Jeder schreibt von Jedem ab…

Ich habe heute abend mal verschiedene Suchanfragen über Google gestartet.

1: Kräuter trocknen

Beim Thema „Kräuter trocknen“ (auch Artverwandt „Gemüse trocknen“) falle ständig über den Tip „trocknen im Backofen und die Backofentür einen Spalt offen lassen“ – so wie hier:

Zum schnellen Trocknen ist ein Ofen mit Umluftbetrieb empfehlenswert. […] Damit die mit Feuchtigkeit gesättigte Luft abziehen kann und die Früchte schneller trocknen, ist es ratsam, die Ofentür einen Spalt weit offen lassen. Dafür kannst du zum Beispiel einen Kochlöffelstiel in die Tür klemmen.

https://www.smarticular.net/doerrautomat-alternative-backofen-fruechte-trocknen-gesund-energiesparend/

Der letzte Backofen, mit dem das funktionierte war der Umluftofen meiner Nachbarin Hermine (meine Mutter hatte „nur“ einen mit Ober/Unterhitze) vor 30 Jahren – alle Modelle, die ich mir Zeit meines Lebens danach angeschafft habe, schalten die Heizung ab sobald die Ofentür geöffnet wird und dann ist der Spuk vorbei.

Hier werden „Grossmutterliche Anweisungen“ ungeprüft weiterverbreitet.

2. Pflanzen an Fensterbank vorziehen

Wird in verschiedenen Ratgebern ständig vorgeschlagen. Scheint aber nur bei Alt-Ökos mit Bausubstanz 1950 zu funktionieren – meine Fenster sind Modern, lassen keine Wärme rein oder raus und was das notwendige Licht für Pflanzen angeht sieht es bei mir (trotz Südseite) eher schlecht aus: Ein Testversuch mit Kresse (die ja selbst unter übelsten Bedingungen keimt) ist im Büro gescheitert.


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Senfmangel

Heuer im Rewe… 4 Gläser Bautz’ner Senf im Regal, Kundin vor mir räumt alle 4 Gläser in den Einkaufswagen.

Ich frage höflich nach, ob ich ein Glas davon haben kann.

„Nehmen sie gerne alle, ich brauche sie nicht“.

Friday for Future demonstriert wieder auf dem Strassen, gleiches Niveau.

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Ich habs kommen sehen

Seit 5 Jahren hab ich Bange, dass die Energiepreise explodieren werden – naja, „jetzt ist die Situation da“ (Konrad Adenauer).

Die Gründe sind vielfällig, erst die Summe ergibt das Ergebnis.

Einer der vielen Gründe: Der Gaspreis ist historisch an den Erdölpreis gekoppelt (ein Artikel dazu aus dem Jahre 2013, den man im Hinterkopf behalten sollte, ist hier beim Handelsblatt zu finden).

Aus dem Artikel merken wir uns: „Gas wurde vor gut 10 Jahren auch durch Fracking sehr billig„.

Der nächste Grund: Strom aus Wind und Solar ist sehr volatil (eigentlich überwiegend an der Börse genutzt um Aktien zu beschreiben die sehr schwankend in ihrem Kurs sind, passt aber auch für die meissten erneuerbaren Energien).

Jetzt kommt die erste „Überkreuzreaktion“, mit der das Desaster begann: Konventionelle Grosskraftwerke (mit den Zufuhrstoffen Kohle, Atom, Müll) sind recht träge was die Leistungsregelung angeht – am effizientesten funktionieren sie, wenn sie 24/7 durchtuckern können.

Das führt dazu, dass Solar- und Windkraftwerke abgeregelt werden müssen wenn sie mal unerwartet mehr einspeisen könn(t)en als es die Wetterprognose erwarten liess.

