Wildes Gevögele und eine schweinische Ménage à trois

Seht selbst was in unserem Garten so abgeht …

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Walzer am Himmel

Über Frankfurt ist mal wieder Unwetter (wir bekommen wie immer nix davon mit), am Flughafen FRA geht nichts mehr weil in der Einflugschneise eine recht heftige Gewitterzelle liegt.

Was landen will, muss mit anderen Fluggeräten am Himmel erstmal über Nürburg oder Schotten gut 45min den ewigen Walzer tanzen

Oder die Flieger werden am Startflughafen erst gar nicht losgelassen, zB. LH1153 von Palma de Mallorca oder der Nachmittagsflug von Thessaloniki durften erst 2 Stunden später abfliegen. Da sich die Unwetter kaum Vorhersehbar binnen weniger Minuten bilden kann es passieren, dass man die 2h in der Blechbüchse auf dem Rollfeld in sengender Sonne verbringen kann.

Was ein Glück dass ich Flugverkehr meide 🙂

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Buchhalters Klagelied

Meine Firma hat was bei Amazon USA für 119,99 USD bestellt. Das einzige was ich habe ist ein Beleg auf dem draufsteht „This is not a VAT-Invoice“, was mich nicht interessiert da sowieso keine Mehrwertsteuer ausgewiesen wurde. Dafür ist Amazon so nett und errechnet gleich die Einfuhrumsatzsteuer und schlägt die drauf.

Kein Problem das zu buchen: Warenpreis + Frachtkosten nach „Werkzeuge und Kleinteile bis 150 EUR Netto“ und die gezahlte Einfuhrumsatzsteuer 19% nach „Gezahlte Einfuhrumsatzsteuer“ – fertig.

Jetzt hat mir Amazon aber 5% Aktionsrabatt gegeben. Der Rechenweg wäre nun Warenpreis – Aktionsrabatt + Frachtkosten = Einkaufswert und davon 19% ist die Einfuhrumsatzsteuer.

Amazon macht das ganz anders:

=105,57€ Warenwert
+ 35,38€ Fracht
========
=140,95€ * 19% = 26,78€
+ 26,78€ Einfuhrumsatzsteuer
========
=167,73€
- 5,27€ Promoabzug 5% auf 119,99 USD = 6 USD/5,27€
========
=162,46€ Endbetrag

Die 5,27€ kann ich nicht vom Warenwert abziehen weil sonst die Errechnung der Einfuhrumsatzssteuer nicht stimmt. Ich könnte sie nach 3770 (Erhaltene Rabatte) schieben, dann schleppe ich ein Konto herum was vermutlich nie wieder bebucht wird. Oder dreist auf 3730 (Erhaltene Skonti), das freut die Ratingagentur. Einfach als Gutschrift auf „Werkzeuge und Kleinteile“?

Mal schauen was meine famose Buchhalterin dazu sagt…

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Kleine Rheintour

Ich will schon Ewigkeiten eine Rheintour machen. Heute morgen unverhofft früh ausgeschlafen, was macht man mit dem Sonntag? Fahrrad ans Auto hängen und ab nach Rüdesheim um dort vielleicht nach einem gemütlichen Rheinwein-Frühschoppen auf Tour zu gehen.

Ich parkte im östlichen Teil von Rüdesheim, da wo sich Rewe, Aldi und dm die Klinke in die Hand geben und am Wochenende riesige Parkflächen freistehen. Ein paar Radumdrehungen später sah ich ganz viele gestresste, stark übergewichtige „Metallica“ T-Shirts in Kleinwagen, deren Inhalt eine Lücke auf den offiziell markierten Parkplätzen suchten. Ah, da war doch irgendwas – die Magic Bike Rüdesheim fand statt.

Den Haufen Chrom und Leder habe ich rechts stehen lassen können denn der Rheinradweg war Motorradfrei. Irgendwo hinter der Hauptveranstaltung tat sich im Westen Rüdesheim eine Lücke auf durch die ich in die Weinberge entfleuchen konnte – auf 200 Höhenmetern war das Knattern der hubraumstarken Edelbikes kaum noch zu hören. Das Problem bei Weinbergen ist naturgemäss die äusserst sonnige Lage ohne viel Schatten zum ausruhen, die Entscheidung „nochmal 100 Höhenmeter zum Niederwalddenkmal und durch den Wald nach Lorsch“ oder „auf gleicher Höhe nach Assmanshausen“ war schnell gefallen.

