Die dicke Claudia schon wieder…..

Heute vor zwei Jahren ereignete sich die verheerende Atom-Katastrophe von Fukushima, die nach Tschernobyl ein weiteres Mal eine ganze Region und mit ihr die ganze Welt in den atomaren Abgrund blicken ließ. Insgesamt starben bei der Katastrophe in Japan 16.000 Menschen, mehr als 2.700 gelten immer noch als vermisst. Hunderttausende Menschen leben heute fernab ihrer verstrahlten Heimat. Unsere Gedanken sind heute bei den Opfern und ihren Familien. Die Katastrophe von Fukushima hat uns einmal mehr gezeigt, wie unkontrollierbar und tödlich die Hochrisikotechnologie Atom ist. Wir müssen deshalb alles daran setzen, den Atomausstieg in Deutschland, aber auch in Europa und weltweit so schnell wie möglich umzusetzen und die Energiewende voranzubringen, anstatt sie wie Schwarz-Gelb immer wieder zu hintertreiben. Fukushima mahnt.“ (Originalzitat eines Postings von Claudia Roth auf Facebook).

Irgendwann muss das „Team Roth“ germerkt haben, dass der Greenpeace-Trick von 1995 heute nicht mehr so recht geht und machte einen hauchzarten Rückzieher: „Es tut uns leid, dass wir aufgrund der Knappheit des Textes leider den Eindruck erweckt haben, als wären die insgesamt rund 16.000 Tote in Folge des Reaktorunfalls in Fukushima gestorben“ (Quelle).

Knapp ist der Text nicht, der Inhalt löst bei mir aber einen Horror vacui aus. Denn wenn Tsunamitote als Atomtote verkauft werden, zeugt das entweder von der größstmöglichen Dummheit des Verfassers oder dass der Verfasser von der größstmöglichen Dummheit der Gefolgschaft ausgeht.

Beim „Team Roth“ vermute ich, dass beides zutrifft – womit sie sich auf das Niveau eines beliebigen Hasspredigers jeglicher Couleur und Religion begeben. Denn auch diese rechnen damit, dass sie Leute finden die ihren geistigen Sondermüll für bare Münze nehmen (wo bleibt eigentlich das „Wortmüllendlager“ für solchen Scheiss?)

Auf der anderen Seite: Die „tagesschau“ macht es vor und legitimiert als „seriöse Quelle“ diesen Quatsch indirekt: „In Japan wird heute der Opfer der verheerenden Erdbeben- und Tsunamikatastrophe vor zwei Jahren gedacht. Ein Erdbeben der Stärke 9 hatte damals den Nordosten des Landes erschüttert und eine bis zu 20 m hohe Tsunamiwelle ausgelöst. In der Folge kann es zu einem Reaktorunfall im Kernkraftwerk Fukushima. Dabei kamen etwa 16.000 Menschen ums Leben, tausende gelten immer noch als vermisst.“ (Quelle: tagesschau, Blog von Marco Kanne). Die Tagesschau ist anscheinend zur Tagesshow mutiert.

Auf der noch ganz anderen Seite: Fukushima hat der „German Angst“ vor dem Strahlentod nochmal ordentlich Vorschub geleistet. Selbst technikaffine Medien zitieren bevorzugt Quellen, in denen von möglichst vielen zusätzlichen Folgetoten ausgegangen wird. Wer das in den Kommentaren zum Artikel versucht geradezurücken, wird ausgebuht. Vox populi, vox dei.

Nein, ich will da nichts beschönigen – ich habe selber Krebs gehabt, vermutlich ausgelöst durch ionisierende Strahlung (1) und Atomkraftwerke mag ich auch nicht (2). Trotzdem bekomme ich persönlich die Krise, wenn nach dem Motto „Hauptsache mit dem Strom schwimmen“ die Diskussion nur noch in einer verschobenen Realität geführt wird.

Wer mal seinen „Spass“ an „richtigen“ Atomunfällen haben möchte, der lese z.B. nach bei „Goiânia-Unfall“ und „Samut Prakan„.

An solche Atom-Katastrophen, wo es dokumentierte, nachvollziehbare direkte und indirekte Strahlentote statt irgendwelchen herrlich aufzubauschenden Statistiktoten (deren Wahrscheinlichkeiten und Bandbreite sich in irgendwelchen Fußnoten verstecken) erinnert Claudia Roth natürlich nicht. Sonst müsste sie ja auch zugeben, dass die durch sie und ihre Partei publikumswirksam bekämpften Castor-Transporte nur einen kleinen Teil der jährlichen Fracht ausmacht, die in Deutschland an Nuklearmaterial durch die Gegend kutschiert wird. Und sie müsste auch zugeben, dass wir alleine schon für den ständig wachsenden Atommüll aus Mess-, Forschungs- und medizinischen Zwecken (viel kurzlebiges, aber auch viel langlebiges Strahlenmaterial) eine Endlagerlösung brauchen.

