„Putsch in der Türkei“ und Markus Ehrenberg …

Es gibt Zeitungsberichte, da bin ich froh dass im Magen nichts mehr ist was herausgekotzt werden kann. Und es gibt hinter den Berichten sogenannte „Journalisten“ denen ich am liebsten stundenlang mal… lassen wir das.

Zb. Markus Ehrenberg in „Der Tagesspiegel“: Der nächtliche Putschversuch in der Türkei offenbart erneut Schwächen in der Live-Berichterstattung. ARD und ZDF senden nur sehr sporadisch. Bei N-tv und N24 ist ebenfalls wenig zu sehen. Warum?

Warum wohl… Weil keiner den Überblick hat und es keine verlässlichen Informationen gibt.

Vor paar Jahren hätten alle Sender noch ihr Programm geändert und in einer Endlosschleife unzählbare „Experten“ und deren wechselnde Meinungen zum Geschehen angefordert, dubiose Youtube-Videos gezeigt und Moderatoren irgendwas zusammenstottern lassen.

Aber der Wunsch der Zuschauer, Hörer und Leser ist es mittlerweile dass einfach mal die Panik aus der Berichterstattung genommen wird – und das bringt es zwangsläufig mit sich, dass es weniger Geschwurbele gibt.

So schreibt Markus Ehrenberg: „Die sich überstürzenden, dramatischen Ereignisse mitten in Europa in den vergangenen 48 Stunden haben auch die (Nachrichten-)Redaktionen außer Atem gehalten.“

Hm? Wäre der irre LKW-Fahrer von Nizza durch ein belebtes Boulevard von Kapstadt gefahren gäbe es nur eine Randnotiz in den Zeitungen zu lesen, in die Abendnachrichten hätte es dieses tragische Ereignis nicht geschafft. Und dass es nun in Nizza passierte erhöht für mich nicht wirklich den Nachrichtenwert und damit den unausgesprochenen Zwang, ständig darüber zu berichten. Ein Putsch in der Türkei fällt in die gleiche Kategorie: erstmal abwarten was passiert und über Veränderungen berichten.

„Immerhin gibt es zwecks Informationen ja auch noch die Sozialen Medien“, so Markus Ehrenberg weiter in dem Artikel des Tagespiegels. Dass die „Informationen“ aus den Sozialen Medien zu oft manipuliert sind als dass man ihnen Glauben schenken darf, sollte man eigentlich wissen.

Wenn Markus Ehrenberg zurück zur Berichterstattung ala 9/11 zurückkehren möchte (wo mehrere Tage lang wertvoller Info-Sendeplatz mit ständig wiederholenden Bildern und Videos vermüllt wurde), dann möge er sein Unwesen bei irgendeinem Dorfsender in den USA treiben.

Ich bin jedenfalls sehr froh, dass in den deutschen Medien mittlerweile wesentlich unaufgeregter berichtet wird.

PS: Warum die Medien sofort damit aufhören müssten, über Nizza zu berichten

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Letzte Rettung „Wirtshaus zu den Mainterrassen“

Sonntag, Ironman Frankfurt. Der HR-Moderator dieses Events schwatzt munter irgendwas von „die Sonne kommt hervor, es wird wärmer, zusätzliche Last für die Athleten“ in die Kamera. Spricht also nichts gegen eine Radtour mit meiner besseren Hälfte.

Der Plan war ganz einfach: Die landschaftlich wenig reizvolle Strecke Windecken-Hanau wird mit dem Auto überwunden, dann ab HU-Kesselstadt Südmainisch über den R4 an der Mainschleife bei Bürgel entlang in Offenbach über die Brücke und durch Fechenheim zurück an die Mainkur. Dort gepflegte Rast beim Bier Hannes und vollgefressen das kurze Stück entlang der Hanauer/Frankfurter Landstrasse via R3 wieder zurück.

