Der Berg kreißte ….

… und gebar eine Maus.

Bei einer katastrophal niedrigen Wahlbeteiligung von 33,90% entschieden sich 57,9% für den Kandidaten der SPD, in seinem Heimartort Gelnhausen (wo er Bürgermeister ist) wollten ihn sogar über 75% lieber heute als morgen in das Landratsamt abschieben.

Übliches Politiker-Blah „Das war ein grandioser Wahlsieg“.

Zünglein an der Waage war wohl der weit über 90jährige „Einmal Kurt Schumacher – immer Kurt Schumacher“-Wähler vor mir in der Kabine, der von seinem Pfleger im Rollstuhl „zu Kreuze“ geschoben wurde.

Dass der Kandidat der Grünen immerhin 5,5% und die AfD 10,4% bekam beweist, dass man selbst mit dem grössten Unfug als Programm „seine“ Klientel mobilisieren kann.

Defacto ist es aber völlig Wurst, wen man an die Spitze des Kreises schiebt – defacto könnte das auch ein von meinem Freund Boris erstelles Excel-Sheet sein, welches gelegentlich vom Pförtner auf die zu erwartenden Einnahmen im Kreishaushalt angepasst wird.

Politischen Gestaltungsspielraum gibt es heute eigentlich nicht mehr, wer als Politiker aufmuckt wird von den Firmen mit Wegfall der Gewerbesteuer betraft.

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Vemen tzu nemen un nit farshemen…

Sonntag ist Landratswahl…

Im Hanauer Anzeiger war vorgestern nochmal eine Aufstellung aller Kandidaten. Die Leserschaft war aufgerufen, den Kandidaten Fragen zu stellen und die Redaktion hat den Bewerbern eine kleine Auswahl davon vorgelegt.

Die Antworten waren „erhellend“, nach der ersten Spalte hab ich aufgehört zu lesen…

Ich zitiere die Antworten mal in geänderter Kandidaten-Reihenfolge.

Frage: „Wer hat sich in den Vertragstext zu CETA eingelesen? Welche Risiken und Gefahren gilt für den MKK (Main-Kinzig-Kreis) abzuwehren?

Antwort Walter Wissenbach (AfD), Rechtsanwalt, Hanau: Das einseitige kanadische Handelsabkommen CETA lehnt die AfD genauso ab wie das amerikanische TTIP. Einlesen in die Texte nicht möglich, mangels deutscher Übersetzung.

Hoffentlich ist das nur die Meinung der AfD und nicht des Herrn Rechtsanwalts… Internationale Abkommen werden nunmal in einer furchtbar unvölkischen Sprache namens „Juristisches Englisch“ verhandelt und erst dann in die Landessprachen übersetzt, wenn die Rechtsförmlichkeitsprüfung abgeschlossen ist.

Aber es steht jedem frei, auf Basis der Zwischenergebnisse sich Arbeitsübersetzungen anzufertigen, wie das die Fraktion „Die Linke“ vermittels des Sprachendienstes des Deutschen Bundestages im bereits im Februar 2015 getan hat.

Da der finale CETA-Vertragstext seit Juni 2016 feststeht, gibt es natürlich eine amtliche Übersetzung als Entscheidungsgrundlage die zb. hier zu finden ist. Die Webversion hat aufgrund kleinerer Schrift ca. 650 Seiten, der Orginaltext in Englisch formatierungsbedingt über 1500 Seiten.

Eine Übersetzung in die Sprache der Volksdeutschen existiert also, Herr Rechtsanwalt 🙂

Antwort Dr. Gerhard Strehlik (parteilos), pensionierter Chemiker, Hanau: Der Landrat ist eine Art „kleine Exekutive, eine ausführende Gewalt. Er soll gesetzliche Vorgaben ausführen. […] Demokratisch legal kann ein Landrat so gut wie nichts tun im Sinne der Fragesteller

WTF?!?

Mir fehlen die Worte.

