Neuer Weltklimabericht

Es gibt einen neuen Weltklimabericht. Neueste Erkenntnis: Das Klima verhält sich mit CO2 etwas anders als gedacht, wir sterben daher 30 Jahre später.

Auch hier natürlich der übliche Bullshit – wobei ich jetzt echt zu faul bin auseinanderzusortieren, ob der Quatsch wirklich so gesagt wurde oder sich auf der Oberfläche der Journalistenkristallkugel manifestierte:

So wird Niklas Höhne, Leiter des New Climate Institute und Professor für Klimaschutz der Wageningen Universität wie folgt zitiert:

„Der Bericht bestätigt, dass es Transformationen dieser Geschwindigkeit bereits gegeben hat, nur geographisch eingegrenzt, noch nicht global. Ein paar Beispiele: In nur fünf Jahren hat Norwegen Elektroautos zum neuen Standard gemacht, 50 Prozent der Neuanmeldungen sind elektrisch. Erneuerbare Energien sind derzeit so günstig, dass einige Regierung aktiv die Entwicklung sogar abbremsen. Erneuerbare Energien drängen Kohle aus Märkten wie Indien und China, was vor fünf Jahren niemand für möglich gehalten hätte. Selbst in Problemfeldern wie der Industrie gibt es Highlights: Die erste Stahlproduktion ohne fossile Brennstoffe hat in Schweden ihren Betrieb aufgenommen – undenkbar vor fünf Jahren.“

Fangen wir hinten an: Die „erste Öko-Stahlproduktion“ ist eine Pilotanlage, die gerade angefangen wird zu bauen und deren industrielle Fertigung (wenn überhaupt) 2035 ihren Betrieb aufnehmen soll. Da hat noch lange nichts „ihren Betrieb aufgenommen“.

Dass Kohle in China und Indien von regenerativen Energien verdrängt werden – dafür habe ich nur eine Quelle gefunden: nämlich ein Interview mit just diesem Niklar Höhne im Deutschlandfunk. Indien und China ist eines gemeinsam: Ihre damals schnell hochgezogenen Kohle- und Ölkraftwerke sind derbe Stinker und gerade in China Ursache für Smog in den Großstädten. Und beide Länder investieren riesige Beträge (sind auch riesige Länder) in regenerative Energien. Für Anzeichen einer galoppierenden Verdrängung von Kohle sind aber keine Quellen zu finden.

Norwegen und Elektroautos: das Land der Fjörde kann an seiner zerklüfteten und menschenleeren Küste viele Wasser- bzw. Tidenhubkraftwerke hinstellen und erzeugen so 90% ihres Stroms regenerativ. Die Regierung Norwegens hat E-Autos durch Wegfall von Steuern, Park- und Mautgebühren so massiv gefördert, dass sie billiger als Verbrenner wurden – das Geld nimmt der Staat aus den sprudelnden Ölfeldern vor der Küste. Die 50% bei den Neuwagenmeldungen hab ich nirgends gefunden, für Oslo werden Zahlen 37-43% und für den Rest des Landes < 30% gezählt. Auch „einige Regierungen“ die bremsen habe ich nicht gefunden – nur den Stadtrat von Oslo und die Elektrowagenvereinigung „Elbilforening“ die beide vom Kauf eines E-Autos abraten wenn zuhause keine Ladevorrichtung vorhanden ist – gerade Oslo hat hier ein Angebot-Nachfrage-Platzproblem bekommen (was natürlich nieeeemand vorher hat kommen sehen…).

Weitergehen, hier gibt es nicht zu sehen….

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