Die Einschüsse kommen näher…

Manfred Deix
Carlo Pedersoli (aka „Bud Spencer“)
Götz George

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Programmierung heute

Programmierung besteht (zumindest bei mir) Grösstenteils aus Überlegungen, welcher Datenmüll in meinem Programm landen könnte. Sei es eine Schnittstelle oder ganz einfach das, was der Benutzer so eingibt.

Und ich gebe mir dabei wirklich immer Mühe, typische Eingabefehler zu kompensieren.

Meisstens können die Bediener meines Programmes auch gar nichts dafür: Ein Hersteller druckt zum Beispiel seit Jahren in seine Kataloge die Artikelnummer im Format „AX-1234-by“, in der Artikeldatenbank steht das aber (noch dazu nicht durchgängig) als „ax1234.by“.

Seriennummern sind auch so ein Thema…. Auf dem Karton steht „DEAD.4711.BEAF.0815“, muss aber als „dead4711beaf0815“ an den Hersteller reportet werden.

Macht nichts – dafür bin ich ja da.

Andere Kollegen sehen das lockerer. DENIC (die deutsche Vergabestelle für die Toplevel-Domain „.de“) hat ein Eingabeformular für den Domainnamen. Wer dort „harddiskcafe.de“ eingegeben hat, bekam eine Fehlermeldung – der Wunsch des Programmierers dort war offensichtlich, die Domain ohne Endung verarbeiten zu können. Es ist mir ein Rätsel, warum DENIC recht viele Jahre gebraucht hat um diese Unschönheit zu entfernen und auf den Relaunch der Seite gewartet hat.

Bei Webseiten, wo es um Flüge, Flieger und Flughäfen geht, frage ich des öfteren ob nicht wenigstens der Projektleiter schonmal einen Airport von innen gesehen hat. Wird man nach dem Namen eines Flughafens gefragt, hat man die Wahl das Kürzel einzugeben oder den Namen.

Ich kenne nur die wenigen Flughäfen, über die meine Frau so reist: DUS (Düsseldorf), VIE (Wien/Vienna), SMI (Samos „International“)

Manche Seiten versagen völlig, wenn man Düsseldorf oder DUS eingibt – erst die Eingabe von „Dusseldorf“ zeigt im Dropdown „(DUS) Düsseldorf). Habe es schon mit der Eingabe von „(DUS)“ versucht, geht auch nicht (bekam eine SQL-Exception wohl wegen der Klammer).

Und diese Seiten waren bestimmt nicht billig – sehr bedauerlich dass da kein einziger Profi dabei gewesen ist.

Hier noch ein typisches Beispiel wo es der Programmierer nicht geschafft hat, dass Leerzeichen in der Seriennummer zu entfernen – wer die Nummer „wie gesehen“ einhackt darf erstmal raten.

x1

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Ist das ein Fake?

fake_dusche

Passend zu dieser Frage:

bequemlichkeits_verblödung

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Chiemsee und die Sprache

Es war ein recht entspannter Arbeits-Urlaub.

Nur einmal habe ich mir einen sprachlichen Lapsus erlaubt als ich völlig tiefenentspannt ein „Weizenbier“ bestellte – das heisst in der Gegend „Weissbier“ und sowas wie das Kristallweizen gibt es dort nicht.

In einer Dorfgaststätte erlebte ich folgendes mit:

Vor der Theke war ein Tisch mit alteingesessenen Gästen, die wirklich alt waren (also Generation 70+). Die wischten gemächlich auf ihren Iphones herum und der Wirt sprach einen an der besonders tief in irgendeiner App versunken war. Ich kann leider den Bayrischen Dialekt nicht sonderlich gut wiedergeben, darum hier die fast hochdeutsche Niederschrift.

Wirt: Was willst Du trinken?
Gast: (schweigen)
Wirt: WAS WILLST DU TRINKEN?
Gast: (ohne vom Handy aufzuschauen) Einen Gespritzten.
Wirt: Einen Gespritzten was?