Antwort Reiner Bousonville (Grüne), IT-Verfahrensmanager, Erlensee: Ich habe eine klare Haltung gegen TTIP und CETA und habe mich auch den Protesten – zuletzt in Frankfurt – aktiv beteiligt. Ich bin für Handelsabkommen, die transparent verhandelt werden, die nach sozialen, ökologischen und menschenrechtlichen Kriterien ausgerichtet sind. Die vorhandenen demokratischen und rechtsstaatlichen Institutionen dürfen nicht in Frage gestellt werden. Durch CETA befürchte ich negative Auswirkunge auf die Betätigung des Kreises zum Beispiel im Bereich der Wasserversorgung, der Infrastruktur und des öffentlichen Personalverkehrs. Eine Einschränkung von Umwelt-, Sozial- sowie Verbraucherstandards durch CETA lehne ich ab.

Das Bullshitbingo klingt stark nach Heise-Foren-Troll, sowas darf Landrat? Wow…

Für mich liest sich das so: „Warum sollte ich den Vertragstext lesen? Meine Wähler sind dagegen also bin ich auch dagegen. Dass CETA 2 Jahre lang hinter verschlossenen Türen verhandelt wurde, ist natürlich eine Frechheit da uns die Chance genommen wurde noch viel früher die Fakten zu verdrehen und unser Stimmvieh zu verunsichern. Dass die Kanadier noch höhere Standards in Umwelt- und Verbraucherfragen haben als die EU verschweige ich besser. Und jetzt Schluss, ich verspüre einen dringlichsten Drang gegen etwas Demonstrieren zu müssen.“

Übrigens: ein Blick ins Gesetz erspart so manches Geschwätz… „Durch das CETA werden die Staaten und die EU nicht dazu gezwungen oder angehalten, öffentliche Dienstleistungen wie die Wasserversorgung,Gesundheitsleistungen, soziale Dienstleistungen oder das Bildungswesen zu privatisieren oder zu deregulieren. Die EU-Mitgliedstaaten werden weiterhin selbst entscheiden können, in welchen Bereichen sie einen – gegebenenfalls subventionierten – öffentlichen Universaldienst aufrechtzuerhalten wünschen. Im Übrigen enthält das CETA keine Bestimmungen, die eine Regierung in einem EU-Mitgliedstaat daran hindern, eine möglicherweise getroffene autonome Entscheidung zur Privatisierung dieser Sektoren jederzeit wieder rückgängig zu machen.

Findet sich direkt auf der zweiten Seite des Vertragstextes.

Bleiben nur noch 3 Kandidaten….

Antwort Thorsten Stolz (SPD), Bürgermeister von Gelnhausen: In den Vertragstext zu CETA habe ich mich nicht eingelesen. Ich kenne aber die wichtigsten Grundlagen des CETA Abkommens mit Kanada. Risiken oder gar eine Gefahr kann ich daraus nicht für den MKK ableiten. Eine Gefahr sehe ich aber, wenn wir in Sachen Freihandel und internationaler Zusammenarbeit wieder um Jahre zurückfallen, denn der MKK ist ein Wirtschaftsstandort, an dem viele Unternehmen auf den Welthandel und ein gutes Exportgeschäft angewiesen sind – auch im Hinblick auf die Handelsbeziehungen zu Kanada. Wir haben Unternehmen bei uns im MKK, deren Umsätze zu 60 Prozent und mehr weltweit getätigt werden und für die ein freier Zugang zu den internationalen Märkten wichtig ist. Davon sind viele Arbeitsplätze im Kreis abhängig.

Respekt. Vorallem zugeben zu können „hab ich nicht wirklich gelesen, muss mich auf Drittinformationen verlassen.“ Spricht jetzt nicht wirklich gegen Herrn Stolz denn Abkommen wie CETA konsolidieren und ersetzen gleichwertige, bestehende Einzelverträge sodass der Impakt auf Kreisebene erstmal vernachlässigbar ist.

Hm… Wählen wir den? Herr Stolz ist jetzt schon Bürgermeister, letztendlich bekommen damit wieder einen Berufspolitiker als Landrat der über die Jahre etwas entrückt wirkte.

Antwort Alexander Noll (FDP), Fachhochschule für Ökonomie, Großkrotzenburg: Ich sehe keine Risiken und Gefahren. Auch Firmen im MKK profitieren davon.

Bravo – kurz und knackig. Ergab sich aber aus einem Missverständnis: Herr Noll war der Meinung, nur 500 Zeichen für seine gesamte Antwort zu haben statt 500 Zeichen für jede Frage. Macht nichts, in der Kürze liegt die Würze.

