Geschirrspüler-Tango

Vor gut 4 Jahren war es endlich soweit: die schon durch Scheidung sowie 2 Umzüge gelittene Küche konnte erneuert werden. Leider musste auch der recht frische Geschirrspüler weichen da es diesmal ein „vollintegriertes“ Gerät sein sollte.

Die „Minna“ von Neff hat uns gut gefallen, ich fand vorallem ein witziges Feature dass Restzeit, Spülprogramm etc.. auf den Fussboden projiziert werden.

Ich weiss noch wie die Monteure damals geflucht haben bis es „Sitzt, wackelt und hat Luft“ war.

Plötzlich und unerwartet saugte die Maschine vorletze Woche kein Wasser mehr an. Das Magnetventil vom Aquastop brummelte vor sich hin, ging aber kein Wasser durch. „Kann jetzt nicht das grosse Problem sein“ dachte ich und suchte nach dem Neff-Kundendienst womit ich am Ende bei einer Firma „BSH GmbH“ in München landete.

Deren Webseite machte jetzt nicht den Eindruck dass da jemand mal viel Geld ausgegeben hat, aber ich konnte den üblichen Kram wie Seriennummer und Fehlerbeschreibung eintragen und bekam eine Bestätigung per E-Mail. Nach etwas telefonischem hin- und her am nächsten Tag wurde auch ein Termin mit einem Techniker vereinbart. Die Dame der Hotline hat sich nochmal vergewissert, dass ich die „FAQ“ abgearbeitet habe und dann hiess es nur noch warten.

Mittwoch telefoniert, Donnerstag kam der Technie. Ein kritischer Blick, bisserl herumhangeln im Servicemenue und dann die Diagnose „Ja, da ist ein kleines Bauteil im Wärmetauscher defekt. Kommt öfters mal vor. Garantieverlängerung? Nein? Dann schauen wir mal was die Reparatur kostet“.

380 EUR

Hä?

„Ja, da muss die ganze Baugruppe getauscht werden.“ Ich fragte nur „rentiert sich da eine Reparatur?“ und bekam als Antwort „eigentlich nicht“ und so trennten wir uns.

Mich machte das alles etwas stutzig, Techniker sind doch sonst so versessen ihren Job zu legitimieren.

Also suchte ich mal im Netz, ob dieser Fehler in irgendeiner Community bekannt ist. Für Neff direkt hab ich nichts gefunden, dafür aber Artikel über Siemens, Bosch, Constructa und im Ersatzteilservice stand immer „passend für Siemens, Bosch, Constructa, Neff“….

Und auch bei der Suche nach einem neuen Geschirrspüler waren die Bedieneinheiten zwischen den Firmen 100% identisch.

Da war doch was…. BSH….. Bosch-Siemens-Haushaltsgeräte…..

Bosch, Siemens, Gaggenau, Neff, Junker, Viva, Thermador, Balay, Coldex, Constructa, Pitsos, Profilo, Ufesa und Zelmer – alles ein Verein und Geschirrspüler werden nur im schönen Łódź herstellt. Darum sehen die sich alle so ähnlich.

Nu gut, Amazon und diesmal einen von „Bosch“ bestellt – der war 10€ günstiger als sein Äquivalent von Siemens und kostete so viel wie die Reparatur.


Die Margen bei Amazon für den Spediteur scheinen recht niedrig zu sein. Zwar klappte die telefonische Terminverarbeitung mit dem Logistikunternehmen ausgezeichnet und hatte auch Trinkgeld für die fleissigen Männer hingelegt aber …

… für so ein hochempfindliches Teil wie einen Geschirrspüler zwei Kollegen abzustellen, denen man nicht wenigstens paar Grundzüge ihres Jobs angelernt hat?

Anruf „Sind da, wo ist Firrma?“ Ich guckte aus dem Bürofenster – kein LKW. „Wo sind sie?“ „Keine Firrma in Hohestrasse!“ „Sind Sie sicher, dass sie in Nidderau-Windecken sind?“ Die Stimme auf der anderen Seite wurde immer gequälter „Wo ist Firrma? Sehe nich Schild“ „WO GOTT VERDAMMT MAL SIND SIE?“ „Sind in Hohestrasse 2 nix finden Swansigeins Inforrmadiionsisteme Geämbä-a“. „Was sehen Sie?“ „Nurr Schild Läifstaile Deschein“.

Ok – das ist schonmal eine Ansage, die sehen irgendwo das riesige Firmenschild meiner Kollegin Karen. Mit Headset raus auf die Strasse gesprungen und zur Kreuzung gelaufen. Da waren sie und standen vor dem Gebäude des Nachbarn Korte – Wartbaumstrasse 2″.

Welche gottverdamtbeschissenekack Navisoftware nutzen die?

