Radwegenetz Nidderau

Nidderau verfügt über ein gut ausgebautes innerörtliches Radwegenetz, das auf ca. 70 Kilometern alle Ortsteile miteinander verbindet. Die einzelnen Verbindungen sind gut beschildert und für die ganze Familie geeignet.

https://www.nidderau.de/freizeit-kultur-tourismus/rad-und-wanderwege/

Das Radwegenetz in Nidderau umfasst bestimmt 70 Kilometer.

Und wenn man es aus der Sicht der mitregierenden Grünen betrachtet haben wir bestimmt auch 200 Kilometer Radweg, wenn man denn jeden Schotterfeldweg und die neuen und zukünftigen „Radwegseparierungen“ auf der ehemaligen B45 innerorts einrechnet.

Nur ist das Nidderauer Radwegenetz ähnlich dem Deutschen Kaviar: Es existiert, ist aber nicht besonders gut.

Um das mal an einem Beispiel zu verdeutlichen: Den Nidda-Radweg sind wir oft genug von Bad Vilbel-Gronau flussabwärts bis zum Tower-Cafe in Frankfurt Bonames geradelt oder flussaufwärts über Karben, Florstadt bis nach Nidda.

Immer Bänke mit Blick auf den Bach, kaum Steigungen (naja, Nidda und Vogelsberg ..) Genussradeln pur.

Nidderau?

Da schwadronieren die Stadtväter, wie man die ehemalige B45 und Ortsdurchfahrt im Ortsteil Heldenbergen noch „fahrradfreundlicher“ machen kann.

Da fehlt es jetzt schon an Parkplätzen für die Anwohner und ehrlich gesagt würde ich als Radfahrer da sowieso nicht fahren, die Parallelstrassen sind weitaus angenehmer und auch der „offizielle“ Radweg geht weit an der Hauptstrasse vorbei.

Ich weiss gar nicht mehr, wer mir das mal gesagt hat. Ein Bürgermeister oder Polizist… Bestimmt 30 Jahre oder länger her…

Seit froh, dass ihr jetzt eine Umgehungsstrasse habt welche die alte Hauptverkehrsstrasse entlastet. Nur ein Idiot würde diese Strasse verkleinern und Verkehrsberuhigen. Wer mit dem Auto hier her kommen will oder muss, dem sollte der Weg nicht verwehrt werden – sonst können die Geschäfte im Ortskern sofort zu machen.

Zitiert aus der Erinnerung

Wie bereits angemerkt, ist das Nidderauer Radwegenetz nichts, was man als „besonders gut“ im Vergleich zu anderen Radwegen der Nachbargemeinden bezeichnen würde.

Weil (und das ist typisch für unsere doch oft als sehr debil und zögerlich erscheinende Führungsmannschaft, sei es in Stadtführung oder Verein) nichts genutzt wird was nicht schon da ist.

Zum Beispiel der in der Presse hochgelobte Radweg zwischen Heldenbergen und Eichen. Da ist zwar ein recht strammer, nicht sonderlich einladender Hügel dazwischen, aber Hauptsache wir haben endlich einen Radweg zwischen den Ortsteilen.

Erfahrene Genussradler machen den Weg fast ebenerdig um die Südseite der Naumburg durch den Wald herum, ist aber eher kein Radweg.

Oder Heldenbergen – Eichen… Der Radweg liegt direkt parallel an der B521, unangenehm zu fahren. Den Mut, dort einen Touristenfreundlichen und vorallem flachen Radweg entlang der Nidder zu bauen, das bringen die Nidderauer Grünen nicht zusammen.

Naja, ich habe diese Stadt schon vor langer Zeit aufgegeben – ich wohne hier nur noch.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Radwegenetz Nidderau

Bin ich wirklich so alt und harmlos geworden?

Kleine Fahrradtour von Windecken über die Hohe Strasse nach Maintal-Dörnigheim ins Wirtshaus, Rückweg über den Fahrradweg entlang dem ehemaligen Verlauf der L3268 via Kesselstadt.

Der dortige Bürgerpark strahlte bei unserer Einfahrt sofort ein traditionelles, orientalisches Flair mit verschiedenen Abstufungen der Modernisierung aus.

