Samos 2015 – Teil 4

Anscheinend regnet es nie auf Samos. Niemand hat mich gewarnt – es gießt Mann, es gießt!

Alexander von Humboldt zugeschrieben, 1972 von Albert Hammond amerikanisiert und zum Hit gemacht

Da ich mit der Wanderlust meiner Begleiter schonmal schlechte Erfahrungen gemacht habe wurde mir eine „sehr schöne Tour“ versprochen bei der ich viel Zeit zum Fotografieren habe und es die meisste Zeit auch nur bergab geht.“

Einfacher Plan: wir fahren mit 2 Autos nach Agios Konstandinos, stellen ein Auto ab und dann weiter Automobil hoch nach Vourliotes. Von dort aus gemeinsam in Richtung „Nachtigallental“ wo sich im Tal unsere Wege trennen: meine Frau und ich immer abwärts entlang eines erfrischend murmelnden Bächleins, die Sportsfreunde dann wieder den Berg hoch zurück nach Vourliotes.

Aus Vourliotes heraus hab ich noch bisserl fotografiert weil der Anstieg die Mannschaft schon etas bremste. Nach der kleinen Kapelle gab es aber kein Halten mehr: mein Sachstandsbericht zur Qualität der 2015er Weinernte mus daher mangels Dokumentation ausfallen.

Im Tal selber gab es interessante Relikte mehrerer Felsstürze, da sich der „leichte Nieselregen, typisch für den Herbst hier – das hört gleich auf“ in ein Unwetter mit Sturm, Starkregen und nahen Blitzeinschlägen entwickelte, habe ich die Kamera in der Tasche gelassen und überlegte nur ob mein Smartphone halbwegs wasserdicht ist.

Nach über 2km verschärftem Marsch durch den Regen mit gelegentlichen Durchwatungen des zu einem glucksenden Fluss angewachsenden Bächleins (Brücken kennen die Samioten auf solchen Nebenstrecken nicht) haben wir in einem Verkaufsstand Unterschlupf gefunden und das Ende des Regens abgewartet.

Kaum trauten wir uns aus unserer Deckung kam uns schon freudestrahlend eine Niederländische Mittouristin mit ihrem Sohn entgegen die wissen wollte, ob das hier der Weg nach Vourliotes wäre? Ich bejahte, verwies aber auf eventuelle Probleme bei der Bachquerung. Sie bedankte sich und joggte mitsamt Anhang weiter.

Ich kann die Dame ja verstehen – den Sohn an nasse Füße zu gewöhnen ist in Zeiten des Klimawandels durchaus angesagt.

Gemeinsam noch den zweiten Jeep aus Vourliotes abgeholt, auf der Rückfahrt das Übliche: Server flicken, Kunden beruhigen.

Genug Abenteuer für diesen Tag.

… und schon gehts weiter!

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