Egal – endlich stand der LKW am Bordstein, einer der Herren drückte mir einen Kugelschreiber in die Hand mit dem ich nacheinander in einer Liste „Ware erhalten“, dann mit dem Kugelschreiber (!!) nochmal auf einem völlig maroden Touchscreen unterschreiben (der Wahnsinn hat wohl Methode) musste. Der zweite Packen war ein Zettel „Ware ordnungsgemäss ohne Beschädigungen erhalten“ und nochmal mit dem Kuli auf dem Touchscreen quittieren.

Eigentlich unterschreibt man, nachdem die Ware im Haus ist – vermutlich wäre es eine unfruchtbare Diskussion geworden.

Die beiden Kerle schleppten also den Geschirrspüler ins Haus wärend das Wasser vom Dichtigkeitstest gemütlich aus dem Abflussschlauch plätscherte. In der Küche angekommen, befreiten sie das Transportgut von seiner Verpackung wärend sie durch jede Pfütze treten die sich aufgetan hat.

Ich hab erstmal durchgefeudelt und die Maschine stehen gelassen weil das geliebte Eheweib krank war und auch sonst Chaos herrschte (das ist eine andere Geschichte die noch zu erzählen ist…)

Am Abend kam noch mein Mieter um die Ecke um seinen Stapel Pakete abzuholen, den hab ich gleich eingespannt die Frontblende vom alten Gerät zu demontieren und das nackte Gerät nach draussen auf den Anhänger zu wuppen.


Karfreitag morgen mal vorsichtig die Installationsanleitung ausgepackt. Wer die Ikea-Piktogramm-Aufbauanleitung schon als Scheisse empfindet, der bekommt bei der Bosch, Siemens, Gaggenau, Neff, Junker, Viva, Thermador, Balay, Coldex, Constructa, Pitsos, Profilo, Ufesa und Zelmer – Version dazu noch ein hartes Würgen in die Kehle.

Es hat erstmal eine Weile gedauert, bis ich diesen Pseudo-Programmablaufplan erfasst habe. Es gibt nämlich zwei Einstiege: Vorderseite für teilintegrierte und Rückseite für komplett integrierte Geschirrspüler. Beide Seiten sind fast identisch bis auf paar winzigkleine Unterschiede die in der Praxis … lassen wir das.

Also Geschirrspüler in Position gebracht, Kabel und Rohre verlegt, angeschlossen und Gerät reingeschoben. Dann unten die Füsse hochgedreht (Warum können die in dieser kack Bedienungsanleitung nicht einfach schreiben „24er Maulschlüssel“ statt irgendwelche dimensionslosen Zahlen zu drucken die nix mit meinem Werkzeugkasten zu tun haben?).

Gerät ordnungsgemäss verspannt. Da der Vorgänger aus der gleichen Fabrik wie das neue Gerät stammt passen Halterung und Bohrungen für die Frontblende perfekt.

Noch bisserl nachjustiert bis die Frontplatte bündig war und gut ist. Klappe auf, Klappe zu – mit sanftem Schmatzen schliesst sich die Dichtung. Für die Endkontrolle noch ein „Dehnungstest“ mit vollends heruntergeklappter Front und dann eine Runde Leerspülen.


WTF? Die Frontklappe lässt sich nicht vollends öffnen. Grund: Die Frontplatte stösst unten ans Gehäuse. Anscheinend gibt es da doch Unterschiede in der Massenfertigung. Nach langem Studieren des Piktogrammes fand ich einen recht dünn gedruckten Hinweis, dass die Frontplatte genau 72,50cm hoch sein darf – diese hier hat aber 75,00cm. Wie wird man 2,5cm los? Opa Friedel anrufen dass er mit der Bandsäge das Furnier abtrennt, 2,5cm absägt und Furnier wieder anklebt.

Bedeutet aber auch, dass an dieser Stelle die Küchenzeile 2,5cm zu kurz ist – Protest des geliebten Eheweibes.

Also überlegt: wenn mann die Spülmaschine 2,5cm tieferlegt und die Aufhängung 2,5cm höher macht, sollte es wieder passen.

Da die „vollintegrierte“ Spülmaschine ihren einzigen Halt dadurch bekommt, dass sie vorne und hinten gegen die Arbeitsplatte gepresst wird dachte ich über einen Abstandshalter nach. Holz scheidet aus da beim Öffnen des Gerätes noch heisser Dampf austreten kann.

Zum Glück habe ich noch jede Menge Aluprofile vom Multikopterprojekt im Keller, darunter ein Stück mit genau 2,5cm Kantenlänge. Leider nur ein zu kurzes Restestück, aber meine Klassenkameradin Tatjana hat einen Laden wo sich mehr davon befindet ^^

Also: Aluprofil vorne und hinten auf den Geschirrspüler, irgendwie festmachen, bisserl gegen Dampf abdichten und dann alle Bohrungen der Frontplatte um 25mm nach unten verschieben.

