Nachruf

20141213-Wetten-dass-Nachruf

(Gefunden bei NDR Extra3)

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Darwin Awards (mit speziellem Gruß an Greenpeace)

Irgendwann drehe ich mal einen Film über die Menschen und Organisationen, die sich im realen Leben durch ihre Handlungsweise als Volltrottel und Totalidioten “geoutet” haben.

Hier eine kleine Auswahl, leider als Grafiken weil Witzeportale nur Bilder und Videos – aber keinen Text zulassen (hmm.. eigentlich auch schon wieder ein Uberfail).

budapest-bus

greepeace

stupidness

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Weihnachtspuzzel

weihnachtspuzzel

Wer immer auch Weihnachten erfunden hat – ich würde ihn dafür am liebsten ans Kreuz nageln.

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Kurz vor Weihnachten oder: Was macht Murphy mit meinem System?

Ich fühl mich mit meinen Systemen im Rechenzentrum recht wohl. Zwei dicke Server mit vielen kleinen Virtuellen Maschinen (VM) die sich gegenseitig ihre Daten spiegeln. Fällt ein Rechner aus, startet man halt die VMs auf dem anderen Rechner und gut ist. Ein dritter Rechner war für den Herbst vorgesehen, aber irgendwie hab ich nie die Zeit gehabt und es auf die Weihnachtsfeiertage verschoben.

Letzten Freitag hat der zweitwichtigste Rechner nach 450 Tagen Dauerbetrieb die “Grätsche” gemacht. Naja, er wurde ja auch richtig derbe belastet die letzten Tage, da darf man das auch mal. Ein Kollege im RZ hat neu gestartet, die Maschine war auch schnell wieder da. Kurz geschaut ob alle VMs angelaufen sind und dann ab ins Wochenende.

Montag beschwerte sich ein Kunde, dass seine Webseite nicht läuft. Also mal nachgeschaut und gesehen, dass alle Festplatten nur zum Lesen geöffnet sind. Nach Rücksprache mit paar Kunden war Reboot um 19 Uhr angesagt. Neu gestartet, Anruf aus dem Rechenzentrum “da tut sich gar nichts”.

Also Auto, Frankfurt, Einchecken, Datafloor, Serverschrank suchen. Nun haben die Kollegen dort alles auf Energiesparen getrimmt. Wo die Kaltluft reingeblasen wird (Vorderseite) ist alles ordentlich abgedichtet und schön kühl, der Gang auf der Rückseite (wo Monitor und Tastatur angeschlossen werden) ist dafür jetzt eher eine Sauna und auch alles recht beengt. Alles angeschlossen, geschaut – Maschine startet nicht mehr. BIOS vom RAID sagt, dass Platte 2 weg ist. Also gesagt “Du nimmst die jetzt wieder”, neu gestartet, gleiches Ergebnis. Macht nichts, wir bauen den Rechner aus und prüfen das Zuhause.

Am Dienstag morgen erstmal in Hanau beim Saturn eine 2TB USB Festplatte organisiert und die Daten gesichert. Dummerweise hat der Server nur USB2.0, das wurde alles etwas langsam. Leider konnte man die USB-Platte nicht auf SATA umbauen, also nochmal nach Hanau in den Weihnachtstrubel und eine schnelle, konventionelle Platte gekauft. Angeschlossen, formatiert, gut 1TB Daten abgenudelt und in der Zwischenzeit bei meinem Lieblingsschrauber zwei passende Festplatten fürs RAID-Array organisiert.

Platte 2 getauscht, neu gestartet. Platte 2 da, dafür fehlt nun Platte 3. Diese auch getauscht und nur Fehlermeldungen einkassiert. Bisserl herumtelefoniert, paar Kollegen angeschrieben. Im Rechenzentrum dann die wichtigsten VMs auf dem ersten Server gestartet – da war es schon Mittwoch Nachmittag (bei diesen Datenmengen und Festplatten dauert alles 5x länger als gedacht).

ImplantatDonnerstag morgen Anruf eines lieben Kollegen der meinte “also das riecht eher nach defekter Backplane” (das ist so ein ziemlich hochtechnisierter Streifen Platine der hinter den Festplatten sitzt und die Daten verteilt). Klasse – denn mein Tag war ziemlich vollgestopft mit Terminen, die man nicht absagen darf (unter anderem will mir der Chirurg nun endlich das Implantat in den Kiefer schrauben und ausserdem brauch ich dringenst Heizöl). Nach Zahnarzt dann erstmal 3 Stunden Sofakuscheln – der Rest des Tages war für Kamillentee und Ibuprofen vorgesehen.