Unerhört das wegzuwerfen, was uns Mutter Natur geschenkt hat! Die konventionellen Kraftwerke sind Dinosaurierer und zum Aussterben verurteilt weil sie sich nicht anpassen können!“ (sagen ausgerechnet Jene, die sonst jede Kleinstpolulation von Feldhamstern verteidigen statt zu sagen „naja, halt nicht Standortangepasst – weg damit“ – jaja, whataboutism meinerseits…)

Das Problem ist also: Wind und Solar speisen nur unregelmässig (und zwar SEHR unregelmässig) ein. Eine Speichermöglichkeit für eine Überproduktion gibt es defacto nicht und wird es auf absehbare Zeiten auch nicht für diese gigantischen Energiemengen geben, die so ein hochentwickeltes Land wie DE in der Stunde benötigt – da helfen auch Energiesparlampen und A++ Kühlschränke nicht.

Was ist also die „Lösung“? Man legt die „Dinosaurier-Kraftwerke“ still und ersetzt sie durch Gaskraftwerke, die recht gut regelbar sind.

An dieser Stelle möchten wir innehalten …

Das „dumme“ an der Elektrizität ist, dass sie erzeugt werden muss wenn sie verbraucht wird. Es gibt keine magische „Speicherkapazität“ des Stromnetzes.

Wenn also die gesamte installierte Kapazität der Bundesdeutschen Wind- und Solarkraftwerke mit viel Wind und viel Sonne gesegnet wird, brauchen wir in diesem Moment kein einziges konventionelles Kraftwerk.

Wenn kein Wind weht und keine Sonne scheint, dann brauchen wir im Umkehrschluss eine exakt die selbe Kapazität an konventionellen Kraftwerken um unseren Betrieb aufrecht zu erhalten.

Schlussfolgerung 1: Wind und Solarkraftwerke ersetzen keine konventionellen Kraftwerke

Schlussfolgerung 2: Weder Atom, Kohle, Müllkraftwerke sind in der Lage, kurzfristig und über längere Zeit eine Dunkelflaute auszugleichen – das können nur Gas- oder begrenzt auch Ölkraftwerke.

Schlussfolgerung 3: Wir werden mehr und mehr von Kohlenwasserstoffen in Form von Gas abhängig.

Jo, und das haben wir in den letzten Jahren gemacht: die Häuser werden nicht mehr mit Öl sondern dem „umweltfreundlichem“ Erdgas geheizt. Die Industrie setzte vermehrt auf Gas als Energielieferant um CO2-Abgaben zu „sparen“. Funktionierende Kraftwerke wurden zugunsten von neuen Gaskraftwerken abgeschaltet.

Auf der anderen Seite wurde dafür demonstriert, dass nur „sauberes Erdgas“ Deutschland erreicht. Also nicht das billige LPG-Gas aus den USA und anderen Ländern, das per Fracking gewonnen wurde. Und auch nicht das billige Gas aus Dämonenstaaten.

Übrig blieb dann nur Russland („GerdGas“) wo interessanterweise hier niemand gefragt hat, mit welchen zweifelhaften Methoden und Einwirkungen auf die Umwelt der Rohstoff gewonnnen wird.

Und wer sich von einem Rohstoff abhängig macht der überwiegend von einer Quelle bezogen wird, der darf sich nicht wundern dass der Verkäufer dann irgendwann mal seine Machtposition ausspielt.

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Billige Windkraftanlagen

So eben in der Küche beim Aufräumen aufgefallen:

Bisherige Windkraftanlagen profitierten davon, dass mit billigem Öl oder Gas (also von Feuerung der Zementwerke bishin zu den riesigen Kranlastern, Benzin der Kettensägen und Diesel der Planierraupen) irgendwas in die Landschaft gestellt werden konnte, was für 10-15 Jahre eine Betriebsgenehmigung hat.

Davon, dass der Neubau von WKA-Türmen alsbald unrentabel wird, habe ich nichts gelesen – kommt aber bestimmt in den nächsten Monaten.

Um den Irrsinn zu verstehen, muss man einfach nur überlegen wieviel Solar und Wind es braucht um die gigantischen Energiemengen zu erzeugen die ein Betonwerk benötigt und welche riesigen Akkus und Ladeenergie es benötigt, die Kräne für den Bau eines Windrad zu betreiben.

