Der grosse Graben

Es geschah zu einer Zeit, als der Hund meiner Mieterin erkannte, dass man den Zaun zwischen seiner „Hunde-Piesel-Wiese“ und unserer Wiese einfach umgehen kann: Nach vorne heraus und dann eigentlich ums Gebäude herum – wäre da nicht die Erinnerung ans „Gassi gehen“, wo der Weg einfach geradeaus führt.

Also bekommt der Hund noch einen weiteren Zaun vor die Nase gesetzt.

Etabliertes Verfahren: mit einem Erdbohrer ein Loch in die Erde, Pfosten rein, Erde rein, viel Wasser drauf und das dann 1 Tag stehen lassen.

Wärend meine Damen in der Erde schraubten , dachte ich noch daran dass ich die „Erdspiesssteckdose“ am Mieterparkplatz neu fixieren muss…

Strom. Erdkabel. Wo bohren die eigentlich gerade? Ach – genau dort wo .. ZAPP .. das Kabel liegt.

Alles kein Problem, die zerrütteten Kabelenden saniert, in Elektroklemmen gesteckt und mit Frischhaltefolie eingewickelt damit der alsbald kommende Regen da keinen weiteren Schaden anrichten kann. Damit wurde die Stromversorgung im restlichen Garten gerettet weil das defekte Kabek nur eine Steckdose am Parkplatz versorgte.

Strategie: da der Erdbohrer gut 10cm Lücke produziert hat und das nicht mit einer einzigen Muffe überbrückbar ist, wirds halt „Muffe 1“, Kabel dazwischen, „Muffe 2“. Geht billig mit zwei kleinen Abzweigdosen aus dem Baumarkt die man am Ende mit speziellem Spannungsfesten Gießharz wasserdicht verschliesst.

Der Zufall wollte es, dass dieses spezielle Gießharz eine Woche nicht beikam und es dazu noch mehrere Tage wie aus Eimern schüttete. Nach Regen kommt Sonnenschein, also erstmal warten bis alles wieder halbwegs begehbar trocken wird.

…. klick ….

Nicht mit dem scharfen „KLACK“ wenn eine Sicherung auslöst sondern einem sanften „klick“ verrichtete der FI-Schalter seine Arbeit zum Schutz der Menschen, die eventuell gerade 230 Volt angefasst haben.

Hat aber niemand, aber irgendwo ist ein Kabel beschädigt dass der Strom ausserhalb der vorgegebenen Bahnen fliesst.

Der Alt-Geselle meines bevorzugten Elektrikers meinte nur „Bei der Verkabelung ‚Muffe an Muffe‘ kann der Fehler irgendwo sein, mach das neu und für jede Ecke ein eigenes Kabel – und am besten gleich 5 Adern damit Du noch Reserven hast.“

Naja, das Bild oben zeigt den Zustand des Gartens nachdem die ersten 80 Meter links vom Bild schon verlegt wurden.

Blut, Schweiss, Tränen ob des harten Bodens. Richtig „Tief“ aufs Geradewohl das alte Kabel ausgraben ging nicht weil direkt daneben (oder drüber, darunter) noch die Wasserleitung aus Kunststoff liegt und die mag keine Spatenstiche. Also Stück für Stück aufgraben.

Macht ja nix, alles was irgendwie 2 Hände hat wurde eingespannt (selbst der Besuch der eigentlich nur mal „Hallo“ sagen wollte.

Gestern morgen kamen nochmal 100 Meter Erdkabel 5×1.5qmm. Der Kollege mit den dicken Oberarmen meinte nur „Achtung schwer!“ und ich noch etwas verschlafen lasse es zu, dass das Paket gegen meine Rippen knallt.

Naja, wärend der Arbeiten hab ich mir schon das Steissbein verstaucht – nun kann ich nicht mehr wirklich liegen, sitzen, schlafen.

Auskurieren kann ich mich später.

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Telefonwarteschlangen

Dieser Tage 39min Telefonwarteschlange bei der KKH um ein doch recht wichtiges Anliegen (nämlich die Familienversicherung meiner Ehefrau zu klären – ist seit Ende Mai dort ein Vorgang) vorzubringen.

