Beten Tiere?

Unser Büromeerschwein „Spike“ ist eine Fressmaschine. Je nach Gemütslage ist ein grosses Stück Gurke oder Salat ruckzuck im Magen verstaut.

Nur beim den „heiligen“ Fressnapf, welchen ich abends vom Tagesgeschäft entleere und würdevoll mit getrockneten Kräutern und Blüten fülle geht das Spiel ganz anders.

Denn kaum ist der Napf draussen, tobt das Schweinchen neugierig durch den Käfig – erwartungsvoll was da alles Geheimnisvolles in der Schüssel landen wird.

Und wenn der Trog dann wieder am angestammten Platz ist, schmeisst er sich nicht etwa sofort in den Fresskampf sondern stellt die Vorderpfoten auf den Napf, reckt den Kopf für 10 Sekunden nach oben, brabbelt vor sich hin (könnte eine Kurzform des „Vaterunser“ oder „Nun danket alle Gott“ sein) um sich dann – ganz gegen seine Art – gemütlich durch den Napf zu fressen.

Vielleicht träumt Spike nachts von einem grundherzigen Meerschweingott mit Fressnapf am Ende eines Arms.

Ich träumte jedenfalls davon, dass Meerschweine die Welt beherrschen und ihr in Stein genagtes Götzenbild eine stets gefüllter Kräuternapf sein wird.

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