40µ NO2 Debatte

Eines ist mir in der Debatte über die 40µGr Debatte nicht klar…

„Im Jahresmittel dürfen in der Luft nicht mehr als 40 Mikrogramm (40µGr) Stickstoffdioxid pro Kubikmeter gemessen werden“

Ob jetzt also dieser umstrittene 40µ Grenzwert überschritten wurde, lässt sich nur über eine Mittelwertbildung über die vergangenen 12 Monate ermitteln und eine Prognose für die kommenden 12 Monate trauen sich nicht mal die Wahrsager vom QVC Verkaufskanal zu.

Es ist mir also ein Rätsel, wie die Deutsche Umwelthilfe es geschafft hat die jeweiligen Richter zu überzeugen, dass „gerade jetzt“ die NOx Belastung so hoch ist, dass eine akute Gefährdung der Anwohner existiert und ein Fahrverbot erlassen werden muss.

Spaltung der Gesellschaft

Ja, wir haben eine Spaltung der Gesellschaft.

Und die geht nicht nach „Arm/Reich“ sondern wer der grösste Profiteur der Oberflächlichkeit, Bequemlichkeit und Lernunwilligkeit der Nachkommen der 68er Generation ist.

Neulich bei einer Kollegin eine Einführung ins Brotbacken. Gläserne Augen bei meinen Erklärungen, alles auf Durchzug im Hirn.

Paradigmenwechsel: „Hefi-Hefi hat Hunger, füttern musst Du“ – plötzlich verstehende Augen und eifriges Nicken.

Kopf-Tisch



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Problembehandlung

Ich hab mal wieder meine Windows 10 Maschine gestartet. Nicht dass ich das unbedingt brauche, aber man sollte die Updates einspielen wenn man Zeit hat und nicht erst dann, wenn der Rechner wirklich gebraucht wird.

3 Stunden und etliche Reboots später sah die Installation so aus:

Macht nichts, dafür gibt es ja die Problembehandlung.. Oder eher doch nicht:

Ehe ich jetzt den Kundensupport anrufe (was meine Nerven ruiniert), schau ich mal im Store was Microsoft für die Lizenz haben will (da kostet es „nur“ das Geld meiner Firma):

Ich mach den Rechner wieder aus und prokrastiniere

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Chemie im Brot

Mittlerweile habe ich den Brotbackprozess (wir sprechen hier von dem 8ten Brot in meiner kleinen Karriere) recht gut im Griff: Am Wochenende bekommen wir über den Lieferdienst leckere Brötchen der Bäckerei Phillipi , Samstag abend mach ich schnell den Vorteig für das fast schon traditionelle „Montagsbrot“ fertig was dann Sonntag abend gebacken wird.

Brot backe ich aus paar recht simplen Gründen selber:

  • Ich habe mich als Naturwissenschaftler und in der Kindheit von Jean Pütz mit der Hobbythek geprägt schon immer für solche „Selbermachthemen“ interessiert.
  • Ich bin von Beruf Systemadministrator und Programmierer und daher gewohnt, dass ich eh alles selber optimieren muss.
  • Ich habe Spass am experimentieren.
  • Der Wichtigste: ich hätte gerne Montag morgen zum Wochenstart ein halbwegs frisches, kräftig gesäuertes Roggenbrot zum Frühstück (könnte der og. genannte Lieferdienst leisten, aber dann liegt das Brot im Winter wie auch Sommer ungünstig klimatisiert erstmal paar Stunden vor der Tür bis ich es reinhole).
  • Und dann gibt es so paar Nebenbedingungen dass meine Frau sagt, dass ihr das letzte Brot etwas schwer lag – dann kann ich das selber steuern.
Mein vorletztes Brot, ganz einfache „Detmolder Einstufenführung“ wo ich etwas mit Schwaden und einem Übergang von Unterhitze auf Umluft experimentierte.

Das vorletzte Brot war äusserst lecker, am Mittwoch fast aufgefuttert und für Donnerstag nichts mehr da.