Hätte ich doch nur den Niederwald genommen denn hinter Assmanshausen ist vor 2024 mit der Weiterführung des Rheinradwegs auf hessischer Seite nicht zu rechnen und musste daher 3km im Windschatten überlaut röhrender und stinkender Mopeds verbringen. Zwar gibt es ab Lorch wieder einen Radweg, der ist aber direkt an der Strasse und wird daher wärend der „Magic Bike“ nicht sonderlich angenehm sein. Der Ausflug nach Kaup wurde gestrichen und auf der Rheinfähre „Niederheimbach-Lorch“ konnte ich die erhöhten Oktanwerte wieder abbauen.

Die Rheinland-Pfälzische Seite des Rheins ist weitaus angenehmer zu fahren: dicht am Rhein ist der Radweg mit regelmässigen Möglichkeiten für eine Rast, rechts daneben kommt gleich der Bahndamm der den Ausblick auf die Naturschönheiten und Burgen dort verhindert – sonst könnte der Pedalist beim Bewundern ins straucheln kommen und sich den Hals brechen. Einer dieser Burgen habe ich mich tatsächlich genähert. Viel hat sich in den letzten 1000 Jahren nicht geändert: wurden früher Schiffe geplündert sind es heute Touristen, die mit zahlreichen Angeboten zur Eigentumsübertragung ihrer Moneten aufgefordert werden.

Irgendwann stellte sich eine gewisse schläfrige Monotonie ein, plötzlich hatte ich eine Rentnerhorde vor mir und war in Bingen. Dort graste ich die kleinen Gässchen ab auf der Suche nach einem schattigen Biergarten, letztendlich begnügte ich mich mit einem Eiscafe etwas ausserhalb der Touristenmassen.

An Ende der Reise, zurück in Rüdesheim gab es einen ungeplanten Höhepunkt: An den Resten der Hindenburgbrücke traf ich einen rüstigen älteren Herren mit dem ich an einem schattigen Plätzchen ins Gespräch kam und der mir sehr lebhaft erzählen konnte wie es um Rüdesheim am Ende des zweiten Weltkriegs stand.

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Spass mit der DGSVO und den Cookie-Monstern

Wenn man die DGSVO mehrmals liest, stösst man auf Stilblüten wie den Artikel 13 in dem es heisst:

Werden personenbezogene Daten bei der betroffenen Person erhoben, so teilt der Verantwortliche der betroffenen Person zum Zeitpunkt der Erhebung dieser Daten Folgendes mit

Der Ablauf in einem Webserver ist ungefähr so (Client = Benutzer, „betroffene Person“; Server = Software, „der Verantwortliche“)

1) Die Verbindung wird aufgebaut. Dabei werden schon personenbezogene Daten wie die IP-Adresse übermittelt die auf allen dazwischenliegenden Geräten zwischengespeichert wird.

2) Die Verbindung landet am Zielserver an. Dort wird sie wärend der IP-Socketkommunikation unter Umständen in verschiedenen Logfiles und Datenbanken zwischengespeichert um zb. überbordende Abfragen einzudämmen.

3) Am Zielserver wird festgestellt, dass es ein Zugriff auf eine Webseite ist und der installierte Webserver springt an. Der Protokolliert natürlich erstmal die IP, was der Browser möchte und welche Zusatzdaten er mitgeliefert hat (das sind in der Regel *ALLES* personenbezogene Daten).

4) Im Jahre 2018 gibt es kaum noch reine HTML-Webseiten, also wird die Anforderung an irgendeine „Content-Manangement-Software“ (wie es zB. auch das hier genutzte „WordPress“ ist) weitergeleitet die nochmal selber und dann über Statistik-Plugins speichert, kumuliert und auswertet.

5) Erst wenn die Harmlose „GET 1.1 /“-Anfrage die komplette Software-Leiter hochgeklettert ist kann man ihm in der Datenschutzerklärung anzeigen dass die Webseite schon einiges über ihn gesammelt hat.

Das haben wir technisch dämlich bereits in der „EU Cookie-Verordnung“ gehabt.

Wenn man wirklich 100% Gesetzeskonform arbeiten, dann muss die gesamte Kommunikation auf der gesamten Strecke von der Netzwerkkarte bis zum Highend Servlet erstmal völlig ohne Protokollierung (viel Spass mit iptables dann…) laufen bis der Anwender der Datenschutzerklärung zugestimmt hat.

Ist so wie bei der Cookie-Verordnung: noch ein dämliches Fenster was man wegklicken muss.

