Callcenter-Terror Vodafone

Ich habe beschlossen, mein Caterpillar-Smartphone zu behalten. Für den Einsatz im Auto oder auf dem Fahrrad für Navigation bleibt mir das „alte“ Galaxy S7.

Jenes Gerät braucht aber eine zusätzliche SIM weil das „Orginal“ in das CAT geschlupft ist. Solche Mehrgerätekonfigurationen hatte ich in der Vergangenheit öfters, ein Anruf beim Vertrieb und schon haben die dort was für mich gebastelt.

Paar Jahre später scheint es so, dass Vodafone sein Callcenter nicht zur Gewinnung von Informationen über seine Kunden sondern nur noch als Kartoffelstampfmaschine zu nutzen deren Statistikbrei in die Controller aber nicht in die Vertriebsoptimierung gestopft wird.

Nachdem ich der netten Dame meine Situation geschildert habe (altes + neues Smartphone, brauche eine zusätzliche Nano-SIM, dafür gab es früher die Twinkarte die nicht mehr im Angebot ist) kam heute das an:

Die runde Info „Zusatz-SIM“ ist aufgeklebt, SIM ist ein Subscriber identity module also erwarte ich einen entprechenden Chip irgendwo im Paket.

Und der Chip war nicht da.

Gut – „eSIM“ ist eigentlich was ganz anderes (eine fest im Telefon verbaute Karte die sich von aussen Konfigurieren lässt und deren Verbreitungsgrad Stand Juli 2018 eher zu vernachlässigen ist), aber vielleicht hat Vodafone da was getrickst.

Also mal bei Vodafone im Geschäftskundenvertrieb angerufen wo ich früher immer gut betreut wurde. Wurde… Die Dame teilte mir mit, dass das GKV-Callcenter nur noch die „Endkunden“ von Volumenverträgen betreut und ich als Geschäftskunde mit Privatkundenvertrag die 1212 anrufen muss da sie keinen Zugang auf meine Daten hat.

Gut…. auf der 1212 der übliche Automat, der mir viele Fragen zur Vorselektion stellt und mich dann doch nur unspezifisch im Callcenter abwirft. Dort hatte ich einen neuen Mitarbeiter aus dem franko-belgischen Raum der mein Problem nicht verstehen konnte aber auch nicht in der Lage war mich an jemand kompetenteren Weiterzuleiten. Stattdessen ständig Schaltungen zwischem ihm und seinem Übergeordneten die ich mithören konnte und wo sein „Übergeordneter“ ganz viel Zeit verbracht hat aus dem Gestammele seines Kollegen irgendeine zufällige Weisheit zu generieren die mir dann radebrechend übermittelt wurde.

Mit einem Schrei „ICH KÜNDIGE“ hab ich aufgelegt und neu angerufen, diesmal aber nicht zu „Vertrag“ sondern „Technische Probleme“.

Da bin ich bei einer Dame gelandet die zwar keine Ahnung hatte aber absoluter Callcenter-Profi war – also erstmal alles abfragen was irgendwie geht: „Was haben sie, was wollen sie erreichen, wo ist das Problem“. Ich habe ein Caterpillar und ein Samsung G5 Smartphone die beide eine Nano-SIM brauchen. Das Caterpillar hat eine, das Samsung braucht noch eine. Bekommen habe ich eine eSIM mit Aufkleber „Zusatz-SIM“. Und früher (war sowieso alles besser) gab es dafür eine „Twin-Card“.

Warteschleife. Macht nichts, ich habe ein äusserst komfortables Headset und ein damit verbundenes DECT-Telefon was fast im gesamten Haus funkitioniert.

Die Dame meldete sich wieder… „Ja, sie haben recht – Twin-Karten gab es mal. Und eSIM ist für ihre Konstellation völlig ungeeignet. Das Produkt nennt sich nun (Rauschen im Telefon) und hat den gleichen Preis wie die eSIm.

Ich hatte paar Rückfragen über das Wiederrufsprozedere, da musste sie sich erst abstimmen (leider drückte die Dame mittendrin auf den „Mute-Knopf“ und ich konnte es nicht mehr verfolgen).

Eine SMS dass ich meine mSIM nicht mehr nutzen kann kam schnell danach.

Die Auftragsbestätigung für die zweite SIM fehlt.

Es gab mal früher die Firma „Black & Mine“, ein Laden der von Vodafone Vertrieblern ausgegründet wurde. Da hat man einfach eingerufen und das Problem war erledigt.

Lesetip: Radikal Digital

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