25km hin, 8km zurück. Mit vielen Pausen und Abstechern (ich wollte mir schon immer mal den alten jüdischen Friedhof bei Bürgel ansehen) 5-6 Stunden Erholung.

Bei einem kurzen Zwischenhalt zwecks Erforschung der ehemaligen Rumpenheimer Schleuse zeigte mein Thermometer am Rad plötzlich 2 Grad Celsius weniger als die frische, wenig sommerlichen Temperatur bisher an. Macht nichts, ich habe eine leichte Windjacke im Körbchen.

Bürgel, Windböen, Nieselregen – Frisur hält dank kurzer Haare.

Bei meiner Frau kommen durch die Feuchtigkeit die Naturlocken wieder zum Vorschein, sieht sexy aus 🙂

Zwischenstopp am jüdischen Friedhof zwecks Regenschutz unter einem Baum. Eine ungeschickte Handbewegung meinerseits lässt das Digitalthermometer betriebswichtige Teile ins hohe Gras verlieren. Ich suche und suche, keine Chance. Da Dreck Materie am falschen Ort ist (Bertholt Brecht zugeschrieben), die verlorenen Teile (darunter eine Batterie) nichts in der Natur verloren haben und mein Liebling (im Gegensatz zu mir) Dreck sofort sieht, fand sie das Gesuchte in Rekordzeit.

Wir nutzten geschützte Stellen unter den dort zahlreich vorhandenen Bäumen und Sträuchern um über den Arthur-von-Weinberg-Steg als Abkürzung Kurs auf den „Bier Hannes“ zu nehmen.

Ein kurzer Regenhalt am Hafen der ehemaligen Cassella Farbwerke Mainkur ergab die Gelegenheit, einem Konvoi Binnenschiffe beim Driften durch den Mainbogen zu beobachten.

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Noch ein kurzer Sprint über die Mainkur und wir standen beim Hannes vor verschlossenen Türen – beim Lesen der Webseite war wohl mein Wunsch Vater des Gedankens, der Laden hat Sonntags zu. Naja, so wirkliche Ausflugsromantik will sich Sonntags in Frankfurt nicht wirklich einstellen, da würde ich das Lokal auch zu lassen.

Im Schutz der Strassenbahnhaltestelle „Mainkur Bahnhof“ bei aufwallendem Regen Kriegsrat gehalten. Meine Frau erinnerte sich an das Lokal „Zum lahmen Esel“ welches sich leider auf der anderen Seite von Frankfurt befindet. Wäre Streckenmässig kein Problem, aber wir zogen es vor mit dem nächsten Regenloch gen Osten abzureisen (wir hatten Westwind). Dann erinnerten wir uns dass in Mühlheim direkt am Main eine Gaststätte war, die vorhin eindeutige Zeichen von „Geöffnet“ hatte. Ausserdem gibt es in Dörnigheim das Lokal „Zum Schiffchen“ was wir schon immer mal verkosten wollten. Zwischen den beiden Gemeinden tuckert regelmässig eine Fähre über den Main – wir nutzten den nachlassenden Regen zum Endspurt.

In Dörnigheim angekommen schauten wir sehnsüchtig aufs andere Mainufer mit den speisenden Gästen und vor uns auf das Schild, dass die Mainfähre Sonntags nicht fährt. Das Schiffchen-Restaurant ruht sich Samstags/Sonntags ebenfalls aus, unsere Mägen knurrten.

Ich habe meiner Frau vorgeschlagen, dass sie zukünftig Sonntags arbeitet und wir dann unter der Woche unsere Touren machen – der Sonntagstourismus ist entlang des Mains nur wenig ausgeprägt


Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln geh’n (Paul Godwin, 1929)

Missgelaunt radelten wir weiter, wenigstens regnete es nicht mehr. Letzte Hoffnung war, dass der Regen ausblieb und wir uns irgendwo in der Hanauer Innenstadt oder zur Not beim „Burger King“ verpflegen können. Mit Wehmut erinnerte ich mich an meine Tour rund um den Chiemsee wo Biergärten und Brotzeiten keine Mangelware sind – und schon gar nicht am Sonntag.

