Gerümpelhalde

Meine GmbH wurde am 01.04.2003 gegründet, fast 15 Jahre vergangen also.

So alt ist auch der grösste Teil meiner Büromöbel. Nicht dass die Möbel schlecht wären, aber die damalige Planung hatte eher Hängeregister für Kundenakten, Kataloge und bisserl Stauraum für Briefmarken im Auge – wärend 2018 eher „Zwergensarge“ zur Aufbewahrung von Werkzeug, Messgeräten, Fotoausrüstung etc. angesagt sind.

Die neue Planung verdreifacht den hinter Schranktüren versteckten Stauraum wieder auf das Niveau meiner Eltern wo mein heutiges Büro früher im linken Flügel „Bibliothek“ und im rechten Flügel „Wohnzimmer“ war. Für mich als Kind waren das riesige Zimmer, heute zugestellt mit Geräten und Möbeln muss ich ernsthaft aufpassen dass mein Bewegungsfreiraum grösser ist als jene, die man gemäss Verordnung „Freilandschweinen“ zugesteht.

Und natürlich alles etwas filigraner.

Also erstmal Ersatz für meine beiden altgedienten HP 30 ZRW gesucht. Das ist nicht so einfach, da ich auf 2560×1600 (also 16:10) Auflösung bestehe wärend die billigen Monitore versuchen, ihre 1900×1024 Auflösung mit fast Leogstein-fetten Pixeln als „Gaming-Monitore“ unters Volk zu bringen.

Ich bin dann wieder bei Iiyama gelandet und schwupp waren 2 davon bei mir. Und dazu eine Dual Monitor Halterung für 40 EUR. Alles zusammengeschraubt, perfekt für kleines Geld.

Links sieht man die schwebenden Monitore über dem schwer zu reinigenden „Höherstellerstandfuss“ der entsprechend versifft ist, rechts wie die Halterung non hinten aussieht.

Wie Abgenutzt die Möbel sind möchte ich mal hier zeigen: das ist die Stelle, wo ich 7 Jahre lang mit dem Handballen auf dem Furnier gelegen habe und 4 Jahre mit einem Mousepad abdecke:

Nun, die Sache kommt ins Rollen. Donnerstag werden die alten Fenster und Rolladen modernisiert, Bürotür kommt auch noch.

Neue Deckenlampen habe ich bei Möbel Höffner dank der legendären Frau Faust in LED Form gefunden: „Ich brauche LED Deckenleuchten, ca. 4400 Kelvin, Büro, Hell“ – Frau Faust eilte mit uns Geschwind zwischen 2 in Frage kommenden Angeboten hin und her und nach kurzer Diskussion mit meiner Frau hatten wir das passende aussuchen können.

Ich habe in der Zwischenzeit mal „Bernds Lampenladen“ aus dem Büro entfernt – ein Paulmann Lampensystem an Schienen. War alles recht teuer, leidet aber daran dass dass die teilweise zu filigran ausgelegten Plastikteile über die Jahre (wo es nur heisse Halogen oder Glühbirnen gab) schlichtweg vertrockneten und verdammt brüchig wurden ohne dass es „Aufwand zu Nutzen“ günstige Ersatzteile gab.

Die Bürodecke ist irgendwie Beton und darunter ein Urahn der Rigips-Platte von 1960, Dübel setzen dort erfordert Hohlraumdübel die ihrer Natur gemäss nicht mehr so einfach zu entfernen sind und recht unangenehm grosse Krater aufreissen. Da soll sich diesmal ehrlich gesagt der Maler und Trockenbauer drum kümmern.

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Sehr beliebt, unser SEAT Ateca!

Die Überschrift steht am Ende jeder E-Mail, die mir mein Autohaus schickt (und die schicken mir viele E-Mails denn ich bin dort die Mutter der EDV).