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Ein Gespenst geht um: DSGVO

Heute ist ein Gesetz in Kraft getreten, das richtig Wirbel verursacht und man sich fragt „warum eigentlich“: die DSGVO (Datenschutzgrundverordnung).

Eigentlich steht nicht viel anderes drin, als im BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) nur dass es für die gesamte EU (fast) einheitlich ist und wer sich seit 1977 an das BDSG gehalten hat, für den ändert sich eigentlich nichts.

„Im Rausch der Daten“ (hier in der ARD-Mediathek, verfügbar bis 23.05.2019) ist eine spannende Dokumentation über das Gezerre im Hintergrund bei der Entstehung dieses Gesetzes.

Mythen über die DSGVO wurden mir viele herangetragen, hier mal die 4 wichtigsten:

1) Bei Verstössen drohen Millionenbussgelder
Ja. Oder glaubt jemand, dass Google, Facebook & Co. ein Bussgeld von 1000 EUR mehr als ein müdes Arschrunzeln hervorbringt? Beim „kleinen Mann“ wird es auf Art. 58 DSGVO (Hinweis, Verwarnung, Verbesserungsvorschläge) hinauslaufen (Art. 83, 84).

2) Für jede Datenverarbeitung und Speicherung muss eine Einwilligung eingeholt werden
Nicht immer. Da gibt es den schönen Art. 6 Abs. 1b „Rechtmässigkeit der Verarbeitung“ wo es heisst „[Die Verarbeitung ist nur rechtmässig wenn] die Verarbeitung für die Erfüllung eines Vertrags, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist, oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich, die auf Anfrage der betroffenen Person erfolgen“.

Dazu gehört alles, was benötigt wird um einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen – das fängt bei Cookies an und hört nicht nur bei der Angabe einer zustellfähigen Adresse im Onlineshop auf. Nur wer Daten über das zwingend benötigte verlangt (zb. wird in den meissten Fällen die Pflichteingabe einer Telefonnummer darunter fallen) der könnte ein Problem bekommen.

3) Abmahnung droht
„Abmahnwellen“ werden eher verneint, im Prinzip muss alles über die Aufsichtsbehörde (Art. 80 2 DSGVO) gehen, das Fehlen einer Datenschutzerklärung oder eine gegen das Telemediengesetz verstossene Datenschutzerklärung wäre zwar über §3a UWG wegen Verstoss gegen die Marktverhaltensregelungen abmahnbar – aber das „Problem“ existiert schon seit Jahren ohne dass Massenabmahnungen publik geworden sind.

4) Ich muss „Onlineshop, Kontaktformular, Webseite, Sonstiges“ schliessen weil ich keine DSGVO-konforme Datenschutzerklärung hinbekomme und ich es auch nicht verstehe
Locker bleiben, gesunder Menschenverstand und die Vorgabe „Speichere keine Daten die über das hinausgehen was für die Abwicklung unbedingt notwendig ist“ reicht.

Der Rest (also z.B. Nachweis, dass die Gegenseite explizit dem permanenten Bewerfen mit Newslettern zugestimmt hat) können die meissten „kleinen Webseitenbetreiber“ bei ihren überwiegend manuell adressierten Newslettern wohl irgendwie bringen und bei Spam-Mails bringt es sowieso nichts.

Einen schönen Seiteneffekt hat es: die ganzen Personalagenturen, bei denen ich mich nie im Leben angemeldet habe und mein Profil „irgendwie“ in deren Kartei gerutscht ist, fragen nun nach ob sie meine Daten auch weiterhin speichern dürfen (natürlich nicht…)

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Werbemails und sonstig unerwünschtes

Versicherungsspam war eine Weile ein echtes Problem: Irgendwelche Deppen mieteten mit gefälschten Kreditkartendaten Webserver und vermüllten nicht nur meine E-Mailadressen.

Schlau ist keiner der Cloudspace-Anbieter geworden: Aus den Netzen von OVH, Aruba, Hosthatch, Voila und auch deutschen Anbietern wie myLoc, Hetzner, Leaseweb siffen die „Jetzt vergleichen!“-Mails weiter.

Da auch bei den deutschen Anbietern das Abuse-Management nicht mehr funktioniert (myLoc: defunct, Hetzner: unfähig, Leaseweb: nicht vorhanden) werden hier bei jeder eingehenden Spammail nicht nur die IP selbst sondern gleich der gesamte Netzbereich ausgesperrt.

