Öko-Bullshitbingo „Spezial“: Brot & Mehle

Kaum beschäftigt man sich mit einem „Naturprodukt“ wie Brot, findet man auf fast jeder Webseite zum Thema fürchterlichen Bullshit.

Der NDR fabuliert in seiner Sendung „Markt“ vom 30.06.2017 unter anderem:

Mehl mit der Bezeichnung 405 enthält beispielsweise 405 Milligramm Mineralstoffe pro 100 Gramm. Je höher der Wert, umso mehr Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium enthält ein Mehl. Auch der Gehalt an pflanzlichem Eiweiß, B-Vitaminen und Ballaststoffen ist höher.

Bullshit!

Mehl des Typs 405 hinterlässt nach kontrollierter Verbrennung genau 405mg Asche pro 100gr Mehl undefinierter Zusammensetzung, mehr wird nicht garantiert. Ob diese 405mg Asche nun aus Uran oder Natrium besteht ist nicht relevant.

Und auch die Bullshit-Bingo Erwähnung von „Eiweiß, B-Vitaminen und Ballaststoffen“ ist völlig für den Arsch weil das Mehl im Laufe der Verarbeitung bis zum fertigen Backprodukt etliche der „shoooo geshunden“ Vitamine verliert.

Ein traditionell hergestellter Teig enthält Mehl, Wasser, Salz, Backtriebmittel wie Hefe und Sauerteig – und sonst nichts.

Bullshit!

Ein traditionell hergestellter Teig enthält Mehl, Wasser und Sauerteig aus wilder Hefe und wilden Milchsäurebakterien. Backtriebmittel und Hefe haben da nichts zu suchen.

So jedenfalls die Meinung der diversen Brotseiten im Netz – die voll mit Anleitungen sind, wie man sich einen Sauerteigansatz mit hinreichend Triebkraft fürs fertige Brot quasi „aus der Luft“ erzeugt.

Real verwendet auch der Öko-Bäcker Reinzuchthefe. „Backtriebmittel“ bei einem normalen Brot ist mir in den Rezepten nicht wirklich untergekommen (mag sein, dass man extrem schwere Teige nochmal mit irgendeinem Backpulver „aufpimpt“).

Vollkornmehl hat keine Typenzahl, weil die gesamten Bestandteile der gereinigten Körper enthalten sind.

Bullshit!

Vollkornmehl hat deshalb keine Typenzahl, weil durch die Vermahlung des gesamten Korns jede Charge anders ausfällt und das Gesetz dafür eine Ausnahme geschaffen hat. Leben muss mit diesen Schwankungen jener Hobbybäcker, der glaubt sich durch Verwendung von Vollkornmehl nicht nur ein „gesundes Brot“ zu verschaffen sondern auch das das nächste Brot genauso gelingt.

Auch der Öko-Bäcker setzt Vollkornmehl nur begrenzt ein und deklariert es als „Vollkornbrot“.

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Jahresanfang

„Gesetz zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften; Vordruckmuster USt 1 TJ – Antrag auf Erteilung einer Bescheinigung nach § 22f Abs. 1 Satz 2 UStG – und Vordruckmuster USt 1 TI – Bescheinigung nach § 22f Abs. 1 Satz 2 UStG“

Wird mir in 2019 bestimmt noch Freude bereiten …


Neben der „atombombensicheren“ Backupstruktur ziehe ich mir sporadisch nochmal den gesamten Datenbestand auf eine externe USB Festplatte. Die Sicherung der Änderungen geht hier recht schnell, das sind meisstens weniger als 200GB an Bewegungsdaten.

Habe mir den Spass gemacht, mal die Datenstruktur (vulgo „e2fsck“) zu prüfen. Am Ende waren die Daten nicht mehr lesbar und das Prüfprogramm hat mit einem Schreibfehler abgebrochen.

Ich hab jetzt mal das 2TB Medium einem e2fsck -c -c /dev/sdd1 (also Lese/Schreibprüfung) unterzogen – alles in Ordnung, also habe ich es geschafft EXT4 komplett durcheinander zu bringen.


Töchterchen arbeitet in einem Softwarehaus und räumt dort qualifiziert hinter den Nerds auf: Kunden bei Laune halten, Ticketsystem pflegen und Ordnung in SQL-Datenbanken bringen.

Auch für die Spülmaschine gibt es nun von ihr eine „Nerd-Kompatible“ Handlungsanweisung (Foto: Lara).