Sägen, Bohren, Feilen, Fluchen, nochmal Sägen und es passte. Vorne konnte ich Schraublöcher nutzen die für was anderes gedacht waren, hinten ist ein Styroporblock dem ich einfach mal 2 Schrauben verpasst habe. Muss ja nichts halten sondern nur die Position bei Einspannen sichern.


Gesagt, getan. Alle Maße hab ich eher „Pi mal Daumen“ genommen – es zeigte sich, dass ich mir im Laufe der Jahre einen internen Autokorrekturmechanismus angeeignet hatte. Ich hatte auf Anhieb Spaltmaße, die jeden Autoingenieur zu Tränen rühren.

Blöderweise hat mein „Vorgänger“ das Schutzblech an der Unterseite der Arbeitsplatte etwas schepp angedengelt sodass die Frontplatte auf der einen Seite nicht so recht passte wenn der Geschirrspüler hinreichend fixiert wurde.

Also nochmal Keller besucht, eine passende Alustange (25mm breit, 3mm hoch) zurechtgeschitten und als weiteren Abstandshalter vorne eingepflegt.

Den Geschirrspüler mit der Höhenverstellung so angewatzt, dass sich die Arbeitsplatte leicht wölbte. Verblendung angeschraubt, Klappe auf, Klappe zu – nichts schleift.

Danach das übliche Procedere: beim gemeinsamen Einhängen der Fussleiste fiel auf dass unterhalb des Knies nur selten geputzt wird. Das habe ich dann aber dankenswerterweise meiner Frau überlassen dürfen.

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Viel zu viel

An lauen Sommerabenden (wie es heute schon Ende März möglich ist) und wenig Wind stelle ich fest, dass mein Haus mittlerweile im Fokus allen Lärms steht.

Gerade eben sind viele Öl-Heizungen in meiner Nachbarschaft angesprungen, das leicht schnarchelne Geräusch ist beruhigend aber auf die Dauer nervig.

Die halbwegs neue Umgebungsstrasse von Windecken bekomme ich nur auf deren Abschnitten mit – wenn der Verkehr dahinrauscht klingt das wie „mongolische Horde reitet über die Steppe“.

Und darunter das monotone „vrupp….. vrupp…… vrupp“ nahe dem Infraschall erzeugt durch die Windräder zwischen Windecken und Kilianstädten.

Alles viel zu viel…

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Lächeln

Ich war mit meinem Mitarbeiter Eddie auf „Männer-Shopping“ – ein Baumarkt nach dem Anderen.

Aufgabe: neue Schreibtisch-Lampe für mich (wobei eine „Schreibt-Die-Schlampe?“ vielleicht auch gut tun würde), Material für die neue 20/1 Kundenlounge suchen und den einen oder anderen Blick auf aktuelles Zubehör werfen.

Zwischenstop im Gründauer McDonalds. Am riesigen Touchpanel für mich und Eddie „Zum Mitnehmen“ bestellt und mit EC-Karte bezahlt.

Ich stellte fest: in dieser Kombination ist man eigentlich völlig vom Kontakt mit den McDonalds Mitarbeitern isoliert – man bekommt vom Automaten einen Zettel mit einer Art „Reservierungsnummer“ und die „Bezahlquittung“ auf Papier. Später mit dem Aufleuchten der „Reservierungsnummer“ auf dem grossen Bildschirm steht für mich als „Mitnehmer“ bereits die Tüte auf dem Tresen, darunter ein Zettelchen mit meiner „Reservierungsnummer“.

Am Ende hatte ich 3 Papierstreifen in der Hand, keiner davon taugte aufgrund von fehlenden Angaben als Bewirtungsbeleg – der Gesetzgeber sollte vielleicht eine „Kleinverzehr-Rubrik in die AO und sonstwo einführen dass jeder Kassenzettel ausreicht um die Ausgabe zu begründen.

Ich sass jedenfalls mit Kollege Eddie auf den neumodischen „halbsitzenhalbstehen“-Polstern im Wartebereich und lies meinen Blick schweifen.

Ah, da ist die ältere Mitarbeiterin mit der ich das letzte Mal schon einen netten Schwatz hatte. Ich lächelte fröhlich hinüber und keine Reaktion wärend sie ihren professionellen Blick über das Restaurant schweifen lies.

Dachte mir „wenn nicht Du, dann jemand anderes“ und lächelte jeden Mitarbeiter dort, an der mein Sehfeld kreuzte.

Irgendwann ergab sich daraus eine schöne Kettenreaktion, alles hinter dem Tresen grinste breit und fröhlich.