(Ich hab die Diskussion so recht nicht verstanden, in meiner Heimat bekommt man dann ein 0,4l Geripptes mit Äppler und Sprudel hingestellt)

Gast: hmm…
Wirt: DU MUSST SCHON SAGEN WAS DU WILLST – und zählt paar Sachen auf die dort unter „Gespritzten“ fallen.
Gast: Ein kleines Helles.

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Vorsehung

Ich muss nächste Woche beruflich an den Chiemsee.

Letzte Woche hab ich mein Digital-Piano verkauft.

Der Käufer wohnt in der Nähe von München, ein Katzensprung von meiner Fahrtroute entfernt.

Zufälle gibt es..

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DHL mal wieder (Teil 2)

Auf meine E-Mail an DHL „ihr erzählt ja nun völligen Nonsense von wegen ‚Schlecht Verpackt'“ ist der nächste Textbaustein von DHL als Antwort eingetrudelt.

Natürlich als Brief, der erst 4 Tage nach Erstellung hier eingetrudelt ist. Dass Sendungen der „Deutsche Post DHL“ von „Deutsche Post Brief“ besonders langsam befördert werden, scheint zum Konzept zu gehören.

Nochmal zur Erinnerung: das Paket wurde bei der DHL-Filiale mit 3,5kg Eingangsgewicht (dort so quittiert) eingeliefert und ist beim Empfänger mit 500gr (leerer Karton) angekommen – irgendwo hat jemand den Inhalt geklaut.

Ich hatte schonmal „Spass“ mit DHL, aber diesmal gehe ich nicht an die völlig merkbefreite Crew des Vorstands sondern ans Gericht – möge ein Richter denen erklären wie man Pakete transportiert.

dhl-2016-02-15

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Lernfähigkeit

Mit den Zustellern von GLS hab ich schon immer meine Probleme gehabt. Kaum hat man ihnen klar gemacht, dass sich hier vor 10 Uhr nix abspielt wechselt die Mannschaft.

Der „Neue“ von GLS hat es vor 6 Wochen (ok, mitten in der Weihnachtszeit – da ist jeder Zusteller im Stress) etwas zu toll getrieben: erst Sturmklingeln an der Haustür um 8 Uhr (also auf der anderen Seite des Gebäudes und da steht nicht mein Firmenname dran) und dann nochmal intensiveres Klingeln der Sorte „Hausdurchsuchung, sofort aufmachen!“ an der Bürotür.

Pech für ihn war, dass ich gerade in einem wichtigen Traum und daher über die Störung recht empört war. Nachdem das Sturmklingeln nicht aufhörte wollte ich doch mal nachschauen.

Was der GLS-Zusteller erwartet hat: Einen fröhlichen Kunden, der voller Dankbarkeit über die frühe Zustellung seiner heissbegehrten Ware ihn mit Freundlichkeiten überschüttet-

Was der GLS-Zusteller bekommen hat: 2 Zentner Fleisch in T-Shirt und Unterhose mit einem Knüppel in der Hand der ihn mit Verweis auf das gut sichtbare Schild „Bürozeiten“ vom Grundstück gescheucht hat – das Ganze unter den Augen seines Kollegen oder gar Mentors.

Ergebnis 1: Einen „nicht zustellbar“ Zettel im Briefkasten mit Hinweis auf das nächste GLS-Lager im Nachbarort (dahin können die das gerne immer zustellen, der Kollege dort ist nett und hat für mich passende Öffnungszeiten).

Ergebnis 2: Heute morgen um 8:15 ein kurzes „Ding-Dong“ an der Bürotür (ich habs vernommen und mir gedacht „Das ist annoncierte Ware über GLS, ist aber nix dringliches“ und weitergeschlafen) sowie ein sehr vornehmes und dezentes „Diiing………Dooong“ um genau 10:01 wo ich dachte „Der wird doch nicht etwa einen zweiten Zustellversuch machen? Oh – Bürozeit!“ und mich schnell in die Hose geschmissen.

