Das grösste Artensterben seit dem Ende der Dinosaurier

Mehr als 25.000 Tier- und Pflanzenarten sind laut einer WWF-Jahresbilanz bedroht – vor allem vom Menschen. Während in anderen Regionen die Existenz großer Säugetiere auf dem Spiel steht, verschwinden hierzulande Bienen und Schmetterlinge. (Quelle)

Der Angstkonzern WWF verbreitet mal wieder wirren Panikquatsch damit die Leute ihr Gewissen und Geldbeutel mit einer Spende an die angebliche Umweltschutzorganisation erleichern. Ablasshandel wie zu Luthers Zeiten.

Schon Charles Darwin war der Ansicht, dass das Aussterben das natürliche Resultat eines jeden Existenzkampfes bilde. Wer sich in einer ökologischen Nische festgefressen hat, kann auf Veränderungen der Umwelt nicht mehr reagieren und verschwindet. Sein Platz wird dann von anderen, neuen Arten eingenommen die besser an die geänderten Verhältnisse angepasst sind.

Auch der Vergleich mit dem „Ende der Dinosaurier“ ist mehr als grenzwertig.

Jack Sepkoski und David Raup veröffentlichten 1982 eine Zusammenfassung von Aussterbedaten über die Erdgeschichte und stellten fest, dass bei den „5 Großen Sterben“ jeweils bis zu 90% der Arten auf der Erde verschwunden sind.

Da sind wir weit davon entfernt und wo Arten ausssterben, kommen neue hinzu.

Die Autoren der WWF-Jahresbilanz sollten mal scharf nachdenken: Wären die Dinosaurier nicht ausgestorben, würde die Menschheit noch als ängstlicher Kleinsäuger mit einem Gehirn in der Grösse einer Erbse durchs Gras huschen. Wobei ich manchmal den Eindruck habe, dass dem heuer noch so ist.

Hier wäre also eher der Niederländische Evolutionsbiologe Geerat Vermeij zu zitieren der dem Aussterben der modernen Welt einen lokalen Charakter beimisst. Habitatfragmentierung, Einführung von Konkurrenten und Raubtieren, Einschleppung von Krankheiten können gravierende Faktoren sein, können aber kaum beträchtliche Artenzahlen in grossen Regionen auslöschen oder Aussterbekaskaden herbeiführen. Vermeij schreibt: „Die aktuelle Herausforderung besteht darin, zu bestimmen, ob und wann das Ausmaß moderner Artensterben gefährlich wird, und die notwendigen Entscheidungen abzuwägen, die gefällt werden müssen, um Wirtschafts-, Forschungs- und Bildungsressourcen auf die wichtigsten Probleme zu konzentrieren, vor denen die Menschheit steht“

Ich fände es ja auch schade, wenn es keine Pandas, Nashörner und Elephanten mehr gäbe. Aber welche Auswirkung auf die Natur hätte deren Wegfall? Dass die „Nidder-Schnake“ quasi ausgerottet wurde erfreut nur die Bürger, aber nicht die Arten welche auf diese Fluginsekten angewiesen sind. Irgendeiner wird dann mal Vögel in den Nidderwiesen zählen und pathetisch deklamieren „Glyphosat ist daran schuld“.

Lesetipp: Norman MacLeod „Arten sterben: Wendepunkte der Evolution

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