz Nidderau

Nidderau verfügt über ein gut ausgebautes innerörtliches Radwegenetz, das auf ca. 70 Kilometern alle Ortsteile miteinander verbindet. Die einzelnen Verbindungen sind gut beschildert und für die ganze Familie geeignet.

https://www.nidderau.de/freizeit-kultur-tourismus/rad-und-wanderwege/

Das Radwegenetz in Nidderau umfasst bestimmt 70 Kilometer.

Und wenn man es aus der Sicht der mitregierenden Grünen betrachtet haben wir bestimmt auch 200 Kilometer Radweg, wenn man denn jeden Schotterfeldweg und die neuen und zukünftigen „Radwegseparierungen“ auf der ehemaligen B45 innerorts einrechnet.

Nur ist das Nidderauer Radwegenetz ähnlich dem Deutschen Kaviar: Es existiert, ist aber nicht besonders gut.

Um das mal an einem Beispiel zu verdeutlichen: Den Nidda-Radweg sind wir oft genug von Bad Vilbel-Gronau flussabwärts bis zum Tower-Cafe in Frankfurt Bonames geradelt oder flussaufwärts über Karben, Florstadt bis nach Nidda.

Immer Bänke mit Blick auf den Bach, kaum Steigungen (naja, Nidda und Vogelsberg ..) Genussradeln pur.

Nidderau?

Da schwadronieren die Stadtväter, wie man die ehemalige B45 und Ortsdurchfahrt im Ortsteil Heldenbergen noch „fahrradfreundlicher“ machen kann.

Da fehlt es jetzt schon an Parkplätzen für die Anwohner und ehrlich gesagt würde ich als Radfahrer da sowieso nicht fahren, die Parallelstrassen sind weitaus angenehmer und auch der „offizielle“ Radweg geht weit an der Hauptstrasse vorbei.

Ich weiss gar nicht mehr, wer mir das mal gesagt hat. Ein Bürgermeister oder Polizist… Bestimmt 30 Jahre oder länger her…

Seit froh, dass ihr jetzt eine Umgehungsstrasse habt welche die alte Hauptverkehrsstrasse entlastet. Nur ein Idiot würde diese Strasse verkleinern und Verkehrsberuhigen. Wer mit dem Auto hier her kommen will oder muss, dem sollte der Weg nicht verwehrt werden – sonst können die Geschäfte im Ortskern sofort zu machen.

Zitiert aus der Erinnerung

Wie bereits angemerkt, ist das Nidderauer Radwegenetz nichts, was man als „besonders gut“ im Vergleich zu anderen Radwegen der Nachbargemeinden bezeichnen würde.

Weil (und das ist typisch für unsere doch oft als sehr debil und zögerlich erscheinende Führungsmannschaft, sei es in Stadtführung oder Verein) nichts genutzt wird was nicht schon da ist.

Zum Beispiel der in der Presse hochgelobte Radweg zwischen Heldenbergen und Eichen. Da ist zwar ein recht strammer, nicht sonderlich einladender Hügel dazwischen, aber Hauptsache wir haben endlich einen Radweg zwischen den Ortsteilen.

Erfahrene Genussradler machen den Weg fast ebenerdig um die Südseite der Naumburg durch den Wald herum, ist aber eher kein Radweg.

Oder Heldenbergen – Eichen… Der Radweg liegt direkt parallel an der B521, unangenehm zu fahren. Den Mut, dort einen Touristenfreundlichen und vorallem flachen Radweg entlang der Nidder zu bauen, das bringen die Nidderauer Grünen nicht zusammen.

Naja, ich habe diese Stadt schon vor langer Zeit aufgegeben – ich wohne hier nur noch.

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Bin ich wirklich so alt und harmlos geworden?

Kleine Fahrradtour von Windecken über die Hohe Strasse nach Maintal-Dörnigheim ins Wirtshaus, Rückweg über den Fahrradweg entlang dem ehemaligen Verlauf der L3268 via Kesselstadt.

Der dortige Bürgerpark strahlte bei unserer Einfahrt sofort ein traditionelles, orientalisches Flair mit verschiedenen Abstufungen der Modernisierung aus.

Zwei Gruppen direkt am Weg sind mir aufgefallen:

  1. Junge Männer auf der Wiese, schweigend ins Gespräch vertieft, sehr Stille liegend herumschwätzend und umgeben von teils geleerten Plastikflaschen (die sicherlich wieder dem Recycling zugeführt werden).
  2. Junge Frauen, 10 Meter links daneben. Nicht liegend, sondern adrett und modisch im Hidschab stehend und ebenfalls aufgeregt schwätzend.