Es gibt zum Thema natürlich Berechnungen, nach denen eine WKA nach (Zufallszahl zwischen 3 und 10) Jahren seine eigene „Energieschuld“ abgetragen hat – was aber auch bedeutet, dass sie in dieser Zeit keinen „Mehrwert“ an Energie für sonstige Abnehmer erzeugt.

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Textdichter

Gerne doch, Kollege!

Texte schreiben kann ich – insbesondere für Verkaufsanzeigen auf eBay.

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Kernkraft rechnet sich nicht

Quelle: Katapult Magazin CC BY-NC-ND 4.0 (Unverändert) Autor: Ole Kracht

Satire oder ernst gemeint? Beim Autor vermute ich eher letzteres zur Gewinnung der Lufthoheit über den Stammtisch.

Die Grafik hat 2 grundsätzliche Fehler, die aber vermutlich keiner merkt.

  1. Die 19 Milliarden EUR fürs AKW sind „all inclusive“ (Genehmigungsverfahren, Grundstück, Baukosten, Umspannwerk, Erstbefüllung usw.) Bei den Solarmodulen ist es nur der Kaufpreis für 400 Millionen Panels die dann „nur“ noch zu einem „kleinen“ Aufpreis verbaut werden müssen.
  2. Die 1,6GW fallen beim AKW 24/7 und egal an welchem Standort ab. Die 104GW der Solarmodule (wenn sie denn mal verbaut sind) sind dann lediglich „installierte“ Kapazität. Real ist alles zwischen 10-90% (Winter eher 10-50%, Sommer 30%-90%) drin.

Jetzt kann man aus Spass mal die nackten Zahlen einem Realitätstest unterziehen:

Ein gängiges Solarmodul hat 1m Breite und 1,7m Länge, das sind 1,7qm.

400.000.000 Solarmodule belegen dann eine Fläche von 680.000.000qm, das sind 680 Quadratkilometer, 95.238 Fussballfelder oder 26% der Fläche des Saarlands (Quelle), die Fläche des Bodensees, 30 Mal die Fläche des Frankfurter Flughafens oder die Grösse des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land (nur unter der Voraussetzung, dass die Module nahtlos aneinander gefügt werden – darunter wächst dann kein Gras mehr).

Mit bisserl Abstand für Wartungswege (+1/3 der Fläche) kommen wir mit 950qkm eher in die Grössenordnung von Rügen oder dem Drei-Schluchten-Stausee in China.

Eigentlich gar nicht so viel, scheint es einem. Aber: Bis alle Solarmodule stehen, sind gigantische Mengen an Beton, Stahl, Diesel für Transport und Baumaschinen verbraucht.

Der grösste Solarpark Weltweit im Jahr 2020 war übrigens in einem fast unbewohnbaren Wüstengebiet im Distrikt Jodhpur im Nordwesten Indiens mit lokalen Temperaturen von bis zu 48°C. Dort wird auf 57 Quadratkilometern eine Spitzenleistung von 2.2GW erzeugt.

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391ppm CO2

Zeigt jedenfalls mein Messgerät an nachdem ich gerade eben mitten in der Nacht mal das Büro gelüftet hat.

War da nicht was mit 420ppm als sowieso globaler CO2 Standard?

Irgendwie habe ich eine CO2 Senke erzeugt, nur leider keine Ahnung wie.

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Morgens früh um 6 Uhr im schönen Deutschland

Quelle: Electricity Map

Was sagt uns diese Grafik? Das ist sozusagen ein Foto des Stromverbrauchs Deutschlands am Dienstag, 25. Januar 2022 um 6:00 Uhr und woher die benötigte Energie kommt.

Heute um 6:00 Uhr (so „richtig los“ geht es erst um 7 Uhr) hat Deutschland 60 Gigawatt an Strom benötigt. Die Grafik schlüsselt nun auf, aus welchen Quellen diese Energie erzeugt wurde.

Das interessante an der Grafik sind die grauen Balken: die zeigen die installierte Kraftwerkskapazität an.

Windenergie könnte also problemlos die 60 GW erzeugen – wenn denn genügend Wind wehen würde, Solar ebenfalls – würde im Winter morgens um 6 Uhr die pralle Sahara-Sonne knallen.