Ein Ökonom für den MKK? Wäre ein Segen. Leider wird die FDP nicht genügend Stimmen bekommen.

Antwort Srita Heide (CDU), Unternehmerin, Hanau: Im Vergleich zu TTIP bringt CETA mehr Vorteile für exportorientierte Firmen. Das Ziel lautet: Unternehmen und Kanada und der EU sollen gegenseitig einen besseren Marktzugang erhalten. Durch CETA sollen Handelshemmnisse abgebaut werden, zum Beispiel sollen 99 Prozent der Zölle wegfallen. Das alles soll Investitionen von Unternehmen erleichtern.

Sollen, sollen, sollen… immer dieser komische Futur-Konjunktiv. Wird es oder wird es nicht? Aber sie hat ja recht: „CETA – es kommt darauf an, was man daraus macht“.

Hm… Einen Berufspapagei von der SPD, einen Lehrer von der FDP oder eine Unternehmerin von der CDU.

Vemen tzu nemen un nit farshemen… (Jiddisch „Wen zu nehmen und nicht verschämen“)

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Lernfähigkeit….

Ich habe vieles gelernt in meinem Leben, unter anderem die Regel „Meide Privatkunden – insbesondere wenn es Lehrer, Ärzte und Rechtsanwälte sind“. Letztgenannte sind berüchtigt dafür, dass sie ihren Berufszweck „recht haben“ auch unreflektiert im Privatleben anwenden wollen.

Hatte mal eine Lehrerin, die genau wissen wollte was ich da genau mache um mir das Ergbnis zu päsentieren „sie machen das alles falsch“ (worauf ich die Wirkungsstätte stehenden Fusses verlies).

Nächster Ausschlusskandidat sind Vereine. War ja selber paar mal in sowas und bin nach wenigen Wochen oder Monaten (je nachdem wie oft ich mit dem Vorstand zu tun hatte) immer schreiend davongerannt.

Die Anfrage eines Nidderauer Vereins ging – in die Realität übersetzt – ungefähr so:

1) Wir haben keine Ahnung von Domainrecht aber nun sitzt ein unliebiges Mitglied auf der Domain – können Sie mal schnell bei DENIC anrufen und das ändern? Was kostet?

2) Keine Ahnung warum, aber irgendjemand hat uns gesagt dass wir mehr Webspace brauchen (was auch immer das ist). Was kostet das umportieren von A nach B?

3) Wir hätten da noch paar Fragen und Änderungswünsche die sich bestimmt in 30min erledigen lassen. Was kostet?

Mich wunderte es bei (1) schon, dass der Begriff „DENIC“ gefallen ist. Anscheinend hat jemand dort schonmal gegockelt um zu erfahren, dass DENIC der zentrale Registrar für .de Domains ist.

zu 1) Ein Umhülsen der Domain von einer Privatperson auf den Verein ist aber mit gewissen Problemen verbunden, insbesondere wenn sich der aktuelle Inhaber querstellt. Was das am Ende kostet kommt drauf an, wie „verständig“ der aktuelle Domaininhaber ist.

zu 2) Der Verein benötigt mit Sicherheit keinen Webspace der für 2mio Aufrufe pro Stunde. Sie meissten Hostingpakete bei den Providern skalieren die aktuelle Installation recht weit nach oben sodass keine grösseren Änderungen vonnöten sind.

zu 3) jaja.

Es kam bald eine Antwort „Vielen Dank, der Vorstand muss entscheiden„.

In der CC-Liste standen viele honorige Bürger unserer Stadt (incl. Vizebürgermeister, was der da soll habe ich nicht verstanden) – ich habe extreme Zweifel, dass irgendeiner der Mailempfänger das eigentliche Problem verstanden hat.

Warum auch…

Ich werde auf meine Liste der „Unerwünschten Personen und Gesellschaften“ jetzt noch Vereine druntersetzen und Anfragen ablehnen.

Vielleicht so:

Sehr geehrter Anfragender,

vielen Dank dass Sie bei Ihrem Problem an uns gedacht haben.

