Hosteurope

Wie vor paar Tagen geschrieben hab ich mir noch einen kleinen VServer bei Hosteurope bestellt. Im Prinzip ist das alles super gelaufen: Nachts online beantragt, am nächsten Tag kamen paar Mails die sich fürchterlich wichtig vorkamen und am übernächsten Tag per Sackpost der Zettel mit dem Aktivierungscode.

Aus den verschiedenen Mails habe ich mir zusammengereimt, wo und wie ich mich einloggen soll. Klappte auch ganz prima. Mit root@ip-adresse rein, Initialpassword eingehackt und dann frisch ans Werk und den Server durch stupides abklappern meiner internen QM-Dokumente eingerichtet.

Also erstmal „root@:~/apt-get install nano mc htop zip unzip“

Meldung: „nano not found“. Upps. Der einzige Lowlevel-Editor unter Linuix den ich bedienen kann ist nicht da, aber normalerweise ist der unter dem gewählten OS (Ubuntu 10.04 LTS) schon vorinstalliert. Hier lässt er sich nichtmal nachinstallieren, also sind die Quellen für APT nicht richtig eingestellt. Ein herzhaftes „edit /etc/apt/sources.list“ bringt mich in den verhassten VI, aber wenigstens sehe ich dass die APT-Server OK sind.

Na, Ubuntu muss es ja nicht sein – Debian 6 ist auch sehr schön. Also rein ins Kontrollzentrum von Hosteurope und gesucht, wie ich die VM mit Debian neu installieren kann und bin da auf eine etwas schräge Besonderheit bei Hosteurope gestossen: Man kann jederzeit das OS neu installieren, der Wechsel von OS1 zu OS2 hingegen geht nur über eine Parallelinstallation. Also die alte Kiste läuft unter IP1 noch eine weile weiter wärend die neue schon unter IP2 bereit ist. Im Prinzip ein geniales Feature wenn man eine laufende Installation von A nach B wuppen möchte – aber in meinem Fall eher kontraproduktiv weil eh nichts auf dem Server war.

Ich hab noch nach einem geheimen Feature gesucht, aber hinter dem Knopf „ja ich will“ kam nichts mehr ausser der lapidaren Meldung dass ich per E-Mail informiert werde wenn die Neuinstallation des alten OS gelaufen ist.

Zum Glück ging das ganz flink und ich habe mich quer durch alle Hilfetexte von Hosteurope durchgelesen und bin zum Entschluss gekommen, dass der von mir geforderte Editor „nano“ eigentlich installierbar ist und nur ein Sadist das Installationsimage so eingerichtet haben kann dass VI der einzig wahre Editor ist.

Auf Verdacht hab ich mal ein „apt-get update; apt-get install nano“ gemacht und plötzlich ging es. Nur noch in der .bashrc den Default-Editor verdreht (normalerweise fragt Ubuntu das bei der ersten Verwendung) und schon konnte ich meine Installationsliste weiter abarbeiten.

Wer mir nach dem Reboot allerdings meine /etc/resolv.conf überschreibt, hab ich nicht herausfinden können. Die üblichen Verdächtigen (resolvconf, irgendwelche DHCP-Clients) sind nicht installiert. Also hab ich dem root-crontab ein Script untergeschoben, was das Zeug nach meinen Vorstellungen beim Reboot konfiguriert und gut ist.

Jetzt noch ein Backup meiner Initialkonfiguration fahren und dann kann es ja schon wieder losgehen bei der Frage „OpenNMS, Pandora FMS oder doch Zabbix?“ als neues Monitoring-System.

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