So bringen also die mit Milliarden EUR geförderten Wind- und Solarparks gerade mal 7% der angefragten Leistung.

Interessant sind die Biomassekraftwerke, die bringen fast 9% zusammen und damit mehr als der noch laufende Rest der Kernkraftwerke (7%)

45% kommen aus Kohlekraftwerken (noch), 19% aus Gaskraftwerken.

Das Problem kann man ganz einfach lösen in dem Deutschland einfach die grössten Stromverbraucher schliesst als da wären Aluminiumhütten (die eigentlich erst ab einem Strompreis von 5ct/kWh rentabel sind) und grosse Industrieparks wie Höchst, BASF, Bayersdorf.

Das lässt sich in China alles völlig problemlos billiger produzieren weil dort entsprechende Kraftwerkskapazitäten hochgezogen werden.

Auf den nun obsoleten Flächen wird statt Stahl, Elektronik und Medikamenten Haschisch angebaut – jeder Bürger muss pro Tag 2 Pflichtjoints rauchen dass ihm alles egal ist.

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Es grünt so grün

Nun, B90/Die Grünen haben es nach 1998-2002 / 2002-2005 wieder geschafft, eine Regierungsbeteiligung zu erhaschen und das Aussenminister zu stellen (Gendern kann ich!)

Aussenminister war damals Ex-Sponti Joschka Fischer der recht schnell feststellte „Erst kommt das Regieren, dann die Bedenken“ und schon zog die Bundeswehr – auf ihrem ersten Auslandseinsatz im Kosovo und dann am Hindukusch – mit dem Segen von B90/Grüne eher wenig fröhlich in den Krieg.

Nun sind die Grünen wieder an der Macht, Frau Baerbock hat sich schnell in dem Jargon einer Aussenministerin eingearbeitet und schon ist nix ist mehr mit moralinsauren Sprüchen – nun gehts nur noch um die Macht und sich unauffällig zu verhalten.

Und ausgerechnet jetzt kommt die Atomstrom-Grünstrom Debatte wieder in Fahrt.

Wetten, dass die Grünen noch in dieser Legislaturperiode auf „Pro Atom“ umschwenken, genauso wie sie das damals auf „Pro Bundeswehreinsatz“ gemacht haben?

Wenn man an der Macht ist, kann man nicht mehr mit realitätsfernem Gehabe seine überwiegende wohlhabende Wählerschaft befriedigen – da muss man auch mal an den Hartz IV Empfänger denken und ihn bis zur nächsten Wahl ruhig stellen.

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„Plötzlich und unerwartet“ kommt die Realität

Wie Sie der Berichterstattung in den Medien entnehmen konnten, sind wir seit einigen Wochen mit einer nie dagewesenen Preisexplosion an den europäischen Energiehandelsplätzen konfrontiert, deren Ursachen in einem außergewöhnlichen Zusammentreffen verschiedener Faktoren zu sehen sind.

Zuletzt hat sich der Strompreis für Lieferungen in der kommenden Winterzeit auf den Beschaffungsmärkten in der Spitze um mehr als 400% erhöht.

Diese Ereignisse und ihre Folgen suchen in ihrer Gesamtwirkung in den vergangenen Jahrzehnten ihresgleichen und sind in dieser Form nicht vorauszusehen gewesen.

und:

Vielen Dank, dass Sie gemeinsam mit uns einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, dem Ausbau erneuerbarer Energien und der Unterstützung von sozialen Projekten geleistet haben.

Honi soit qui mal y pense.. – ich habe 20 Jahre imer etwas mehr für „Grünstrom“ bezahlt und nie daran geglaubt dass die paar EUR im Jahr mehr irgendeine Auswirkung haben werden.

Von meiner Seite aus ist das Experiment geglückt: es funktioniert nicht.

Dass der Strompreis ansteigen wird, war den meissten klar – halt nicht den Entscheidungsträgern (die glauben auch noch an die Trittin’sche „Kugel Eis“ – hier in einer Neuauflage von Robert ….)

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