Mission erfüllt.

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Der Berg kreißte ….

… und gebar eine Maus.

Bei einer katastrophal niedrigen Wahlbeteiligung von 33,90% entschieden sich 57,9% für den Kandidaten der SPD, in seinem Heimartort Gelnhausen (wo er Bürgermeister ist) wollten ihn sogar über 75% lieber heute als morgen in das Landratsamt abschieben.

Übliches Politiker-Blah „Das war ein grandioser Wahlsieg“.

Zünglein an der Waage war wohl der weit über 90jährige „Einmal Kurt Schumacher – immer Kurt Schumacher“-Wähler vor mir in der Kabine, der von seinem Pfleger im Rollstuhl „zu Kreuze“ geschoben wurde.

Dass der Kandidat der Grünen immerhin 5,5% und die AfD 10,4% bekam beweist, dass man selbst mit dem grössten Unfug als Programm „seine“ Klientel mobilisieren kann.

Defacto ist es aber völlig Wurst, wen man an die Spitze des Kreises schiebt – defacto könnte das auch ein von meinem Freund Boris erstelles Excel-Sheet sein, welches gelegentlich vom Pförtner auf die zu erwartenden Einnahmen im Kreishaushalt angepasst wird.

Politischen Gestaltungsspielraum gibt es heute eigentlich nicht mehr, wer als Politiker aufmuckt wird von den Firmen mit Wegfall der Gewerbesteuer betraft.

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Vemen tzu nemen un nit farshemen…

Sonntag ist Landratswahl…

Im Hanauer Anzeiger war vorgestern nochmal eine Aufstellung aller Kandidaten. Die Leserschaft war aufgerufen, den Kandidaten Fragen zu stellen und die Redaktion hat den Bewerbern eine kleine Auswahl davon vorgelegt.

Die Antworten waren „erhellend“, nach der ersten Spalte hab ich aufgehört zu lesen…

Ich zitiere die Antworten mal in geänderter Kandidaten-Reihenfolge.

Frage: „Wer hat sich in den Vertragstext zu CETA eingelesen? Welche Risiken und Gefahren gilt für den MKK (Main-Kinzig-Kreis) abzuwehren?

Antwort Walter Wissenbach (AfD), Rechtsanwalt, Hanau: Das einseitige kanadische Handelsabkommen CETA lehnt die AfD genauso ab wie das amerikanische TTIP. Einlesen in die Texte nicht möglich, mangels deutscher Übersetzung.

Hoffentlich ist das nur die Meinung der AfD und nicht des Herrn Rechtsanwalts… Internationale Abkommen werden nunmal in einer furchtbar unvölkischen Sprache namens „Juristisches Englisch“ verhandelt und erst dann in die Landessprachen übersetzt, wenn die Rechtsförmlichkeitsprüfung abgeschlossen ist.

Aber es steht jedem frei, auf Basis der Zwischenergebnisse sich Arbeitsübersetzungen anzufertigen, wie das die Fraktion „Die Linke“ vermittels des Sprachendienstes des Deutschen Bundestages im bereits im Februar 2015 getan hat.

Da der finale CETA-Vertragstext seit Juni 2016 feststeht, gibt es natürlich eine amtliche Übersetzung als Entscheidungsgrundlage die zb. hier zu finden ist. Die Webversion hat aufgrund kleinerer Schrift ca. 650 Seiten, der Orginaltext in Englisch formatierungsbedingt über 1500 Seiten.

Eine Übersetzung in die Sprache der Volksdeutschen existiert also, Herr Rechtsanwalt 🙂

Antwort Dr. Gerhard Strehlik (parteilos), pensionierter Chemiker, Hanau: Der Landrat ist eine Art „kleine Exekutive, eine ausführende Gewalt. Er soll gesetzliche Vorgaben ausführen. […] Demokratisch legal kann ein Landrat so gut wie nichts tun im Sinne der Fragesteller

WTF?!?

Mir fehlen die Worte.

Antwort Reiner Bousonville (Grüne), IT-Verfahrensmanager, Erlensee: Ich habe eine klare Haltung gegen TTIP und CETA und habe mich auch den Protesten – zuletzt in Frankfurt – aktiv beteiligt. Ich bin für Handelsabkommen, die transparent verhandelt werden, die nach sozialen, ökologischen und menschenrechtlichen Kriterien ausgerichtet sind. Die vorhandenen demokratischen und rechtsstaatlichen Institutionen dürfen nicht in Frage gestellt werden. Durch CETA befürchte ich negative Auswirkunge auf die Betätigung des Kreises zum Beispiel im Bereich der Wasserversorgung, der Infrastruktur und des öffentlichen Personalverkehrs. Eine Einschränkung von Umwelt-, Sozial- sowie Verbraucherstandards durch CETA lehne ich ab.