Freitag dann beim Kollegen eine gebrauchte 1HE Pizzabox, 2×4 Cores, 16GB RAM und 3x 1,5TB Platten abgestaubt. Hat keinen RAID-Controller, also Software-RAID unter Debian. Installiert, bootet nicht. Wieder telefoniert und gemailt, Ursache gefunden (auf den Fehler muss man kommen). In der Zwischenzeit kam die Mail eines Kunden dass einer seiner Kunden nachfragt, wo denn seine Webseite geblieben ist.

Windows Server 2012Oh – dachte ich mir, da haste eine VM übersehen. Kein Problem, einbinden und starten. Prompt gegen die Wand gelaufen. Windows 2012? Aua. Schnell bisserl was umgestellt, Maschine startet, will sich anmelden, PLATSCH, gleicher Fehler. Suchen, Logfiles auswerten und siehe da: Dem Virtualisierungslayer fehlt ein kleines Feature. Dazu müsste man dort alle Maschinen herunterfahren, ein Update machen. Das geht aber nur mit einem aktuelleren Kernel, das heisst Reboot. Und ich werde den Teufel tun, diese Kiste *jetzt* neu zu starten ehe nicht eine zweite Maschine als Backup im Rack ist.

Also jetzt am Samstag schnell den neuen Server fertig machen. Backup-Festplatte eingestöpselt, neu gestartet, Platte wird nicht gefunden. Anscheinend sind die zwei SATA-Ports auf dem Motherboard nur zur Verzierung da. Also die Workstation hier runterfahren, aufmachen, Platte einhängen und nun wird das gemächlich übers Netz kopiert. Dank Gigabit-Kupfer geht das sogar recht zügig – 180GB in “nur” 3 Stunden…. Kann man bestimmt schneller machen, aber das dauert dann noch länger.

Die Windows-VM zuerst kopiert, startet klaglos. Das hätte sie schon vor 2 Tagen machen können. Jetzt werden noch die restlichen Sachen kopiert, heute wird das eh nichts mehr mit dem Rechenzentrum – aber ich arbeite Sonntags ganz gerne :-)

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Gib, so wird Dir genommen

Ich supporte gerne kleine Unternehmen, manchmal entwickelt sich daraus was richtig großes und ich kann mir meine Investitionen wieder reinholen.

Meisstens scheitert es aber eher am Dunning-Kruger Effekt der Gegenseite, daher werde ich ab jetzt nur noch mit Leuten zusammenarbeiten die grundlegende kaufmännische Kenntnisse haben und selber wissen, dass Arbeitsstunden teuer sind.

Letzter Fall: “Aktion Sorgengrill”

Ich wurde 2013 von jemanden (nennen wir ihn Otto) angesprochen, der für sein Gewerbe dringend eine kleine Homepage braucht. Vorhanden war nichts (also kein Logo, kein Schriftzug – wirklich nichts, noch nicht mal eine E-Mail Adresse). Ich gab ihm meine Visitenkarte mit der Bitte, mich am Donnerstag anzurufen wegen Gesamtpaket und Preis. Danach schnell meine Kollegen abtelefoniert was denn für seine Branche eine Logoentwicklung kosten würde, paar Texte, Gesetzgebung beachten und kleine Webseite. Fotos vielleicht noch. Mal schnell bei den wenigen Mitbewerbern geschaut, da gibt es kaum Webseiten zum Thema und die sind vor 20 Jahren das letzte Mal aktualisiert worden.

Alles vorbereitet, grobes Angebot zusammengestellt (insgesamt mal 2 Stunden weg) und was am Donnerstag nicht kam war natürlich der Rückruf von Otto. Ich habs beiseite gelegt und mich geärgert dass ich da überhaupt eine Reaktion gezeigt habe. “Alles ganz dringend”.. so so.

Monate später kam Otto dann mit einem Anruf um die Ecke, aber nicht wegen seiner Homepage sondern die von seinem Kumpel (nenne wir ihn Paul) der Grills schweisst und mit ihm einen Cateringservice aufbauen will.