Ehefrau, erster Arbeitstag – zu ihrem Glück im Homeoffice. Laptop angeschlossen, eingeschaltet, Bitlocker fragt nach dem Kennwort. Laptop verweigert die Eingabe von Buchstaben. Ratlosigkeit. Tante Google sagt, dass das Problem öfters auftritt. Externe USB-Tastatur bringt keine Abhilfe.

Ich habe das Problem an die Hotline ihres Arbeitgebers abgegeben. Nun ruf mal jemand eine Hotline an, dessen Nummer in einem „Self-Service“ Portal steht welches man nur mit funktionsfähigem Laptop erreichen kann.

Irgendeine Nummer für den Anfang findet sich aber auf einem angegilbten Schmierzettel, von dort aus geht es mit viel „Nein“ „Ja“ „Hilfe“ im Telefoncomputer weiter und man landet bei einem Mitarbeiter, der Frau freundlich erklärt, dass sie nicht das Firmenkennwort sondern das Bitlocker-Kennwort eingeben mus – welches nur aus Ziffern besteht.


12:09 EMail eines Kunden: Betrieb steht. Ursache steht in der Fehlermeldung: da ist die Datenbank für die offenen Bestellungen gegen die Wand gelaufen. Normalerweise ist die recht klein und handlich: Ware wird bestellt (Eintrag in die Bestelldatei) und zügig geliefert (Austrag aus der Bestelldatei). Jetzt kamen die Feiertage und dem Unternehmen wurde noch eine mittelgrosse Firma angegliedert – viel rein, nichts raus.

Das Problem soll schon seit Jahren angegangen werden, aber die Änderung ist heikel und sollte mit 4 Augen geändert und ausführlich getestet werden.

Ok – ich habe es jetzt in 3 Stunden alleine durchziehen müssen, nun hab ich für den Rest der Woche keinen Tropfen Adrenalin mehr im Körper.

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„Backe backe“ und viele Imperten im Netz

Meine Schwiegermutter ist eine großartige Kuchenbäckerin, meine Frau hat viel von ihr gelernt und übernommen – Kuchen gibt es hier im Haushalt aber nur selten: für meine Frau ist es mit einem dedizierten Aufwand verbunden, den sie nicht so sehr schätzt.

Macht nichts – dafür gibt es beim Lidl fertige Backmischungen, die Mann völlig problemlos zur Selbstversorgung nutzen kann (Rühren, Backform, Backen, Fertig)

Für mich steht schon seit vielen Jahren auf dem „Lernplan“, dass ich irgendwann mal aus dem Handgelenk ein köstliches Roggen-Sauerteigbrot sowie paar Brötchen, Baguettes oder Türkische Pide „gefüllt mit irgendwas“ aus dem Ofen ziehen kann.

Im Internet gibt es viele Quellen, schaut man sich 10 Seiten an hat man 30 völlig voneinander abweichende Rezepte bei denen man sich nicht wirklich sicher ist, ob sie unter allen Bedingungen funktionieren.

Weizenbrote

Nach 10 Blechen „Pide“ (man nehme: Mehl, Wasser, Hefe, Salz) bin ich beim Weizen-Hefeteig zumindest schonmal sicher: kleiner, etwas flüssiger Vorteig aus Wasser, Hefe, etwas Zucker und Mehl bis zur Pampe geht immer,

Und hier werde ich leider genauso ungenau wie die meissten Rezepte „etwas Zucker & Mehl“ ist Definitionssache – ok, ich bin aber auch keine Kochseite hier. Soviel Zucker um die Hefe anzutreiben (alte/wenig Hefe: 1/4tl mehr, frische/viel Hefe: nur eine Prise) halt. Wenns ordentlich Gärt ist es OK.

Kuchen

Die Rezepte dazu werden auf Webseiten vom Rezeptheft der Oma abgeschrieben und als „sehr lecker“ ohne eigene Erfahrung gepostet. Vorsicht also bei Rezepten, die Backpulver in Teelöffeln angeben – das Rezept wurde das letzte Mal vor 1891 aktualisiert als es das noch Lose und in Einzelteilen gab (siehe Link).

