Twitter

Nun – ich hatte mal einen Twitteraccount. Oder besser gesagt, mein Büromeerschwein hatte mal einen Account.

Und weil das Meerschwein kaum mit der Tastatur arbeiten konnte, hab ich halt „getweetet“.

Und weil ich selber keinen Twitteraccount habe, hab ich ich übers Meerschwein als „Follower“ an diverse Andere angehangen um deren neuen Tweets zu lesen – die letztendlich genauso banal waren wie mein „#hay“ (um Auftrag von Spike).

So nach und nach hab ich aber immer weniger was von neuen Tweets anderer gesehen – das arme Meerschwein wurde nämlich als Follower Stück für Stück delisted, dabei war der Account über Monate nicht mit neuen Tweets dabei (und damit völlig unauffällig).

Ok, seinen Twitteraccount „schweinegeil“ zu nennen könnte unaufmerksame Leser zu falschen Schlussfolgerungen verleiten.

Trotzdem zeigt sich hier, dass „social web“ nur bei extremer Weichspülung in die Übersetzung „soziales netz“ greift – es ist eher eine verknüpfte Ansammlung von Normalmenschen die den „Seht hier, ich hab es geschafft mich in dieser Teilgesellschaft zu profilieren“ nachgeifert und eine digitale Trittpyramide aufbaut.

Auf der anderen Seite ist es gut zu wissen, dass mehrere tausend Jahre Menschheitsverhalten im Internet genauso – und damit vorausberechenbar sind.

PS: Das Meerschwein hat nun keinen Twitter-Account mehr und muss nun wo anders seinen Frust herausquieken…

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