Mit hinreichend Kenntnis über den Gesamtprozess Mittwoch morgen den Vorteig angesetzt und entsprechend weiter“gepflegt“ und schon nach 8 Stunden (statt 15h) mit etwas Gewalt zum Brot weiterverarbeitet – mit der Konsequenz, dass der Boden recht engporig bis klebrig war und das Brot insgesamt eine etwas weiche Konsistenz hat (jammern auf höchstem Niveau).

Das sind dann die Momente wo ich mir wünsche doch Zugriff auf die Schatzkammer der Lebensmittelchemiker zu haben – ich habe da keine Berührungsängste.

Wir hatten heute Besuch von einer Aussendienstmitarbeiterin, es ging um die Reparatur oder Austausch eines Firmengerätes. Und bei Technik landet man dann schnell bei der Kaffemaschine, Staubsaugerrobots, Thermomix und bei meinem Teekocher – worauf die Gesellschaft in der Küche beim selbstgebackenen Brot landete.

Madame Vertrieb war etwas ungläubig bis das geliebte Eheweib einfach mal ein Stück vom leicht missratenen „Schnellbrot“ angeboten hat. Ungläubiges Staunen „und das ist wirklich nicht von der Bäckerei?“ mit folgender Diskussion („für meinen Geschmack zu wenig Salz“).

Naja, und dann halt von der Dame das Eingeständnis dass sie ja eigentlich auch gerne vermehrt Selberbacken würde – mitsamt dem anschwellenden Mopsgesang über Chemie im Essen.

Eigentlich ganz einfach:

  • Wenn ich keine „böse Chemie“ im Essen haben möchte, dann muss ich mit halbwegs frischen oder naturgemäss lange haltbaren Lebensmitteln „frisch zubereiten“ mir die Zeit für den Einkauf und die Zubereitung nehmen.
  • Wenn ich nicht damit leben kann, dass „ohne böse Chemie“ die persönliche Lebensgestaltung zu sehr beinflusst wird, dann muss ich halt mit den Fakten leben.

Mir ist Chemie im Essen recht egal, die Gesetzgebung und regelmässige, vorgeschriebene Kontrollen sorgen dafür dass ich immer saubere Lebensmittel einkaufe die mich – nach Stand der Forschung – nicht schädigt.

Interessant werden solche Diskussionen dann, wenn das Offensichtliche jede Verschwörungstheorie schlägt und die Irren trotzdem die Lufthoheit über den Foren-Stammtischen behalten (wie zb. Vitamin C / Ascorbinsäure im Mehl).


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Edel-Spam

Received: from alecrim.presidencia.gov.br (alecrim.presidencia.gov.br [170.246.252.106])

Spam direkt aus dem Brasilianischen Präsidentenpalast – sowas edles hab ich vom Deutschen Bundestag noch nie bekommen. Vemutlich weil die Berliner (trotz aller gegenteiligen Behauptungen) ihr IT im Griff haben.

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Steam und die Rückerstattung

Einer der Vorteile bei der Fa. Bofrost ist, dass man gekaufte Tiefkühlkost auch nach dem Aufessen des Packungsinhalt reklamieren kann. Wenn es nicht geschmeckt hat, wird der Kaufbetrag gutgeschrieben. Der Fahrer hat (so wurde mir versichert) keine Nachteile, Produkte mit einer hohen Stornoquote fliegen einfach aus dem Programm oder werden rundumerneuert nochmal in den Katalog aufgenommen.

Da so eine TK-Packung in unserem Haushalt für mindestens 2 Mahlzeiten reicht, geben wir auch erst qualifziert mit Feedback zurück, wenns beim zweiten Mal auch nicht geschmeckt hat.

Bei Computerspielen ist das ähnlich: Es gibt die Platform „Steam„, über die alles vom übers Wochenende programmierten Gelegenheitsspiel bis hin zu hochkarätigen Triple-A („AAA+“) Spielen verkauft werden.

„Irgendwo dazwischen“ gibt es auch die sogenannten „early access games“, bei denen die Entwickler ihr halbfertiges Programm durchaus Spielbar auf dem Markt für 1,00 bis 30,00 oder mehr Euro anpreisen – in der Hoffnung, dass hinreichend viele Spieler dieses Rumpfgerüst für Entwicklungsfähig halten und ihren Obolus geben.