Und als wir vorbeigeradelt sind, habe ich natürlich diese braven Muslimas mit Augenaufschlag und einem Lächeln kokettiert – und bekam aus der Gruppe ein frenetisches „Hallo“, „Ei gude“, „Grüss Gott“, „Wie gehts“ und andere freundliche Sprüche im Deutschen mit einem Akzent hinterhergeufen der mich Wissen liess, dass die Sprecherinnen tagsüber eine andere Sprache bevorzugen (müssen wollen können…).

Ich weiss jetzt nicht ob ich es als Kompliment auffassen soll, dass ich so harmlos geworden bin dass ich von Hidschabträgerinnen auf offener Strasse angebaggert werde.

Auf der anderen Seite: ich habe freundlich zurückgegrüsst, gelächelt und gewunken – vielleicht wächst durch mich dort eine andere Generation heran.

By the way: im lokalen Hagebaumarkt sitzt sporadisch auch eine Hidschab-Dame an der Kasse. Da gehe ich immer gerne hin weil Sie zum einen in der Abwicklung sehr professionell ist und es keine Wartezeiten gibt – und die lokalen Kunden eher die vollbusigen Damen mit blondem Haar an den Nachbarkassen bevorzugen sodass es bei der Muslima eigentlich immer „frei“ ist.

Schade eigentlich dass es so ist – ich wünsche mir ihr volle Kassenschlangen.

Es war einmal ’ne Schlange
Die trennte sich entzwei
Der Grund dafür? Ein Ausruf!
„Wir öffnen Kasse 3″“

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Amazon zensiert und spinnt mal wieder …

Ich kaufe regelmässig über Amazon ein und versuche auch regelmässig, besonders gute und auch besonders schlechte Produkte fundiert zu bewerten.

Zum Beispiel die „JEVDES Pflanzenlampe für Zimmerpflanzen, 100W Grow Light, LED Pflanzenlichter, Sonnenähnliche Vollspektrum Wachstumslicht, für Sämlinge, die Blühendes Obst Wachsen“ – die ich in der Stillen Hoffung gekauft habe, dass „Amazon’s Choice“ schon etwas mehr „tauglich ist“.

Angekommen, aufgebaut, mehrere bauliche Mängel festgestellt und einfach mal weitergemacht mit dem Ergebnis, dass die Samen nicht so recht angehen wollen.

Und weil es gerade in ein Projekt passte, ein ordentliches Lichtspektrometer für 2K€eingekauft um als Seiteneffekt ein Produkt für 33,99€ zu untersuchen.

Ergebnis war, dass die billige „Amazon’s Choice“ Planzenlampe im unteren Blaubereich (siehe „McCree Spektrum„) sehr stark schwächelte und – nach Studium der Literatur – für die Anzucht von Gemüse (Salat et al) nicht sonderlich tauglich ist.

Wobei das Lichtspektrum soweit vollkommen in Ordnung ist, um Pflanzen über den Winter zu bringen oder irgendwelche Blumen am Blühen zu erhalten. Und mit etwas zu viel Mühe habe ich auch einen kleinen Salat und etwas Basilikum im Büro anzüchten können – weitaus weniger von dem, was man (wie ein späterer Test ergab) mit einer gescheiten Pflanzemlampe wie zb. von Neusius Pflanzenlicht erzielen kann.

Und was bekomme ich für meine Mühe, eine fundierte Bewertung abzugeben?

Das hier:

„Liefererfahrung“ wurde nicht genannt. Die Rezension war weder „vulgär“ oder „obszön“ (naja, vielleicht hat jemand das Licht-Spektrogramm aus einem 2.000 EUR Gerät sexuell erregt). Spam war es auch nicht, es waren keine Fremd-URLs in der Rezension und die einzige „Manipulation“ die ich sehe könnte sein, dass ich einen „Amazon’s Choice„-Artikel sehr Sachverständig zerlegt habe.

Nun – die Quittung für mein „Fehlverhalten“ gegenüber Amazon kam stante pede: Ich wollte nur mal meine – eher negativen Erfahrungen – mit „Cobi Bike“ zur allgemeinen Information darbieten.

Und was kam?

Vermutlich zählt da meine abgelehnte Rezension eines anderen Artikels auch unter „ungewöhnliche Rezensionsaktivitäten“, die durchaus verständlich sind weil „Cobi Bike“ es nach Jahren nicht geschafft hat, die grundlegensten Probleme in der Handhabung auszumerzen und auch die letzten Software-Updates eher Missfallen als Wohlwollen unter der Userschaft erzeugten.

Naja, mein altes Smartphone hat nach 4 Jahren schon den dritten Akku und heute hat der „Pickel-Belag“ eines Wiesbadener Parkhaus es geschafft, das Display so hinreichend zu zertrümmern dass eine Reparatur nicht mehr wirtschaftlich ist.

