Kopftuchdebatte

Ich war auf der Party zum 70sten eines Kollegen eingeladen und wie immer findet man in einer solchen (überwiegend aus Rentnern) bestehenden Gesellschaft mindestens eine Person, die einen auf Kosmopolit macht (weil er mit seiner Frau schonmal die USA, Indien, Israel und Japan) – sich aber von der Denke her recht schnell als kleingeistiges Arschloch outet.

Soweit zum Thema „Reisen bildet“ – dort war es eine totale Verschwendung von Kerosin und sonstigen Ressourcen.

Ich zb. sitze gerne unter dem Dach meiner Haustüre und beobachte die Leute, die vorbeilaufen.

Darunter der Neger Dunkelhäutige Maximalpigmentierte Neger, der jeden Abend müde von seiner Arbeit kommt.

Oder die Truppe Nordafrikaner (Männlein wie Weiblein), die schwatzend an der Bank um die Ecke in einem mir unbekannten arabischen Dialekt lachend den Tag vorüberziehen lassen. Wenn sie sich trennen, ziehen die Männer die Einkaufswagen und die Frauen schreiten im Niquab, Hidschab, Abaya – manche dunkel, manche schreiend bunt gemustert hinter ihnen von dannen.

Und immer wieder das Thema „Kopftuchverbot“… Warum Kopftuchverbot? Weil es irgendwelche Gutmenschen mit Zwang gleichsetzen.

Dabei ist das Bedecken des Haupthaares in vielen Religionen präsent. Da hätten wir zb. den Scheitel für verheiratete Frauen im Judentum und auch das Christentum ist mit Vorgaben zur Kopfbedeckung durchsetzt.

Meine Mutter hatte bei der Gartenarbeit immer ein Kopftuch an und heute beim Graben des Teichs haben meine Freunde KC und Eddie eine Kappe (also sowas wie ein Kopftuch) aufgesetzt.

Christliche Nonnen zb. zeigen auch kein Haupthaar – wenn also irgendein deutscher Gutmensch irgendwas von der Kopftuchbefreiung stammelt, dann schickt ihn zuerst zu den Pinguinen um sie davon zu „erlösen“.

Mich hat neulich in einer Apotheke eine junge Dame bedient, die ihr Kopfhaar wirklich gut abgedichtet hatte. Also mit Kopftuch und sonstigem drumherum.

Frage: wars ’ne Nonne oder eine Muslima?

In meinem Fall war es eine wirklich nette und äusserst kompetente (und gut aussehende!) Muslima – ach, bei der hätte ich gerne noch weiter gekauft aber das Rezept war so schnell leer 🙂

Wir Deutschen tun in dieser Sache immer so überlegen, dabei hat das Kopftuch (zur Verhüllung des Haares) bei uns eine lange Tradition die erst damit geendet hat als Religion nicht mehr der Hauptlebensinhalt war und die Landarbeiterinnen (die sich mit Kopftuch vor der Hitze schützten) aus dem allgemeinen Blickfeld verschwunden sind.

Denen es unverständlich ist, dass die hier in Deutschland eingelaufenen Muslima nicht sofort in einem Akt der Befreiung ihre „auferzwungenen“ Bekleidungsstücke ablegen möchte ich folgende Situation zum Denken geben:

Du lebst in einem Deutschland, welches gerade zwischen den USA und Russland zerrieben wird.

Durch Zufall landest Du auf einer tropischen Insel, wo Nahrung in Form von frischem Wassser, Kokosnüssen, Fisch und Gemüse im Überfluss vorhanden sind. Die Einwohner sind alles braungebrannte, schlanke Menschen die einem (aus Deiner Sicht) obskuren Menschenopfer-Kult huldigen und keine Kleidung tragen.

Was machst Du?

1) Abnehmen, braun werden, Klamotten ablegen und dem Kult folgen
2) Ich bleib so wie ich bin und gründe eine Brauerei – natürlich in Hemd und Jeans

kopftuch

Dieser Beitrag wurde unter Dies und das... veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Kommentare zu Kopftuchdebatte

  1. Hanna sagt:

    „Da hätten wir zb. den Scheitel für verheiratete Frauen im Judentum“

    Oder auch das Kopftuch „Tichel“ 🙂 :

    https://en.wikipedia.org/wiki/Tichel

    • Bernd Hohmann sagt:

      Oj, das „Tüchlein“ habe ich ganz aus den Augen verloren da es bei Salcia Landmann kaum bis wenig nicht erwähnt wird. Danke für die Ergänzung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.