Oha Frau Wagenknecht!

Stressiger Tag, wie die letzten Tage auch. Zum Feierabend noch quer durch die Online-Presse lesen.

FAZ: Corona, ein interessanter Artikel über Martin Luther in Frankfurt, der übliche Dauerartikel wie man im Ruhestand finanziell erfolgreich ist (natürlich hinter der Paywall um das nichtssagende Blahblah etwas aufzuwerten), dazu ein Artikel über eine dubiose Krypto-Handelsplattform „MAKE MONEY FAST“

DER SPIEGEL: Söder, Laschet; Corona, Corona, Corona und in der Mitte die ständig kaputte Pseudo-Statistik „Der Klimabericht – Daten zur Lage des Planeten“ wo mitten in der Nacht und Windstille der Ökostrom gerne mal bei 40% steht.

In der Lokalzeitung eine Verkündung meiner Heimatstadt „Einladung zu irgendeiner öffentlichen Sitzung“ zum ersten Mal komplett mit Gendersternchen – mit dem letzten Tagesordungspunkt „Abschiedsrede des alten Bürgermeisters“ (interessanterweise ohne Genderstern).

Und von dem ganzen Gequatsche interessiert mich mittlerweile NICHTS.

Gendern, diese durchgehende Scheisse der Identitätspolititk um für jede prekäre, partikuläre Wesensheit*in „Ich weiss nicht, was ich bin“ eine politisch und gesellschaftlich sanktionierte Nische zu manifestieren.

Oder kurz gesagt: Alles wird immer mehr Berichterstattung für Grossstädter, bevorzugt dort die Akademiker welche es sich leisten können völlig fernab von der realen Welt des Jahres 2021 leben zu dürfen.

Und was lese ich da von Sahra Wagenknecht – interessanterweise in der ehrwürdigen „Neue Züricher Zeitung„?

Die linken Parteien verlieren mehr und mehr aus den Augen, für wen sie eigentlich da sein müssen. Wir sind keine Interessenvertretung gutsituierter Grossstadt-Akademiker, sondern müssen uns vor allem für die einsetzen, die sonst keine Stimme haben: die in schlecht bezahlten Service-Jobs arbeiten, oder auch für die klassische Mittelschicht, etwa Handwerker und Facharbeiter, die oft keinen akademischen Abschluss haben. Debatten über Denk- und Sprachverbote gehen an den Bedürfnissen der Menschen vorbei.

Und:

Wer Identitätspolitik betreibt, kämpft nicht für Minderheitenrechte im Sinne von Gleichberechtigung. Natürlich darf niemand aufgrund seiner Herkunft, seiner Religion oder seiner sexuellen Orientierung benachteiligt werden, das ist eine Selbstverständlichkeit. Aber die Identitätspolitik will nicht Gleichheit, sondern Ungleichheit, sie bläst die Unterschiede zwischen Ethnien oder sexuellen Orientierungen zu bombastischen Gegensätzen auf. Der Bürgerrechtsbewegung in den USA etwa ging es darum, dass die Hautfarbe keine Rolle mehr spielen sollte. In den identitätspolitischen Debatten ist sie dagegen das Unterscheidungsmerkmal, von dem abhängt, wer was sagen oder tun darf.

Das vollständige Interview ist hier (Archiv) zu finden und sollte (mitsamt der Kommentare) gelesen werden.

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Warum in Frankreich der Osterhase ein Karnickel ist

Frohe Ostern 🙂

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Doof bleibt doof

Amazon-Zusteller heute.. Parkt auf der anderen Strassenseite, läuft mit dem an die „20/1 Informationsssysteme GmbH“ adressierten Paket direkt auf das Firmenschild „20/1 Informationssysteme GmbH“ zu, bremst kurz vor der mit „20/1 Informationssysteme GmbH“ beschrifteten Klingel ab, läuft zurück – um zur anderen Gebäudeseite zu laufen wo die Hausnummer ist.

Dort steht aber nichts von „20/1 Informationssysteme GmbH“, also drückt er ratlos auf alle erreichbaren Klingelknöpfe und ich (kenne das schon) sprinte vorsorglich zur anderen Tür und sage „sie standen direkt vor der Bürotür, einfach in Zukunft dort alles abwerfen.“ Freundliches Nicken und weg war er.