Wieviele IP-Adressen und Kunden das als Kollateralschaden betrifft hängt davon ab, wieviel Energie der Provider in die Pflege des sogenannten whois-Eintrag gesteckt hat. Ist der whois-Eintrag zur IP-Adresse des Störers nur grob bis beschissen gepflegt, dann sperre ich schonmal fast 20 Millionen IP-Adressen davon aus, hier Mails einzuwerfen (was in der Praxis keine Auswirkung auf „reale“ Mails hat).

Bei kleineren Anbietern in Deutschland war ich bislang immer zögerlich und habe erstmal die Kollegen über die Problematik informiert. Oder es zumindest versucht – wenn natürlich „abuse@“ und „postmaster@“ mit sinnfreien Antispam-Filtern versehen werden blocke ich die auch.

Dieser Tage hatte ich (was sehr selten ist) 3 erboste Kunden eines Kunden am Telefon denen ich geduldig erklärt habe, dass ihr vermeintlich seriöser Provider in Wirklichkeit mittlerweile ein billigiger „Schwarzhut“ geworden ist.

Deal: ich setze sie auf die Whitelist und in 12 Monaten sind sie bei einem Provider gelandet, der seinen Job ernst nimmt.

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Fliegerradar – und ganz schnell eine gute ADS-B Antenne bauen

Ist nicht wirlich ein „Radar“ sondern wertet nur das Zeug aus, was die Flugzeuge als ADS-B in den Funkäther reinballern.

ADS-B läuft auf 1090MHz im UHF-Band, Empfänger dafür sind rar und teuer – gäbe es da nicht die Firma Realtek in Taiwan China, die eher eine „ach, die Funktionalität bauen wir auch noch mit ein und dokumentieren es“-Mentalität hat und damit eine marktbeherrschende Stellung erreicht hat (für einen Realtek-Chipsatz gibt es im Zweifel Treiber für jedes noch so exotische Betriebssystem).

So auch der RTL2832U, eigentlich „nur“ für UKW/DAB/DAB+ Radio und DVB-T Fernsehen gedacht ist der Chip auch für höhere Frequenzen geeignet und kann damit auch ADS-B „abhören“.

Da DVB-T weitestgehend weltweiter Standard ist, werden die Empfänger mit diesem Chip in Form eines USB-Sticks mit kleiner Antenne und winziger Fernbedienung millionenfach produziert. Bei Abnahme von mehreren 10tausend Stück sinkt der Preis unter das, was man mit Mindestlohn in der Zigarettenpause verdient – auf Amazon landet es für 10,99 EUR im Warenkorb.

Aus der Fernbedienung habe ich die kleinen Batterien gesichert und den Rest zum Auslöten freigegeben. Eine schon etwas ausgelutschte SD von meiner Kamera in einen günstig geschossenen Restposten-RaspberryPI „B Modell 2“ (der kann noch die alten SD-Karten) gesteckt, irgendwo fand sich noch ein Temperatur/Feuchtesensor den ich gleich mit verbaut habe (wollte schon immer mal wissen wie und ob die funktionieren).

Treiber und Software waren schnell kompiliert oder installiert, Anleitungen gibt es im Netz genügend. Alles konfiguriert, gestartet und funktionierte sogar – ich konnte trotz 1. Mai Feiertage 2-3 Flugzeuge „tracken“.

Um meinen Enthusiasmus zu verstehen: Meine Hütte ist im „Loch“ und damit auch das Büro keine direkte Sichtverbindung ins Flachland – was für eine weiträumige Erfassung bei Frequenzen im 1GHz-Bereich notwendig ist. Glücklicherweise sind die meissten Flieger 1km über dem Erdboden und das gesamte Ensemble soll sowieso auf den Dachboden umziehen.

Betreffs der Antenne habe ich mir ganz viele Seiten durchgelesen und jede hat die „Durchschlagskraft“ seiner Antennenkonstruktion gegenüber der mitgelieferten Originalantenne und vergleichbarer Antennen für DVB-T gepriesen.

Meine Zeiten als CB-Funker und späterer „fast“ Funkamateur haben noch nach 40 Jahren im Gedächnis paar Formeln hinterlassen: Die mitgelieferte Antenne ist für DVB-T bei ca. 650 MHz gedacht, bei ADS-B auf 1090 MHz muss sie 69mm lang sein.

Antennenstab gekürzt, danach volles Programm im „Flugradar“.

Merksatz: nicht hyperventilieren sondern erstmal das was da ist brauchbar machen.