Name, Logo, Geräte – alles schon da, etabliertes Unternehmen – fehlt nur noch Webseite. Ich sagte mal “Ok, für 500 EUR lässt sich da was für den Anfang machen”. Wie oben bereits gesagt: ich hab ein Herz für Unternehmungen und buttere auch gerne mal zu wenn mir die Arbeit Spass macht.

Termin für nächsten Samstag vereinbart, Wetterbericht schaut gut aus, Kamerarucksack und hingefahren. Bei Ankunft gabs erstmal die 500 EUR als Vorschuss “Ich besorg noch paar Mädels und dann fahren wir ein Stückchen weiter um Fotos zu machen”.

Abgesehen davon, dass das Wetter schlechter wurde: Fotos von was? Ein zum Grill umfunktioniertes, schwarz angemaltes Ölfass mit einem Rinderschädel ist schlecht zu fotografieren (zu hohe Kontraste, braucht entsprechend Licht und Vorbereitung). Und alles, was sonst als “fertig” versprochen wurde, befand sich zu diesem Zeitpunkt im um/an/abbau.

Ich hab mal paar Fotos geschossen um eine Idee zu bekommen, wie man sowas ausleuchten muss (“Schwarze Madonna vor schwarzem Hintergrund” ist immer ein Problem) und folgte der Versammlung ins Haus um trotz des Reinfalls noch etwas Produktivität in Gang zu bringen.

“An welchen Namen für das Unternehmen habt ihr denn so gedacht?” “Ja, das ist *******, damit machen wir das schon lange.” Kurze Recherche bei DENIC und DPMA: schon lange als Marke in der gleichen Nizzaklasse registriert (wem das alles nix sagt – für irgendwas muss meine Erfahrung ja gut sein). Jedenfalls lange Gesichter beim Kunden. Alternativnamen eruiert. Irgendjemand in der Truppe hat bereits Fotos mit dem Mobiltelefon geschossen, die wollte ich haben.

Mailadressen ausgetauscht – keiner der anwesenden Männer (ausser mir) hatte eine E-Mailadresse, nur deren Frauen und Freundinnen.

Das fängt ja gut an.

Also: bitte weiter Vorschläge für Namen damit ich das prüfen kann. Alle Fotos die irgendwie irgendwann geschossen wurden und relevant sein könnten per Mail oder CD an mich. Ich such derweil nach einem WordPress Template, plane grob den Aufbau und beschliesse für mich selber, dass ich wohl auf den nächsten 4-5 Events für paar Schnappschüsse anwesend sein muss um irgendwie Live-Material für die Webseite zu bekommen, denn für Standbilder der Geräte brauch ich ein großes Studio mit Lichtwanne oder jemanden, der paar Stunden in Photoshop fürs Freistellen investiert – in einem 500 EUR Budget einfach nicht drin.

Es tat sich nichts, dann irgendwann ein Termin irgendwo 1 Stunde Fahrt von mir entfernt (und ich dachte, die sind total ausgebucht sodass es mindestens 2x im Monat irgendwas zu fotografieren gibt). Lockere Party im Biergarten, das Grillensemble war eher nicht sonderlich Fotogen und die Zapfanlage (eigentlich ein Hingucker) halt nur ein unproduktiver Dummy.

Mein geliebtes Eheweib versuchte in der Zwischenzeit mit der Frau von Paul irgendeine dekorative Teil-Ansicht des Ensembles zu generieren, ich hab mal mit Weitwinkel draufgehalten (nach hinten kein Platz) und ob des wolkenverhangenen Himmels auch mal den Blitz angeschmissen. Noch die “üblichen” Fotos geschossen (Auftraggeber und Auftraggeber von Auftraggeber mit Frau im Arm) und gerne das Angebot angenommen, auf Kosten des Hauses einen Fetzen Fleisch zwischen Brötchenscheiben zu verzehren. Im Prinzip alles gut – hätte Fleisch zum Brötchen gepasst wäre es auch ohne Kollateralschäden verzehrbar gewesen. Meine substantiiert vorgetragene Kritik zur Sache wurde jovial abgebügelt, ich habe es mir abgewöhnt darin einen Affront zu sehen – es ist lediglich ein Alarmzeichen, dass da jemand Dunning-Kruger ist.

Im Büro angekommen hab ich die totalen Ausfälle der Bilderserie entfernt und alles, was irgendwie mal durch Ausschnittsvergrösserung, Retusche und sonstwas brauchbar wäre für den Kunden unbearbeitet auf meine Bilderplattform gestellt. Wie sonst auch – keinerlei Reaktion vom Kunden.