2 Stunden später liefert der gleiche Amazon-Bote das zweite Paket an meine Firma aus – diesmal ist er Schlau und klingelt sofort…

Nein, nicht am Büroeingang – vor dem er geparkt hat – sondern natürlich dort, wo er das letzte Mal Erfolg hatte – nämlich am Nebeneingang. Also wieder ein Sprint quer durchs Haus.

Vielleicht hänge ich am Nebeneinang mal ein Schild auf wo in den gängigen 12 Sprachen der Paketzusteller erklärt wird wo welches Paket hinkommt.

Wobei das bei DHL/Post und selbst UPS (die hier nur 2x im Jahr zustellen) kein Problem darstellt – hier weiss selbst der Vizereserveersatzaushilfszusteller, wo was hingehört (vermutlich einfach mit dem Vermerk „Alles zur Poststelle der 20/1 GmbH karren“ (die „Poststelle“ bin ich).

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Presseschau

Das NDR „ZAPP – das Medienmagazin“ beschwert sich hier ausführlich darüber, dass Wissenschaftler ihre Wissenschaft nicht so darstellen, dass es selbst der Dümmste in der anwesenden Journalistenriege versteht.

Im „3sat Nano“-Format begann die Anmoderation einer hochgestylten Moderatorin (kann Mann/Frau die Mädels nicht einfach mal so ins Studio lassen wie man es bei den Jungens macht?) mit „Die Stahlindustrie ist immer noch der Klimakiller Nummer Eins“

Alt-F4, Rage-Quit – nein, nein, nein. … will ich nicht, brauche ich nicht. Ein Satz, so viel Falschinformationen mit falschen Annahmen dass die Lösung ganz einfach ist.

Problem ist, dass die wenigen, guten, Wissenschaftsjournalisten für ganz andere Themen und Nachrichtenportale schreiben und der erforderliche Nachwuchs nicht existieren wird – wer will sich denn wirklich dem aktuellen Bulllshit in den Medien aussetzen wo es reicht dass irgendein etablierter Links-Grüner schreit „Wer denkt denn an die Kinder!??!?!?!“ und sofort die Mehrheitsmeinung auf seiner Seite hat.

„Der Fisch stinkt immer vom Kopf her“ war wohl mal auf die politische Führung gemünzt, aber mittlerweile stinken unsere ganzen selbsternannten „Meinungsführer“ in der Form von Youtube-Celebrities, zu vielen mittelmässigen Journalisten mit Links-Bias und einer Bevölkerung die den festen Glauben hat, dass man sich nur hinreichend über ein Thema aus der Retorte aufregen muss um irgendetwas in dieser Gesellschaft zu verändern.

Wenn das mit der Empörung angeblich so gut klappt, dann möge man sich doch mal darüber auf allen „Social Media Kanälen“ darüber aufregen, dass der Spitzensteuersatz noch nicht bei 70% ist – und dann sehen wir mal in der Rückschau in 10 Jahren ob das geklappt hat.

Eher nicht – und das relativiert dann doch insgesamt die angebliche „Macht“ dieser Kommunikationskanäle.

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hr Fernsehen vs. NDR auf Youtube

hr Fernsehen:

  • Schleichendes Gift – Wie gefährlich sind PFC
  • Nie wieder gesund? – Die Spätfolgen von Coron
  • „Mafiöse Strukturen“: Wie Supermärkte ihre Macht ausnutzen
  • Wenn das Wetter in Hessen zum Feind wird
  • Feminismus – kann das weg?
  • 30.000 Impfungen in Hessen gestoppt

NDR Fernsehen:

  • Ohrmarken für die Lämmer
  • Regionales aus Bad Doberan: Der besondere Kaufmannsladen
  • Lockpicker: Der Panzerknacker
  • Turmuhrbauer: Präzisionsarbeit in luftiger Höhe
  • 125 Jahre Nord-Ostsee-Kanal
  • Bauern, Blüten, Bienenvölker
  • Der Norden geht campen

Da schau ich lieber den NDR, überwiegend keine Panik.

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Alles über den Krieg

Warum sollte jemand Deutschland überfallen? Dann müsste er ja die Dienstpläne schreiben – und wer will das wirklich?

