Keine Zeit wegen Industrie 4.0

Ich lebe noch. Leider geht viel Zeit für beruflichen Kleinkram drauf.

15 Stück * 2,74 € = 27,40 € WTF?

Hier hat der Programmierer es gleich gelassen, irgendwas auszurechnen… (2 Stück * 1,69 € = 0,00 € – keine kostenlose Nachlieferung)

Veröffentlicht unter Dies und das... | Hinterlasse einen Kommentar

Zwangsupdate Windows

Meine Windows-Instanz für DATEV „Unternehmen Online“ brauchte mal wieder ein Update. Und Windows meint es immer gut mit mir: Der Download der Updates findet im Hntergrund statt („Warum ist die Instanz plötzlich so zäh zu bedienen?“) und am Ende kommt die liebevolle Aufforderung „Jetzt aber Ruck-Zuck die Arbeit einstellen und neu booten“ („Um Himmelswillen jetzt nicht!“).

Nach dem Booten kommen so komische Beschwerden über die Auslagerungsdatei und dass man doch bitte deren Größe neu festlegen soll – eine völlig korrekte Antwort, aber nutzlos.

Dicker Nebel. Ein kleines amerikanisches Flugzeug hat sich verflogen. Der Pilot kreist um das oberste Stockwerk eines Bürohauses, lehnt sich aus dem Cockpit und brüllt durch ein offenes Fenster : „Wo sind wir ?“

Ein Mann blickt von seinem PC auf : „In einem Flugzeug !“

Der Pilot dreht eine scharfe Kurve und landet 5 Minuten später mit dem letzten Tropfen Treibstoff auf dem Flughafen von Seattle. Die verblüfften Passagiere wollen wissen, wie der Pilot es geschafft habe, sich zu orientieren.

Ganz einfach“, sagt der Pilot. „Die Antwort auf meine Frage war kurz, korrekt und völlig nutzlos. Ich habe also mit jemanden von der Microsoft-Hotline gesprochen.

Das Microsoft-Gebäude liegt 5 Meilen westlich vom Flughafen Seattle, Kurs 87 Grad.“

Real war das mit der „Auslagerungsdatei“ ein verschämter Hinweis darauf, dass Windows es mal wieder geschafft hat jeden verfügbaren Platz auf der Festplatte zu belegen.

Von den 40GB, die ich der Instanz zugewiesen habe, gehen 4GB für die Auslagerungsdatei drauf. Dann nochmal 4GB die in \windows\temp\ aufgelaufen sind und 8GB alter Updateschrott. Der Rest der 24GB ist das für DATEV „Unternehmen Online“ notwendige C# Framework und bisserl Betriebssystem.

Anleitungen, diesen „Schrott“ zu breinigen, gibt es viele im Netz. Der Nachteil ist: Nach der Bereinigung brauchts einen Neustart – der eine Ewigkeit dauert weil die alten Systemupdates / Wiederherstellungspunkte umständlich aus allen möglichen Datenbanken ausgetragen werden müssen (sowas ist einer Virtuellen Maschine sowieso immer etwas langsamer).

Naja, dann bau ich mir in der Zwischenzeit aus Teeboxen maßgeschneiderte Stiftehalter…. (Ja – dieses End-Update von Windows dauerte wirklich so lange).

Veröffentlicht unter Ausgewähltes, Hardware | Hinterlasse einen Kommentar

40µ NO2 Debatte

Eines ist mir in der Debatte über die 40µGr Debatte nicht klar…

„Im Jahresmittel dürfen in der Luft nicht mehr als 40 Mikrogramm (40µGr) Stickstoffdioxid pro Kubikmeter gemessen werden“

Ob jetzt also dieser umstrittene 40µ Grenzwert überschritten wurde, lässt sich nur über eine Mittelwertbildung über die vergangenen 12 Monate ermitteln und eine Prognose für die kommenden 12 Monate trauen sich nicht mal die Wahrsager vom QVC Verkaufskanal zu.

Es ist mir also ein Rätsel, wie die Deutsche Umwelthilfe es geschafft hat die jeweiligen Richter zu überzeugen, dass „gerade jetzt“ die NOx Belastung so hoch ist, dass eine akute Gefährdung der Anwohner existiert und ein Fahrverbot erlassen werden muss.

Spaltung der Gesellschaft

Ja, wir haben eine Spaltung der Gesellschaft.

Und die geht nicht nach „Arm/Reich“ sondern wer der grösste Profiteur der Oberflächlichkeit, Bequemlichkeit und Lernunwilligkeit der Nachkommen der 68er Generation ist.

Neulich bei einer Kollegin eine Einführung ins Brotbacken. Gläserne Augen bei meinen Erklärungen, alles auf Durchzug im Hirn.