2016…

„Nicht nur die Optik mit olivgrüner Lackierung und Highlights in Orange, neuem Stoßfänger, Unterfahrschutz, Nebelscheinwerferschutz, Trittbrettern und Schmutzfängern ist rustikaler. Auch der Antrieb mit einem 190 PS starken Diesel (400 Nm Drehmoment) und 4Drive-Antriebssystem mit Haldex-Kupplung sowie das Antriebskontrollsystem XDS sollen für entsprechenden Vortrieb auf schlechten oder nicht befestigten Pisten sorgen. 18-Zoll-Räder mit viel Profil sollen für Halt sorgen, ebenso die Assistenzsysteme wie eine Bergabfahrhilfe, verschiedene Fahrprogramme, Notbremsassistent und dergleichen. Ein Preis für dieses Modell ist aber noch nicht bekannt. Premiere ist auf dem Autosalon Paris 2016 (1. bis 16 Oktober).“ (Auto Bild 22.09.2016)

2017… – März

Naja, ich interessiere mich kaum für Autos (hat Räder, fährt), mein SEAT Leon bereitet mir viel Freude und das Leasing läuft eh erst Februar 2018 ab. Naja – ausser dass der (eh schon 4cm höher gelegte Leon) für mich langsam zu einer Turnübung wird und damit nicht mehr so ganz „altergerecht“ ist.

Wobei: ein Kunde von mir – paar Jahre älter – hat sich 2017 einen weiteren Ferrari für seine Sammlung bestellt und der „fluppt“ in diese Autos rein und raus wärend das bei mir spätestens beim Aussteigen eher nach „Rettet die Waale“ aussieht.

Am 13. März 2017 hatte ich einen Wartungstermin bei meinem Autohaus-Kunden (also die pflegen mein Auto, ich pflege deren EDV). Ich hatte irgendwas vergessen, jemand warf mir einen Autoschlüssel zu und eines der Fahrzeuge auf dem Hof antwortete auf mein „Sesam öffne Dich!“-drücken am Schlüssel mit einem kurzem Blinken. Reingesetzt, ins Büro gefahren, zurück. Auto abgestellt.

Hatte noch nie eine so entspannte Fahrt und habe sogar den 400EUR-Schergen des Nidderauer Ordnungsamtes dank hoher Sitzposition sehr früh in seinem taktischen Kleinbus am Wegesrand identifizieren können.

Scheiss auf den Leon, ich will jetzt einen Ateca haben! Mit dem Verkäufer konfiguriert (bei SEAT immer ganz einfach: man klickt erstmal alles an und nimmt das raus, was man nicht wirklich braucht – heizbare Frontscheibe mit Standheizung zb.) und nach paar Stempeln und Unterschriften sind Bestellung und Leasing erledigt.

Hätte ich nur mal vorher gelesen….

„Der zum Volkswagen-Konzern gehörende Automobilhersteller Seat kommt mit der Lieferung seines neuen SUV Ateca nicht nach. Für das beliebteste Modell ist nun sogar ein Auftragsstopp verhängt worden, die Händler können keine Bestellungen mehr annehmen. Das dürfte einmalig in der Geschichte der Spanier sein. Wer den Ateca mit 150 PS Dieselmotor haben möchte, wird auf unbestimmte Zeit vertröstet“ (F.A.Z. vom 13.09.2016)

2017… – September

Der Ferrari meines Kunden ist da, von meinem Alteca keine Spur. Das Produktionssystem von VW sagt „März 2018“.

Ferrari scheint eine Billigmarke zu sein ^^

2018… – Januar

Autohaus meldet sich per E-Mail dass „Nadin“ nicht läuft, sonst nur wenig Infos. Es stellt sich heraus, das „Nadin“ das neue Programm ist um den Auftragsstatus festzustellen – also sowieso aus Eigeninteresse den Kram ans Laufen gebracht. Auch Nadin sagt „März 2018“.

Ich versuche mich etwas mit „Nadin“ anzufreunden, insbesondere mit der Benutzerverwaltung. Und wenn man am Üben ist, kann man ja auch gelegentlich nach dem eigenen Fahrzeug schauen – und dann ging es sehr schnell: Trichter, Produktion, Fertig, Importeur.

2018… – Februar

Das Auto hat seinen Weg vom Hof des Importeurs auf den Hof des Händlers geschafft. Jetzt muss nur noch der Fahrzeugbrief in einer komplizierten Kette aus Ritualen bestehend aus vielen Unterschriften, Stempeln, Anforderungen und kleineren Geldbeträgen zum Händler, der Zulassungsstelle, zur Bank usw.