Oder anders herum:


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Böhmermann wird auch langsam doof…

Bei einem abendlichen Smalltalk hat mich ein guter Freund auf Böhmermanns Sendung vom Freitag den 26.02.2021 hingewiesen. War teilweise recht ansprechend, aber bei dem folgenden „Witz“ hab ich einen klassischen Alt+F4 Rage-Quit gemacht:

Dazu noch eine „launige“ Bemerkung dass die Deutschen zu Dumm fürs Internet sind.

Zu allererst: In Rumänien wird Rumänisch, nicht Deutsch geschrieben. Und dann ist die Währung dort nicht Euro sondern natürlich der Rumänische Leu mit Währungscode „RON“ wobei es nicht unüblich ist (Rumänien ist EU Mitglied) dass der EUR-Preis zuerst angezeigt wird weil das optisch kleinere Preise sind.

So, und jetzt schaut man mal genauer hin:

  • Das Deutsche Angebot ist ist DSL, daher fast überall verfügbar. Zusätzlich gibt es eine 180 EUR Gutschrift was den Bereitstellungspreis und die Routermiete für paar Jahre abfedert. Ausserdem ist Telefonie dabei.
  • Das bei Böhmermann gezeigte Angebot der Rumänischen Telekom gibt es hier – tatsächlich 8 EUR (wie in DE auch sind die ersten 6 Monate billiger), aber ohne Telefonie. Mit Telefonie kostet es 13 EUR. Natürlich mit dem Pferdefuss, dass diese riesige Bandbreite nur dort verfügbar ist, wo es FFTH gibt – also aktuell in den Kerngebieten von 30 grösseren Städten (ähnlich wie hier in DE).

Umgerechnet auf das Lohnniveau sind die 13 EUR in Rumänien eher 65 EUR und daher nichts für Cutare Cutărică mit einem Durchschnittsverdienst von 400 EUR (jaja, andere Lebenshaltungskosten etc.)

In der Diskussion zu diesem Bild als Internetmeme auf 9GAG liest man vernichtende Kommentare zur Netzqualität der Telekom in Rumänien.

Einfach nur dummes Bashing. Brauch ich nicht.

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Caroline M. berät Obdachlose

Sehr rühriger Artikel der taz über eine ehemalige Obdachlose, die nun Obdachlose berät.

Sehr erschütternder Bericht, gerade wie „Mann“ Frauen ausbeuten kann.

Was mich in diesem Interview etwas irritierte waren zwei Aussage von Frau „M.“:

Haben Sie einen Schulabschluss ­gemacht?

Natürlich, einen Hauptschulabschluss, danach eine Lehre zur Bekleidungsschneiderin. Ich habe in der Firma auch lange gearbeitet. Aber nicht als Schneiderin. Ich war für die Schnitte zuständig.

Wieso sind Sie weggegangen?

Bei uns war früher Textil ganz groß, aber die Fabriken wurden alle ins Ausland verlagert. Jobmäßig gab es keine Perspektive.

Nun – alle Unternehmen sind nicht weggegangen, Wikipedia (ist nicht gerade der Brockhaus oder die Wirtschaftsstatistik der Creditreform) listet sehr viele aktive, ortsansässige Firmen der Textolbranche in der Heimat von Frau M. auf.

Was haben Freunde oder die Familie in Bayern dazu gesagt, dass Sie auf der Straße lebten?

Freunde in Bayern hatte ich nicht mehr. Die Familie hat gesagt: Kommt wieder heim.

Aber das wollten Sie nicht?

Nein.

Warum?

Weil ich Berlin liebe. Das Leben hier ist so ganz anders als bei uns. Bei uns ist alles eng, kleinbürgerlich, spießig. In Berlin kann man sein, wie man will. Die Menschen sind hier viel toleranter.

Sie waren lieber wohnungslos, als zurückzugehen?

Ja. Ich würde nie mehr zurückgehen.

„Eng, kleinbürgerlich, spießig“ in Verbindung mit „in einer offeneren Gesellschaft wäre ich Erfolgreich“ kann funktionieren (Karl Lagerfeld et al), erfordert aber den Willen etwas zu erreichen.

Da habe ich bei der Interviewten Person etwas meine Zweifel.

Da aber Berlin (incl. Auffangstation Bundestag) wirklich jeden irgendwie durchschleppt. wird es langsam zum Ärgernis.

