Zu viel auf einmal

Ich hab dem Multikopter das Graupner „General Electric Module“ zum Messen der Spannungen und Ströme verpasst.

Ströme hat er im ersten Anlauf ganz gut gemessen (das Oktomonster zieht im Schweben also 92A), die Kiste ist wie immer superstabil geflogen.

Mit der Telemtrie für Spannungen gabs aber Probleme weil die Ingenieure bei Graupner für die korrekte Spannungsmessung nochmal gesonderte Verbindungen zum Minuspol des Akkus (welche von den vielen, ich habe 5 Stück?) verlangen.

Also erstmal das nachgelötet und dann gleich auch noch die Spannungsversorgung so aufgeteilt, dass ich vom Empfängerakku direkt die 7,4-8,2V für Empfänger, Elektronik und Videosender abgreifen kann und hinter einem DC/DC Wandler von Castle Creations stabile 5V für die Servos habe. Die ~14V von den Motorenakkus hab ich dann auch gleich noch mit herausgezogen und alles auf eine Lochrasterplatine mit Modellbaukompatiblen 3Pin Stiftsteckern als „Power Distribution Board“ gepackt.

Und weils so schön war hab ich auch die Kamerahalterung fertiggebaut. Alles schön in Gel gelagert und mit fettem Servo zum Neigen versehen. Die Halterung unter den Oktokopter geklemmt und erstmal ohne Beladung raus aufs Flugfeld.

Der Probeflug verlief einwandfrei – zumindest die ersten 1,5 Sekunden nach dem Abheben. Danach zog die Kiste nach rechtsvorne weg, ich steuerte gegen und geriet in den berüchtigten „toilet bowl effect“ (Toilettenschüsseleffekt, bei dem Helikopter anfangen immer grössere Kreise oder Ellipsen zum ein imaginäres Zentrum zu drehen). Irgendwie hab ich die Konstruktion soweit zum Stillstand gebracht, dass eine Notlandung aus 1 Meter Höhe möglich war (Plumpsplatschkipp-Landung mit verzogenem Landegestell und einem gebrochenen Propeller).

Ich habs auf den böeigen Wind geschoben und dass eine Sensoreinheit nun woanders war als es die Steuerelektronik vermutete. Aber selbst nach Korrektur und Flug bei weniger Wind das gleiche Verhalten (bis auf die Landung, die war halbwegs sachgerecht und hat nur das Landegestell etwas weiter verbogen).

Keine Ahnung was da passiert ist, ich habe jedenfalls erstmal die beiden 3×2,5mm² Kabel zur Graupner-Telemetrie weiter von der GPS/Kompasseinheit entfernt und diese notdürftig mit auf Papier geklebter Alufolie geschirmt.

Testflug ist bisher wegen miesem Wetter ausgeblieben.

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