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Nidderau mal wieder…

Es sind stets nur Kleinigkeiten, die von der Nidderauer Verwaltung vermasselt werden – das aber mit durchschlagendem Erfolg.

Der „Abfallkalender“ der Stadt Nidderau kann seine Herkunft aus einem Tabellenkalkulationsblatt nicht verleugnen, das sieht man daran dass „info@nidderau.de“ und „www.nidderau.de“ im Orginal bestimmt ein blau unterlegter Link war, den man nach Schwarz umfärbte aber die Unterstreichung nicht los wurde.

In den Vorjahren war es so, dass man aus dem Kalkulationsblatt eine PDF-Datei gemacht hat und die einmal zur Druckerei gab und gleichzeitig online stellte. So ein „Direkt-PDF“ hat den Charme, dass der Inhalt im PDF-Betrachter durchsuchbar ist.

Irgend ein besonders kluger Kopf hat es nun für die Ausgabe 2018 ganz anders und „professionell“ gemacht: der Abfallkalender wurde anscheinend auf einem nicht wirklich gut justiertem Tintenkleckser und auf dünnem Papier ausgedruckt, danach auf dem Scanner irgendwie zusammengefügt und nun als 2.5MB grosses PDF online gestellt.

Kann man machen, sicherlich. Nur ist dieses PDF recht wertlos weil es als reiner Scan einer Papiervorlage nicht durchsuchbar ist und zumindest mein grosser Kycocera-Minolta bizhub mangels Seiten und Formatvorgaben im PDF daraus nichts zaubern kann was nur annähernd nutzbar ist.

Aber immerhin hat man dem Scan 300dpi gegönnt…

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Planet Unwissen – heute: „Bayern 2: Radio Unwissen“

Nach paar hektischen Tagen mit Fehlersuche in einem speziellem Programm und unterwarteten Regen, der mich von der Rasenpflege abgehalten hat erschien heute 15 Uhr mit lautem „BING“ still und leise ein Kalender-Popup auf dem Bildschirm, dass ich mal bei meinem bevorzugten Schildermacher nachhaken sollte was denn mein Auftrag macht.

Auf der Fahrt dorthin hörte ich auf Bayern 2 „radioWissen am Nachmittag“ zum Thema „Unsere wilden Bestäuber“ in dem es um Hummeln und Bienen ging.

Klar nehme ich nebenbei auch neues Wissen zu diesem Thema auf, aber auch diese „Wissensvermittelnde Sendung“ war so von durchgequirlter Scheisse aus volkstümlichen Irrtümern und Pressemitteilungen der üblichen Panikverursacher und Öko-Spendenkonzerne durchsetzt dass ich jetzt ebenfalls langsam überlege ob meine Rundfunkgebühren tatsächlich in etwas münden, was den Bildungsauftrag erfüllt.

Die „Wissenssendung“ des BR erfasste in einer Stunde wirklich jeden Mythos und völlige Bullenscheisse der Neuzeit – das ganze aufgefüllt mit Satzschnipseln von einem Forscher aus München den ich hier nicht nennen mag weil ich nicht wirklich was Relevantes zu seiner Person gefunden habe.

Zb. dass Albert Einstein gesagt haben soll „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben

Dazu möchte ich Abraham Lincoln zitieren:

Und damit hat Abe recht, denn das Einstein-Zitat ist erfunden. Wer den Werdegang dieses Spruchs nachvollziehen möchte darf hier bei QuoteExplorer nachlesen.

Und dann in der BR2 Sendung weiter im Text dass natürlich nur das böse Glyphosat, die industrielle Landwirtschaft und die besonders bösen Neonicotinoide daran schuld sind dass die Bienen und Hummeln in ihrer Existenz bedroht sind.

Gut – bedroht in der Existenz sind vorallem die Imker, die über die letzten Jahre und Jahrzehnte bevorzugt quergekreuzte und „sanftmütige“ Rassen verwendet haben – mit dem Resultat dass die Tiere recht anfällig gegen diverse Krankheiten wurden.

Ich hatte 2016 das Vergnügen, mit einem professionellen Imker zu sprechen und der meinte in etwa „Bienenzucht ist kompliziert, der Markt aber ist durchseucht von Hobbyimkern deren Völker schon von kleinsten Widrigkeiten eingehen – und die verfälschen die Statistik“.

Weitere klarstellende Links zum Thema gibt es hier in dem Artikel von Johannes Kaufmann.

Qualitätsjournalismus bitte….

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