Der spitze Ruf meiner Frau „Da war was!“ riss mich aus meinem Trübsinn. Wie in einem schlechten Hollywood-Film fegte ein Windstoss durch die Bäume, der Himmel riss auf und im Sonnenschein erblickten wir dieses Schild:

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Wir drehten um und fuhren ein Stück zurück …

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Wirtshaus zu den Mainterassen

Scheint Gastronomie in einem Vereinsheim zu sein – eine Konstellation, die heutzutage oft Grösseres als die übliche „SchniMiPo“-Gemengelage hervorbringt. Ich habe den Speisekartenaushang überflogen: Es gibt mindestens „Handkäs mit Musik“ und Äppler – Grundversorgung ist sichergestellt.

Wir schauten den Mann mit Tablett fragend an „Ja wir haben offen“ und führte uns an der Seite des Gebäudes zum barrierefreien Zugang der Terrasse (und damit auch des Lokals) wo wir unsere Räder mit dem Hinweis „genügend Platz für Rollstühle lassen“ trocken abstellen durften. Ob die Toilette und der Rest des Lokals wirklich barrierefrei sind habe ich leider zu erforschen vergessen, hole ich aber nach (oder der Inhaber meldet sich bei mir).

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Wir setzten uns als Raucher in den Aussenbereich, der Herr mit dem Tablett wusste auf jede Frage eine Antwort und auf jeden meiner Sprüche eine intelligente Entgegnung (habe ich selten).

Ehe es in eine Screwball-Komödie ausartete, brachte eine junge Dame die Speisekarte welche ich als recht pfiffig empfand weil es einfach ein Klemmbrett mit paar Seiten Papier war. Empfinde ich als rationell und gut gelöst – schnörkellos und man kann die gebrauchten Seiten noch als Schmierpapier in der Buchhaltung verwenden. Papierverschwendung sehe ich hier keine, ein einfaches Meeting über eine triviale Aufgabe benötigt für die Handouts mehr Papier als diese Speisekarten über 3 Jahre verbrauchen werden.

Der Inhalt der Speisekarte hatte es in sich – da hat sich jemand endlich mal wirklich Gedanken gemacht. Neben der Speisenbeschreibung sind Symbole für „Fisch“, „Vegetarisch“ sowie Piktogramme für „Auch als Senioren“ / „Auch als Kinderportion“ verfügbar (die kosten nämlich 2 EUR weniger). Für Mitmenschen mit Allergien gibt es eine gesonderte Karte wo die Inhaltsstoffe nochmals genauer aufgeführt sind.

Die Karte selbst ist im positiven Sinne übersichtlich: 4 Seiten Essen, 2 Seiten Getränke, 1 volle Seite mit Weinen, 1 Seite Spirituosen, 1 Seite Longdrinks & Hütchen, 1 Seite heisse Getränke undd 1 Seite 1 Amor’s Liköre von der „Spezialitäten und Edelobstbrennerei Bauer“ in Amorbach.

Angenehm ist auch die Einschränkung auf handfest-herzhaft-hessische Speisen (und Getränke, wenn man mal die Ausflüge beim Bier – Allgäuer Büble und Schöfferhofer Weizen – ignoriert).

Die Auswahl von Speisen und Getränken ist wohldurchdacht: Es gibt in jedem Abschnitt die Standards, die Klassiker und dann immer etwas noch nie gesehenes. Am Beispiel der Salate: „Der große Grüne“ (Großer Grüner Gartensalat, Standardgericht); „Die Pute“ (Bunter Gartensalat“, Bunter Gartensalat mit würzigen Putenbruststreifen vom Grill, Klassiker); „Genuss am Fluss“ (Bunter Gartensalat mit gegrillter Lachsschnitte“, mal was Neues) sowie der „Gartensalat mit gebratenen Champignons und frischen Kräutern“ als vegetarischer Gegenpart.