Meine kurze Bilanz bis zu diesem Zeitpunkt: paar brauchbare Domain- und Geschäftsnamen gefunden, selber eine Sammlung Keywords zum Thema angelegt, paar gut passende Templates für WordPress gefunden. Texte und Fotos fehlen noch gänzlich, ich hoffte auf die nächsten Veranstaltungen (bevorzugt in der Dunkelheit, da kommt Grill & Feuer am besten).

Die 500 EUR an Vorschuss waren bis dahin schon längst aufgebraucht (soweit zum Thema “ist alles fertig”), aber was zugesagt ist halte ich auch.

Aber irgendwie hat mich ein Termin erreicht für einen Samstag wo ich eigentlich noch im Urlaub wäre. Aber weil 7 Tage eh zu lange sind hab ich halt den Urlaub auf 5 Tage gekürzt damit ich dort fotografieren kann. Ich hatte dann ein sehr entspanntes Wochenende weil mir keiner verraten hat, wo die Location ist – dafür wurde mir Wochen später recht kurzfristig ein neuer Termin genannt für ein Meeting.

Also wieder Termine umgeschaufelt um dann einen Tag davor einen Anruf von der Frau von “Paul” zu erhalten, dass man die Zusammenarbeit beenden möchte.

Als Gründe wurden angeführt:
1) Die Qualität der Fotos seien schlecht, unter anderem wäre auf einem Foto links eine Toilettentür zu sehen.
2) Die Sache würde nicht vorwärts kommen.

Zu 1: Probefotos sind Probefotos.
Zu 2: Kunststück wenn die Kommunikation über Mobilrufnummern geht wo nie einer rangeht oder Mails die verschwuinden.

Aufwand ca. 800 EUR gegen Einnahme von 500 EUR schmerzt nicht so sehr wie mein Verlust an den Glauben an die Menschheit.

Dreist wurde es dann später, als die 500 EUR zurückgefordert wurden – interessanterweise nie durch den “Geldgeber” sondern nur durch Kumpels und/oder Ehefrauen.

Ich entgegnete nur “Wohin mit der Rechnung?” und habe sorgfältig dokumentiert wo an welcher Stelle welcher Aufwand getätigt wurde und auch das Ergebnis beigefügt.

4 Wochen später fragt Paul telefonisch an, warum ich 500 EUR berechnet habe obwohl die versprochene Homepage fehlt.

Ich brauch noch vor dem 31.12.2014 ein neues Beissholz – bis zur Lieferung übe ich an der Schreibtischkante Genugtuung.

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Gartenhütte?

Ok – die Firma gibt es, hat aber keine eigene Webseite. Und der Aufdruck ist ein Fake aus Gimp oder Photoshop.

Aber alleine die Sprachlyrik ^^

gartenhütte

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Kunst zum Morgen

Gerhard, Sofortreflexe bitte hier im Kommentar ablassen und nicht per Mail :)

modern_art

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Fachkräftemangel Teil 2

Ok – es gibt wirklich nicht genügend Fachkräfte.

deospray

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F(l)achkräftemangel

Vor paar kurzen Jahren hat mich ein befreundeter Headhunter gebeten, einem seiner Kunden auszuhelfen. Hatte danach ein nettes Gespräch mit dem Chefentwickler und als ich beim Kunden angekommen war hat sich jener Chefentwickler mit anderen Verpflichtungen entschuldigt und ich sass in einem Raum mit einem Geschäftsführer, der augenscheinlich in seinem früheren Leben Verkäufer und entsprechend unfähig war das Thema “Softwareentwicklung” zu verstehen sowie einem Team von jungen Heranwachsenden (um den Terminus “Vollidioten” zu vermeiden).

Aus diesem Team stach ein etwa 25 jähriger Programmierer hervor, der mich mit der Härte seiner Jugend versuchte zu provozieren indem er mir Fangfragen stellte wie ich denn dieses oder jenes Problem lösen würde.

Und ich sagte stets “naja, dazu bräuchte ich jetzt aber die Information wie denn dieses oder jenes Problem davor gelöst wurde oder ob es Alternativen gibt” und die Antwort war “das ist Betriebsgeheimnis” (oder in meinen Worten formuliert “Bub, Du hast absolut keine Ahnung um was es geht und bist völlig überfordert – Deine Chance dich mir anzuvertrauen damit wir die Chose in den Griff bekommen hast Du gründlich versaut – ich gehe nun eine Kippe rauchen und Du machst was Du willst”).