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Bim-Bam

Da hat ein Besucher des vermeintlichen Haupteingangs mal alle Klingelknöpfe gedrückt.

Als der Bimmeldrücker dann am Bürofenster vorbei zur nächsten Klingel am nächsten Haus weiterstapfte habe ich nicht den Eindruck gewinnen können, dass er mir Geld vorbeibringen wollte.

Aber er hatte eine professionelle Mund-Nasenmaske auf – wenn sich selbst die Bettler an die Hygienevorschriften halten können, dann sollte das für den Rest der Bevölkerung auch annehmbar sein.

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Lockdown Reloaded – Friseure

Überdies gibt es auch Kritik an den Friseur-Öffnungen am 1. März. „Friseure sollten zu sein“, meinen etwa die Mitglieder von „#ZeroCovid“ – eine Initiative von Wissenschaftlern, Aktivisten und Gesundheitspersonal. Sie fordern einen strengen Lockdown, damit die Infektionszahlen auf null sinken. Eine Öffnung der Salons bewirke das Gegenteil – es sei anzunehmen, dass die Zahlen wieder anstiegen. „Die nächste Corona-Welle rollt an“, sagte David Schrittesser aus dem Presseteam der Initiative.

Zitat aus einem F.A.Z. Artikel

Ok… Wissenschaftler ist per Definition alles, was eine wissenschaftliche Ausbildung hat, bevorzugt natürlich Inhaber eines Doktor-Titels (also auch Juristen, Theologen – die Reihe ist beliebig fortsetzbar).

Unter „Aktivisten“ habe ich ständig das Bild von Personen im Kopf, die wild hüpfend durch die Gegend springen und … naja, halt „Aktiv“ sind. Bislang sind mir personlich oder aus den Medien nur wenige „Aktivisten“ bekannt, die Fachwissen haben – in der Regel plappern die nur das Zeug nach, was ihnen ihre Lobbyorganisationen vorsprechen.

Beim Gesundheitspersonal bin ich mir so recht nicht sicher was deren Meinung ist (Meinung, nicht Faktenlage).

Den #Aufschrei um die „Salons“ habe ich so recht nicht verstanden. Zumindest meine bevorzugte Haarschneidestation hatte in der kurzen Öffungszeit wärend des Lockdowns einen strikten „Hygiene-Workflow“ ähnlich der zwischenzeitlich besuchten Zahnärzte und Oralchirurgen (die Sanierung meiner Kauleiste zieht sich halt hin).

Und in den Zahnarztpraxen höre ich nur „geändert hat sich nur, dass wir alle den ganzen Tag mit einer Mund-Nase-Maske herumlaufen, aber daran gewöhnt man sich – wir müssen halt alle in der Freizeit besonders vorsichtig sein“.

Corona-Fälle? Meine Kollegen und ich haben mal bei ihren „Mund-Ärzten“ herumgefragt. 23 Ärzte sind natürlich keine grosse Stichprobe, aber sie ist komplett negativ ausgefallen.

Vielleicht liegt es daran, dass dort Personal und Ärzte sich ihrer Verantwortung bewusst sind und von „Corona-Parties“ Abstand halten.

Jetzt die Fraktion der Haarkünstler in den „Salons“ als Infektionsherd und Infektionsmultiplikator zu brandmarken, halte ich daher für albern – das Personal dort ist auch nicht daran interessiert, sich anzustecken oder mit dem Makel einer „Corona-Verteilstation“ seine Kunden zu verlieren.

Es ist natürlich möglich, dass die hippen, herumspringenden Aktivsten ihre Frisur überwiegend in halbseidenen „ist mir alles egal, hauptsache billig“ Läden nacharbeiten lassen und daher ihr seltsames Meinungsbild haben (Tipp: Frisör wechseln, dahin gehen wo Hygienestandards hochgehalten werden – kostet halt, und wenn es nicht in das Budget des spendenfinanzierten Herumhippers passt, mal bitte die eigene Lebenssituation überdenken).

Naja, und als ich mir die zugehörige Webseite der #ZeroCovid Initiative hier angeschaut habe (insbesondere die Unterschriftenliste), frage ich mich irgendwie, warum sich dieser Stuss überhaupt auf die Webseite der F.A.Z. verirrt hat.

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