Und da stand der GLS-Bär, ein recht grosser und kräftiger Mann mit vielen Tatoos (also welcher, den ich Ende letzten Jahres vom Grundstück geschmissen habe) und hält mir freundlich das Paket hin. Ich quittierte es und gab ihm ein grosszügiges Trinkgeld.

Vielleicht kann ich mir diesen Zusteller doch noch erziehen…

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DHL mal wieder – oder besser „nie wieder DHL“

Ich hab aus dem Nachlass meines Vaters nochmal eine Kamera mit Optiken über eBay verkauft. Der Erlös war nicht hoch, aber man kann davon gut Abendessen. Da der idelle Wert für den Käufer nicht abschätzbar ist, hab ich es mit 500 EUR Transportversicherung via DHL versendet – und den Inhalt aus gutem Grunde wirklich grosszügig eingepackt sodass Schäden durch grobe Misshandlung des Paketes ausgeschlossen sind.

Das Paket ist mit 3,5KG Gewicht lt. Einlieferungsbeleg bei DHL eingegangen und beim Empfänger mit geschätzten 0,5KG Gewicht angekommen. Dort wurde der Braten sofort gerochen und das Paket unter den Augen des Zustellers geöffnet.

Keine Kamera, keine Optiken – dafür neben dem orginal Verpackungsmaterial der Umkarton eines billigen Pseudo-Armeemessers welche die Diebe dort reingepackt haben um einen anderen Klau zu vertuschen.

Der Empfänger hat das DHL-Schadensformular ausgefüllt in dem eindeutig nur die Rubrik „Folgende Gegenstände fehlen“ ausgefüllt wurde.

Und als Ergebnis kommt ein Schreiben zurück, was irgendwas von „Fehlerhafter Verpackung“ faselt.

Ja soll ich denn ein Paket mit Panzerketten umbinden damit der Inhalt nicht auf dem Transportweg gestohlen wird?

Beim Kundenservice stosse ich telefonisch auf Unverständnis. „Sie sind mit der Antwort nicht zu frieden?“ fragt mich das Callcentergirl in gebrochenem Deutsch? Mit meiner Aussage „Die Antwort hat nichts mit dem Problem zu tun“ kann sie gar nichts anfangen und nach emsigen Geklicke meint sie mit fester Stimme, dass ich mich an nachforschung@dhl.de wenden soll. Das habe ich nun vor 10 Tagen gemacht und keine Reaktion bekommen.

Also meine Beschwerde wieder schriftlich per Einschreiben einreichen und wieder den Vorstand drangsalieren – obwohl letzteres völlig sinnlos ist da der Vorstand mitsamt seiner Pressestelle permanent hyper-merkbefreit ist und garnicht kapiert, was so läuft.

In der Zwischenzeit stell ich auf Hermes oder UPS um. Oder GLS, die werden mir langsam sympatisch (dazu ein anderer Bericht).

dhl-2016-01-26

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Fundsachen

Gesammeltes aus 2015 was bislang hier noch nicht Eingang gefunden hat.

deutsche_medien

design_vs_userexperience

developers_vs_users

gleichheit_vs_gleichberechtigung

problem_solving

Bei dieser Rezension musste ich 2x überlegen…

pfefferspray

Für Musikfans:

hands_according_to_composers

Und am Ende einfach relaxen…

sünde

„Die andere Sicht“ folgt am Ende

black_poem

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Samos 2015 – Teil 9 – das ist das Ende!

Appartment leeren, spülen, putzen, zusammenräumen.

Herzlicher Abschied von der Vermieterin Birgit, „Samos-Autobahn“ und Flughafen.