Bei der Fa. WAGO war ich nach 4 Minuten durch (Klemmen passten nicht in die Halterung, Support sagte mir dass ich die falsche Halterung bestellt habe).

Hm..

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Podcasts

Je länger ich lebe, desto weniger verstehe ich den Sinn von Podcasts.

Ich habe das mal „ganz viel früher“ (also noch zu Zeiten, wo tragbare CD-Player günstig waren) in einem Selbstversuch mit den frühen CCC Podcasts gemacht: Mediendatei auf eine wiederbeschreibbare CD gebrannt, Kopfhörer auf und ab in den Wald zum laufen und gleichzeitigem Genuss der hochinteressanten CCC-Gespräche.

Naja, die ersten 5min des Geschehens waren viel „hihi“ und „hoho“ und „Laberrhabarber“, dann ein Ausflug in die Geschichte des Netzwerkkabels (vorspul), dann immer noch nichts zum Thema (vorspul) und recht schnell habe ich das Interesse am Podcast verloren und lieber den Waldgeräuschen gelauscht.

Ca. 15 Jahre später ein erneutes Experiment, ich höre mal in die aktuellen Podcasts rein.

Bei Zeit Online ein Interviewpodcast „Sabine Rückert, wie kamen Sie zum Verbrechen“ – immerhin stolze 07h31m15s lang. Ich habe nur ganz kurz reingehört und meinen Versuch abgebrochen.

Und auch die anderen Podcasts sind irgendwie total mit Zeitscheindern überladen:

  • Einleitungsmusik
  • SprecherIn spricht eine Einleitung
  • SprecherIn wiederholt die Einleitung und freut sich ganz kuschelig auf den/die/das GastIn
  • 30min Kram den keiner in ein Audiotranskript umsetzt weil dann die ständigen Widersprüche auffallen würden.

Ich habe keine Ahnung, für was diese ganzen Podcasts gut sein sollen und warum sie produziert werden – die Masse der Pendler ist endlich und auf einer Langstrecke mit Flieger oder Bahnhof pennen die meissten einfach durch.

Obwohl: Wenn ich mal in der Stadt bin, dann begegnen mir ständig Leute mit „Knopf im Ohr“ – ich darf aber zurecht bezweifeln, dass sich die KollegInnen einen Podcast über Hauswirtschaft, Quantenphysik oder sonstigen Neuerkenntnissen aus Forschung & Lehre einfahren sondern einfach nur irgendwelche Musik.

Schade – die „Knopf im Ohr“ – Fraktion verpasst vieles (zb. dass man ihnen den Rucksack ausgeraubt, wie neulich selbst beobachtet – Beraubter ist faul, der Räuber arbeitet)

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Fick Dich, Microsoft

Datengier kennt anscheinend keine Grenzen mehr.

Dieser Tage über Steam zu einem günstigen Preis „Halo: The Master Chief Collection“ geschossen – Halo hatte ich vor Jahren mal in meiner kurzen Windows-Gaming-Zeit gespielt und wollte es einfach nochmal geniessen.

Läuft unter der Steam „Windows-Emulation“ namens Proton ausgezeichnet – sogar so gut, dass die ganzen Anmeldefenster (warum auch immer ich für den Singleplayer einen Microsoft-XBOX Account brauche) durchgelaufen sind.

Als Admin des eigenen Mailservers ist natürlich ein Wegwerfaccount supercalifragilisticexpialidocious@spammichvoll.de“ schnell erstellt und nach bisserl Ping-Pong mit dem Autentifizierungssystem war ich „drin„.

Zwei Tage bisserl gezockt, und nun heute diese Meldung:

Der Spruch „We’ve detected some activity that violates our Microsoft Services Agreement“ ist insofern amüsant, dass ich das Spiel einfach nur paar Minuten angespielt habe.

Auch die geschätzten 24 Bildschirmseiten in unverständlicher, weil anglo-amerikanischer Juristenjargon, lassen nicht so recht erkennen wie ich in dieser kurzen Zeit gegen irgendein „Agreement“ verstossen haben sollte.

Ich habe mal auf „Next“ geklickt und da kommt dieses Fenster:

Natürlich wird diese Telefonnummer nicht weitergeben – aber auf Ewigkeiten für die Verknüfung von Diensten und Werbung in den Datenbanken von Microsoft gespeichert.