Paradigmenwechsel: „Hefi-Hefi hat Hunger, füttern musst Du“ – plötzlich verstehende Augen und eifriges Nicken.

Kopf-Tisch



Veröffentlicht unter Dies und das... | Hinterlasse einen Kommentar

Problembehandlung

Ich hab mal wieder meine Windows 10 Maschine gestartet. Nicht dass ich das unbedingt brauche, aber man sollte die Updates einspielen wenn man Zeit hat und nicht erst dann, wenn der Rechner wirklich gebraucht wird.

3 Stunden und etliche Reboots später sah die Installation so aus:

Macht nichts, dafür gibt es ja die Problembehandlung.. Oder eher doch nicht:

Ehe ich jetzt den Kundensupport anrufe (was meine Nerven ruiniert), schau ich mal im Store was Microsoft für die Lizenz haben will (da kostet es „nur“ das Geld meiner Firma):

Ich mach den Rechner wieder aus und prokrastiniere

Veröffentlicht unter Hardware, Hohmanns schlimmste Reisen | Hinterlasse einen Kommentar

Chemie im Brot

Mittlerweile habe ich den Brotbackprozess (wir sprechen hier von dem 8ten Brot in meiner kleinen Karriere) recht gut im Griff: Am Wochenende bekommen wir über den Lieferdienst leckere Brötchen der Bäckerei Phillipi , Samstag abend mach ich schnell den Vorteig für das fast schon traditionelle „Montagsbrot“ fertig was dann Sonntag abend gebacken wird.

Brot backe ich aus paar recht simplen Gründen selber:

  • Ich habe mich als Naturwissenschaftler und in der Kindheit von Jean Pütz mit der Hobbythek geprägt schon immer für solche „Selbermachthemen“ interessiert.
  • Ich bin von Beruf Systemadministrator und Programmierer und daher gewohnt, dass ich eh alles selber optimieren muss.
  • Ich habe Spass am experimentieren.
  • Der Wichtigste: ich hätte gerne Montag morgen zum Wochenstart ein halbwegs frisches, kräftig gesäuertes Roggenbrot zum Frühstück (könnte der og. genannte Lieferdienst leisten, aber dann liegt das Brot im Winter wie auch Sommer ungünstig klimatisiert erstmal paar Stunden vor der Tür bis ich es reinhole).
  • Und dann gibt es so paar Nebenbedingungen dass meine Frau sagt, dass ihr das letzte Brot etwas schwer lag – dann kann ich das selber steuern.
Mein vorletztes Brot, ganz einfache „Detmolder Einstufenführung“ wo ich etwas mit Schwaden und einem Übergang von Unterhitze auf Umluft experimentierte.

Das vorletzte Brot war äusserst lecker, am Mittwoch fast aufgefuttert und für Donnerstag nichts mehr da.

Mit hinreichend Kenntnis über den Gesamtprozess Mittwoch morgen den Vorteig angesetzt und entsprechend weiter“gepflegt“ und schon nach 8 Stunden (statt 15h) mit etwas Gewalt zum Brot weiterverarbeitet – mit der Konsequenz, dass der Boden recht engporig bis klebrig war und das Brot insgesamt eine etwas weiche Konsistenz hat (jammern auf höchstem Niveau).

Das sind dann die Momente wo ich mir wünsche doch Zugriff auf die Schatzkammer der Lebensmittelchemiker zu haben – ich habe da keine Berührungsängste.

Wir hatten heute Besuch von einer Aussendienstmitarbeiterin, es ging um die Reparatur oder Austausch eines Firmengerätes. Und bei Technik landet man dann schnell bei der Kaffemaschine, Staubsaugerrobots, Thermomix und bei meinem Teekocher – worauf die Gesellschaft in der Küche beim selbstgebackenen Brot landete.

Madame Vertrieb war etwas ungläubig bis das geliebte Eheweib einfach mal ein Stück vom leicht missratenen „Schnellbrot“ angeboten hat. Ungläubiges Staunen „und das ist wirklich nicht von der Bäckerei?“ mit folgender Diskussion („für meinen Geschmack zu wenig Salz“).

Naja, und dann halt von der Dame das Eingeständnis dass sie ja eigentlich auch gerne vermehrt Selberbacken würde – mitsamt dem anschwellenden Mopsgesang über Chemie im Essen.

Eigentlich ganz einfach:

  • Wenn ich keine „böse Chemie“ im Essen haben möchte, dann muss ich mit halbwegs frischen oder naturgemäss lange haltbaren Lebensmitteln „frisch zubereiten“ mir die Zeit für den Einkauf und die Zubereitung nehmen.
  • Wenn ich nicht damit leben kann, dass „ohne böse Chemie“ die persönliche Lebensgestaltung zu sehr beinflusst wird, dann muss ich halt mit den Fakten leben.