Zwei Gruppen direkt am Weg sind mir aufgefallen:

  1. Junge Männer auf der Wiese, schweigend ins Gespräch vertieft, sehr Stille liegend herumschwätzend und umgeben von teils geleerten Plastikflaschen (die sicherlich wieder dem Recycling zugeführt werden).
  2. Junge Frauen, 10 Meter links daneben. Nicht liegend, sondern adrett und modisch im Hidschab stehend und ebenfalls aufgeregt schwätzend.

Und als wir vorbeigeradelt sind, habe ich natürlich diese braven Muslimas mit Augenaufschlag und einem Lächeln kokettiert – und bekam aus der Gruppe ein frenetisches „Hallo“, „Ei gude“, „Grüss Gott“, „Wie gehts“ und andere freundliche Sprüche im Deutschen mit einem Akzent hinterhergeufen der mich Wissen liess, dass die Sprecherinnen tagsüber eine andere Sprache bevorzugen (müssen wollen können…).

Ich weiss jetzt nicht ob ich es als Kompliment auffassen soll, dass ich so harmlos geworden bin dass ich von Hidschabträgerinnen auf offener Strasse angebaggert werde.

Auf der anderen Seite: ich habe freundlich zurückgegrüsst, gelächelt und gewunken – vielleicht wächst durch mich dort eine andere Generation heran.

By the way: im lokalen Hagebaumarkt sitzt sporadisch auch eine Hidschab-Dame an der Kasse. Da gehe ich immer gerne hin weil Sie zum einen in der Abwicklung sehr professionell ist und es keine Wartezeiten gibt – und die lokalen Kunden eher die vollbusigen Damen mit blondem Haar an den Nachbarkassen bevorzugen sodass es bei der Muslima eigentlich immer „frei“ ist.

Schade eigentlich dass es so ist – ich wünsche mir ihr volle Kassenschlangen.

Es war einmal ’ne Schlange
Die trennte sich entzwei
Der Grund dafür? Ein Ausruf!
„Wir öffnen Kasse 3″“

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Bin ich wirklich so alt und harmlos geworden?

Amazon zensiert und spinnt mal wieder …

Ich kaufe regelmässig über Amazon ein und versuche auch regelmässig, besonders gute und auch besonders schlechte Produkte fundiert zu bewerten.

Zum Beispiel die „JEVDES Pflanzenlampe für Zimmerpflanzen, 100W Grow Light, LED Pflanzenlichter, Sonnenähnliche Vollspektrum Wachstumslicht, für Sämlinge, die Blühendes Obst Wachsen“ – die ich in der Stillen Hoffung gekauft habe, dass „Amazon’s Choice“ schon etwas mehr „tauglich ist“.

Angekommen, aufgebaut, mehrere bauliche Mängel festgestellt und einfach mal weitergemacht mit dem Ergebnis, dass die Samen nicht so recht angehen wollen.

Und weil es gerade in ein Projekt passte, ein ordentliches Lichtspektrometer für 2K€eingekauft um als Seiteneffekt ein Produkt für 33,99€ zu untersuchen.

Ergebnis war, dass die billige „Amazon’s Choice“ Planzenlampe im unteren Blaubereich (siehe „McCree Spektrum„) sehr stark schwächelte und – nach Studium der Literatur – für die Anzucht von Gemüse (Salat et al) nicht sonderlich tauglich ist.

Wobei das Lichtspektrum soweit vollkommen in Ordnung ist, um Pflanzen über den Winter zu bringen oder irgendwelche Blumen am Blühen zu erhalten. Und mit etwas zu viel Mühe habe ich auch einen kleinen Salat und etwas Basilikum im Büro anzüchten können – weitaus weniger von dem, was man (wie ein späterer Test ergab) mit einer gescheiten Pflanzemlampe wie zb. von Neusius Pflanzenlicht erzielen kann.

Und was bekomme ich für meine Mühe, eine fundierte Bewertung abzugeben?

Das hier:

„Liefererfahrung“ wurde nicht genannt. Die Rezension war weder „vulgär“ oder „obszön“ (naja, vielleicht hat jemand das Licht-Spektrogramm aus einem 2.000 EUR Gerät sexuell erregt). Spam war es auch nicht, es waren keine Fremd-URLs in der Rezension und die einzige „Manipulation“ die ich sehe könnte sein, dass ich einen „Amazon’s Choice„-Artikel sehr Sachverständig zerlegt habe.