Interessanterweise ist der im Bild unten angegebene Link https://aka.ms/accountlocked nicht direkt anklickbar sondern muss händisch übertragen werden.

Dort steht:

Wenn bei der Anmeldung bei Ihrem Konto die Meldung angezeigt wurde, dass es gesperrt ist, sind von Ihrem Konto Aktivitäten ausgegangen, die möglicherweise gegen unsere Nutzungsbedingungen verstoßen.

Blöderweise auch kein Hinweis, gegen welche Nutzungsbedingungen ich verstossen haben soll.

Ich fordere bei Stem eine Gutschrift ein und meide zukünftig Spiele von Microsoft.

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Eifel überschwemmt

Gut, einem Kollegen hat es dort die Hälfte des Grundstücks zerlegt (vor 15 Jahren war es für ihn noch „der Traum am Wasser“, ich habe bei meinem letzten Besuch nur Gefahren gesehen.

Einem anderen Kollegen in der Eifel ist das bisserl Erde auf Basaltuntergrund verlustig gegangen, „macht nichts, habe die Kräuter eh in Töpfen eine Etage höher“.

Dass Geographie und Geologie massive Schäden und Tote bei „mehr Regen als sonst“ herausfordern ist den Verantwortlichen bekannt, trotzdem wird dort gebaut und auch kaum Vorsorgemassnahmen getroffen weil ein Jahrhunderthochwasser von annodunnemals (man setze hier eine beliebige Jahreszahl wie 2016, 2003, 1978, 1910 … 1397 ein) nie wieder kommen wird.

Die Deutschlandausgabe der NZZ hat dazu einen interessanten Artikel gebracht.

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Euro 2020

Am liebsten verfolge ich grössere Fussballereignisse mit meinem Notfallradio zur linken und dem Internet-Livestream auf dem rechten Monitor wärend auf dem Monitor in der Mitte eher gewinnbringende Tätigkeiten stattfinden.

In dieser Konstellation kann ich Dramen wie das (heutige) Euro 2020 Elfmeter-Endspiel viel besser geniessen: Im Radio ist ein gendergerechtes Paar aus Weiblein und Männlein am jubeln und das Ganze etwas früher, als mich der Videostream erreicht.

Dass ich früher höre als mich das Licht erreicht, mag eine Umkehrung des Doppler-Effekts und tauscht Ursache gegen Wirkung aus, aber wir leben nunmal in modernen Zeiten.

Italien (EU-Land) hat jedenfalls gegen die Briten (ehemaliges EU-Land) gewonnen.

Mögen die Briten an ihrer Splendid Isolation ersticken, „God shave she queens

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Ton, Steine, Scherben – die Wallbox passt nicht

Die 22kW Wallbox mit festem 5m Kabel ist letztes Jahr installiert worden – nun zeigt sich, dass 5 Meter Kabel einfach zu wenig sind um bequem beide Fahrzeuge laden zu können.

Ist so wie bei der Familienplanung: „Plötzlich und unerwartet“ war der zweite Stromer auf dem Hof.

Also die bestehende Wallbox durch eine vom gleichen Hersteller und gleichen Typ ersetzt – mit dem Unterschied dass jetzt statt eines Labels an der Seite eine Buchse für ein beliebiges Ladekabel vom Typ 2 angebracht ist und man alle Typ 2 Kabel einstecken kann.

Bestellt und geliefert wurde dazu ein Kabel mit 7.5 Meter, welches eigentlich schon wieder 1 Meter zu lang ist – Luxusproblem.

Jetzt hat die Firma eine Wallbox mit Internetanschluss und allen Komfortfunktionen herumliegen – Interessenten bitte melden.

Ist nach Drosselung sogar förderfähig!

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Von einem der auszog, ein E-Auto zu kaufen

Wallbox existiert seit paar Monaten, Plugin-Hybrid von Seat steht nach langer Lieferzeit mittlerweile in Form eines Seat Tarraco auf dem Firmenparkplatz.

