Ich lief mit beim Ironman

Als ich die letzten Tage nach Köppern musste, verwunderten mich auf der Hinfahrt via Wöllstadt die vielen weissen Absperrteile, die links und rechts der Straße auf den Feldwegen standen. Wollen die mal wieder die Straße sanieren? Im Radio war dann ein Interview mit einem Verrückten, der freiwillig hintereinander fast 4 Kilometer schwimmt, 180 Kilometer Rad fährt und im Abschluss 42 Kilomenter durch die Gegend rennt – mit der dafür aufgebrachten Energie könnte der in der gleichen Zeit meinen Garten fertigmachen und wenn ich ihm dann noch eine Kiste Bier vorsetze und einen Porno zeige, hat wesentlich mehr Endorphine im Körper als nach seiner Hatz durch die Gegend.

Aber jedem das Seine (und mir das Beste) – ich hab mir das auch angetan und den Frankfurter Triathlon bei 30° in einer eigenen Version mitgemacht:

1) Anfahrt mit dem geliebten Eheweib und Kollegen Andreas der auch nach Frankfurt musste, aber die Zieladresse in Bornheim nicht so genau wusste. Also mit jaulender Klimaanlage den Kurs „Rund um den Merianplatz“ absolviert. Dann im überfüllten Frankfurt ein Parkhaus in der Nähe der Zeil finden wo noch Parkplätze frei waren.

2) 4 Kilometer strammer Marsch durch die total überfüllten Fußgängerzonen von Sportgeschäft zu Sportgeschäft damit Karin nach neuen Wanderstiefeln ausschau halten kann. Dabei permanentes Sichern von Geldbörse und Mobiltelefon. Das letzte Sportgeschäft wäre es gewesen, aber der Laden hat genau 4 Minuten vorher zu gemacht.

3) Statt 42km laufen haben wir für 32 EUR für Getränke und Essen im „Conrad’s“ (Benannt nach Conrad Bindig, großer Frankfurter Bierbrauer)

Draussen beim Conrads zu sitzen hat übrigens seinen Charme: Die Hauptwache schliesst sich direkt an und vor dem Lokal ist Treffpunkt der Taxifahrer. Schwarze, Weisse, würdig aussehende Sikhs mit Turban und langem gepflegtem Bart, Rastafarians mit verfilztem Haar. alte Taxifahrer, junge Taxifahrer, hier eine herzliche Umarmung, dort ein freudiger Gruß. Viel Zeit bleibt nicht, wo Passagiere aussteigen steigen auch gleich wieder welche ein. Mancher hält sich auch nicht lange auf: Aussteigen, ein Foto machen, einsteigen, weiterfahren. Um uns herum wuselten die Bedienungen des „Conrad’s“, bereit den Gästen den ersehnten Nachschub zu bringen.

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