Nun – die Quittung für mein „Fehlverhalten“ gegenüber Amazon kam stante pede: Ich wollte nur mal meine – eher negativen Erfahrungen – mit „Cobi Bike“ zur allgemeinen Information darbieten.

Und was kam?

Vermutlich zählt da meine abgelehnte Rezension eines anderen Artikels auch unter „ungewöhnliche Rezensionsaktivitäten“, die durchaus verständlich sind weil „Cobi Bike“ es nach Jahren nicht geschafft hat, die grundlegensten Probleme in der Handhabung auszumerzen und auch die letzten Software-Updates eher Missfallen als Wohlwollen unter der Userschaft erzeugten.

Naja, mein altes Smartphone hat nach 4 Jahren schon den dritten Akku und heute hat der „Pickel-Belag“ eines Wiesbadener Parkhaus es geschafft, das Display so hinreichend zu zertrümmern dass eine Reparatur nicht mehr wirtschaftlich ist.

Ich mache am Wochenende einen Rückbau am Fahrrad (Cobi-Bike weg, alte Bosch-Aktiva Steuerung drauf) und habe mal wieder „hippen Elektroschrott“ zu entsorgen.

Achso, meine Rezension für Amazon veröffentliche ich halt hier:

„Cobi Bike“ ist ein interessanter Aufsatz bzw. Ersatz für das Bosch Aktiva Display: Das Smartphone ist nun Steuerzentrale und reagiert auf die 3 Tasten-Steuerung am Lenker.

Im Prinzip ganz einfach: Mit der „i“-Taste am Lenker, schaltet man durch die Menues (Fahrrad-Motor, Navigation, Leistung, Kontakte, Musik), mit der „+/-“ Taste am Lenker dann durch die Unterfunktionen (Motorleistung hoch, runter; Zoom in der Navigation; Scroll durch die Leistungswerte).

Warum aber zwangsweise ein nicht abschaltbarer Menuepunkt „Kontakte“ oder „Musik“ permanent vorhanden ist, muss der hippen Kundschaft geschuldet sein – real stört es nur wenn ständig im Display des Smartphones aufleuchtet „Du hast keine Kontakte freigegeben“ oder irgendwas mit „Musik ist nicht eingestellt“.

Und bei der Navigation wird es unhandlich: Die Software von Cobi ist nicht im geringsten so Leistungsfähig wie zb. Komoot und daher eher nur in Notfällen zu gebrauchen. Zwar gibt es die Möglichkeit, mit viel Wissen welche Handy-Tastatur nun gerade welchen wichtigen Menueeintrag überdeckt, Komoot in die Navigation zu übernehmen – nur scheitert auch das seit mehreren Monaten regelmässig an unbekannten Fehlern und daher auch untauglich.

Dass „Cobi Bike“ ständig meint, ein neues Fahrrad in m/seiner Umgebung entdeckt zu haben und alles wieder zurücksetzt ist ein weiteres Ärgernis (nein, es ist kein weiteres „bike“ in der Umgebung – die Software ist einfach Schrott und nie irgendwie auf den Alltagsgebrauch getestet).

Daher eher 0 von 5 Sternen mangels Softwarepflege und mangels Konzentration auf Alltagsgebrauch.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Amazon zensiert und spinnt mal wieder …

Nix neues hier

Neulich quergelesen: Schockprognose für den Sommer. Heute satter Regen und wohl die nächsten Tage auch. Von Sommerschock nichts zu sehen.

Oder wie Juliane Werding so schön sang: Wenn du denkst du denkst, dann denkst du nur du denkst (irgendwie waren wir 1975 mit der Gleichstellung von Mann und Frau auch schon weiter als in 2020).

Breaking News!

Meine Nachbarin Lydia hat mir dieser Tage was von einem für sie unidentifierzierbaren Tier-Objekt (UTO) berichetet, was in Ihrem zur Entsorgung bereitgestellten Lager für den „Gelben Sack“ wühlte.

Heute abend habe ich es gesehen: Ein Waschbär. Das wird noch lustig wenn er das „Gelbe Sack“ Lager vor dem Haus entdeckt.

Corona?

Prof. Dr. Dres. h.c. Josef Isensee hat in der F.A.Z. ein recht langes Traktat zum Thema „Virokratie im Rechtsstaat“ ablegen können.