Auch muss man bei den Rührzeiten aufpassen: ich habe gemäss Rezept einen weihnachtlichen Nuss-Lebkuchen mit Weizenmehl 10min verknetet, der ist mir im Ofen zusammengefallen sodass meine Frau für das Familiengelage spontan noch einen Gewürzkuchen gebacken hat (soweit zum Thema „ich backe keine Kuchen mehr – aber wenn die ganzen Zutaten vorhanden sind, warum nicht die Gelegenheit nutzen und prüfen, ob ich es noch kann?).

Merksatz für Rührkuchen (also alles was ohne Hefe und mit Backpulver gemacht wird): Mehl und dann Backpulver ganz zum Schluss zugeben und vorsichtig solange rühren bis es eine homogene Masse gibt – die Mischung sofort in die Form und in den Ofen – die Rührzeiten im Rezept sollte man durch eigene Erfahrung (und sei sie noch so klein) ersetzen.

Sauerteig

Aus Sauerteig (Roggen oder Weizensauerteig) machen viele Webseiten auch ein riesiges Ökolinksmutternatur-Geschwurbele.

Im Prinzip muss man (je nach Zielteig) Weizen oder Roggenmehl vermischt mit Wasser „einfach nur“ offen stehen lassen, bis sich in dieser Pampe freiwillig Hefepilze und Milchsäurebakterien angesiedelt haben bis sich nach einer Weile ein Gleichgewicht eingestellt hat und man einen Startsauer zur Vermehrung hat.

Trotz grössten Bemühungen haben sich bei mir keine der genannten Tierchen gefunden die sich auf dem Sauerteigansatz ansiedeln wollten – ich habe einen kleinen Krümel Frischhefe und einen Teelöffel Buttermlich der Sorte „kurz vor dem Ablaufdatum“ dazugegeben.

Diese Methode wird von echten „Profis“ verdammt, liefert aber sofort ein Ergebnis.

Über den Quatsch, der über das Backen im Internet verbreitet wird, könnte ich mittlerweile ein Buch schreiben. Aber das wäre ja jetzt schon wieder Arbeit 🙂


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Feiertagskoma

Stille Nacht, Besinnlichkeit, Familie… Alles Rotz.

Für mich als Selbstständigen bedeuten die Weihnachtsfeiertage nur, dass viele mit „Sie haben doch eh kein Jahresendgeschäft und viel Zeit, Folgendes noch bis zum 31.12 fertig zu machen wärend ich die Feiertage in (irgendein teures, exotisches Reiseziel) verbringe“

Also muss es bis spätestens 21.12 weggearbeitet haben damit ich wenigstens etwas von der „besinnlichen Zeit“ habe.

Stück für Stück verlässt mich danach die Hektik, der Körper fordert nach 40 Tagen brutalem Ackern auch sein Recht und zeigt die üblichen Symptome einer „Stress-vorbei?-Her-mit-der-Grippe“.

Gut – dieses Jahr ging es einigermaßen, aber irgendwie sollte ich 2019 mir einen Eintrag im Kalender machen „ab hier keine neuen Aufträge mehr“.

So für den 15. November.

Oder doch gleich 1. Januar damit ich irgendwann mal diese Berge abgearbeitet bekomme?


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Elektromobilität – yay!

Anfang September 2018 wurde in Hammersbach OT Marköbel eine E-Bike-Tankstelle eröffnet (1) (2).

Eine Lade-Insel mit zwei Rädern…

Karin und ich haben uns im September mal auf eine Tour begeben um die „klimaschonende Maßnahme“ zu begutachten.

Wie bei vielen Projekten der öffentlichen Hand wurde auch hier stark und mutig angefangen um dann aufzuhören ohne die losen Enden zusammenzuknüpfen.

Eines der Probleme ist die Ortsangabe: „Am Radweg Hohe Straße in Marköbel“ ist eine 3km lange Strecke vom Ortseingang bis zur Ortsmitte, der Radweg ist an manchen Stellen auch nicht sonderlich eindeutig ausgeschildert. Zum Glück ist meine Frau „Einheimische“ und erinnerte sich, dass nach „links abbiegen eine Trafostation komt“ – sicherlich ein guter Platz ür eine Ladestation.

Dort angekommen findet man aus Richtung Westen eher den Bücherschrank am Gebäude als die Ladestation. Erst nach „Oh, da ist eine Bank“ sieht man auch die „Zapfsäule“.

Ladestation mit Blick gen Nord-Osten

Schnell gesellte sich noch ein anderes Elektromobilitätspaar im Rentenalter dazu die auch das schöne Wetter nutzen um von Bruchköbel aus diesen Innovationstempel vor den Toren des Ronneburger Hügellandes aufzusuchen.