Und wenn wir schon über Katastrophen reden: Wo ist die jährliche Demo der Grünen mit der dicken Claudia ganz vorne dran um an die diversen Chemiekatastrophen zu erinnern die weitaus mehr direkte und indirekte Todesopfer gefordert haben als alle Atomkatastrophen zusammen?

Bhopal, Minamata, Itai, Gressenich? Wo sind die Mahnwachen für die Chinesischen Montagesklaven, die das iPhone für die achsogrüne Parteispitze zusammengebaut haben? Natürlich wird dagegen nicht demonstriert, denn auch die Grünen beissen als mittlerweile etablierte Partei nicht in die Hand von der sie profitieren. Sie sind nämlich durchweg genauso von der Macht korrumpiert wie alle anderen Parteien – nur mit dem Unterschied, dass die Grüne Parteibasis noch immer fest daran glaubt, dass mit der Abschaltung aller AKWs an erster Stelle und „ich bin dagegen“ bei allen sonstigen Kram Deutschland automatisch in ein ökosoziales Paradies rutscht.

Das alles erinnert mich an eine liebe (Ex-)Bekannte: ernährt sich mit dem Spruch „Wenn auf dem Etikett zu viele E-Nummern sind, kauf ich das nicht“, künstliche Aromen im Essen ekelt sie an, sie lebt in einem Bauernhaus und ansonsten unternimmt sie viele Spaziergänge mit dem Hund.

Allerdings: Der Lehm ihres ca. 1750 gebauten Hauses ist aus einer radioaktiv belasteten Tongrube (mein Geigerzähler prasselte gemütlich) und ihr Lieblingstee (irgendwas mit Schokosahne) hat eine zweifelhafte Teegrundlage (Pestizide?) und ist mit natürlichen Aromen aufgestockt, die ihren Ursprung vermutlich in einer natürlichen Pilzkultur oder Holzspänen haben. Das hat sie aber noch nie angefochten weil nur die Strahlung aus durchgedrehten Atomreaktoren schädlich ist, der Tee schmeckt und die Grünen recht haben. Woher das „Ex-“ oben stammt, mag der geneigte Leser nun erahnen.

Zurück zum Thema: Nach Auswertung der Veröffentlichungen zum Thema Fukushima halte ich es eher recht nüchtern mit Prof. Wade Allison: „Es gab keine Atomkatastrophe. Vier Reaktoren haben sich selbst zerstört. Das ist ein sehr großer und sehr teurer Schaden, vergleichbar mit manchen Zerstörungen in der Ölindustrie. Aber es gab keine Strahlenkatastrophe in Fukushima; niemand ist gestorben.“ (Quelle).

Ich hoffe, dass unsere Welt zukünftig mehr von Sachverstand als von Ideologien getrieben wird.

Fußnoten:

(1) Hautkrebs am Rücken. Je nach Statistik kann die Ursache die Sonne, Sonnenbrand, Sonnencreme, irgendein künstliches oder natürliches Gift, gesunde, ungesunde, einseitige Ernährung, mein Bier, der Apfelwein, mein 2 Stündiger Aufenthalt in der Verwaltung der NUKEM wärend des Rückbaus, eine Allergie, erbliche Belastung einer meiner Ururgroßeltern, ungeschützter Sex oder stundenlange Nutzung alter Röhrenmonitore gewesen sein.

(2) An die AKWs wollte damals die Industrie nicht ran, denn schliesslich waren Öl, Kohle und Gas billig. Der politische Druck sorgte dafür, dass die Technologie eher Pfui als Hui realisiert wurde. Als dann die AKWs standen war der Rausch vorbei. Alleine die Skandale um das Endlager Asse und wie der Kram aufbewahrt wird lässt mir jedesmal die Galle hochkommen. Es hätte, ordentlich durchgeführt, eine brauchbare Technologie sein können bis die Kernfusion Serienreif ist. Aber um das „ordentlich“ hat sich im Land der Ingenieure keine Sau gekümmert und die Kernfusion (also das, was die Sonne auch macht) ist völlig aus dem Blickpunkt geraten.

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