Klimawandel und Vogelnistkästen

Dann kann ich ja den Müll entsorgen

Wir hatten ja dieses Meisenpaar im Nistkasten. Der Nachwuchs hatte sich in den letzten Tagen auch recht lautstark bemerkbar gemacht, Mutter und Vater Meise waren ständig unterweg die Bälger zu füttern.

Das taten sie mit einer seltsamen Ineffizienz: Selbstversorgung an unseren Meisenknödeln, dann Abflug in den nächsten Baum um dort langwierig Klein- und Kleinstgetier zu jagen. Dann abgehetzt und Müde zurückfliegen und die Kiddies füttern. Beim Abflug noch etwas Müll mit in den Schnabel nehmen und dann das Procedere wieder von vorne wärend andere Vögel alle paar Minuten unsere Futtermischung (Protein und Fettreich) sowie das Wasser im Teich für den Nachwuchs plünderten.

Nachdem bedenkliche Stille im Nistkasten herrschte sowie Herr & Frau Meise verschollen waren habe ich den Nistkasten aufgemacht – blöderweise auch noch eine „Von Vogelschützern empfohlen“-Bauform die nur von unten zugänglich ist.

Im Nest waren zwei Jungvögel, der erste bestimmt schon seit 1 Woche verendet, der zweite vor wenigen Tagen. Beide eigentlich wohlgenährt habe ich keinen Grund gesehen, warum die Altvögel das nicht zuende gebracht haben.

Ich vermute mal, dass es den Jungen zu Heiss wurde und die Altvögel nicht in der Lage waren, entsprechend auf die Hitze zu reagieren.

Fazit: ich baue erstmal wieder alle Nistkästen ab bis ich irgendwas selbstkühlendes und isoliertes gebaut habe damit die kleinen Birdies eine Überlebenschance im Klimawandel haben.

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