Mit über 30 Jahren am Markt sind wir Deutschlandweit einer der wenigen IT-Dienstleister, die aufgrund der Erfahrung und Vernetzung Ihr Problem sicherlich lösen können.

Ein kompetenter Dienstleister setzt aber auch einen kompetenten Auftraggeber voraus.

Als Lehrer/Arzt/Jurist/Verein/Kommune legen Sie zur Anfrage bitte ein vollausgefülltes Formular zur Erlangung des Passierscheins A38 Ihrer Anfrage bei, damit wir Ihnen weiterhelfen können.

MfG

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Nachschlag zu Cerber v3

War nicht Cerber v3 sondern schon v5 – bis da ein allgemein zugängliches Entschlüsselungstool auf dem Markt ist werden noch Wochen vergehen.

Merksatz: Von einem PC, dessen Daten alle Schrott sind, muss man auch nicht mehr viel Daten übernehmen denn lediglich die outlook.pst hat es überlebt (vermutlich aber auch nur, weil sie just in diesem Moment die 4GB Grösse erreicht hat und eh nicht mehr zugänglich war).

Zum Thema „Nutzen von Virenscannern“ hier ein Artikel in der F.A.Z. „Antiviren-Software: Wirkungslose Wächter

Bei der Neuinstallation zeigte sich, welche Probleme selbst im Jahre 2017 noch auftreten können.

1) Installation von Office 2010: Anscheinend wurde damals meinem Admin-Vorgänger ein Lizenz-Schlüssel aus einem Volumenvertrag verkauft der nun gesperrt ist und sich nur noch telefonisch aktivieren lässt. Dummerweise ist die telefonische Aktivierung für dieses Produkt seit Januar 2017 nicht mehr möglich, obwohl der Support erst Ende 2017 ausläuft. Defacto hat der Kunde eine Menge Geld für (damals) legale Lizenzen ausgegeben, kann nun das Produkt nicht mehr nutzen und man muss halbseidene Wege begehen.

Nervfaktor: Extrem

2) DATEV war früher mein persönlicher Horror bei der Installation, mittlerweile sind die meissten Pakete auf „online“ umgestellt und funktionieren zumindest im IE11 problemlos. Und daher läuft die Installation – innerhalb der Parameter „aktuelles Windows“ schmerzfrei: Smartcard oder mID-Stick anschliessen, von der DATEV-Homepage das kleine Sicherheitspaket installieren und schon hat man einen Link auf dem Desktop mit dem man auf seine Daten zugreifen kann. Der Rest war auch trivial, mittlerweile sind die Softwarepakete recht ansprechend geworden.

Nervfaktor: Null… Es gibt sogar eine freundliche Community unter https://www.datev-community.de/welcome die mir bei bei einer kleinen Frage geholfen hat.

3) Silver-DAT…. „DAT“ ist die „Deutsche Automobil Treuhand“ und die hat eine eierlegendewollmilchsau-Software von der mein Kunde nur das Modul für die Fahrzeugbewertung nutzt. Traditionelle Client-Server Anwendung bei der ich den Serverpart neu installieren musste. Den Support bei der DAT schätze ich sehr weil er reibungslos funktioniert. Aber manchmal (wie heute) fühle ich mich dort etwas zu sehr „Bemuttert“ denn ausser dem Lizenzkey brauchte ich nichts – trotzdem hat der Kollege via Teamviewer vom Autobahnrastplatz komplett alles installiert, alle Daten eingetragen usw.. Kostet meinen Kunden knapp 100 EUR, mit 25 EUR für die Generierung des Lizenzschlüssels wäre es auch getan gewesen.

Nervfaktor: Auf Kosten meines Kunden gut 1h nett mit einem Supportkollegen geplaudert. Das wird er verkraften können / müssen.

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Murphy

Eigentlich hatte ich ein absolut sicheres Pannenkonzept für meine Server entwickelt:

1) Eine SSD /dev/sda hält /boot und daneben nur noch die Swap-Partition.
2) Zwei Festplatten /dev/sdb /dev/sdc bilden ein RAID-1 welches OS und Daten enthält.
3) Eine Festplatte /dev/sdd dient zur Speicherung der Backups.