Die Dame von der Autovermietung hab ich mal gefragt, was hier eigentlich ausserhalb der Touristensaison passiert und da meinte sie „Naja, Pharmavertreter, Lieferanten – die kommen alle im Winter“. Freut mich wenn auch ausserhalb der Saison noch Umsätze geschehen.

Checkin, diesmal hat sogar mein Bordgepäck einen Aufkleber bekommen – gewogen und für gut befunden. Die Sicherheitskontrolle auf dem Flughafen hat so ihr Ritual: eine streng herumkommandierende Dame in einer Pseudouniform überwacht das Röntgen des Handgepäcks und die selbe Dame sorgt dann am Ausgang dafür, dass alle Tickets vorhanden sind.

Wie auf jedem Flughafen: vorne Stress machen bei der Sicherheitskontrolle und dann hinten beim Boarding nicht nachkommen. Wir sassen blöd herum und lauschten den unverständlichen Durchsagen bis die genannte Dame ebenfalls irgendwas in ihr Telefon sprach, was vielfach verstärkt und verzerrt über die Lautsprecher weitergegeben wurde. Die Taubstummengruppe rechts neben mir hat das trotzdem – wie der Rest auch – verstanden und tobte zum Ausgang.

Ich hab nochmal gut 15min geschlafen wärend sich meine Mitreisenden in die Schlange einreihten.

Auf meinem reservierten Platz am Notausgang sass eine junge Dame dich mich frappierend an die Freundin des Ex-Manns meiner Frau erinnerte (Pseudo-Goth, alles in Schwarz und viel Metall durch die Haut gebohrt). Ich schaute auf ihre Brüste, dann auf meinen Bauch und stellte fest dass sich beide nichts gaben – jedenfalls nicht vom Gewicht und beschloss daher auf der anderen Seite Platz zu nehmen.

Das bemerkte aber eine der Flugbegleiterinnen und bestand, dass wir „wegen dem errechneten Gewicht“ tauschen müssen.

Rückflug ansonsten problemlos, in Deutschland war ungewöhnlich mildes Wetter. Das Doppelte der sparsamen Essensrationen abgestaubt, die schlanken Damen des Bordpersonals hatten etwas Mitleid mit mir. Von meinem bequemen Sitz am Notausgang (dessen Bedienungsanleitung ich ständig andächtig studierte) hatte ich recht nette Gespräche.

Zum Beispiel mit der Niederländerin die ihren Sohn bergauf durch den Regen führte. Sie sprach ausgezeichnetes Englisch, leider war hinter ihrer Stirn nur ein feuchter Keks und daher beschränkte sich die Diskussion auf „Yo, nice!“

Vorne in Richtung Cockpit stand eine ältere Blondine mit leicht gelocktem Haar die anscheinend entweder einen kaputten Rücken oder ein übersteigertes Selbstbewusstsein hatte (tippe eher auf letzteres) denn sie stand permanent in der Gangmitte, hielt sich mit beiden Händen wie ein Affe schaukelnd irgendwo fest und quakte in einer Tour auf die vordere Reihe ein.

Die Dame scheint Vielfliegerin bei der Air Berlin zu sein und hat wohl auch ausgezeichnete Kontakte zum Flugpersonal: als beim Landeanflug die Maschine bisserl durchgeschüttelt wurde und das Anschnallzeichen anging ging die Crew an allen Sitzen vorbei und überzeugte sich davon, dass auch jeder Passagier angeschnallt ist – ausser die Dame vorne, die kasperte noch ’ne Weile herum.

Landung Dortmund. Keine hektische Schubumkehr und Bremsung, kein Gerüttele – die Landebahn ist lang und Schlaglochfrei. Mit dem Bus über das gepflegte Vorfeld gleiten, die automatisierten Ansagen auf Deutsch und Englisch sind klar und verständlich.

Ich fühlte mich plötzlich wie ein Flüchtling, der das „Gelobte Land“ erreicht hat.

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