Bei der angekündigten Zigarette stand ich in einem Häuflein Angestellter, die mir auf Rückfrage versicherten dass keiner vom gesamten Entwicklerteam länger als 6 Monate dabei bleibt und daher alles recht schwierig ist weil die Firma bevorzugt junge Kräfte in 24/7 Schichten verschleisst als das mal ordentlich zu machen.

Ich hab die Story meinem Headhunter erzählt und meinte “Naja – also wenn das nicht dein Kunde gewesen wäre, ich wäre nach 10min wieder nach Hause gefahren” und der meinte “Ja, der Kunde meinte auch, wenn er nicht von mir gekommen hätte man Dich sofort rausgeschmissen”.

Gut – der ungenannte Personalberater verdient an dem Chaos der “Hire & Fire” Politik dort richtig gutes Geld und hat auch kein wirkliches Interesse daran, dass dieses Unternehmen jemals in geordnete Bahnen geführt wird. Entsprechend sind auch die Bewertungen auf diversen Jobportalen – sobald der Name des Unternehmens durchsickert will man dort nicht mehr arbeiten.

Und so entsteht der “Fachkräftemangel” – eine Sau, welche zB die Bitkom alle 3 Monate frisch geputzt durch das Dorf jagt.

In einer Diskussion im Heise-Forum (meine Ignore-Liste dort ist länger als das Defizit im Bundeshaushalt und wird immer länger) meinte ein junger Kevin dass sich jeder meine Berufserfahrung aus 20 Jahren problemlos in 5 Jahren aneignen kann. Oder dass man im trockenen Schwimmbad die Fortbewegung im Wasser so gut lernen kann dass man danach problemlos den Ärmelkanal durchschwimmen kann.

Diese jungen Volltrottel glauben das noch. Und dann bekomme ich irgendwann mitten in der Nacht einen Anruf eines jener jungen Kollegen die sich vorher im Wahn befunden haben durch ihre ganzen Zertifizierungen in der Lage zu sein ein komplexes Firewall-Setup in der Grössenordnung einer kleinen Sardelle zu managen – “a fool with a tool is still a fool”.

Ich weigere mich da mittlerweile zu helfen, stecke aber deren Chefs gerne meine Visitenkarte zu. Wenn der Leidensdruck groß genug ist werde ich meinen Spass daran haben (die Firma spart auf einen Ferrari als Dienstwagen für mich).

Wie es sonst noch um den Fachkräftemangel aussieht – hier eine Reportage dazu.

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Energiesparschlampen (Teil 2)

(die Vorgeschichte)

Im Büro hab ich 2 Leisten aus dem Paulman Lampensysstem.

2x 2KW Halogenstäbe, eine Hand voll fetter Stromfresser die ausser Infrarotstrahlung kaum Licht abgeben und dann frei nach John Lennon “Give Technology a Chance” 3 der kleinen Strahler durch LED, Öko-Halogenfunzel und Miniatur-Neonröhre (wie man sie in modernen Energiesparlampen findet) ersetzt.

Die Büro-Festbeleuchtung wird nur selten gebraucht, vielleicht 3x in der Woche (zum Nachfüllen des Espresso-Automaten für den Abendkaffee, wenn im Dunkeln noch Besuch kommt oder wenn es im Büro ausnahmsweise mal kalt ist).

Mir kam das heute alles irgendwie etwas dunkel vor und Tatsache: Der LED-Strahler, die Öko-Halogenfunzel und die Miniatur-Neonröhre haben anscheinend nacheinander und völlig unbemerkt in der lezten Woche in Elektroschrott verwandelt wärend die “klimaschädlichen Leuchtelemente” völlig ungetrübt ihren Dienst versehen.

Hab heute mal im Baumarkt geschaut: ein Öko-Ersatz aller kaputten Leuchtmittel des Paulman-Systems kostet mich ca. 150 EUR. Die konventionelle Variante nur 30 EUR, aber die wird nicht mehr angeboten.

Quizfrage: für die Differenz von 150-30 = 120 EUR kann ich wie lange ca. 3 KW Leistungsaufnahme in Licht umsetzen bei einer totalen Nutzungsdauer von ca. 2h per Monat im Jahresmittel?

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