Sowas ist meiner Erfahrung nach immer eine 50/50 Chance und man muss sich die Leute hinter dem Projekt anschauen.

Wie zb. „Helium Rain„, eigentlich eine saugute Grundidee mit paar absoluten Nervtötern in der Realisierung – und ausgerechnet von denen will der Autor nicht abrücken und blockiert sich und die Weiterentwicklung massivst.

Selbstverständlich sind natürlich auch „fertige“ Spiele wie „EVERSPACE“ (ich habe bewusst mal eine deutsche Entwicklung gepickt) vom Problem der Rückgabe betroffen.

Everspace ist recht „einfach“ : man fliegt in seinem Raumschiff von Sektor zu Sektor, sammelt ein was man findet (oder auch nicht), kann damit sein Flugobjekt verbessern um dann irgendwann doch von einem überlegenen Gegner vernichtet zu werden. Alles zurück auf Anfang, aber man kann sein Gefährt langsam und stufenweise verbessern.

Ich habe Everspace 8 Stunden gespielt um mir nicht nachsagen zu lassen, dass es nicht hinreichend probiert habe.

Naja, irgendein Algorithmus war der Meinung, dass 8 Stunden „hinreichende Nutzung“ ist und hat meinen Antrag auf Rückerstattung abgelehnt.

Da kommt man schnell in einen Teufelskreis: Komplexere Spiele die mehr als 2-3 Stunden Einarbeitung benötigen müsste man eigentlich sofort zurückgeben, auch wenn eine Chance besteht dass man später damit zurecht kommt und sich wohlfühlt.

Naja, ich bin nicht Steam..


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Die Achse des Blöden

Ich habe nun wirklich alle Blogs und Foren abgegrast, die sich mit dem Thema „Sauerteig“, „Roggenbrot“ und „Brot im Allgemeinen“ beschäftigen.

Auffallend ist, dass fast alle Blogger und Forenschreiber die alte von den Nazis propagierte Ideologie des „nahrhaften Vollkornbrots“ (also letztendlich ein mit wenig Aufwand gemahlenes Roggenmehl als Brotgrundlage) priorisieren.

So mit dem üblichen Tamtam „volles Korn und damit für den Körper wichtige Vitalstoffe“, die sicherlich folgenden Beschwerden über Blähungen und Übelkeit werden dann im nächsten Forum in ähnlicher Qualität „kuriert“.

Auch die „Spontansäuerung“ von Roggenmehl (ein nicht wirklich gut kontrollierbarer Prozess, den schon die alten Ägypter vermieden haben in dem sie ihre Sauerteigkulturen über lange Zeit pflegten) gehört zu einer der ideologischen Grundsäulen in diesen Foren – wer das Wort „Hefe“ erwähnt wird gesteinigt, gevierteilt und im toten Meer versenkt.

Letztendlich ist so ein Sauerteig eine stabile Kultur aus Brauhefe und Milchsäurebakterien, wer das Pech hat, eine Spontansäuerung mit unkontaminierten, sauberem und kontrolliertem Industriemehl aus dem Supermarkt zu probieren scheitert regelmässig und gibt auf (oder macht einen Ökotrip durch die Region, kauft für vergleichsweise viel Geld verschiedene Bio- und Ökomehle bis er eines findet welches mit hinreichend Mikroorganismen für einen Sauerteig „verseucht“ ist)

Man kann aber auch Roggenmehl, einen Krümel Backhefe und einen Löffel Buttermilch fürs Mehl nehmen – nach 3x „füttern“ hat man eine äusserst robuste Sauerteigkultur. Dieses Rezept findet man in keinem Forum weil es ausserhalb der reinen Le(e/h)re steht.

Genauso wie die Mehrstufenführung des Brotteigs: Rein technisch geht es darum, aus einer winzigen Menge von Sauerteig aus dem vorherigen Ansatz durch „Fütterung“ mit Mehl und Wasser über mehrere Stufen die Kultur zu vermehren. Das war wichtig in „schlechten Zeiten“ als man nicht an jeder Ecke frische Hefe bekommen hat, aber heute rein technisch eher ohne Belang.

