UPS im DHL-Delir (oder: Just in Time (oder: geht Kanban heute noch?))

Wenn man im Netz liest, kommt man vom Stöckchen aufs Hündchen auf den Dinosaurier.

VW konnte letzten Monat nicht mehr produzieren weil einer ihrer „Just-In-Time“ (JIT) Lieferanten der Meinung war, nicht mehr liefern zu wollen.

Einer der Promoter für Kanban (die Idee zu JIT) in Deutschland ist Horst Wildemann, hier ein sehr schönes Interview mit ihm in „Eins zu Eins. Der Talk.“ (Bayern 2).

Das Problem ist, dass JIT langsam abbröckelt: Statt eines Eisenbahnzugs mit Produktionsteilen 1x pro Woche welche die Produktion eines Unternehmens für die nächsten 3-6 Wochen sicherstellten toben nun viele kleine LKWs über die Strassen weil sich der Güterzug nicht mehr rentiert.

Und die Dienstleistungen für JIT werden immer verleichbarer, was dazu führt dass der billigste Anbieter zum Zuge kommt.

Den Zirkus habe ich lange genug mit GLS mitgemacht: Auf meine Bitte hin, dass er bitte bei mir erst nach 10 Uhr anliefert kam nur die Antwort „unterschreibe hier“. Komisch: DHL und UPS haben das schon vor 10 Jahren verstanden und die Tour danach gerichtet.

Und nun kommt das Problem, dass selbst die „besseren“ Paketdienste mit der normalen Auslieferung überfordert sind…

DHL-Pakete kreisen hier ständig zwischen Hub und Zustellauto, nun hat es auch meinen hochgeschätzten UPS erwischt:
ups

3 Arbeitstage… Herr Wildemann – was nun?

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