Ich habe heute meinen Leon ausgeräumt, beim Händler „leer“ übergeben, mit einem Leihwagen zurück. Morgen ist es endlich soweit – nach fast 12 Monaten darf ich etwas altersgerechter und vorallem Bandscheibenfreundlicher unterwegs sein.

Das ist er übrigens:

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Fachhandel, Handwerk und ihre verschissene Branchensoftware

Ich entwerfe und programmiere seit fast 30 Jahren Software für Kaufleute.

Also Finanzbuchhaltung, Lohn & Gehalt, Auftragsbearbeitung, Warenwirtschaft, Anlagenbuchhaltung.

Meine erste Faktura von 1990 war recht „einfach“ und trotzdem fest an die GoB-Regeln gebunden. Dh. man konnte bis zu dem Moment, wo die Rechnung gedruckt wurde Vorgänge zusammenfassen, splitten, ändern, löschen, zurückstellen….

Ganz anders scheint es bei aktueller Software für den „Fachhandel“ bzw. „Handwerk“ zu sein.

Ich habe zB. unsere beiden Firmenfahrräder zur Inspektion gebracht.

In „meiner“ Software hätte man den Kunden gesucht und dann die betroffenen Fahrräder aus dem Datenbestand ausgewählt. Dann genau 1 Auftrag erzeugt, der beide Räder enthält – aber für jedes Rad einen Inspektionsauftrag erzeugt. Am Ende kommen 2 Prüfberichte, 1 Lieferschein und 1 Rechnung heraus.

Die „Fachhandelssoftware“ sieht das recht lässig: jedes Fahrrad ist ein Vorgang, ein Prüfbericht, ein Lieferschein, eine Rechnung und an mir hängt dann der Aufwand zu dokumentieren, warum da gerade 2x fast identische Rechnungen über 60 EUR in die Buchhaltung gehen (die unterscheiden sich nämlich nur darin dass die Fahrräder unterschiedliche Modelle sind).

„Handwerkersoftware“ scheint da noch extremer beschränkt zu sein was die Eingriffsmöglichkeiten betrifft. Ich habe fürs Büro Möbel, Fenster und Tür als Ablösung des defekten und nicht mehr zeitgemässen Bestands bestellt. Die Möbel sind dank neuer GwG-Grenze und einem kleinen IAB in 2017 schnell abgeschrieben, Fenster und Tür sind „Reparatur BGA“ und damit auch direkt in die Kosten zu nehmen.

Das ist einfach total Irre, was ich da erlebt habe. Angebot wird zum fixen Auftrag, der fixe Auftrag zu fixen Rechnung – teilweise ohne die Möglichkeit dazwischen Grossartig was zu ändern.

Oder es ist ein ernsthaftes Problem des handwerklichen Bedieners, der die steuerlichen Anforderungen eines gewerblichen Kunden nicht versteht. Was er aber eigentlich müsste da er ja auch Gewerbetreibender ist.

Ist mir mittlerweile egal – ich sage den Handwerkern wie die Rechnung auszusehen hat (also die durchgeführten Arbeiten so darzustellen, dass sie in meiner GmbH korrekt verbucht werden können) und wenn das nicht klappt, wird der Auftrag storniert oder nicht bezahlt – ich bin es mittlerweile sowas von satt dass ich als Kaufmann anderen Kaufleuten ständig eine Einführung ins Steuerrecht leisten muss.

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Rudeljournalismus und „Planet Halbwissen“ – wie doof sind die denn da?

Ich hatte mal bei der Redaktion „Planet Wissen“ vor sehr langer Zeit eine Reportage über Multikopter angeboten – also zu Zeiten, wo nicht jeder Depp für paar EUR eine Videokamera in die Luft bringen konnte. Und hätte ich die Anreise übernommen war der Restaufwand höher als das Budget – wurde also nichts.

Wärend der Diskussion konnte ich aber herausdeuten, was denn „Themen“ wären: Bisserl neues Material was sich hervorragend mit Abspielmaterial im Archiv ergänzt und idealerweise Aufmerksamkeit erregt.