Und dieses „Schlachtschiff“ hat angenehme Features: es ist saubequem, wickelt 100% meiner üblichen Fahrtziele rein elektrisch ab und hat einen riesigen Kofferraum.

Und damit auch die Nachteile: zu lang und zu breit um die umliegenden Parkhäuser mittelalterlicher Prägung (also Planungsstand zu Hochzeiten des VW Käfer) zügig zu durchfahren.

Meine Frau hat einen Stadtflitzer von Suzuki, den könnte ich für solche Geschäftsfahrten nutzen aber wenn die Verrechnungskosten wirklich erfasst werden sollen, dann wirds zu einem Zettelchaos.

Also: Stadtflitzerfirmenpostbriefkastenanfahrtzweitwagen vollelektrisch mit 0,25% auf dem Lohnzettel und massiver Föderung als buchalterisch saubere Lösung.

Akt 1: Marktübersicht

Als da wären die Knutschkugel „Fiat 500„, Daimler mit dem „Smart“ und der Renault „Twingo“ sowie der Seat „Mii„.

Die kenne ich nämlich noch als Benziner aus der Vergangenheit und haben alle einen ordentlichen Eindruck hinterlassen (also im Verhältnis Geld zu Blech und Reparaturbedürftigkeit).

Der Rest scheitert einfach an „zu gross, zu teuer, nächste Werkstatt zu weit entfernt“.

Akt 2: Terminvereinbarungen

RENAULT

E-Autos verkaufen sich im Moment wie geschnittens Brot, daher die Termine lieber vor Ort ausgemacht – bis auf den Renault, da habe ich angerufen, wurde weiterverbunden und bekam die Auskunft „Wir haben gerade keinen auf dem Hof, aber wir melden uns“.

FIAT

Bei MotorVillage um die Ecke bekommt man neben Fiat auch Alfa Romeo, Jeep und von Abarth getunte Fahrzeuge.

Das Interesse des hochmotivierte Verkäufers flaute schnell ab, als ich mich für einen Stromer interessierte.

Eine Begebenheit, mit der ich zukünftig öfters konfrontiert wurde – denn der Verkäufer lebt von der Provision und die ist bei einer hochsubventionierten Elektroschleuder eher ein Taschengeld als etwas, von dem man sich ein Abendessen leisten kann.

SMART

Bei Daimler in Hanau war es noch komplizierter: Ich bin rein in den Prachtsalon, auf die erste Person zugelaufen die ein Bapperl „Verkäufer“ am Revers hatte und sagte „Verkaufen Sie mir mal einen Smart“. Der Herr verlor binnen Sekunden seine wenige Farbe im Gesicht und zog sich darauf zurück, dass er nur Gebrauchtwagen verkauft und der zuständige Kollege erstmal im Gebäude zu suchen sei.

Nach paar Minuten kam er mit einer Visitenkarte zurück mit der Bitte, dass ich mich mit dem dort aufgedruckten Kollegen in Verbindung setzen soll.

Ok, ich bin mit meinem Kaufwunsch halt nicht der „Auserwählte“ und muss selber aktiv werden.

E-Mail, Telefonieren, Termin ausgemacht.

Akt 3: Probefahrt

FIAT

Der Fiat 500 als E-Auto ist von der Technik her gut gelungen, hat noch Platz über meinem Kopf, ist ein Beschleunigungswunder und mit maximal 150km/h auf der Autobahn kein Verkehrshindernis. Und der starke Rekuperationsmodus ist wirklich klasse: Fuss vom Pedal, das Auto wird langsamer bis es dann zB. an der Ampel stehen bleibt.

Gibt es aber nur als 3 Türer und bei diesen Modellen sind die Türen ewig lang und man muss sie ewig weit aufsperren um das Fahrzeug verlassen zu können – ein absolutes „NoGo“ bei mittlerweile üblichen Parkplätzen und Parkhäusern.

Und das Auto hat einen recht unüblichen Startmodus: Anschnallen, Bremse treten, Schlüssel drehen, auf einer Klaviatur die gewünschte „Getriebestellung“ (Parken, Nullstellung, Vorwärts, Rückwärts) wählen, auf Rückmeldung warten, fahren.