Ich mache am Wochenende einen Rückbau am Fahrrad (Cobi-Bike weg, alte Bosch-Aktiva Steuerung drauf) und habe mal wieder „hippen Elektroschrott“ zu entsorgen.

Achso, meine Rezension für Amazon veröffentliche ich halt hier:

„Cobi Bike“ ist ein interessanter Aufsatz bzw. Ersatz für das Bosch Aktiva Display: Das Smartphone ist nun Steuerzentrale und reagiert auf die 3 Tasten-Steuerung am Lenker.

Im Prinzip ganz einfach: Mit der „i“-Taste am Lenker, schaltet man durch die Menues (Fahrrad-Motor, Navigation, Leistung, Kontakte, Musik), mit der „+/-“ Taste am Lenker dann durch die Unterfunktionen (Motorleistung hoch, runter; Zoom in der Navigation; Scroll durch die Leistungswerte).

Warum aber zwangsweise ein nicht abschaltbarer Menuepunkt „Kontakte“ oder „Musik“ permanent vorhanden ist, muss der hippen Kundschaft geschuldet sein – real stört es nur wenn ständig im Display des Smartphones aufleuchtet „Du hast keine Kontakte freigegeben“ oder irgendwas mit „Musik ist nicht eingestellt“.

Und bei der Navigation wird es unhandlich: Die Software von Cobi ist nicht im geringsten so Leistungsfähig wie zb. Komoot und daher eher nur in Notfällen zu gebrauchen. Zwar gibt es die Möglichkeit, mit viel Wissen welche Handy-Tastatur nun gerade welchen wichtigen Menueeintrag überdeckt, Komoot in die Navigation zu übernehmen – nur scheitert auch das seit mehreren Monaten regelmässig an unbekannten Fehlern und daher auch untauglich.

Dass „Cobi Bike“ ständig meint, ein neues Fahrrad in m/seiner Umgebung entdeckt zu haben und alles wieder zurücksetzt ist ein weiteres Ärgernis (nein, es ist kein weiteres „bike“ in der Umgebung – die Software ist einfach Schrott und nie irgendwie auf den Alltagsgebrauch getestet).

Daher eher 0 von 5 Sternen mangels Softwarepflege und mangels Konzentration auf Alltagsgebrauch.

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Nix neues hier

Neulich quergelesen: Schockprognose für den Sommer. Heute satter Regen und wohl die nächsten Tage auch. Von Sommerschock nichts zu sehen.

Oder wie Juliane Werding so schön sang: Wenn du denkst du denkst, dann denkst du nur du denkst (irgendwie waren wir 1975 mit der Gleichstellung von Mann und Frau auch schon weiter als in 2020).

Breaking News!

Meine Nachbarin Lydia hat mir dieser Tage was von einem für sie unidentifierzierbaren Tier-Objekt (UTO) berichetet, was in Ihrem zur Entsorgung bereitgestellten Lager für den „Gelben Sack“ wühlte.

Heute abend habe ich es gesehen: Ein Waschbär. Das wird noch lustig wenn er das „Gelbe Sack“ Lager vor dem Haus entdeckt.

Corona?

Prof. Dr. Dres. h.c. Josef Isensee hat in der F.A.Z. ein recht langes Traktat zum Thema „Virokratie im Rechtsstaat“ ablegen können.

Aus dem völlig verkopften Text mal herausgegriffen: Die vorhandenen Gesetze genügen als Eingriffsgrundlagen nicht den regulär-rechtsstaatlichen Anforderungen an Dichte, Vollständigkeit und Differenziertheit. Das parlamentarische Gesetz wird abgelöst durch Verordnungen und Allgemeinverfügungen, also durch Recht der Exekutive. An die Stelle der auf Allgemeinheit und Dauer ausgerichteten Rechtsnorm tritt die situationsverhaftete Maßnahme.

Das klingt eher nach dem Geschwurbele, was „Anti-Corona-Beschränkungen“-Demos so an vergleichbaren Sprüchen erbrechen.

Dabei ist Covid-19 recht einfach zu beherrschen: Sorge dafür, dass Du nicht dein Gegenüber infizierst und achte darauf, dass Dein Gegenüber dich auch nicht infiziert.

Bisserl Abstand halten, nicht direkt ins Gesicht des Gegenüber sprechen , generell in der Öffentlichkeit eine Maske tragen um eventuelle Viren von sich selber nicht nach Aussen zu verbreiten.

Dass diese Pandemie in Deutschland irgendeinen Rechtsstreit auslöst ist nur ein Zeichen dafür, dass die Deutschen einfach zu sehr verdummt sind um zu begreifen, dass man sich in solchen Zeiten einfach auch mal zurückhalten muss.

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Zauberer…

Na, dann lasse ich den Zauberer mal zaubern.

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