Das Bullshitbingo klingt stark nach Heise-Foren-Troll, sowas darf Landrat? Wow…

Für mich liest sich das so: „Warum sollte ich den Vertragstext lesen? Meine Wähler sind dagegen also bin ich auch dagegen. Dass CETA 2 Jahre lang hinter verschlossenen Türen verhandelt wurde, ist natürlich eine Frechheit da uns die Chance genommen wurde noch viel früher die Fakten zu verdrehen und unser Stimmvieh zu verunsichern. Dass die Kanadier noch höhere Standards in Umwelt- und Verbraucherfragen haben als die EU verschweige ich besser. Und jetzt Schluss, ich verspüre einen dringlichsten Drang gegen etwas Demonstrieren zu müssen.“

Übrigens: ein Blick ins Gesetz erspart so manches Geschwätz… „Durch das CETA werden die Staaten und die EU nicht dazu gezwungen oder angehalten, öffentliche Dienstleistungen wie die Wasserversorgung,Gesundheitsleistungen, soziale Dienstleistungen oder das Bildungswesen zu privatisieren oder zu deregulieren. Die EU-Mitgliedstaaten werden weiterhin selbst entscheiden können, in welchen Bereichen sie einen – gegebenenfalls subventionierten – öffentlichen Universaldienst aufrechtzuerhalten wünschen. Im Übrigen enthält das CETA keine Bestimmungen, die eine Regierung in einem EU-Mitgliedstaat daran hindern, eine möglicherweise getroffene autonome Entscheidung zur Privatisierung dieser Sektoren jederzeit wieder rückgängig zu machen.

Findet sich direkt auf der zweiten Seite des Vertragstextes.

Bleiben nur noch 3 Kandidaten….

Antwort Thorsten Stolz (SPD), Bürgermeister von Gelnhausen: In den Vertragstext zu CETA habe ich mich nicht eingelesen. Ich kenne aber die wichtigsten Grundlagen des CETA Abkommens mit Kanada. Risiken oder gar eine Gefahr kann ich daraus nicht für den MKK ableiten. Eine Gefahr sehe ich aber, wenn wir in Sachen Freihandel und internationaler Zusammenarbeit wieder um Jahre zurückfallen, denn der MKK ist ein Wirtschaftsstandort, an dem viele Unternehmen auf den Welthandel und ein gutes Exportgeschäft angewiesen sind – auch im Hinblick auf die Handelsbeziehungen zu Kanada. Wir haben Unternehmen bei uns im MKK, deren Umsätze zu 60 Prozent und mehr weltweit getätigt werden und für die ein freier Zugang zu den internationalen Märkten wichtig ist. Davon sind viele Arbeitsplätze im Kreis abhängig.

Respekt. Vorallem zugeben zu können „hab ich nicht wirklich gelesen, muss mich auf Drittinformationen verlassen.“ Spricht jetzt nicht wirklich gegen Herrn Stolz denn Abkommen wie CETA konsolidieren und ersetzen gleichwertige, bestehende Einzelverträge sodass der Impakt auf Kreisebene erstmal vernachlässigbar ist.

Hm… Wählen wir den? Herr Stolz ist jetzt schon Bürgermeister, letztendlich bekommen damit wieder einen Berufspolitiker als Landrat der über die Jahre etwas entrückt wirkte.

Antwort Alexander Noll (FDP), Fachhochschule für Ökonomie, Großkrotzenburg: Ich sehe keine Risiken und Gefahren. Auch Firmen im MKK profitieren davon.

Bravo – kurz und knackig. Ergab sich aber aus einem Missverständnis: Herr Noll war der Meinung, nur 500 Zeichen für seine gesamte Antwort zu haben statt 500 Zeichen für jede Frage. Macht nichts, in der Kürze liegt die Würze.

Ein Ökonom für den MKK? Wäre ein Segen. Leider wird die FDP nicht genügend Stimmen bekommen.

Antwort Srita Heide (CDU), Unternehmerin, Hanau: Im Vergleich zu TTIP bringt CETA mehr Vorteile für exportorientierte Firmen. Das Ziel lautet: Unternehmen und Kanada und der EU sollen gegenseitig einen besseren Marktzugang erhalten. Durch CETA sollen Handelshemmnisse abgebaut werden, zum Beispiel sollen 99 Prozent der Zölle wegfallen. Das alles soll Investitionen von Unternehmen erleichtern.

Sollen, sollen, sollen… immer dieser komische Futur-Konjunktiv. Wird es oder wird es nicht? Aber sie hat ja recht: „CETA – es kommt darauf an, was man daraus macht“.