War bei der Rückkehr auf den Hof des Autohauses irritierend: Die Parkbucht, wo das Fahrzeug abgeholt wurde, war blockiert. Die Alternative zeigte sich paar Meter weiter, dort angehalten, abgeschnallt und ausgestiegen. Plötzlich rollte da ein LKW heran, der mich nach hinten übersehen hatte.

Also wieder rein ins Auto, Bremse treten, Zündschlüssel rein, umdrehen, D-Taste suchen und drücken, Pedal durchdrücken – nichts passiert. Ah: Anschnallen, Zündschlüssel durchdrehen, nichts passiert. Getriebetaste auf „P“, Bremse lösen und wieder treten – irgendwann in irgendeiner Kombination habe ich die Knutschkugel aus dem Gefahrenbereich gebracht.

Der Verkäufer meinte nur (mit halben Ohr zuhörend), dass das mittlerweile Standard sei (ist es nicht) und es keinen 5-Türer von diesem Modell gäbe und (noch mehr gelangweilt) es ansonsten auch noch andere Hersteller gäbe dessen Verkäufer ich gefälligst ihre kostbare Zeit statt seiner rauben soll.

Amen.

SMART

Nachdem man per E-Mail und Telefon zueinander gefunden hat, verlief die Probefahrt mit dem Smart dank dem zuvorkommenden und kenntnisreichen Verkäufer äusserst angenehm.

Witzg fand ich das breite Flexband am Beifahrersitz: Damit kann man/frau seine Handtasche oder den modisch aktuellen urbanen Rucksack vor Verlust der Innereien bei starken Bremsmanövern sichern.

Und auch sonst merkt man, dass Smart eine Marke von Daimler-Benz ist: alles im Rahmen der Preiskalkulation sauber durchentwickelt.

Bis man Aussteigt und die Fahrer/Beifahrertür zuschlägt: statt eines satten „Klopps“ eher ein „Radängschepper“ mit dem man die Nachbarschaft aufweckt.

5türer, Mechanik OK, Favorit von Technik und Verkäufer bislang.

RENAULT

Telefon **bimmel**Der Renault Twingo steht auf dem Hof, wann wollen sie?“ Wetterbericht sagt 3 Tage Regen voraus, also dann eher Freitag.

Zum Termin dort angekommen, Verkäufer hinreichend motiviert, Twingo gefahren.

Elchtest, Bremsweg, Technik eigentlich alles OK (Renault baut schon recht lange eMobile). Sitze etwas unbequem.

Im Showroom einen Renault „Zoe“ gesehen, mal probehalber reingesetzt – diese Sitze waren wie vom Orthopäden des geringsten Misstrauens massgeschneidert.

„Was kostet das im Gewerbeleasing?“ … „Ok, packen Sie ihn ein“.

Paar längere Tage (Zulassungstelle in Hanau und der gewählte Zulassungsdienst sind halt … etwas seltsam) war es dann fertig.

Tjo… nun haben wir einen reinen Stromer mit nutzbaren 350km Reichweite und einen Langstrecken-Hybrid der 35km auf Batterie fahren kann.

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Wir werden Elektromobil

Defacto schonen Elektro-Automobile in der Summe weder die Ressourcen von „Mutter Natur“, noch sind sie in irgendeiner Form „Ökologisch“ oder „Klimafreundlich“ – die benötigten Rohstoffe für die Herstellung der Akkus und Motoren werden sehr dreckig dort produziert, wo selbst weltgereiste Ökofetischist*Innen wie Luisa Neubauer noch nie einen Fussabdruck im Schlamm jener Kobalt- und Niob-Minen im fernen Afrika hinterlassen haben, wo selbst Kleinkinder schon nach den seltenen Erden graben müssen um ihre Familien durchzubringen.

Aber wenn die ganzen Ökos meinen, dass ich trotz der massiven moralischen Schuld, die jedem Elektromotor und jedem Akkumulator anhaftet auf E-Mobilität setzen soll habe ich genauso viel Moral wie ein Beagle vor dem Fressnapf – oder wie ein Gemeindeparlament vor einer unsinnigen Baumassnahme – solange sie einen Fördertopf hat geht das immer durch.