Die Speisekarte macht Spass zu lesen. „Ach zu heilige Brotzeit! Der Käs‘ ist gegessen“ oder „Möge das Rumpsteak mit Dir sein“ – von Veggie über Geflügel, Schwein und Rind ist hier wirklich für jeden was dabei.

Ich entschied mich für einen grossen Sauergespritzten und „Holzfällersteak vom Grill mit hausgemachter Kräuterbutter, dazu herzhafte Bratkartoffeln & Salat“ (Tagesgericht, 12,50€), meine Frau für einen heissen Kaffee und „Orginal hausgemachte ‚Frankfurter Grie Soß‘ mit 4 halben Eiern und Salzkartoffeln“ (8,80€).

In der Zwischenzeit erfuhren wir von der Bedienung und meinen Recherchen im Internet, dass die Gaststätte Anfang Juni den Besitzer gewechselt hat und man quasi noch im Probebetrieb ist. Der Grieche vorher muss das Lokal am Ende nicht mehr sonderlich gut geführt habe wenn man den Bewertungen im Internet glauben schenken darf.

Salat kam recht zügig, Essen auch danach.

Über das Essen kann ich (in Übereinstimmung mit meiner Frau) nur folgendes Urteil fällen: An dieser Kochkunst sollte sich so manch selbsternannter hessischer „Spitzengastronom“ ein Vorbild nehmen.

Es ist einfach, es ist auf den Punkt gebracht, es ist sagenhaft lecker.

Mein „Holzfällersteak“ zB. war perfekt durchgegart mit einer leichten Kruste, dazu ein wenig Sauce mit Rosmarin und dazu Bratkartoffeln mit genau der richtigen Menge Fett auf dem Teller. Auch die „Grüne Soße“ hat es meiner Frau angetan. Lecker, zarte Kartoffeln, dazu geschmacklich runde Soße.

Den Koch habe ich danach übrigens mit seiner Mannschaft kurz gesehen: ein stattlicher Herr mit befehlsgewohntem Gesicht, sowie seinen Helfer in ähnlich vorgerücktem Alter – beide strahlten ein etliches Mass an Erfahrung und Gelassenheit aus.

Preislich gesehen bewegt sich das „Wirtshaus zu den Mainterassen“ im angemessenen Mittelfeld, bei den Getränken teilweise sehr günstig. Beispiele (Stand 03.07.2016): Prinz alte Marille 2cl 2,90€; Frankfurter Rippche mit Weinsauerkraut und Salzkartoffeln 10,80€; Flammkuchen Elsäser Art 7,50€; Pils 0,5 3,90€; Rumpsteak 200g mit hausgemachter Kräuterbutter und Bratkartoffeln 15,50€

Das Rumpsteak werde ich auf der nächsten Tour probieren, die Küche hat das absolute Händchen für Fleisch.

Zum Abschluss gab es nochmal einen wärmenden Kaffee für meine Frau und für mich einen wärmenden „Amor’s Himberchen im Glas“ (Himbeer-Vanille Likör mit eingelegter Himbeere in einem kleinen Schraubglas – auch sehr Orginell).

Wir verliessen das Lokal um die Regenlücke auszunutzen.

Kurzer Sprint bis nach Schloss Phillipsruhe bzw. zum Amphitheater der Hanauer Brüder-Grimm-Spiele, wo eine Frau elektronisch verstärkt versuchte ein Lied möglichst nahe an der vorgegebenen Tonart zu singen.

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EM-Gedanken

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Die Einschüsse kommen näher…

Manfred Deix
Carlo Pedersoli (aka „Bud Spencer“)
Götz George

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Programmierung heute

Programmierung besteht (zumindest bei mir) Grösstenteils aus Überlegungen, welcher Datenmüll in meinem Programm landen könnte. Sei es eine Schnittstelle oder ganz einfach das, was der Benutzer so eingibt.