Hm… Einen Berufspapagei von der SPD, einen Lehrer von der FDP oder eine Unternehmerin von der CDU.

Vemen tzu nemen un nit farshemen… (Jiddisch „Wen zu nehmen und nicht verschämen“)

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Lernfähigkeit….

Ich habe vieles gelernt in meinem Leben, unter anderem die Regel „Meide Privatkunden – insbesondere wenn es Lehrer, Ärzte und Rechtsanwälte sind“. Letztgenannte sind berüchtigt dafür, dass sie ihren Berufszweck „recht haben“ auch unreflektiert im Privatleben anwenden wollen.

Hatte mal eine Lehrerin, die genau wissen wollte was ich da genau mache um mir das Ergbnis zu päsentieren „sie machen das alles falsch“ (worauf ich die Wirkungsstätte stehenden Fusses verlies).

Nächster Ausschlusskandidat sind Vereine. War ja selber paar mal in sowas und bin nach wenigen Wochen oder Monaten (je nachdem wie oft ich mit dem Vorstand zu tun hatte) immer schreiend davongerannt.

Die Anfrage eines Nidderauer Vereins ging – in die Realität übersetzt – ungefähr so:

1) Wir haben keine Ahnung von Domainrecht aber nun sitzt ein unliebiges Mitglied auf der Domain – können Sie mal schnell bei DENIC anrufen und das ändern? Was kostet?

2) Keine Ahnung warum, aber irgendjemand hat uns gesagt dass wir mehr Webspace brauchen (was auch immer das ist). Was kostet das umportieren von A nach B?

3) Wir hätten da noch paar Fragen und Änderungswünsche die sich bestimmt in 30min erledigen lassen. Was kostet?

Mich wunderte es bei (1) schon, dass der Begriff „DENIC“ gefallen ist. Anscheinend hat jemand dort schonmal gegockelt um zu erfahren, dass DENIC der zentrale Registrar für .de Domains ist.

zu 1) Ein Umhülsen der Domain von einer Privatperson auf den Verein ist aber mit gewissen Problemen verbunden, insbesondere wenn sich der aktuelle Inhaber querstellt. Was das am Ende kostet kommt drauf an, wie „verständig“ der aktuelle Domaininhaber ist.

zu 2) Der Verein benötigt mit Sicherheit keinen Webspace der für 2mio Aufrufe pro Stunde. Sie meissten Hostingpakete bei den Providern skalieren die aktuelle Installation recht weit nach oben sodass keine grösseren Änderungen vonnöten sind.

zu 3) jaja.

Es kam bald eine Antwort „Vielen Dank, der Vorstand muss entscheiden„.

In der CC-Liste standen viele honorige Bürger unserer Stadt (incl. Vizebürgermeister, was der da soll habe ich nicht verstanden) – ich habe extreme Zweifel, dass irgendeiner der Mailempfänger das eigentliche Problem verstanden hat.

Warum auch…

Ich werde auf meine Liste der „Unerwünschten Personen und Gesellschaften“ jetzt noch Vereine druntersetzen und Anfragen ablehnen.

Vielleicht so:

Sehr geehrter Anfragender,

vielen Dank dass Sie bei Ihrem Problem an uns gedacht haben.

Mit über 30 Jahren am Markt sind wir Deutschlandweit einer der wenigen IT-Dienstleister, die aufgrund der Erfahrung und Vernetzung Ihr Problem sicherlich lösen können.

Ein kompetenter Dienstleister setzt aber auch einen kompetenten Auftraggeber voraus.

Als Lehrer/Arzt/Jurist/Verein/Kommune legen Sie zur Anfrage bitte ein vollausgefülltes Formular zur Erlangung des Passierscheins A38 Ihrer Anfrage bei, damit wir Ihnen weiterhelfen können.

MfG

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Nachschlag zu Cerber v3

War nicht Cerber v3 sondern schon v5 – bis da ein allgemein zugängliches Entschlüsselungstool auf dem Markt ist werden noch Wochen vergehen.

Merksatz: Von einem PC, dessen Daten alle Schrott sind, muss man auch nicht mehr viel Daten übernehmen denn lediglich die outlook.pst hat es überlebt (vermutlich aber auch nur, weil sie just in diesem Moment die 4GB Grösse erreicht hat und eh nicht mehr zugänglich war).

Zum Thema „Nutzen von Virenscannern“ hier ein Artikel in der F.A.Z. „Antiviren-Software: Wirkungslose Wächter

Bei der Neuinstallation zeigte sich, welche Probleme selbst im Jahre 2017 noch auftreten können.