Es scheint aber einer recht grossen Menge unserer Bevölkerung eine grosse Befriedigung zu bieten, sich den Launen eines Einzellers vom Stamme Saccharomyces cerevisiae unterzuordnen…

Wie inkompatibel die Realität „innerhalb eines Forums“ zum echten Leben ist, zeigt sich auch daran, dass Naturwissenschaftler oder Bäcker dort nur eine sehr kurze Verweildauer haben.

Ich habe mir leider nicht den Link gemerkt, wo in einem Forum ein Bäckermeister mit einer Waldorf-Hobbybäckerin versuchte zu diskutieren. Der Meister verlor, verzog sich freiwillig und überlies das Forum wieder den Fliehkräften des Schwachsinns.

Es ist auch spannend zu beobachten, wenn in den Foren hochgelobte Gurus mit den durchaus realistischen Relevanzkriterien der Wikipedia in Konflikt kommen wie zb hier.

Ich glaube dass es unnötig für mich ist, mir in irgendeinem der Brotbackforen einen Account anzulegen damit ich selber schreiben kann – die Zeiten, wo ich ideologisch festgefahrenen Vollpfosten „Erste Hilfe“ leisten versuche und diskutiere sind vorbei.


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Ich werde ernsthaft alt …

War heute auf dem 84sten Geburtstag meiner Schwiegermutter.

Habe mit Interesse mit den anwesenden Witwen Kuchenrezepte diskutiert und dem Erfahrungsaustausch über gute Kliniken für Rücken-, Gelenke- und sonstige Operationen gelauscht.

War früher nie mein Thema, aber wenn ich aktuell morgens aufstehe denke ich immer „paar Ersatzteile könnte ich schon gebrauchen“.

„Das“, so sprach eine in der Teilnehmerrunde „bringt keine Verbesserung. Man hat nicht keine Schmerzen mehr sondern nur woanders wo sie mit viel Glück weniger stören.“

Na – da kann ich ja prosperierend in die Zukunft schauen.

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Brot

Hier das letzte Brot:

In den ersten Starwars-Spielen haben manche Robots ein Geräusch von sich gegeben, das Larissa beim gemeinsamen Zocken als „BrotBrotBrot“ verbalisierte. Ihr Hinweis „Da läuft noch ein Brot herum“ (übrig gebliebener Gegner) war eine zeitlang ein „Running Gag“ in gemeinsamen Spielesessions.
Fürs Backen habe ich mir einen kleinen Rechenautomaten als Tabellenblatt gebaut dem ich nur das Endgewicht, den Roggenanteil in % und die Teigausbeute (handliche Rechengrösse bei den Bäckern) eintragen muss.
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A day in the life …

Freitag Messgeräte bestellt. Ich (oder besser gesagt die Firma) braucht endlich mal ein gescheites Zangenamperemeter, einen echten DUSPOL und ein automatischer Steckdosentester für paar Euro passt auch noch ins „kleine Köfferchen“ ehe ich wieder Stunden nach einem Fehler suche letztendlich auf die Kappe des „Fachkräftemangel-Elektrikeraushilfsgeselle“ geht.

Ich habe auch beim Februar-Wetter ein verdammt schlechtes Gefühl, die Hochs und Tiefs bewegen sich nicht sonderlich. Früher wurde die Region von mehreren Kraftwerken versorgt, heute ist eigentlich nur noch das Steinkohlekraftwerk Staudinger mit dem letzten 510MW Block von ehemals 5 Blöcken (1934MW gesamt) übrig – der Rest kommt von weit her („Ruck-Zuck-Leitungsbruch“) oder von Zappelstromanlagen welche bei viel Matschschnee nur noch homöopathische Dosen an stabilem Wechselstrom liefern.

Macht ja nix, ich habe ein Notstromaggregat was mit einer Tankfüllung Superbenzin 3h durchorgelt und 10A liefert – das reicht für Notbetrieb (Heizung, kleines Kochfeld und Nachladen der Akkus für Leuchten und Smartphone sofern überhaupt noch irgendein Netz geht mit dem ich kommunizieren kann). Reservesprit hab ich, aber mich ärgert dass der auf 3 kleine Plastikkanister verteilt ist. 20l Super fürs Aggregat, 20l Diesel fürs Firmenfahrzeug wäre auch nicht schlecht – nur gut dass es gerade bei Amazon 5x Jerrycans zum Preis von 3 gibt. Also bestellt.