Man wurde sich schnell einig: seinen Akku kann man hier bestimmt auffüllen (sofern man sein eigenes Ladegerät dabei hat), wie sich die Herren Politiker aber einen Besuch der örtlichen Gastronomie zur Überbrückung der Ladezeit vorstellen (so ein Ladegerät ist schnell in einer Handtasche verschwunden) – da ist auch 4 Köpfen nicht viel eingefallen, vorallem weil Gastwirte gerne eine Steckdose zum Hauptgericht anbieten. Und stabiles Stahlwerk zum Anbinden der Drahtesel wurde auch nicht gesichtet – ich würde mein Rad dort nicht eine Stunde unbeaufsichtigt stehen lassen.

Immerhin ist Platz für 4 Ladegeräte vorhanden, jede Dose bietet 12 Ampere bei gängigen 230V – für moderne Schnelladegeräte schon grenzwertig.

Statt da mit neuem Pflaster eine hübsche Säule hinzustellen, hätte man auch ganz pragmatisch und günstig die Ladeeinheit unter das schützende Vordach an die Wand des Trafohäuschens dübeln können.

Letztendlich wird das Schicksal dieser Installation so aussehen: Mangels Beschilderung und echtem Nutzen wird die Station nur selten genutzt. Wie (zB. in Büdingen bereits geschehen) wird in Folge der Strom abgeschaltet, den Einschalt-Schlüssel dafür gibt es im Rathaus – welches geschlossen hat wenn Freizeitverkehr herrscht. Nachdem die Elektrik hinreichend verrottet ist, wird sie (diesmal ohne Pressetermin) abgebaut und verschrottet.


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Merkel muss weg!

Merkel muss weg!

Merkel muss weg!

Merkel muss weg!

Merkel muss weg!

Merkel muss weg!

Oh – Merkel ist weg! Zumindest auf Raten. Die Kabarettisten sind offensichtlich ratlos, wen sie jetzt mehr oder überwiegend weniger geistreich verspotten können. Vorallem, weil die Beliebtheit von Angela Merkel in der Bevölkerung wieder auf Höchststand ist.

In ihrer Not versuchen sie nacheinander Christian Lindner und Friedrich Merz eine „Flucht vor der Verantwortung“ anzudichten: Lindner mit „Besser nicht regieren als schlecht regieren“ und Merz, dass er (nach dem er den CDU-Fraktionsvorsitz 2002 an Angela Merkel abgeben musste) sich aus der Politik ausgeklinkt hat.

Hagen Rether bringt den Jamaika-Exit ungefähr so auf die Bühne: „Unterbezahlte Pfleger – wenn die sagen würden ‚besser nicht arbeiten als schlecht arbeiten‘. Die stellen sich jeden Tag der Verantwortung, der Lindner kneift“.

Da muss der bekennende Vegetarier und attac-Verfechter Rether irgendwas Grundsätzliches nicht verstanden haben: Unterbezahlte Pfleger arbeiten nicht aus Verantwortung sondern weil sie als modernes Prekariat sonst ihren Job verlieren.

Wenn Vertreter der Legislative und/oder Judikative unter schlechten Bedinungen ihren Job weitermachen (nach Rether’scher Lesart „Verantwortung übernehmen“) haben wir auch schnell wieder sowas wie Roland Freisler als Archetyp des Richter(un)wesens.

Zumal: Wäre die FDP nicht aus den Koalitionsverhandlungen ausgestiegen, hätte Hagen Rether wieder den Vorwurf der „Machtgeilen 3 Pünktchen Partei“ ausgepackt – das passiert nachhaltig immer dann, wenn Kabarettisten nur Meinungen statt Rückgrad haben.

Bei Friedrich Merz versucht man ebenfalls, ihm die Flucht vor der Verantwortung anzuhängen – was aber so recht nicht klappt, denn nach seinem Ausstieg macht er hochbezahlt in seinem alten Job als Rechtsanwalt weiter und stieg immer weiter auf.

Wer es mit Friedrich August III halten kann („Machd doch eiern Drägg alleene!„) verdient meinen höchsten Respekt gegenüber demjenigen, der ständig in seiner Tretmühle weitermacht.

Jo… und nun ist Merkel auch bald weg – ein würdiger Ersatz wurde in AKK bereits gefunden, nun ist halt Paceum statt Valium angesagt.