1) Installation von Office 2010: Anscheinend wurde damals meinem Admin-Vorgänger ein Lizenz-Schlüssel aus einem Volumenvertrag verkauft der nun gesperrt ist und sich nur noch telefonisch aktivieren lässt. Dummerweise ist die telefonische Aktivierung für dieses Produkt seit Januar 2017 nicht mehr möglich, obwohl der Support erst Ende 2017 ausläuft. Defacto hat der Kunde eine Menge Geld für (damals) legale Lizenzen ausgegeben, kann nun das Produkt nicht mehr nutzen und man muss halbseidene Wege begehen.

Nervfaktor: Extrem

2) DATEV war früher mein persönlicher Horror bei der Installation, mittlerweile sind die meissten Pakete auf „online“ umgestellt und funktionieren zumindest im IE11 problemlos. Und daher läuft die Installation – innerhalb der Parameter „aktuelles Windows“ schmerzfrei: Smartcard oder mID-Stick anschliessen, von der DATEV-Homepage das kleine Sicherheitspaket installieren und schon hat man einen Link auf dem Desktop mit dem man auf seine Daten zugreifen kann. Der Rest war auch trivial, mittlerweile sind die Softwarepakete recht ansprechend geworden.

Nervfaktor: Null… Es gibt sogar eine freundliche Community unter https://www.datev-community.de/welcome die mir bei bei einer kleinen Frage geholfen hat.

3) Silver-DAT…. „DAT“ ist die „Deutsche Automobil Treuhand“ und die hat eine eierlegendewollmilchsau-Software von der mein Kunde nur das Modul für die Fahrzeugbewertung nutzt. Traditionelle Client-Server Anwendung bei der ich den Serverpart neu installieren musste. Den Support bei der DAT schätze ich sehr weil er reibungslos funktioniert. Aber manchmal (wie heute) fühle ich mich dort etwas zu sehr „Bemuttert“ denn ausser dem Lizenzkey brauchte ich nichts – trotzdem hat der Kollege via Teamviewer vom Autobahnrastplatz komplett alles installiert, alle Daten eingetragen usw.. Kostet meinen Kunden knapp 100 EUR, mit 25 EUR für die Generierung des Lizenzschlüssels wäre es auch getan gewesen.

Nervfaktor: Auf Kosten meines Kunden gut 1h nett mit einem Supportkollegen geplaudert. Das wird er verkraften können / müssen.

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Murphy

Eigentlich hatte ich ein absolut sicheres Pannenkonzept für meine Server entwickelt:

1) Eine SSD /dev/sda hält /boot und daneben nur noch die Swap-Partition.
2) Zwei Festplatten /dev/sdb /dev/sdc bilden ein RAID-1 welches OS und Daten enthält.
3) Eine Festplatte /dev/sdd dient zur Speicherung der Backups.

Wie es Murphy will, sind letztes Wochenende gleichzeitig /dev/sdc und /dev/sdd weggeflogen – das RAID-1 tuckerte nur noch auf einer Festplatte und der Server hatte kein schreibfähiges Backupmedium mehr weil es RO eingebunden und aus diesem Status nicht wegzubringen war.

Aber eigentlich kein Problem: man geht auf einen Reserveserver und zieht alle Daten vom noch halblaufenden RAID-1 ab. Wo aber mindestens 50MB/s Datendurchsatz erwartet wurden, konnte nur mit ca. 800KB/s gelesen werden – es müssen „nur“ 300GB Daten kopiert werden, also 85 Stunden Laufzeit statt 2 Stunden.

Also meinen Kollegen von Pars Computer geschnappt und ab ins Rechenzentrum.

Der Ausfall von 2 Platten gleichzeitig deutete auf einen Fehler im SATA-Controller hin, also wurden auf Verdacht mal alle Festplatten in den Reserveserver umgesteckt. Im Prinzip eine gute Idee, aber aus irgendeinem Grund passte der Kernel auf der SSD nicht zur Reservemaschine (wtf?!) sodass ich halt wieder die SSD eingeschoben habe mit der dieser Reserve-Server installiert wurde.

Leider erwartete dieser Kernel den Rest seines Betriebssystems auf einem bestimmten RAID-1 und bekam nun ein anderes RAID vorgesetzt – „initram-fs“ kann sehr böse sein.

Am Ende habe ich alles wieder an den Start gebracht und nach 4 Tagen zeigte sich, dass nicht der Controller sondern die Platten selber kaputt sind weil die bekannten Übeltäter auch in der neuen Maschine aufmuckten.

Der Plan war dann einfach: defekte Platte im RAID-1 abmelden, neue rein und dem RAID-1 bekanntgeben. Angeblich kann die Hardware Hotplug (also im laufenden Betrieb Platte raus und rein), naja – bei mir crashte der Server und ich musste neu booten.

Mein Fehler: ich habe mir vorher nicht die UUIDs der Platten und des RAID-Arrays aufgeschrieben denn nach dem Reboot landete ich wieder in einer „initram-fs“ Shell weil angeblich der Rest des Betriebssystems nicht gefunden wurde.