Heute bin auf den Beitrag „Das schwere Erbe des Atomausstiegs“ gestossen, in der Hoffnung für meine Gebührengelder Sachinformationen zu erhalten.

Anmoderation: „Es ist der 11. März 2011, nach einem Erdbeben und einem Tsunami kommt es im japanischen Fukushima gleich in drei Reaktorblöcken zur Kernschmelze. Mehr als 150.000 Menschen wurden evakuiert und ganze Landstriche unbewohnbar. Zahlreiche Anwohner werden verstrahlt, viele sterben.“

Wer sich nur ansatzweise mit den Ereignissen auseinandergesetzt hat weiss, dass an diesen 2 Sätzen sinnlos Fakten für Panikjournalismus miteinander kombiniert werden: Die vielen Toten kamen durch den Tsunami, direkte Strahlentote gab es nicht und es wird in Japan zu dieser Sache nie einen Totenschein geben wo drinsteht „Spätfolgen von radioaktiver Strahlung“ weil man es nur mit Mitteln der Statistik schätzen kann. Als Selbstbegründung für diese Aussage kam dann in der nächsten Szene „dagegen sind in Deutschland viele Menschen auf die Strasse gegangen“.

Klar – wer auf die Strasse geht, hat Recht. Oder besser: er will Recht haben unter Ausserkrafttretung der ersten 3 Sätze der Thermodynamik oder sonstigem Kram der zwar die Welt zusammenhält aber für den Demonstranten zu kompliziert sind (mit ein Grund, warum heute noch Religionen die Menschen in ihren Bann ziehen: komplizierte Welt einfach erklärt).

Das Problem der Journalisten ist, dass sie versuchen ihre eigene, völlig unwichtige Erwartungshaltung zu einem Thema mit aller Gewalt in Beiträgen anklingen zu lassen – in einem Wissenschaftsmagazin erwarte ich aber keine Meinung sondern Berichterstattung über das, was passiert ist.

Siehe das Beispiel oben: der Redakteur von „Planet Halbwissen“ berichtet nicht Fakten sondern seine persönliche Erwartungshaltung: Bei Fukushima muss es doch bei den vielen „verstrahlten“ doch mindestens viele „gestorbene“ geben und pumpt das so in die Anmoderation obwohl das so nichts mit der Realität zu tun hat.

Aber das ist einfach Rudeljournalismus: „Quarks & Co.“ Moderator Ranga Yogeshwar besucht Tshernoybl und Fukushima, hält sein Messgerät demonstrativ irgendwohin und murmelt „schlimm, schlimm, schlimm-schlim-schlim“ ins bereitwillig positionierte Mikrophon (die gezeigten Messwerte sind übrigens eher harmlos solange man nicht gerade ein Camp dort aufschlägt).

Wenn so eine Scheisse in den sogenannten „Leitmedien“ wie F.A.Z, Spiegel, Zeit landet und die das auch noch publizieren folgen die restlichen Medien – siehe die unnötige „Affair“ Christian Wulf – dann ist der Punkt gekommen wo ich der persönlichen Auffassung bin dass mindestens 99% der Journalisten überflüssig sind.

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Doofheit überall

Letzte Woche hatte ich einen Termin in Gelnhausen, also bei der Hinfahrt kurz beim Mediamarkt vorbeigeschaut und zwei 128GB USB Sticks für Datenübergabe gekauft.

Beim Verlassen des Gebäudes Hunger verspürt und den Bratwurststand eines lokalen Metzgers angesteuert. Dort stand ein kräftiger „Maximalpigmentierter“ in meinem Alter, der mit leichtem amerikanischen Akzent mit dem Chef der Imbissbude parlierte.

Hinter uns stand ein schmächtiger Jüngling, schweigend in ein Gespräch mit Cortana vertieft.

Metzger, Neger, Ich diskutierten darüber dass man mit etwas Hirn unter der Schädeldecke ein gutes Einkommen ereichen kann und dass es den Kollegen „Maximalpigmentiert“ überhaupt nicht stört wenn er im passenden und freundlichen Kontext als „Schwarzer“ oder „Neger“ bezeichnet wird – schliesslich sei seine Hautfarbe ein Alleinstellungsmerkmal.