Und ich gebe mir dabei wirklich immer Mühe, typische Eingabefehler zu kompensieren.

Meisstens können die Bediener meines Programmes auch gar nichts dafür: Ein Hersteller druckt zum Beispiel seit Jahren in seine Kataloge die Artikelnummer im Format „AX-1234-by“, in der Artikeldatenbank steht das aber (noch dazu nicht durchgängig) als „ax1234.by“.

Seriennummern sind auch so ein Thema…. Auf dem Karton steht „DEAD.4711.BEAF.0815“, muss aber als „dead4711beaf0815“ an den Hersteller reportet werden.

Macht nichts – dafür bin ich ja da.

Andere Kollegen sehen das lockerer. DENIC (die deutsche Vergabestelle für die Toplevel-Domain „.de“) hat ein Eingabeformular für den Domainnamen. Wer dort „harddiskcafe.de“ eingegeben hat, bekam eine Fehlermeldung – der Wunsch des Programmierers dort war offensichtlich, die Domain ohne Endung verarbeiten zu können. Es ist mir ein Rätsel, warum DENIC recht viele Jahre gebraucht hat um diese Unschönheit zu entfernen und auf den Relaunch der Seite gewartet hat.

Bei Webseiten, wo es um Flüge, Flieger und Flughäfen geht, frage ich des öfteren ob nicht wenigstens der Projektleiter schonmal einen Airport von innen gesehen hat. Wird man nach dem Namen eines Flughafens gefragt, hat man die Wahl das Kürzel einzugeben oder den Namen.

Ich kenne nur die wenigen Flughäfen, über die meine Frau so reist: DUS (Düsseldorf), VIE (Wien/Vienna), SMI (Samos „International“)

Manche Seiten versagen völlig, wenn man Düsseldorf oder DUS eingibt – erst die Eingabe von „Dusseldorf“ zeigt im Dropdown „(DUS) Düsseldorf). Habe es schon mit der Eingabe von „(DUS)“ versucht, geht auch nicht (bekam eine SQL-Exception wohl wegen der Klammer).

Und diese Seiten waren bestimmt nicht billig – sehr bedauerlich dass da kein einziger Profi dabei gewesen ist.

Hier noch ein typisches Beispiel wo es der Programmierer nicht geschafft hat, dass Leerzeichen in der Seriennummer zu entfernen – wer die Nummer „wie gesehen“ einhackt darf erstmal raten.

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Ist das ein Fake?

fake_dusche

Passend zu dieser Frage:

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Chiemsee und die Sprache

Es war ein recht entspannter Arbeits-Urlaub.

Nur einmal habe ich mir einen sprachlichen Lapsus erlaubt als ich völlig tiefenentspannt ein „Weizenbier“ bestellte – das heisst in der Gegend „Weissbier“ und sowas wie das Kristallweizen gibt es dort nicht.

In einer Dorfgaststätte erlebte ich folgendes mit:

Vor der Theke war ein Tisch mit alteingesessenen Gästen, die wirklich alt waren (also Generation 70+). Die wischten gemächlich auf ihren Iphones herum und der Wirt sprach einen an der besonders tief in irgendeiner App versunken war. Ich kann leider den Bayrischen Dialekt nicht sonderlich gut wiedergeben, darum hier die fast hochdeutsche Niederschrift.

Wirt: Was willst Du trinken?
Gast: (schweigen)
Wirt: WAS WILLST DU TRINKEN?
Gast: (ohne vom Handy aufzuschauen) Einen Gespritzten.
Wirt: Einen Gespritzten was?

(Ich hab die Diskussion so recht nicht verstanden, in meiner Heimat bekommt man dann ein 0,4l Geripptes mit Äppler und Sprudel hingestellt)

Gast: hmm…
Wirt: DU MUSST SCHON SAGEN WAS DU WILLST – und zählt paar Sachen auf die dort unter „Gespritzten“ fallen.
Gast: Ein kleines Helles.

