Planet Unwissen – heute: „Bayern 2: Radio Unwissen“

Nach paar hektischen Tagen mit Fehlersuche in einem speziellem Programm und unterwarteten Regen, der mich von der Rasenpflege abgehalten hat erschien heute 15 Uhr mit lautem „BING“ still und leise ein Kalender-Popup auf dem Bildschirm, dass ich mal bei meinem bevorzugten Schildermacher nachhaken sollte was denn mein Auftrag macht.

Auf der Fahrt dorthin hörte ich auf Bayern 2 „radioWissen am Nachmittag“ zum Thema „Unsere wilden Bestäuber“ in dem es um Hummeln und Bienen ging.

Klar nehme ich nebenbei auch neues Wissen zu diesem Thema auf, aber auch diese „Wissensvermittelnde Sendung“ war so von durchgequirlter Scheisse aus volkstümlichen Irrtümern und Pressemitteilungen der üblichen Panikverursacher und Öko-Spendenkonzerne durchsetzt dass ich jetzt ebenfalls langsam überlege ob meine Rundfunkgebühren tatsächlich in etwas münden, was den Bildungsauftrag erfüllt.

Die „Wissenssendung“ des BR erfasste in einer Stunde wirklich jeden Mythos und völlige Bullenscheisse der Neuzeit – das ganze aufgefüllt mit Satzschnipseln von einem Forscher aus München den ich hier nicht nennen mag weil ich nicht wirklich was Relevantes zu seiner Person gefunden habe.

Zb. dass Albert Einstein gesagt haben soll „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben

Dazu möchte ich Abraham Lincoln zitieren:

Und damit hat Abe recht, denn das Einstein-Zitat ist erfunden. Wer den Werdegang dieses Spruchs nachvollziehen möchte darf hier bei QuoteExplorer nachlesen.

Und dann in der BR2 Sendung weiter im Text dass natürlich nur das böse Glyphosat, die industrielle Landwirtschaft und die besonders bösen Neonicotinoide daran schuld sind dass die Bienen und Hummeln in ihrer Existenz bedroht sind.

Gut – bedroht in der Existenz sind vorallem die Imker, die über die letzten Jahre und Jahrzehnte bevorzugt quergekreuzte und „sanftmütige“ Rassen verwendet haben – mit dem Resultat dass die Tiere recht anfällig gegen diverse Krankheiten wurden.

Ich hatte 2016 das Vergnügen, mit einem professionellen Imker zu sprechen und der meinte in etwa „Bienenzucht ist kompliziert, der Markt aber ist durchseucht von Hobbyimkern deren Völker schon von kleinsten Widrigkeiten eingehen – und die verfälschen die Statistik“.

Weitere klarstellende Links zum Thema gibt es hier in dem Artikel von Johannes Kaufmann.

Qualitätsjournalismus bitte….

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