Aus dem völlig verkopften Text mal herausgegriffen: Die vorhandenen Gesetze genügen als Eingriffsgrundlagen nicht den regulär-rechtsstaatlichen Anforderungen an Dichte, Vollständigkeit und Differenziertheit. Das parlamentarische Gesetz wird abgelöst durch Verordnungen und Allgemeinverfügungen, also durch Recht der Exekutive. An die Stelle der auf Allgemeinheit und Dauer ausgerichteten Rechtsnorm tritt die situationsverhaftete Maßnahme.

Das klingt eher nach dem Geschwurbele, was „Anti-Corona-Beschränkungen“-Demos so an vergleichbaren Sprüchen erbrechen.

Dabei ist Covid-19 recht einfach zu beherrschen: Sorge dafür, dass Du nicht dein Gegenüber infizierst und achte darauf, dass Dein Gegenüber dich auch nicht infiziert.

Bisserl Abstand halten, nicht direkt ins Gesicht des Gegenüber sprechen , generell in der Öffentlichkeit eine Maske tragen um eventuelle Viren von sich selber nicht nach Aussen zu verbreiten.

Dass diese Pandemie in Deutschland irgendeinen Rechtsstreit auslöst ist nur ein Zeichen dafür, dass die Deutschen einfach zu sehr verdummt sind um zu begreifen, dass man sich in solchen Zeiten einfach auch mal zurückhalten muss.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Nix neues hier

Zauberer…

Na, dann lasse ich den Zauberer mal zaubern.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Zauberer…

Warum machen die das?

Habe heute eine grössere Tour durch die Baumärkte der Umgebung hinter mir.

  1. Warum fahren Menschen grosse Autos, die sie in ihren Dimensionen nicht einmal grundlegend beherrschen?
  2. Warum wollen völlig technik-ferne Menschen ausgerechnet die „Self-Scan“ Kasse im Baumarkt nutzen?
  3. Warum werden die Besucher in einem Baumarkt so gelenkt, dass alle unaufmerksamen und technik-ferne Menschen alle bei der „Self-Scan“ Kasse landen?

Kann es sein, dass man die Intelligenz bei etlichen Martkleitern einer Überprüfung unterziehen sollte?

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Warum machen die das?

Stadtluft macht frei

Was ich schon immer als pervers empfand: Irgendwelche Politiker, Aktivisten und Gutmensch-Initiativen, geboren und gegoren in Großstädten und Ballungsgebieten wollen mir Landmenschen vorschreiben, wie ich zu leben habe indem ich …

  1. … meine Heizung von Öl auf Gas umstellen soll weil Gasheizungen „Ökologischer“ sind.
    Schön, wenn in den bevorzugten Wohngebieten unserer Öko-Aktivisten in jedem Strassenzug ein Gasanschluss vorhanden ist – aber hier auf dem Dorf bin ich froh, dass ich stabil Strom und Telefon (=Internet) habe.
  2. … gefälligst öffentlichen Nahverkehr nutzen soll.
    Nette Idee, dummerweise ist unser lokaler ÖPNV nur darauf ausgelegt mich vom „Dorf“ ins nächste Ballungszentrum zu bringen – aber nicht, dass ich von meinem lokalen Haus zum nächsten lokalen Arzt gelangen kann.
  3. … unbedingt Car-Sharing betreiben muss.
    Car-Sharing hier auf dem Dorf bedeutet: Das nächstgelegene Auto aufknacken, kurzschliessen und damit wegfahren.

Und so weiter und so fort.

Mag alles in Ballungsgebieten funktionieren, hier nicht.

Dafür zeigt sich in solchen Zeiten wie der Corona-Pandemie die Stärke der verlachten Dörfler: wir haben unsere Gärten und/oder nahegelegenen Wiesen und Wälder wo wir alle problemlos mit 2 Meter Sicherheitsabstand unsere Erholung finden.

Störend sind nur die Städter, die uns ständig vorschreiben wollen wie wir zu leben haben – und jetzt unsere Naherholungsgebiete überfluten.

Naja – gönnen wir es ihnen, vielleicht erinnert sich dann mal jemand in umgekehrter Richtung.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Stadtluft macht frei

Der Doppelmord in der Rue Hauteur

Im Gegensatz zur „ah wie shön, alles blüt – beßtimt gut für die Smetterlinge und Imsekten“-Fraktion versuchen wir in umserem Garten für alle Lebewesen etwas zu bieten.