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Vorsehung

Ich muss nächste Woche beruflich an den Chiemsee.

Letzte Woche hab ich mein Digital-Piano verkauft.

Der Käufer wohnt in der Nähe von München, ein Katzensprung von meiner Fahrtroute entfernt.

Zufälle gibt es..

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DHL mal wieder (Teil 2)

Auf meine E-Mail an DHL „ihr erzählt ja nun völligen Nonsense von wegen ‚Schlecht Verpackt'“ ist der nächste Textbaustein von DHL als Antwort eingetrudelt.

Natürlich als Brief, der erst 4 Tage nach Erstellung hier eingetrudelt ist. Dass Sendungen der „Deutsche Post DHL“ von „Deutsche Post Brief“ besonders langsam befördert werden, scheint zum Konzept zu gehören.

Nochmal zur Erinnerung: das Paket wurde bei der DHL-Filiale mit 3,5kg Eingangsgewicht (dort so quittiert) eingeliefert und ist beim Empfänger mit 500gr (leerer Karton) angekommen – irgendwo hat jemand den Inhalt geklaut.

Ich hatte schonmal „Spass“ mit DHL, aber diesmal gehe ich nicht an die völlig merkbefreite Crew des Vorstands sondern ans Gericht – möge ein Richter denen erklären wie man Pakete transportiert.

dhl-2016-02-15

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Lernfähigkeit

Mit den Zustellern von GLS hab ich schon immer meine Probleme gehabt. Kaum hat man ihnen klar gemacht, dass sich hier vor 10 Uhr nix abspielt wechselt die Mannschaft.

Der „Neue“ von GLS hat es vor 6 Wochen (ok, mitten in der Weihnachtszeit – da ist jeder Zusteller im Stress) etwas zu toll getrieben: erst Sturmklingeln an der Haustür um 8 Uhr (also auf der anderen Seite des Gebäudes und da steht nicht mein Firmenname dran) und dann nochmal intensiveres Klingeln der Sorte „Hausdurchsuchung, sofort aufmachen!“ an der Bürotür.

Pech für ihn war, dass ich gerade in einem wichtigen Traum und daher über die Störung recht empört war. Nachdem das Sturmklingeln nicht aufhörte wollte ich doch mal nachschauen.

Was der GLS-Zusteller erwartet hat: Einen fröhlichen Kunden, der voller Dankbarkeit über die frühe Zustellung seiner heissbegehrten Ware ihn mit Freundlichkeiten überschüttet-

Was der GLS-Zusteller bekommen hat: 2 Zentner Fleisch in T-Shirt und Unterhose mit einem Knüppel in der Hand der ihn mit Verweis auf das gut sichtbare Schild „Bürozeiten“ vom Grundstück gescheucht hat – das Ganze unter den Augen seines Kollegen oder gar Mentors.

Ergebnis 1: Einen „nicht zustellbar“ Zettel im Briefkasten mit Hinweis auf das nächste GLS-Lager im Nachbarort (dahin können die das gerne immer zustellen, der Kollege dort ist nett und hat für mich passende Öffnungszeiten).

Ergebnis 2: Heute morgen um 8:15 ein kurzes „Ding-Dong“ an der Bürotür (ich habs vernommen und mir gedacht „Das ist annoncierte Ware über GLS, ist aber nix dringliches“ und weitergeschlafen) sowie ein sehr vornehmes und dezentes „Diiing………Dooong“ um genau 10:01 wo ich dachte „Der wird doch nicht etwa einen zweiten Zustellversuch machen? Oh – Bürozeit!“ und mich schnell in die Hose geschmissen.

Und da stand der GLS-Bär, ein recht grosser und kräftiger Mann mit vielen Tatoos (also welcher, den ich Ende letzten Jahres vom Grundstück geschmissen habe) und hält mir freundlich das Paket hin. Ich quittierte es und gab ihm ein grosszügiges Trinkgeld.

Vielleicht kann ich mir diesen Zusteller doch noch erziehen…

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