Frankfurt, Kennedyallee

Die Kennedyallee in Frankfurt ist südlich des Mains, links von Sachsenhausen gelegen und von Windecken eigentlich simpel zu erreichen: man muss von Westen entweder nur irgendwie zum Deutschherrenufer gelangen oder gleich von Süden über die Autobahn (A3) und Niederrad einfahren.

A3 war mir heute morgen ganz recht, der Berufsverkehr war vorbei – ich hatte 1 Stunde eingeplant und hoffte, in der gewöhnlichen Zeit von 30 Minuten anzukommen.

Hanau-Wolfgang schon das erste Problem: Baustelle. Ist eigentlich kein Thema, man kann dort von der Autobahn runter und im Hafen wieder drauf. An der Ampel in Wolfgang staute sich der Verkehr und als nach 5min keine Grünphase kam hab ich gewendet und soo schlimm war die Baustelle nun auch nicht (jedenfalls schneller als an der Ampel zu warten – vor mir waren einige LKWs und bis die durch sind ….)

Nächster Halt: Auffahrt von der A45 auf die A3 bei Hanau. Verkehrsnachrichten: 17km zähfliessender Verkehr zwischen Seligenstädter Dreieck und Offenbacher Kreuz an geräumter Unfallstelle.

Misstrauisch beäugte ich mein Garmin der letzten Bauweise, welches mir als Ausweichmöglichkeit eine Route nach Obertshausen über die B448 anbot. Naja, in dieser Situation darf man nicht wählerisch sein – also ab durch die Mitte.

Und sofort rein in den Frust: bis OF-Bieber auf einer zweispurig ausgebauten Strecke eine Menge Mitautofahrer mit Kennzeichen „OF“, welche die linke Spur zu ihrem persönlichen Parkplatz auserkoren hatten.

Am Ende der Strecke kam dann „Susi“ vollblond Live in Action – ich schwöre, dass ich beim nächsten Mal das Garmin einfach aus dem Fenster schmeisse und wieder einen dicken Autoatlas ins Handschuhfach lege.

Was macht nämlich dieses blöde, saudumme Gerät „ausgestattet mit neuestem Kartenmaterial und ausgezeichneten Routingoptionen“?

Richtig: Statt mich wenigstens vor dem Schlimmsten zu bewahren und mich über den Offenbacher Odenwaldring abzuleiten leitet mich das Gerät auf die Bieberer/Berliner Straße – quer durch Offenbach-Stadt, einspurig mit all ihren Omnibussen, Müllwagen und Speditions-LKWs welche die rechte Spur beim Ausladen blockieren (müssen).

Nach 1:20h Fahrt kam ich endlich an.

Merksatz für mich selber: vorher die Route genau studieren, ggf. Alternativwege planen und das Navi nur noch für die letzte Meile nutzen.

Am Ziel hatte ich tatsächlich fast in der Nähe zum Ziel einen Parkplatz ergattert, einer der wenigen Glücksmomente dieses Tages (normalerweise muss man zu dieser Uhrzeit entweder in einem sehr teuren Parkhaus oder auf dem Gelände der Uniklinik parken).

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