Wie es Murphy will, sind letztes Wochenende gleichzeitig /dev/sdc und /dev/sdd weggeflogen – das RAID-1 tuckerte nur noch auf einer Festplatte und der Server hatte kein schreibfähiges Backupmedium mehr weil es RO eingebunden und aus diesem Status nicht wegzubringen war.

Aber eigentlich kein Problem: man geht auf einen Reserveserver und zieht alle Daten vom noch halblaufenden RAID-1 ab. Wo aber mindestens 50MB/s Datendurchsatz erwartet wurden, konnte nur mit ca. 800KB/s gelesen werden – es müssen „nur“ 300GB Daten kopiert werden, also 85 Stunden Laufzeit statt 2 Stunden.

Also meinen Kollegen von Pars Computer geschnappt und ab ins Rechenzentrum.

Der Ausfall von 2 Platten gleichzeitig deutete auf einen Fehler im SATA-Controller hin, also wurden auf Verdacht mal alle Festplatten in den Reserveserver umgesteckt. Im Prinzip eine gute Idee, aber aus irgendeinem Grund passte der Kernel auf der SSD nicht zur Reservemaschine (wtf?!) sodass ich halt wieder die SSD eingeschoben habe mit der dieser Reserve-Server installiert wurde.

Leider erwartete dieser Kernel den Rest seines Betriebssystems auf einem bestimmten RAID-1 und bekam nun ein anderes RAID vorgesetzt – „initram-fs“ kann sehr böse sein.

Am Ende habe ich alles wieder an den Start gebracht und nach 4 Tagen zeigte sich, dass nicht der Controller sondern die Platten selber kaputt sind weil die bekannten Übeltäter auch in der neuen Maschine aufmuckten.

Der Plan war dann einfach: defekte Platte im RAID-1 abmelden, neue rein und dem RAID-1 bekanntgeben. Angeblich kann die Hardware Hotplug (also im laufenden Betrieb Platte raus und rein), naja – bei mir crashte der Server und ich musste neu booten.

Mein Fehler: ich habe mir vorher nicht die UUIDs der Platten und des RAID-Arrays aufgeschrieben denn nach dem Reboot landete ich wieder in einer „initram-fs“ Shell weil angeblich der Rest des Betriebssystems nicht gefunden wurde.

In der Hektik hat es mich nicht gewundert, warum das neue RAID-1 Device /dev/md0 plötzlich eine neue UUID bekommen hat – nach dem nächsten Reboot habe ich es gesehen: statt dass die alten Daten auf die neue Festplatte gespiegelt wurden war es genau umgekehrt.

Damit waren meine aktuellen Daten futsch, blieb nur noch der Inhalt der Backupplatte. Die liess sich (mit etwas Kühlung) im Reserveserver einlesen und kopieren, halt der Stand vom letzten Samstag.

Dazu nochmal 3 Stunden wegkopieren der Datensicherung eines Kunden in der Hoffnung dass da genügend Informationen drin sind die letzten 7 Tage nachzuholen.

Wie sich herausstellte habe ich umsonst gewartet – es wird jeder Scheiss gesichert aber nicht das Relevante.

Ist aber jetzt nicht mehr mein Problem.

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muss… klicken…. muss….

Dass die E-Mail-Bewerbung im Anschreiben sehr generell gehalten wurde fiel nicht auf. Dass der Rest in einer ZIP-Datei liegt, wurde eher als Qualitätskriterium gesehen.

Cerber v3…. Schlecht, da kann man nix machen.

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Siemens EQ.9 S700 vs DeLonghi Magnifica

Die jetzt wenige Tage in Betrieb stehende Siemens EQ.9 S700 gegen die 11 Jahre alte DeLonghi Magnifica im Alltagsbetrieb zu vergleichen ist echt eine Herausforderung.

Paar Sachen fallen aber auf:

1) Bei der „Magnifica“ war der Reinigungsaufwand geringer und einfacher. Der Tresterbehälter hat gerne mal 2-3 Tage gebraucht um komplett gefüllt zu werden. Durch die unglückliche Konstruktion (Plastiksteg quer durch den Behälter, dadurch mehr Ecken wo sich Kaffeesatz festsetzen konnte) gerne mal zu Schimmel, was ich immer durch eine zarte Schicht „Micropur“ verhindert habe (Silberionen + Chlor, nimmt man normalerweise für die Wasserentkeimung)

Die Siemens hingegen hat nur ein kleines Tresterfach in der Bodenplatte sodass tägliche Reinigung Pflicht ist.