Mir ist Chemie im Essen recht egal, die Gesetzgebung und regelmässige, vorgeschriebene Kontrollen sorgen dafür dass ich immer saubere Lebensmittel einkaufe die mich – nach Stand der Forschung – nicht schädigt.

Interessant werden solche Diskussionen dann, wenn das Offensichtliche jede Verschwörungstheorie schlägt und die Irren trotzdem die Lufthoheit über den Foren-Stammtischen behalten (wie zb. Vitamin C / Ascorbinsäure im Mehl).


Veröffentlicht unter Suff & Fraß | Hinterlasse einen Kommentar

Edel-Spam

Received: from alecrim.presidencia.gov.br (alecrim.presidencia.gov.br [170.246.252.106])

Spam direkt aus dem Brasilianischen Präsidentenpalast – sowas edles hab ich vom Deutschen Bundestag noch nie bekommen. Vemutlich weil die Berliner (trotz aller gegenteiligen Behauptungen) ihr IT im Griff haben.

Veröffentlicht unter Ausgewähltes | Hinterlasse einen Kommentar

Steam und die Rückerstattung

Einer der Vorteile bei der Fa. Bofrost ist, dass man gekaufte Tiefkühlkost auch nach dem Aufessen des Packungsinhalt reklamieren kann. Wenn es nicht geschmeckt hat, wird der Kaufbetrag gutgeschrieben. Der Fahrer hat (so wurde mir versichert) keine Nachteile, Produkte mit einer hohen Stornoquote fliegen einfach aus dem Programm oder werden rundumerneuert nochmal in den Katalog aufgenommen.

Da so eine TK-Packung in unserem Haushalt für mindestens 2 Mahlzeiten reicht, geben wir auch erst qualifziert mit Feedback zurück, wenns beim zweiten Mal auch nicht geschmeckt hat.

Bei Computerspielen ist das ähnlich: Es gibt die Platform „Steam„, über die alles vom übers Wochenende programmierten Gelegenheitsspiel bis hin zu hochkarätigen Triple-A („AAA+“) Spielen verkauft werden.

„Irgendwo dazwischen“ gibt es auch die sogenannten „early access games“, bei denen die Entwickler ihr halbfertiges Programm durchaus Spielbar auf dem Markt für 1,00 bis 30,00 oder mehr Euro anpreisen – in der Hoffnung, dass hinreichend viele Spieler dieses Rumpfgerüst für Entwicklungsfähig halten und ihren Obolus geben.

Sowas ist meiner Erfahrung nach immer eine 50/50 Chance und man muss sich die Leute hinter dem Projekt anschauen.

Wie zb. „Helium Rain„, eigentlich eine saugute Grundidee mit paar absoluten Nervtötern in der Realisierung – und ausgerechnet von denen will der Autor nicht abrücken und blockiert sich und die Weiterentwicklung massivst.

Selbstverständlich sind natürlich auch „fertige“ Spiele wie „EVERSPACE“ (ich habe bewusst mal eine deutsche Entwicklung gepickt) vom Problem der Rückgabe betroffen.

Everspace ist recht „einfach“ : man fliegt in seinem Raumschiff von Sektor zu Sektor, sammelt ein was man findet (oder auch nicht), kann damit sein Flugobjekt verbessern um dann irgendwann doch von einem überlegenen Gegner vernichtet zu werden. Alles zurück auf Anfang, aber man kann sein Gefährt langsam und stufenweise verbessern.

Ich habe Everspace 8 Stunden gespielt um mir nicht nachsagen zu lassen, dass es nicht hinreichend probiert habe.

Naja, irgendein Algorithmus war der Meinung, dass 8 Stunden „hinreichende Nutzung“ ist und hat meinen Antrag auf Rückerstattung abgelehnt.

Da kommt man schnell in einen Teufelskreis: Komplexere Spiele die mehr als 2-3 Stunden Einarbeitung benötigen müsste man eigentlich sofort zurückgeben, auch wenn eine Chance besteht dass man später damit zurecht kommt und sich wohlfühlt.

Naja, ich bin nicht Steam..


Veröffentlicht unter Dies und das... | Hinterlasse einen Kommentar

Die Achse des Blöden

Ich habe nun wirklich alle Blogs und Foren abgegrast, die sich mit dem Thema „Sauerteig“, „Roggenbrot“ und „Brot im Allgemeinen“ beschäftigen.

Auffallend ist, dass fast alle Blogger und Forenschreiber die alte von den Nazis propagierte Ideologie des „nahrhaften Vollkornbrots“ (also letztendlich ein mit wenig Aufwand gemahlenes Roggenmehl als Brotgrundlage) priorisieren.