Mein neues Auto ist ein grosser SUV, der einen etwas kleineren SUV abgelöst hat – mit dem Unterschied, dass der „Neue“ als Plugin-Hybrid paar Kilometer elektrisch fahren kann und in Kombination mit dem konventionellen Benzinmotor einen für mich angenehmen Ampelschnellstart – trotz der hohen trägen Masse – erlaubt.

Oder rein elektrisch innerorts, mit 30-40km rein elektrisch kommt man hier schon recht weit ohne den Verbrenner im äusserst ungünstigen Kalt-Betriebsmodus zu fahren.

Und dank grosszügiger Förderung durch den Staat und billiger Dienstwagenbesteuerung kommt mich mein neues „Raumwunder“ insgesamt erheblich günstiger als mein altes Firmenfahrzeug.

Halte ich für bedenklich – aber wie war das mit dem Beagle, dem Gemeindeparlament und dem gefüllten Topf?

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Oha Frau Wagenknecht!

Stressiger Tag, wie die letzten Tage auch. Zum Feierabend noch quer durch die Online-Presse lesen.

FAZ: Corona, ein interessanter Artikel über Martin Luther in Frankfurt, der übliche Dauerartikel wie man im Ruhestand finanziell erfolgreich ist (natürlich hinter der Paywall um das nichtssagende Blahblah etwas aufzuwerten), dazu ein Artikel über eine dubiose Krypto-Handelsplattform „MAKE MONEY FAST“

DER SPIEGEL: Söder, Laschet; Corona, Corona, Corona und in der Mitte die ständig kaputte Pseudo-Statistik „Der Klimabericht – Daten zur Lage des Planeten“ wo mitten in der Nacht und Windstille der Ökostrom gerne mal bei 40% steht.

In der Lokalzeitung eine Verkündung meiner Heimatstadt „Einladung zu irgendeiner öffentlichen Sitzung“ zum ersten Mal komplett mit Gendersternchen – mit dem letzten Tagesordungspunkt „Abschiedsrede des alten Bürgermeisters“ (interessanterweise ohne Genderstern).

Und von dem ganzen Gequatsche interessiert mich mittlerweile NICHTS.

Gendern, diese durchgehende Scheisse der Identitätspolititk um für jede prekäre, partikuläre Wesensheit*in „Ich weiss nicht, was ich bin“ eine politisch und gesellschaftlich sanktionierte Nische zu manifestieren.

Oder kurz gesagt: Alles wird immer mehr Berichterstattung für Grossstädter, bevorzugt dort die Akademiker welche es sich leisten können völlig fernab von der realen Welt des Jahres 2021 leben zu dürfen.

Und was lese ich da von Sahra Wagenknecht – interessanterweise in der ehrwürdigen „Neue Züricher Zeitung„?

Die linken Parteien verlieren mehr und mehr aus den Augen, für wen sie eigentlich da sein müssen. Wir sind keine Interessenvertretung gutsituierter Grossstadt-Akademiker, sondern müssen uns vor allem für die einsetzen, die sonst keine Stimme haben: die in schlecht bezahlten Service-Jobs arbeiten, oder auch für die klassische Mittelschicht, etwa Handwerker und Facharbeiter, die oft keinen akademischen Abschluss haben. Debatten über Denk- und Sprachverbote gehen an den Bedürfnissen der Menschen vorbei.

Und:

Wer Identitätspolitik betreibt, kämpft nicht für Minderheitenrechte im Sinne von Gleichberechtigung. Natürlich darf niemand aufgrund seiner Herkunft, seiner Religion oder seiner sexuellen Orientierung benachteiligt werden, das ist eine Selbstverständlichkeit. Aber die Identitätspolitik will nicht Gleichheit, sondern Ungleichheit, sie bläst die Unterschiede zwischen Ethnien oder sexuellen Orientierungen zu bombastischen Gegensätzen auf. Der Bürgerrechtsbewegung in den USA etwa ging es darum, dass die Hautfarbe keine Rolle mehr spielen sollte. In den identitätspolitischen Debatten ist sie dagegen das Unterscheidungsmerkmal, von dem abhängt, wer was sagen oder tun darf.

Das vollständige Interview ist hier (Archiv) zu finden und sollte (mitsamt der Kommentare) gelesen werden.

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