In der Hektik hat es mich nicht gewundert, warum das neue RAID-1 Device /dev/md0 plötzlich eine neue UUID bekommen hat – nach dem nächsten Reboot habe ich es gesehen: statt dass die alten Daten auf die neue Festplatte gespiegelt wurden war es genau umgekehrt.

Damit waren meine aktuellen Daten futsch, blieb nur noch der Inhalt der Backupplatte. Die liess sich (mit etwas Kühlung) im Reserveserver einlesen und kopieren, halt der Stand vom letzten Samstag.

Dazu nochmal 3 Stunden wegkopieren der Datensicherung eines Kunden in der Hoffnung dass da genügend Informationen drin sind die letzten 7 Tage nachzuholen.

Wie sich herausstellte habe ich umsonst gewartet – es wird jeder Scheiss gesichert aber nicht das Relevante.

Ist aber jetzt nicht mehr mein Problem.

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muss… klicken…. muss….

Dass die E-Mail-Bewerbung im Anschreiben sehr generell gehalten wurde fiel nicht auf. Dass der Rest in einer ZIP-Datei liegt, wurde eher als Qualitätskriterium gesehen.

Cerber v3…. Schlecht, da kann man nix machen.

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Siemens EQ.9 S700 vs DeLonghi Magnifica

Die jetzt wenige Tage in Betrieb stehende Siemens EQ.9 S700 gegen die 11 Jahre alte DeLonghi Magnifica im Alltagsbetrieb zu vergleichen ist echt eine Herausforderung.

Paar Sachen fallen aber auf:

1) Bei der „Magnifica“ war der Reinigungsaufwand geringer und einfacher. Der Tresterbehälter hat gerne mal 2-3 Tage gebraucht um komplett gefüllt zu werden. Durch die unglückliche Konstruktion (Plastiksteg quer durch den Behälter, dadurch mehr Ecken wo sich Kaffeesatz festsetzen konnte) gerne mal zu Schimmel, was ich immer durch eine zarte Schicht „Micropur“ verhindert habe (Silberionen + Chlor, nimmt man normalerweise für die Wasserentkeimung)

Die Siemens hingegen hat nur ein kleines Tresterfach in der Bodenplatte sodass tägliche Reinigung Pflicht ist.

2) Die „Magnifica“ konnte man mit einer Tasse unter dem Kaffee-Auslauf trocken halten, die EQ-9 sabbert aus allen Internas in den Bodenbehälter – zum Glück aber nur kaum verschmutztes Wasser.

Trotzdem behalte ich das Verfahren mit einer Tasse unter dem Auslauf bei, denn so wird nicht jedes Mal das Bodengitter mit den Kaffeetropfen aus dem Nachlauf versifft.

Und wenn man das Bodenteil der EQ.9 paar Mal für die Entsorgung herausgezogen hat, lernt man schnell wie der Tresterbehälter stressfrei in den kleinen Biomülleimer in der Küche entleert werden kann und der Rest mit paar Wischen des Spültuchs gesäubert wird.

Ansonsten ist die neue Maschine schon ein Fortschritt – als erstes habe ich mir ein personalisiertes Espresso-Programm für mich und meine Gäste angelegt welches ständig verfeinert wird.

Habe heute mal den Seitenbehälter mit Milch gefüllt um einen Cappuccino zu bereiten – erledigte der Automat im ersten Schritt völlig problemlos. Empfand das Endprodukt etwas „kraftlos“ und wählte programmierte mal „Double Shot+“ und „Intensiv“ bei „40% Milch“ – angenehmer, vollmundiger Geschmack incl. Herzklopfen und Übelkeit nach ca. 30min – die olle Magnifica war im Rechtsanschlag bei der Kaffeemenge harmloser.

Über die „ernsthafte Wartung“ (also Entkalken, innen Putzen) kann ich nach paar Tagen nichts sagen, aber es ist absehbar dass die alte Magnifica wesentlich gutmütiger war als die komplizierte EQ.9

Wo die Magnifica nur 2 Regler für Wasser- und Kaffeemenge hatte, bietet die EQ.9 weitaus mehr Stellschrauben an: Kaffeemenge, Wasssermenge, Wassertemperatur, Verweildauer des Wassers im Kaffee und das wirkt sich sehr positiv auf das Endergebnis aus.

Was jetzt fehlt, wäre eine weitere Dimension: die Stellschrauben noch um die Einheit „Kaffeesorte“ zu erweitern – aber daran denken unsere Ingenieure nicht weil irgendjemand im Marketing sagt „viel zu kompliziert für unsere Deppenkundschaft“. Schade eigentlich.

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