Die Hernie, der Monat und der Rest (Nabelhernie Teil 6)

Am 20 Juli 2013 bin ich entlassen worden und hatte mich wegen Wundversorgung und Fädenziehen eine Woche später wieder im St. Vincenz Krankenhaus vorgestellt wo ich (siehe früherer Bericht) recht barsch abgewiesen wurde obwohl mein Behandlungsvertrag was ganz anderes sagt.

Also doch am Montag darauf den besten Hausarzt aller Zeiten, Karl-Otto Ganzer, aufgesucht der das mehr als eine Woche alte Pflaster abzog um die Naht sowie Wunde erst zu inspizieren, dann zu desinifizieren um am Schluss diverse Eiterherde zu identifizieren. Sein Lamento über die schlechte Wundversorgung kannte ich bisher nur über das Stadtkrankenhaus Hanau – anscheinend ist nun auch das St. Vinzenz mit dem Banalitätvirus infiziert.

Paar der Fäden hat er mir aber schonmal entfernt, der Rest wurde auf die nächste Woche verschoben um die Wunde nicht zu sehr zu belasten. PV-Iod, Mullbinde und dieses Verfahren bitte morgens und abends. Ab in die Apotheke und notwendiges Material besorgt.

Ich hab mir die Wunde dann mal mit einem Rasierspiegel und ordentlicher Beleuchtung angeschaut: entweder ist da eine Naht gerissen oder gar nicht gesetzt worden – es gab eine Lücke und sowas ist halt Kandidat für Entzündungen.

Jedenfalls bei mir – ich habe jeden Arzt in der Behandlungskette darauf angequatscht. ob ich nicht besser Penizillin oä. vorher und nachher fressen soll weil ich recht empfänglich für Eiterbeulen bin. Mein Zahnchirurg pumpt mich vorsorglich damit voll und hatte nach den OPs am Kiefer nie Probleme (im Gegenteil: die Wunden heilten in kürzester Zeit sauber ab).

Der beste Hausarzt von allen jedenfalls guckte besorgt, verarztete und verband mich nach allen Regeln seiner langjährigen Erfahrung.

Nun – mein Hausarzt hat mich und meine Familie über die letzten 35 Jahre nicht nur behandelt sondern mich auch für die Versorgung diverser Krankheiten bestens geschult: In meinem klimatisierten Lagerschank für „Pillen, Salben und Tabletten“ fand sich noch der Restbestand einer teuren Salbe aus der Sulfonamid-Gruppe – die passte vorzüglich. Den Rest des Eiters hab ich mit einer Dexpanthenol-Salbe aufgeweicht und mit dem Pflaster abgezogen.

Die Prozedur 6x und jetzt ist es eine ganz normale, am Ende des Heilungsprozesses befindliche Wunde die keinen Verband mehr braucht.

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