Sommerfazit

Nach unerwartetem Frost Ende Februar ’18 ist das Wetter unter Umgehung des Frühlings direkt in den Sommer durchgestartet, ab April waren Tagesspitzenwerte von 25°C eher die Regel als die Ausnahme.

So mancher Nachbar protzte in der Vergangenheit mit seinen „vielen Kubikmetern Regenwasserbehältern“, die in diesem trockenen Sommer alle schon zum Saisonbeginn durch übermässige Verwendung und Hoffen auf den alsbaldigen nächsten Regen vergossen worden.

Wir sind eigentlich immer recht sparsam, der heisse Sommer hat „nur“ 2 Kubikmeter (immerhin 2000 Liter) pro Monat an Zusatzwasser für die Pflanzen gebraucht, was auch daran lag dass Karin recht mutig viele Neupflanzen eingebracht hat die nach dem Einpflanzen erstmal recht viel Wasser brauchen bis sich die Wurzeln ausgebildet haben. Nächstes Jahr werden wir uns da umstellen müssen.

An Fahrradfahren oder Wandern war bei der Hitze nicht zu denken, der einzige Gedanke war „Keine Sonne in die Räume und von Klimaanlage zu Klimaanlage springen“.

Apropos Klimanlage: Wollte mir jetzt doch eine in Büro hängen weil Südseite + Monitore + Elektronik hier morgens bereits schweisstreibende 28°C am Arbeitsplatz erzeugten aber keiner der Herrn Handwerker hat sich gerührt was dazu führte, dass ich mich selber darum gekümmert habe… Aber als Laie bei den Aussentemperaturen schweisstreibende Arbeiten verrichten? Das sitze ich dann doch lieber aus.

Das „Aussitzen“ war erfolgreich, die Waage vermeldete Anfang September eine Zusatzlast von +10kg die sofort abtrainiert werden müssen weil ua. auch die Gelenke „beweg mich du faules Arschloch“ meldeten .

Die nachlassenden Temperaturen erzeugten aber bei allen Kunden neue Gehirnschwurbelungen für Projekte – leider habe ich nicht rechtzeitig von Espresso auf Kamillentee umgestellt und dann rutscht man halt von totaler Langeweile recht schnell in eine spannende Gastritis und danach in irgendwelche obskuren Muskelverspannungen in den Hinterhufen.

Der Gang zum Arzt resultierte in den Apothekenerwerb vieler recht grosser Pillen und Beipackzettel, mit denen Cäsar eine Brücke über den Rubikon hätte spannen können.

Gerade muskelrelaxierende Mittel erzeugen in mir immer so ein taubes „Morgen bekommst Du eine derbe Grippe“, aber trotzdem bin ich mit Karin mit dem Rad nach Hanau und wieder zurück gekommen. Vorteil Elektrofahrrad: Im Ernstfall kann viel Rückenwind angefordert werden.

Aber wie es ausschaut, wird der Okober sehr „golden“ bei Temperaturen weit über 20°C – ich traue dem Frieden aber nicht und werde alsbald die Heizkabel im Garten auslegen.

Fazit: Dieser Sommer war aufgrund seiner Trockenheit ein Desaster für die Landwirtschaft, dank dem „bösen“ globalem Handel bleiben uns aber Hungersnöte erspart – der Konsument merkt es (wenn überhaupt) daran, dass paar Lebensmittel etwas teurer werden.

Profiteure dieser Wetterlage (die uns in Zukunft sicherlich öfters begegnen wird) sind die Solarbetreiber, die ihre spastischen Zuckungen ob der Weltherrschaft der Solarenergie solange in die Medien ergiessen bis auch der letzte Deppenkonsument aus Überzeugung im Hambacher Forst demonstrieren geht.


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