Und so einen Brotbackstein wollte ich schon immer ausprobieren, bestellt.

Status Freitag abend: 2 Pakete Samstag, 1 Paket Dienstag

Samstag morgen …

Der Kaffeeautomat nörgelt herum, dass er den Wasserfilter gewechselt haben möchte. Trifft sich gut, denn er beschwert sich auch darüber das er zuwenig Wasser hat. Das reicht noch für 2 Espresso – alles gut.

Zweiten Espresso „Klein, stark, schwarz“ (2x Kaffee, dafür nur die Hälfte Wasser) geordert.

BIMBAM – DPD steht vor der Tür und der Brotbackstein ist da. Der will natürlich erstmal erstmal kontrolliert, gesäubert und vorbereitet werden. Nach der Aktion ist mein Espresso kalt und die Maschine rückt keinen neuen raus.

Also erstmal Wartung (Wasserfilter tauschen, bei der Gelegenheit könnte man auch mal den Wasserbehälter reinigen). Neben dem Kaffeevollautomaten liegen paar „Kleinteile“, die dringend im Keller verarbeitet werden müssen und entsprechend schon paar Tage dort liegen. Also erstmal für eine Stunde „Kellerkind“ gespielt, Werkstatt und Labor bisserl aufgeräumt und mir die Frage gestellt, wer aus der Familie den Keller aktuell am meissten zumülltzustellt.

Auf dem Rückweg schleppe ich wieder die Kartons die Treppe hoch, die meine Frau nach unten geschmisssen hat. Eigentlich gibts dafür im Büro eine Lagerecke in der die Kartons zerschnitten und komprimiert geammelt werden um sie dann bei entsprechender Menge auf dem Wertstoffhof zu entsorgen – für die Papiertonne ist das einfach zu viel und wegen 2kg Pappe fahr ich nicht nach Heldenbergen um mir das Genöle des Empfangsschergen anzutun.. Ich denke immer, dass Abfälle von je her ein Zeichen von Wohlstand sind – meine Frau ist da irgendwie anders aufgestellt 🙂

Irgendwie verlassen mich die Kräfte und schau mal in der horizontalen, was bei ARTE läuft. Kaum über „Kunst & Kultur“ eingeschlafen – BIMBAM, DHL wuchtet ein recht grosses Paket ins Büro. Oh – die Wehrmachtskompatiblen Spritkanister sind schon da.

Darauf erstmal einen Espresso… Taste gedrückt, misbilligendes Knirschen im Gehäuse – „Brüheinheit reinigen“. Wasserbehälter ab, Seitenteil ab, Brüheinheit (wurde erst vor 5 Tagen gereinigt) mit etwas Nachdruck entfernen und reinigen (warmes Wasser, eine alte Zahnbürste und vor allem viel Routine leisten hier gute Dienste).

Wärend die Brüheinheit abtropft (frisch aus dem Wasser gibt das sonst zu viel Sauerei in der Maschine) leere ich den Briefkasten. Werbung, Werbung und 2 Bescheide von der Stadt Nidderau: 1x dass meine Firma keine Gewerbesteuer zahlen muss, 1x der Bescheid für Grundsteuer und Abfallgebühren.

Nun – unsere Stadt-Genossen haben von je her ein gutes Händchen dafür gehabt auf der einen Seite an der falschen Stelle sehr sparsam zu sein und an anderen Stellen ihre Klientel bei Laune zu halten. Zur Belohnung wurde die Grundsteuer erhöht – statt ca. 700 EUR sind nun ca. 1.200 EUR Beitrag zur Sanierung des Stadtsäckels und Aufrechterhaltung des Betriebs fällig.

