fubar

Der Begriff „fubar“ („Fucked Up Beyond All Recognition“, also in etwa „völlig im Arsch jenseits aller Vorstellungskraft“) ist nach meiner persönlichen Statistik auf einen nicht zu verachtenden Teil der Bevölkerung anzuwenden.

Der geneigte Leser möge zur Verdeutlichung doch einfach mal in den SB-Getränkemarkt seines geringsten Misstrauens gehen und Beobachten. Zum Beispiel eine Lagerspalte mit Apfelwein, 6 Flaschen per Kiste. Der erste Kunde kommt an und will eine Flasche kaufen, greift in eine beliebige Kiste und zieht ab. Der nächste Kunde will auch nur eine Flasche und greift ebenfalls in eine beliebige Kiste, statt in die angebrochene Flaschenkiste zu greifen.

So geht das weiter bis alle Kisten angebrochen sind und ich eine volle brauche.

Statt also zuerst die angebrochene Kiste noch weiter zu plündern denkt der Deutsche „Bäh, da war schon jemand dran – ich will was frisches“ – und knackt den nächsten Container.

Nächstes Beispiel: Hinweisschilder.

Bei einem PC-Distributor in der Nähe von Gießen ist links die Serviceannahme für Endkunden und rechts der Eingang für die Warenabgabe Geschäftskunden. Ich musste neulich mal (als Geschäftskunde) 10 Minuten rechts warten…

Trotz mehrerer Schilder, dass die Serviceannahme der linke Eingang ist, waren 4 von 7 Kunden in diesen 10 Minuten völlig irritiert, dass sie hier nicht bedient werden. Teilweise wurden sie sogar noch aufsässig.

Noch ein Beispiel (und dann sollte auch Schluss sein ehe sich 2/3 der Bevölkerung aus Scham erschiesst [was sie eh nicht tun, weil sie nicht kapieren dass sie es nicht kapieren]): eBay.

Ich hab immer mal die Gelegenheit, was in die Bucht zu stellen. Und ich bin auch immer sehr sorgfältig was die Texte angeht.

Also wird der Artikel genau beschrieben, die Macken geschildert, für Selbstabholer steht der Ort drin und natürlich ob ich die Orginal Einkaufsrechnung für eine eventuell vorhandene Herstellergarantie mit ins Paket legen kann. Wenn mal was wegen Fehlkauf oder Neuorientierung recht frisch gekauft in die Bucht wandert, dann schreib ich auch den Verkaufsgrund dazu.

Was bei 50 Beobachter mindestens 10 Leute nicht davon abhält, folgende Fragen zu stellen:

Frage: Wo issen Nidderau?
Nicht gegebene Antwort: Keine Ahnung wie Du kleiner Schwachkopf es geschafft hast mein Angebot zu finden – Du bist einfach zu dumm in eine beliebige Suchmaschine „Nidderau“ einzugeben. Oder hat man Dir „eBay“ als Homepage installiert und bist nun verzweifelt, warum „Nidderau“ nicht zum Verkauf steht?

Frage: Liegt die Orginalrechnung wegen Garantie dabei?
Nicht gegebene Antwort: Bleib mir bloß vom Hals – du warst zu unfähig den Angebotstext zu lesen und würdest auch für die leere Orginalverpackung einen hohen Preis zahlen. Nachher hab ich dann die Beschwerden von Dir am Hals. Geh sterben, ganz schnell und biete bloß nicht.

Frage: Warum kauft man sich eine XXXX um sich drei Wochen später eine YYYY zu
kaufen. Haben Sie schlechte erfahrung mit der Anlage gemacht???????
Nicht gegebene Antwort:Lieber Herr X! Mehrere „?“ oder „!“ lassen den erfahrenen Internetuser grundsätzlich auf einen geistig Unterbemittelten schliessen. Ich habe im Angebot dargestellt, warum ich verkaufe – nämlich weil das Nachfolgemodell YYYY doch nun kurzfristig verfügbar war. Bieten Sie bitte nicht, gehen Sie nicht über Los und lassen Sie mich bitte in Ruhe. Ein Verkauf an Sie bedeutet nur Ärger weil sie vermutlich auch nicht die Bedienungsanleitung lesen möchten.“

Dieser Beitrag wurde unter Schwachsinn veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.