2) Die „Magnifica“ konnte man mit einer Tasse unter dem Kaffee-Auslauf trocken halten, die EQ-9 sabbert aus allen Internas in den Bodenbehälter – zum Glück aber nur kaum verschmutztes Wasser.

Trotzdem behalte ich das Verfahren mit einer Tasse unter dem Auslauf bei, denn so wird nicht jedes Mal das Bodengitter mit den Kaffeetropfen aus dem Nachlauf versifft.

Und wenn man das Bodenteil der EQ.9 paar Mal für die Entsorgung herausgezogen hat, lernt man schnell wie der Tresterbehälter stressfrei in den kleinen Biomülleimer in der Küche entleert werden kann und der Rest mit paar Wischen des Spültuchs gesäubert wird.

Ansonsten ist die neue Maschine schon ein Fortschritt – als erstes habe ich mir ein personalisiertes Espresso-Programm für mich und meine Gäste angelegt welches ständig verfeinert wird.

Habe heute mal den Seitenbehälter mit Milch gefüllt um einen Cappuccino zu bereiten – erledigte der Automat im ersten Schritt völlig problemlos. Empfand das Endprodukt etwas „kraftlos“ und wählte programmierte mal „Double Shot+“ und „Intensiv“ bei „40% Milch“ – angenehmer, vollmundiger Geschmack incl. Herzklopfen und Übelkeit nach ca. 30min – die olle Magnifica war im Rechtsanschlag bei der Kaffeemenge harmloser.

Über die „ernsthafte Wartung“ (also Entkalken, innen Putzen) kann ich nach paar Tagen nichts sagen, aber es ist absehbar dass die alte Magnifica wesentlich gutmütiger war als die komplizierte EQ.9

Wo die Magnifica nur 2 Regler für Wasser- und Kaffeemenge hatte, bietet die EQ.9 weitaus mehr Stellschrauben an: Kaffeemenge, Wasssermenge, Wassertemperatur, Verweildauer des Wassers im Kaffee und das wirkt sich sehr positiv auf das Endergebnis aus.

Was jetzt fehlt, wäre eine weitere Dimension: die Stellschrauben noch um die Einheit „Kaffeesorte“ zu erweitern – aber daran denken unsere Ingenieure nicht weil irgendjemand im Marketing sagt „viel zu kompliziert für unsere Deppenkundschaft“. Schade eigentlich.

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Lampenkauf

Der Vorteil an „Hängeleuchten“ ist, dass man sie perfekt auf die gewünschte Arbeitshöhe ziehen kann.

Der Nachteil: die offene Seilkonstruktion erlaubt keine 230V sondern nur 12V Niederspannung mit (hoffentlich) kurzschlussfesten Transformatoren bzw. Schaltnetzteilen.

Sowas hatte ich, hat auch gut 6 Jahre gehalten. Aber 12V sind nicht 230V wo jede Kontaktstörung der Lampenfassung gnadenlos gebruzzelt werden kann – von 4 Lämpchen funktionierte zum Schluss mit gutem Zureden nur noch Eines und ehrlicht gesagt wollte ich diese Halogenlösung langsam aus meinem Arbeitsbereich entfernen.

Also mal zu Möbel Höffner nach Gründau gefahren weil es dort einen wahren Lampenpalast gibt.

Die Vorgaben waren klar: poliertes Chrom und viel Glasfläche haben hier keine Chance weil sie recht schnell versiffen und die übliche Balkenseilzugkonstruktion dieser Lampen wollte ich auch nicht mehr: ein Luftzug oder schnell mit dem Lappen agiert lässt alles Schief zurück.

Ich habe mich in der Lampenabteilung von Karin getrennt und meinen „schicksalsergebener Mann im Sonderangebot“-Blick aufgesetzt der sofort sämtliche Beschützer- und Verkäuferinstinkte bei Frau Faust geweckt hat (ja, auch Männer können das :-))

Frau Faust kannte sich im Angebot wirklich super aus und weil viel gefiel wurde halt konsequent ausgeschlossen was nicht praktikabel war. Dank der fachkundigen und geduldigen Beratung blieben 3 Modelle über und dann wurde zugegriffen.

