Noch mehr Skandal!

Ich fasse es nicht – rechtzeitig zum Sommerloch ist der Stiftung Warentest aufgefallen, dass die in DE angebotenen Fertigpestos nichts mit dem „Orginal“ zu tun haben.

Das „Orginal“ gibt es nicht – Pesto ist einfach nur eine ungekochte Sauce die zu Nudeln gereicht wird. Am bekanntesten (so Wikipedia) ist die „Pesto alla genovese“ die aus frischem Basilikum, gegebenenfalls gerösteten Pinienkernen, Parmesan, Knoblauch und Olivenöl besteht.

Dejure kann man also irgendeine Gemengelage als „Pesto“ und auch als „Peso genovese“ verkaufen, keine Ahnung warum die Stiftung Warentest hier ein Fass aufmacht.

Insbesondere wenn die Beimischung von anderen Ölen als nativem Olivenöl kritisiert wird: Ein Pesto enthält viel Öl, gerade Italienisches Olivenöl enthält einen unstrittig hohen Säureanteil welcher bei der „verzehrüblichen Menge“ im Pesto zu Sodbrennen führt (selber erlebt). Daher beziehe ich mein Olivenöl bevorzugt von einem Händler der das wiederum von Kreta bezieht und wo der Säuregehalt sehr niedrig ist – dieses Öl würde ich aber mit Sicherheit nicht in einem Pesto verschwenden sondern höchstens als Beigabe zum (relativ geschmacksneutralen) Sonnenblumenöl als Hauptzutat verwenden. Letztendlich war „Spaghetti mit Pesto Genovese“ auch eher keine Speise der Könige und Kaiser sondern eine lokale Spezialität aufgrund von Angebot und Nachfrage.

Da jetzt auch ein Faß aufzumachen weil die Zutaten von einem defacto nicht vorhandenem „Hauptrezept“ abweichen halte ich für eine überzogene Kiste der Stiftung Warentest – aber hauptsache auch mal im Sommerloch einen Furz losgelassen.

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