Wärend wir so nett miteinander schwafelten, kam eine junge Kundin an den Stand die sich konsequent auf den Geschmack eines Mannes jeglichen Alters optimiert hat. Sie ignorierte das laufende Gespräch und bestellte eine Wurst im Brötchen.

Mir fiel auf, dass ich völlig zeitlos geworden bin. Ich entdeckte am Unterarm der jungen Frau eine Uhr und fragte sie nach der Uhrzeit.

Ich habe das immer für einen Witz gehalten, aber ich bekam als Antwort reflexartig „Ich habe einen Freund“ und wenige Sekunden später blubberte der schmächtige Jündl „ich bin Veganer!“

Autsch.

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Microsoft Windows ist schön

Microsoft Windows ist das modernste, beste und schönste Betriebssystem der Welt – so zumindest die Eigenwerbung.

Real bekommt Microsoft seine Software nicht mal bei den Grundlagen in den Griff.

Heute wieder mal gesehen am Beispiel der Verzeichnisse für temporäre Dateien.

„Temporäre Dateien“ entstehen immer dann, wenn der Programmierer beschlossen hat seine Zwischendaten nicht im Hauptspeicher sondern auf der Platte zu speichern. Macht zB. bei einer Programminstallation oder sonstigen Transaktion sehr viel Sinn: findet man seine eigene Temporäre Datei kann man feststellen wie weit man vor dem Programmabbruch gekommen ist und entsprechend agieren.

Da unter Unix alles darauf ausgelegt ist, dass man auf eine Ressource als Datei zugreifen kann, spielen hier temporäre Dateien eine grosse Rolle. Wenn ich mal eine Idee für ein neues Programm habe ist „/tmp“ durch meine zahlreichen „try & error“ Versuche recht schnell und gut gefüllt. Macht aber nichts, die von mir erzeugten Dateien sind schnell auffind- und ohne Nebenwirkungen löschbar. Wenn das Programm dann fertigt ist, führt es selber Buch über die von ihm angelegten Dateien und räumt hintersich auf.

Unter Windows ist das eine ganz andere Baustelle: C:\Windows\Logs\ und C:\Windows\Temp sind – vom Betriebsystem völlig unüberwacht – der Göbeleimer für jede Applikation, die ihre teilweise Mega- bis Gigabyte grossen Zwischendateien und Logfiles ohne jegliches „Upps, ich habe gekotzt – ich wische es wieder auf!“-Aufräumen als riesengrossen Scheisshaufen hinterlassen.

Das wäre jetzt nicht mal das Problem, wenn die Entwickler von Microsoft Windows einfach wärend des Starts des Betriebssystem sämtliche offiziellen Temporärverzeichnisse löschen würden, wie es schon Windows NT konnte und es seit Windows Vista nicht mehr geht.

Und den Herstellern der Programme, die permanent ins Log-Verzeichnis schreiben, müsste sowas wie Unix „logrotate“ angeboten werden damit die Logfiles ab einer bestimmten Grösse archivert und später dann gelöscht werden.

Jetzt kann der geneigte Leser sagen „was motzt der da herum?“

Bei etwas mehr beanspruchten Rechnern (hier ist es der PC in einer Autowerkstatt), wo ca. 20 Branchenspezifische Softwarepakete einmal pro Woche ihre schlampig programmierten Updates fahren und dieser Rechner Monatelang ohne Reboot durchläuft ….

Eine 250GB grosse SSD Platte meldete heute „Voll bis unter die Halskrause“.

  • 130 GB Müll in C:\Windows\Temp
  • 100 GB Müll in C:\Windows\Logs

Letzter Neustart des Rechners: 13.12.2017

Ich habe alles gelöscht, damit sollte jetzt wieder Ruhe sein. Zumindest bis Windows 10 aufgespielt wird.

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Designfehler

Hier sieht auch der Laie recht deutlich, dass Journalisten gerne über Sachen schreiben von denen Sie überhaupt keine Ahnung haben und das den Lesern als „Wissen + Wahrheit“ verkaufen.