Wer also mal beim Möbel Höffner in Gründau nach fachkundiger Beratung sucht: Frau Faust ist eine gut aussehende etwas kleinere, zierliche Dame um die 50 Jahre mit Brille, vielen Lachfältchen um die Augen – wenn ihr sie seht, werdet ihr sie erkennen am Oberbiss erkennen :-<=) Grüsst Sie dann herzlich von mir!

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Die Göttliche ist tot

DeLonghi EAM 3000B „Magnifica“
* 6.Oktober 2006 – † 7.Februar 2017

Deine Freunde

Der Kaffeevollautomat wurde trotz guter Pflege immer gebrechlicher. Die Sensoren wurden blind, der Kaffeesatzbehälter bauchig, die Leitungen schrumpelig und eine der Wasserleitungen inkontinent. Wollte sie schon lange mal zum Service bringen, auf dem Weg zu einem Kunden ist eine Reparaturwerkstatt – die aber mittlerweile das Geschäft aufgegeben hat (vermutlich weil ich nie mit der Magnifica aufgelaufen bin).

Die Reparatur- und Serviceanleitung habe ich mir vor längerem irgendwo im Dateisystem abgelegt, aber alleine die Ersatzteilpreise waren erschreckend hoch weil teilweise nur Antiquarisch zu beziehen.

Hatte das Gerät für 350 EUR gekauft – riesiges Geld für eine GmbH, die damals gerade mal 3 Jahre alt war.

Haben Maschinen eine Seele?
War heute bei meinem Getränkehändler und hatte einen kurzen Schwatz mit dem dortigen Mitarbeiter Hubert. Irgendwie kamen wir auf das Thema Kaffee und er erwies sich als Kenner der Materie „Kaffeevollautomaten“ und was heutige Geräte so leisten können. Als Empfehlung gab er mir noch den Namen eines Siemens-Gerätes mit auf den Weg und verschwand in ein Kundengespräch.

Auf der kurzen Heimfahrt dachte ich mir „hm, vielleicht doch mal Zeit für ein neues Gerät“ und im Büro angekommen blinkte die „Göttliche“ nur noch müde mit zwei grünen Lämpchen und einer roten Störungs-LED.

Erste Hilfe in Form von Komplettreinigung hat nicht geholfen, gleich nach dem Einschalten kam Störung und die Brühgruppe fuhr auch nicht mehr in Ausgangsstellung. Sofort Hubert angerufen und der meinte nur „kann bestimmt repariert werden, aber wenn man so ein Gerät nach 10 Jahren öffnet weiss man nie was man so findet“.

Erinnert mich an den Versuch, einer Solarleuchte aus dem Garten einen neuen Akku zu spendieren – bis ich in der Küche die Mutterspinne mit all ihren Kindern eingefangen hatte dauerte es etwas… Bei der Magnifica erwartet mich hinter der Klappe bestimmt eine mittlerweile intelligent gewordene Schimmelpilzkolonie bereit die Weltherrschaft zu übernehmen…

Ich bin mal Blind dem Urteil des Kollegen Hubert gefolgt und habe eine Siemens EQ.9 s500 bestellt – Programmierer ohne starken Kaffee sind völlig arbeitsunfähig 🙂

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Ökotusse

Eben im Rewe am Käsekühlschrank. Einer der Mitarbeiter mit Migrationshintergrund schaut konzentriert wo Ware fehlt und verräumt mit professionellem Griff. Neben ihm eine schlanke, hochgewachsene Dame um die 40, sorgfältig hergerichtet mit Interlektuellenbrille die ständig auf den Mann einredete.

Ich dachte mir nur „die kennen sich und halten nebenbei einen Schwatz“. Als ich näher kam schaute mich der Einräumer mit verzweifeltem Blick an und ich habe erstmal so richtig verstanden, was die Frau vor sich hin brabbelte.

„Also der Käse in ihrer Hand taugt ja mal gar nichts … Sehen Sie ich esse das und jenes…. und ausserdem: Fleisch gibt es bei uns nur wegen meinem Mann … warum gibt es hier nichts anderes als das … ich stehe völlig über dieser Konsumentenscheisse“.

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