Dreistigkeit

Auf dem Grundstück des Nachbarn gegenüber wird gebaut. Der Holzverschlag des Grossvaters wurde abgerissen und seit gestern rumort dort ein Bagger. Der Bauherr hat sich mir nicht vorgestellt obwohl es hinreichend Gelegenheit dazu gegeben hätte.

Nun ist die Höhenstrasse eher schmal, wenn auf einen Seite ein Auto steht wirds rangieren für die andere Seite schon eine Herausforderung.

Als ich hier gebaut hatte bin ich also erstmal aufs Ordnungsamt gedackelt.. Eine 5 Tage Vollsperrung für den Kran plus paar Sondernutzungen, bei der auf beiden Strassenseiten immer mal wieder ein absolutes Park- und Halteverbot organisiert werden musste.

Kostet eine kleine Gebühr, dafür hat man aber seine Ruhe und den Schutz der Ordnungshüter die regelmässig schauen ob alles gut verläuft.

Den Aufwand hat sich der Bauherr auf der Gegenseite erspart und nun stand da ein Auto vor meinem Haus welches den Rangierweg zur Baustelle auf der gegenüberliegenden Seite behinderte.

Heute morgen zu nachtschlafender Zeit sturmklingeln. Da ich weder Besuch noch Post erwartete, hab ich mich gerade mal wieder im Bett herumgedreht. Beim morgendlichen Gang zum Briefkasten dann von einem der Bauarbeiter abgefangen worden der mir sein Leid klagte.

„Ei ja, schlepp ihn doch ab wenn er stört?“ meinte ich. „Ihr habt doch sicher eine Genehmigung hier ein absolutes Park- und Halteverbot zu errichten“. Stirnrunzeln auf der anderen Seite und „Ja aber gehört das Auto nicht zu ihnen?“. Daraufhin sagte ich dass es mir völlig egal ist wem das Auto ist – wenn dort kein Parkverbot errichtet wurde ist es doch nicht *mein* Problem wenn die Zufahrt blockiert wird und ich es doch für recht dreist halte dass ich mich jetzt um *sein* Problem kümmern soll.

Ich musste dann los was arbeiten. Habe trotzdem meiner Tochter eine SMS geschickt mit der Bitte, dass ihr Freund sein Auto woanders parken soll.

Morgen früh vermutlich der selbe Zirkus wenn einer der jungen Erwachsenen aus der Nachbarschaft dort parkt.

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