Die Macht des Unterbewussten (oder: Sigmund Freud is calling!)

Einer meiner wenigen besten Freunde KC ist gebürtiger Amerikaner, der hier seit Ewigkeiten lebt – aber es nie geschafft hat Deutsch zu lernen weil in seiner Umgebung jeder Englisch spricht.

Heute wollte ich unbedingt endlich den grossen Plastikteich vom Bauhaus Hanau zu mir nach Windecken schaffen. 1000 Liter Teich auf meinen kleinen Anhänger. Gut dass KC in seiner Zeit bei der Army schon ganz andere Sachen transportierte.

Also ab mit ihm nach Hanau. Aufladen war einfach (der Pool aus dünnem Kunststoff wiegt nichts), lugte aber aerodynamisch völlig unklug aus dem Anhänger. Da es (Klimawandel sei dank) mit +27°C wieder recht warm war und der Kunsstoff thermoplastisch ist, konnten wir das nicht wirklich festzurren. Also gab es mit paar Spannbändern eine Art „Käfig“ in dem das Gebilde herumschlackern aber nicht wegfliegen konnte.

Kurz nach dem Start in Hanau meldete mein Bordcomputer, dass ich mal den Reifendruck hinten-links prüfen sollte. Kann so schlimm nicht sein, also durchgefahren bis nach Hause und dort den Pool abgeladen.

Wir sassen zusammen im Garten und überlegten links und rechts herum wie man den zukünftigen Teich am besten positioniert. Und da wir uns schon eine Weile nicht mehr gesehen haben, schweifte das Gespräch schnell ab.

KC meinte, dass er immer noch meinen Generalschlüssel hat – ich deutete auf meinen Bund an klappernden Metall wo auch der Schlüssel seines Hauses fest verankert ist und meinte „naja, immer wenn ich das Haus verlasse habe ich mindestens ein Telefon und/oder meinen Schlüssel dabei. Wenn der Schlüssel fehlt kann ich Dich immer noch anrufen dass Du mir die Tür aufschliesst.“

Ich meinte später, dass ich noch Getränke einkaufen muss und ihn bei der Gelegenheit nach Hause fahren kann.

Leider hat sich das Problem mit dem „luftverlierenden Reifen“ nicht in Luft aufgelöst, beim Anfahren merkte ich schon „da stimmt was nicht“.

Also Schlüssel aus dem Zündschloss (sonst piepst irgendwas), ausgestiegen, den flachen Reifen begutachtet und rein ins Büro um die kleine akkubetriebene Membranpumpe zu greifen mit der ich sonst die Reifen der Fahrräder nachfülle. Die Hände freigemacht um kurz mit dem Telefon auf dem Schreibtisch meiner Frau bei meiner Werkstatt angerufen ob es gerade passt, Pumpe (Neon-Grün) gegriffen und wieder raus aus dem Büro, Tür zu gemacht (Büro = Kühl, Draussen = Heiss) und die Pumpe angesetzt. Der kleine Akkukompressor brummte Minutenlang vorsich hin bis in etwa 2.4 Bar auf dem Reifen erreicht wurden.

Ich dachte mir „Das muss bis nach ‚Dilzem‘ reichen, alles gestoppt, Pumpe auf Anraten meines Freundes KC auf den Rücksitz geschmissen, wir sind beide Eingestiegen, Tür zu und …. naja, was fehlte war der Schlüssel. Keine Ahnung wo der nun war.

Da meinte ich zu KC: „Wir hatten es doch gerade damit… wenn ich Dich jetzt anrufe dass ich den Schlüssel brauche – hast Du dein Telefon dabei?“ Er verneinte und ich sagte „Was ein Glück, dass Du jetzt gerade neben mir sitzt… Lass mich mal ins Haus“.

Quizfrage: wo war mein Schlüssel? (Auflösung unten)

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Der Schlüssel lag auf dem Schreibtisch meiner Frau wo ich ihn zusammen mit dem Kompressor zwecks Telefonat abgelegt habe und nur den knallbunten Kompressor wieder aufgenommen habe.

Ich gehe nun auf die Suche nach einem knallneonpinken Schlüsselband, mit beinahe 50 Jahren merke ich das Alter schon…

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