UEFI, Microsoft und das Asus EeeBook X205TA

Meine Tochter drückte mir heute abend ein kleines Laptop in die Hand „Da hat einer meiner Kollegen sein Windows-Passwort vergessen, kannste mal eben schnell?“

Ist normalerweise auch kein Problem – in der Schublade liegt ein USB-Stick mit Ubuntu als hybriden Boot was mit UEFI oder altem MBR-Boot klar kommt und dann halt eine uralte Sicherheitslücke nutzen – 5 Minuten Arbeit sofern bei der Installation UEFI nicht wirklich aktiviert wurde (sonst hat jede Installation bei solchen Sachen nur noch Schrottwert).

Das Asus EeeBook X205TA wehrte sich, denn es wollte partout kein Linux booten.

Macht ja nichts, ich habe auch ISO-Installationsdateien von Windows-Uralt (also seit es auf CD ausgeliefert wurde). Es muss ja nur ins Setup booten, sobald ich die Windows-Partition ansprechen kann ist der „Käs gegesse“.

Ein 4GB ISO-Image via USB 2.0 zu kopieren dauert – wenn man das paar Mal macht, summiert sich die ungewollte Freizeit auf eine Restleerung der Whiskyflasche.

Um 4 Stunden herumsitzen kurz zu fassen: kein Windows 7, 8 und 10 auf einem USB-Stick wurden vom Rechner für würdig erkannt zu booten (kann man mit einem UEFI-Bios alles fein einstellen).

Ich will UEFI nicht schlecht machen – korrekt Umgesetzt erleichtert es das Leben des Admins sein, blöderweise wird es zu oft als Zwangsmittel gegenüber dem User für eine geplante Obsoleszenz genutzt.

Denn ein Spruch auf einer Webseite zum Thema dieser Hardware machte mich stutzig: Da hat Asus in Verbindung mit Microsoft eine total gichtige Kiste auf den Markt geworfen. Und mit so was wollte man den Markt der Android Tablet PCs erobern. Also: Finger weg von diesem Billig-Mist – und bei Windows 10 wird das Ganze mit den ständigen Updates, die das System komplett weg ziehen und neu installieren, nicht besser.

Sollte da etwa? Nein – so blöde kann doch Asus nicht sein! Oder doch? Pakt mit dem Teufel?

„Gichtige Kiste“ klingt nach Hardware, die ohne Zusatztreiber noch nicht mal Tastatur und Touchpad ansteuern kann und mit 4GB RAM schon am Limit ist. War da nicht mal was mit Sonderkonditionen für Windows 32bit auf „Rudis Resterampe“?

Bingo – „kaum“ (also nochmal 1h später) hatte ich eine 32bit Version von Windows 10 auf der Platte und später auf dem USB-Stick. Reinstöpseln, Laptop starten, Medienauswahl und begierig wurden die Daten vom USB-Stick als neuer Herrscher über die Hardware anerkannt.

Und wie vermutet wurde die bordeigene Tastatur bzw. Touchpad nicht erkannt – dafür habe ich im Büro meine Logitech K400r als Allzweckwaffe. Der Rest: siehe oben, 5min Arbeit.

Ich hatte übrigens auch derbe Probleme mit Asus-Motherboards in der jüngsten Vergangenheit was UEFI angeht – seit dem nehme ich nur noch Gigabyte Motherboards, die sind insofern Robuster dass ich wenigstens Arbeiten kann (dafür haben sie andere Probleme).

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