Ich lenke mich damit ab, dass ich paar dringliche Wartungsarbeiten an den Kundenservern durchführe und baue die Kaffeemaschine wieder zusammen. Da sehe ich mit einem Auge durch die Fensterluke, dass jemand ums Haus herumschleicht – oder zumindest zum „Vertretereingang“ (das ist der mit der lahmgelegten Klingel) geht. Na, der kennt sich hier nicht aus und das ist nicht mein Problem wenn er den Büroeingang auf der anderen Seite nicht findet (immerhin bin ich jetzt über 15 Jahre an gleicher Stelle).

Also Tasse unter den Ablauf, „Espresso doppelt stark“ getastet und kurz raus – da lugt der Herr um die Ecke, meint „Ja, da isser doch der Bernd“ und entpuppt sich als unser Ex-Postbote der 2 Häuser weiter die Strasse herauf wohnt. Sein Begehr war ein ominöser Adapter für seinen Hänger, wobei er nicht so recht wusste ob das nun von „wenig Pole (alt)“ auf „viele Pole (neu)“ oder umgekehrt ist weil (lange Geschichte von Leihauto und Leihanhänger der dann zum eigenen wurde etc…). Irgendeinen Adapter in dieser Richtung hatte ich mal, der mal im Auto war und dann hatte ich meinem Anhänger so einen „vielpol“ Stecker angelötet und seitdem war der Adapter nicht mehr notwendig. Nachdem wir gemeinsam meine Hütte durchsucht hatten schaute ich kurz auf die Uhr und fragte „Du sagmal – warum fährst Du nicht einfach zu einem der vielen Baumärkte hier, die haben Samstags bis 20 Uhr offen? „Kopf-Tisch, gute Idee“ und weg war er.

Mein Espresso? Der Dritte den ich wegschütten durfte (wenn ich mich nicht verzählt habe).

„Mach mal Pause“ mit selbstgebackenem Kuchen vom Wochenanfang und doch nochmal schauen, was ARTE so bietet. BIMAM – der Götterbote Hermes steht vor der Tür und liefert die Messgeräte (die ich mir eigentlich für den Morgen gewünscht hätte).

Darauf erstmal (schon nach 18 Uhr) erstmal einen Espresso den ich unerwartet ungestört geniessen durfte.


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Aus der Tageszeitung …

Let it snow….

Schnee in Mitteleuropa. Der Deutsche Wetterdienst zum Thema „Sowas nennt man ‚Winter'“. Noch mehr Schnee.. Na kommt schon liebe Presse, da geht mehr! Schneechaos, es wird schon besser. Kachelmann: „Solche Wetterlagen sind normal“ Wo ist Stefan Rahmstorf wenn man ihn benötigt. Der Alpenraum versinkt im Schnee … und heute die erlösende Meldung vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) „Ein Zusammenhang zwischen den aktuellen Schneemassen und dem Klimawandel wird nicht ausgeschlossen“ !YAY! Nur doof dass jenes Institut zu den Folgen des Klimawandels forscht und nicht zum Klimawandel selbst – da verlassen sie sich auf andere Forscher.

Smarte Datenkraken im Wohnzimmer

So langsam fällt auch Journalisten auf, dass „smarte“ Gerät nicht wirklich „klug“ ist… So sind Dezember 2018 ganze Unterhaltungen „fremdgegangen“ die Alexa in die Amazon-Cloud gespielt hatte. Auch Bilder von Überwachungskameras landen nicht immer nur beim berechtigten Nutzer, wie der Fa. Ring dieser Tage nachgewiesen wurde. Wenn man dann von seiner Überwachungskamera angesprochen wird oder Dritte sich recht einfach in die Kamera des Smart-TV einklinken.

Musiker spielen auf Inlandsflügen

„Die indonesische Fluggesellschaft Garuda unterhält zukünftig die Reisenden auf ausgewählten Inlandsflügen mit Live-Musik“. Ein solcher Service wurde angeblich zuerst 2017 von der US-Fluggesellschaft „Southwest“ angeboten. Das kommt davon, wenn man Kinder Artikel schreiben lässt – solche Angebote gab es in den 1980er Jahren bei vielen Gesellschaften, ua. bei Virgin Airlines mit dem Duo „Acoustic Alchemy„.