Wir haben viele Spinnen, Ameisen und sonstiges Krabbelgetier die sich in Karins Rindenmulch wohlfühlen – gefolgt von ganz vielen Regenwürmern welche den Boden auflockern.

Das lockt natürlich wiederum Vögel, Mäuse und Igel an, um auf Insektenjagd zu gehen.

Und paar Futterstellen für unsere tierischen Genossen habe ich auch – die gerne genutzt werden (und dann nicht mehr in den Beeten wüten).

Neulich war ein Raubvogel im Garten (habe ich nur aus den Augenwinkeln gesehen), der sich ein Mitglied der Mäusefamilie gegriffen hat und sofort mit der Beute abgeflogen ist.

Das ist halt Natur.

Ärgerlich sind nur die Tauben, die mit stolz geschwellter Brust alles aus „ihrem Revier“ vertreiben.

Anscheinend war ein Habicht ähnlicher Meinung wie ich und hat mal Abendessen und Frühstück für sich in unserem Garten reserviert.


Video von Kerstin aus dem Erdgeschoss.

Na, dann gehen wir halt mal in den Park 🙂

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Der Doppelmord in der Rue Hauteur

Bloss keine Politik für mich

Mir wird immer wieder gesagt, dass ich mit meinen durchaus machbaren und rationalen Ideen in die Politik gehen soll.

Nun – mein Vater dachte auch so rational und machbar und versuchte sich an Politik – und scheiterte.

Was weniger an seinen Vorstellungen lag, sondern dass schon in den 1980er Jahren Nidderauer Lokalpolitik (wie überall) viel Kleinkram jenseits des Stadt-Notwendigen gefördert hat und dadurch zu vielen Interessensgruppen die Möglichkeit gegeben wurde, ihre eigenen – kostspieligen – Nebenschauplätze zu eröffnen.

Mein Vater hat sowas als Journalist für den Nidderauer- und Hanauer Anzeiger hinterfragt und bekam einen Shitstorm nach dem Anderen ab unter dem die gesamte Familie zu leiden hatte.

Würde ich Politik in Nidderau machen, fallen mir da sofort etliche Wunden, Kostenlöcher und versäumte Chancen ein – aber mit einem Verwaltungsapparat, an deren Spitze auch nur wieder Verwaltungsbeamte die Entscheidungen treffen sind Veränderungen kaum durchführbar (es sei denn, man schmeisst die Festgefahrenen raus und ersetzt sie durch Leute, die sich in der Wirtschaft bereits ihre Sporen verdient haben).

Der zweite Grund ist: Politik wird neben den Verwaltungsbeamten überwiegend von Juristen gemacht. Juristen sind neben Kennern der Paragraphen auch sehr geschult in ihrem Auftreten (schliesslich müssen sie als Anwalt dem Richter vermitteln, dass die Interpretation ihres Mandanten des Geschehens an keiner Stelle gegen die Gesetze verstossen hat).

Erinnert mich an eine Elternbeiratssitzung wo der „Häuptling“ (ein Jurist) jeden meiner Vorschläge dezent in den Mülleimer schob – danach habe ich den Bettel hingeworfen.

Ich hatte in einer der Nachbargemeinden einen kleinen Handwerksbetrieb als Kunde, wo der Inhaber plötzlich hauptamtlicher Stadtrat wurde und nun meinte, dass er wegen jedem Furz 24/7 auf der Notfallrufnummer meines Mobiltelefons anrufen darf – Pech für ihn.

Zusammenfassung: Politik die unser Land weiterbringt, ist eigentlich nicht mehr möglich seit jede Deppen-Interessengemeinschaft zukunftsweisende Entscheidungen blockieren kann.

Und als „Zukunftsweisend“ betrachte ich nicht irgendwelche Dieselfahrverbote oder sonstige Pseudo-Nöte der Großstädter sondern „reale“ Investitionen in Deutschlands Zukunftsfähigkeit deren Ernte wir vielleicht erst in vielen Jahren einfahren können.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Bloss keine Politik für mich

Corona Witze

Humor ist, wenn man trotzdem lacht 🙂

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Corona Witze