Chiemsee und die Sprache

Es war ein recht entspannter Arbeits-Urlaub.

Nur einmal habe ich mir einen sprachlichen Lapsus erlaubt als ich völlig tiefenentspannt ein „Weizenbier“ bestellte – das heisst in der Gegend „Weissbier“ und sowas wie das Kristallweizen gibt es dort nicht.

In einer Dorfgaststätte erlebte ich folgendes mit:

Vor der Theke war ein Tisch mit alteingesessenen Gästen, die wirklich alt waren (also Generation 70+). Die wischten gemächlich auf ihren Iphones herum und der Wirt sprach einen an der besonders tief in irgendeiner App versunken war. Ich kann leider den Bayrischen Dialekt nicht sonderlich gut wiedergeben, darum hier die fast hochdeutsche Niederschrift.

Wirt: Was willst Du trinken?
Gast: (schweigen)
Wirt: WAS WILLST DU TRINKEN?
Gast: (ohne vom Handy aufzuschauen) Einen Gespritzten.
Wirt: Einen Gespritzten was?

(Ich hab die Diskussion so recht nicht verstanden, in meiner Heimat bekommt man dann ein 0,4l Geripptes mit Äppler und Sprudel hingestellt)

Gast: hmm…
Wirt: DU MUSST SCHON SAGEN WAS DU WILLST – und zählt paar Sachen auf die dort unter „Gespritzten“ fallen.
Gast: Ein kleines Helles.

Dieser Beitrag wurde unter Dies und das... veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.