Forum Hanau

Das „Forum Hanau“, ein 2015 im sachlichen Stil des Hanauer Betonbrutalismus der Nachkriegszeit gebauter Zweckbau, verliert die Fast-Casual-Marke „Vapiano“ als gastronomischen Ankermieter. Der REWE im Forum soll auch nicht sonderlich gut laufen. Am besten wieder abreissen und die alten Parkplätze hinmachen. Oder einen kleinen Park, das täte Hanau auch sehr gut.

Old and busted: Cloud Computing

Unsere Nerd-Spacken waren damals ja total Notgeil auf IPv6 (das ist der Kram, wo man jeder Ameise und jedem Sandkorn auf der Erde eine eigene IP-Adresse verpassen kann), mittlerweile hat sich der Enthusiasmus etwas gelegt weil jeder vernünftige Router auch bei IPv6 eingehende Verbindungen erstmal blockiert – sonst wäre ja jedes Gerät mit einer IP-Adresse im Haus von aussen zugreifbar (was man dem gemeinen DAU nun wirklich nicht antun will). Und OSI-Layer 8 kompatible Firewalls gibt es nun – trotz KI und modernen Zeiten – nunmal nicht.

Früher (vor der „Cloud“) gab es da gewisse Hierarchien: ein lokaler Rechner hat sich um die Verarbeitung der Daten von Kamera, Mikrophon und diversen Schaltern gekümmert und bei Bedarf den Kram auch auf einer hübschen (lokalen!) Webseite präsentiert. Diese Webseite konnte dann der erfahrene User mit bisserl frickelei von „Aussen“ (also zb. vom Smartphone aus dem Ausland) abfragen. Absoluter Luxus war, wenn dieser lokale „Sammelrechner“ spärliche Daten an den Hersteller weitergegeben hat um auch ohne Basteleien sein „Erlebnis“ zu haben (heuer muss ja alles ein „Erlebnis“ sein).

Heute ersparen die Hersteller von Hausautomatisierung dem Endkunden solche Bastelarbeiten: die Geräte verbinden sich nicht mehr mit einem (ggf. selber zu pflegenden) Server im Haus sondern telefonieren direkt mit einer Software, die irgendwo in einem Rechenzentrum auf dieser Welt läuft – die auch gleichzeitig per Push-System eine App des Herstellers auf dem eigenenen (sogenannten) „Smartphone“ bedient.

Wenn also jeder Datenscheiss (Sprache, Videos, Fotos) erstmal ungefiltert beim Anbieter im Rechenzentrum landet und der daraus wohlwollend irgendeine Webseite generiert oder eine Handy-App füttert, dann fällt das unter „Cloud-Computing“ und die meissten haben begriffen, dass das nur solange gut geht wie a) der Anbieter sauber arbeitet und b) der Anbieter existiert bzw. diesen Dienst anbietet.

New hotness: Edge Computing.

Nach den letzten Skandalen (siehe unter „Datenkraken“) dämmert es auch dem letzten Nerd, dass man nicht unbedingt alle Daten ungefiltert dem jeweiligen Anbieter überlassen sollte. Der Wiki-Artikel faselt was von Ressourcen-Schonung, real geht es um den neuen Trend so viel wie möglich Daten selber zu verarbeiten und vorallem nicht herauszugeben („Private Cloud“)

Also eine Situation, wie sie vor ca. 2009 angestrebt wurde aber „zugunsten“ der Public Cloud Umgebungen wieder verworfen wurden (Gier frisst Hirn) – es kommt halt alles wieder.

War sonst noch was?

Die Umwelthilfe führt mit alten Daten in die Irre“ – dieser Fakt ist seit Anfang der sogenannten „Dieselaffäre“ im Zusammenhang mit Dieselfahrverboten bekannt. Dummerweise haben sich die Links-Grünen Journalisten (also die Mehrheit) zu tief im eigenen Sumpf verstrickt so dass sie nicht mehr aus ihren selbsterzeugtem Gespinst aus Halbwahrheiten und Übertreibungen herauskommen – solche Artikel wie in der FAZ werden auch weiterhin mit der Lupe zu suchen sein.

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