So mit dem üblichen Tamtam „volles Korn und damit für den Körper wichtige Vitalstoffe“, die sicherlich folgenden Beschwerden über Blähungen und Übelkeit werden dann im nächsten Forum in ähnlicher Qualität „kuriert“.

Auch die „Spontansäuerung“ von Roggenmehl (ein nicht wirklich gut kontrollierbarer Prozess, den schon die alten Ägypter vermieden haben in dem sie ihre Sauerteigkulturen über lange Zeit pflegten) gehört zu einer der ideologischen Grundsäulen in diesen Foren – wer das Wort „Hefe“ erwähnt wird gesteinigt, gevierteilt und im toten Meer versenkt.

Letztendlich ist so ein Sauerteig eine stabile Kultur aus Brauhefe und Milchsäurebakterien, wer das Pech hat, eine Spontansäuerung mit unkontaminierten, sauberem und kontrolliertem Industriemehl aus dem Supermarkt zu probieren scheitert regelmässig und gibt auf (oder macht einen Ökotrip durch die Region, kauft für vergleichsweise viel Geld verschiedene Bio- und Ökomehle bis er eines findet welches mit hinreichend Mikroorganismen für einen Sauerteig „verseucht“ ist)

Man kann aber auch Roggenmehl, einen Krümel Backhefe und einen Löffel Buttermilch fürs Mehl nehmen – nach 3x „füttern“ hat man eine äusserst robuste Sauerteigkultur. Dieses Rezept findet man in keinem Forum weil es ausserhalb der reinen Le(e/h)re steht.

Genauso wie die Mehrstufenführung des Brotteigs: Rein technisch geht es darum, aus einer winzigen Menge von Sauerteig aus dem vorherigen Ansatz durch „Fütterung“ mit Mehl und Wasser über mehrere Stufen die Kultur zu vermehren. Das war wichtig in „schlechten Zeiten“ als man nicht an jeder Ecke frische Hefe bekommen hat, aber heute rein technisch eher ohne Belang.

Es scheint aber einer recht grossen Menge unserer Bevölkerung eine grosse Befriedigung zu bieten, sich den Launen eines Einzellers vom Stamme Saccharomyces cerevisiae unterzuordnen…

Wie inkompatibel die Realität „innerhalb eines Forums“ zum echten Leben ist, zeigt sich auch daran, dass Naturwissenschaftler oder Bäcker dort nur eine sehr kurze Verweildauer haben.

Ich habe mir leider nicht den Link gemerkt, wo in einem Forum ein Bäckermeister mit einer Waldorf-Hobbybäckerin versuchte zu diskutieren. Der Meister verlor, verzog sich freiwillig und überlies das Forum wieder den Fliehkräften des Schwachsinns.

Es ist auch spannend zu beobachten, wenn in den Foren hochgelobte Gurus mit den durchaus realistischen Relevanzkriterien der Wikipedia in Konflikt kommen wie zb hier.

Ich glaube dass es unnötig für mich ist, mir in irgendeinem der Brotbackforen einen Account anzulegen damit ich selber schreiben kann – die Zeiten, wo ich ideologisch festgefahrenen Vollpfosten „Erste Hilfe“ leisten versuche und diskutiere sind vorbei.


Veröffentlicht unter Suff & Fraß | Hinterlasse einen Kommentar

Ich werde ernsthaft alt …

War heute auf dem 84sten Geburtstag meiner Schwiegermutter.

Habe mit Interesse mit den anwesenden Witwen Kuchenrezepte diskutiert und dem Erfahrungsaustausch über gute Kliniken für Rücken-, Gelenke- und sonstige Operationen gelauscht.

War früher nie mein Thema, aber wenn ich aktuell morgens aufstehe denke ich immer „paar Ersatzteile könnte ich schon gebrauchen“.

„Das“, so sprach eine in der Teilnehmerrunde „bringt keine Verbesserung. Man hat nicht keine Schmerzen mehr sondern nur woanders wo sie mit viel Glück weniger stören.“

Na – da kann ich ja prosperierend in die Zukunft schauen.

Veröffentlicht unter Dies und das... | Hinterlasse einen Kommentar

Brot

Hier das letzte Brot:

In den ersten Starwars-Spielen haben manche Robots ein Geräusch von sich gegeben, das Larissa beim gemeinsamen Zocken als „BrotBrotBrot“ verbalisierte. Ihr Hinweis „Da läuft noch ein Brot herum“ (übrig gebliebener Gegner) war eine zeitlang ein „Running Gag“ in gemeinsamen Spielesessions.
Fürs Backen habe ich mir einen kleinen Rechenautomaten als Tabellenblatt gebaut dem ich nur das Endgewicht, den Roggenanteil in % und die Teigausbeute (handliche Rechengrösse bei den Bäckern) eintragen muss.
Veröffentlicht unter Dies und das... | Hinterlasse einen Kommentar