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„Die Gartenlaube in Dulwich“ – das beste Restaurant in London

Wanderer, kommst Du nach London sollest Du „The Shed at Dulwich“ besuchen.

Das Lokal war im „TripAdvisor“ recht lange die „Nummer Eins“ in London.

Auf der TripAdvisor-Seite wird Nutzern versichert, dass die Firma „viel Zeit und viele Ressourcen darauf verwendet sicherzugehen, dass die Inhalte auf TripAdvisor die echten Erfahrungen echter Reisender widerspiegeln“.

Dass diese Aussage für die Füsse ist, hat der Journalist Oobah Butler im Rahmen eines Experimentes für das Vice Magazin erbracht.

Der vergnügliche Artikel „Ich habe meine Gartenlaube auf TripAdvisor zum besten Restaurant der Stadt gemacht“ liegt nun in Deutscher Übersetzung vor, viel Spass beim Lesen!

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Das grösste Artensterben seit dem Ende der Dinosaurier

Mehr als 25.000 Tier- und Pflanzenarten sind laut einer WWF-Jahresbilanz bedroht – vor allem vom Menschen. Während in anderen Regionen die Existenz großer Säugetiere auf dem Spiel steht, verschwinden hierzulande Bienen und Schmetterlinge. (Quelle)

Der Angstkonzern WWF verbreitet mal wieder wirren Panikquatsch damit die Leute ihr Gewissen und Geldbeutel mit einer Spende an die angebliche Umweltschutzorganisation erleichern. Ablasshandel wie zu Luthers Zeiten.

Schon Charles Darwin war der Ansicht, dass das Aussterben das natürliche Resultat eines jeden Existenzkampfes bilde. Wer sich in einer ökologischen Nische festgefressen hat, kann auf Veränderungen der Umwelt nicht mehr reagieren und verschwindet. Sein Platz wird dann von anderen, neuen Arten eingenommen die besser an die geänderten Verhältnisse angepasst sind.

Auch der Vergleich mit dem „Ende der Dinosaurier“ ist mehr als grenzwertig.

Jack Sepkoski und David Raup veröffentlichten 1982 eine Zusammenfassung von Aussterbedaten über die Erdgeschichte und stellten fest, dass bei den „5 Großen Sterben“ jeweils bis zu 90% der Arten auf der Erde verschwunden sind.

Da sind wir weit davon entfernt und wo Arten ausssterben, kommen neue hinzu.

Die Autoren der WWF-Jahresbilanz sollten mal scharf nachdenken: Wären die Dinosaurier nicht ausgestorben, würde die Menschheit noch als ängstlicher Kleinsäuger mit einem Gehirn in der Grösse einer Erbse durchs Gras huschen. Wobei ich manchmal den Eindruck habe, dass dem heuer noch so ist.

Hier wäre also eher der Niederländische Evolutionsbiologe Geerat Vermeij zu zitieren der dem Aussterben der modernen Welt einen lokalen Charakter beimisst. Habitatfragmentierung, Einführung von Konkurrenten und Raubtieren, Einschleppung von Krankheiten können gravierende Faktoren sein, können aber kaum beträchtliche Artenzahlen in grossen Regionen auslöschen oder Aussterbekaskaden herbeiführen. Vermeij schreibt: „Die aktuelle Herausforderung besteht darin, zu bestimmen, ob und wann das Ausmaß moderner Artensterben gefährlich wird, und die notwendigen Entscheidungen abzuwägen, die gefällt werden müssen, um Wirtschafts-, Forschungs- und Bildungsressourcen auf die wichtigsten Probleme zu konzentrieren, vor denen die Menschheit steht“

Ich fände es ja auch schade, wenn es keine Pandas, Nashörner und Elephanten mehr gäbe. Aber welche Auswirkung auf die Natur hätte deren Wegfall? Dass die „Nidder-Schnake“ quasi ausgerottet wurde erfreut nur die Bürger, aber nicht die Arten welche auf diese Fluginsekten angewiesen sind. Irgendeiner wird dann mal Vögel in den Nidderwiesen zählen und pathetisch deklamieren „Glyphosat ist daran schuld“.

Lesetipp: Norman MacLeod „Arten sterben: Wendepunkte der Evolution

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Stille Nacht …

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