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Wertstoffhof Nidderau – perfekt gegen gute Laune!

Sonnenschein, Frau ausser Haus, die schlimmste Arbeit ist getan. Nächster Punkt auf dem Zettel: „Gelbe Säcke organisieren“.

Ja, ich meine „organisieren“ wie in den Hungerjahren nach dem zweiten Weltkrieg, denn „Gelbe Säcke“ sind unabdingbar – aber schwer zu bekommen.

Eine Anlaufstation wäre das Rathaus, hier muss man sich aber auf den Parkplatz-Mambo einlassen. Denn sind vor dem Rathaus die spärlichen Parkmöglichkeiten für Besucher belegt, fährt man wieder zurück auf die Hauptstrasse, geniesst den Linksabbiegerstau zur „Neuen Mitte“, dann weiter bis Ortseingang Nachbarort über den Parkplatz Schule-Turnhalle-Schwimmbad wieder zurück um gerade im Sommer dort auch nicht parken zu können.

Also dann doch gleich Wertstoffhof Nidderau – da muss ich nicht mit dem Auto aufs Gelände sondern parke ausserhalb und betrete das Gelände zu Fuß.

Da sämtliche Reserven an „Gelben Säcken“ an Bewohner, Mieter und Nachbarn ausgegeben wurden, wollte ich gleich mal für 3 Haushalte holen – sonst muss jeder einzeln dorthin fahren der Wertstoffhof liegt nunmal nicht auf den gängigen Büro- und Einkaufsrouten.

Folgender Dialog:

Ich: „3 Rollen Gelber Sack bitte“
Scherge (raunzend): „Für jeden Haushalt nur eine Rolle“
Ich: „Ich hole für 5 Haushalte, 3 brauch ich mindestens“
Scherge (schnarrend): „Für jeden Haushalt nur eine Rolle“
Ich: „Hallo, ich hole für 5 Haushalte“
Scherge (brüllend): „Für jeden Haushalt nur eine Rolle, wie oft soll ich es noch sagen?!“
Ich: „Soll ich jetzt jeden einzeln mit dem Auto hierher schicken damit er selber holt?“
Scherge (tobt): „Für jeden Haushalt nur eine Rolle, und jetzt Schluss! Ausserdem haben wir nur noch wenig“

Besser als mit einem Besuch auf dem Nidderauer Wertstoffhof kann man sich den Tag einfach nicht versauen.




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Keine Winterspiele in Calgary

Vox populi vox dei – Volkes Stimme, Gottes Stimme – das Volk von Calgary (Kanada) wurde gefragt und antwortet „Nein, wir wollen hier keine Olympischen Winterspiele 2026“. Mit 56,4% „Nein“ recht knapp, aber klar über der Hälfte.

Jetzt mal ernsthaft – an was denkt ihr bei „Olympische Spiele“?

  • An den Olympischen Eid von 1920 „Wir schwören, dass wir an den Olympischen Spielen als ehrenwerte Kämpfer teilnehmen, die Regeln der Spiele achten und uns bemühen werden, ritterliche Gesinnung zu zeigen, zur Ehre unseres Vaterlandes und zum Ruhme des Sports.“?
  • An die zahlreichen Sportler, die sich in einer grossen Gemeinschaft untereinander messen wollen und dann eine gemeinsame Party schmeissen?

Oder eher an

  • Ein IOC dem es überwiegend nur darum geht möglichst viel Geld abzuschöpfen und Diktaturen belohnt, gelobt und verhätschält?
  • Spiele, die kein „Ereignis für die gesamte Bevölkerung“ mehr sind weil die Übertragungsrechte kein einzelner Sender mehr stemmen kann?
  • Zensur- und Knebelverträge für Berichterstatter, Sportler, Funktionäre erzwingt?

Ich bin da eher beim letzten Block.

Schade für die Sportler, die sich jahrelang auf die Spiele vorbereitet haben und niemand zuguckt.

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Sourcecode…

Ein Kollege hat mir heute einen Packen „Innnereien“ in Form von Sourcecode einer prominenten „Security Appliance“ zur Begutachtung überlassen.

Man sieht recht deutlich in der Organisation der Dateien,  dass die erste Priorität über Jahre dem Management der teuren Lizenzschlüssel galt.

Der Rest ist „Rad neu erfinden“ und „keine Ahnung warum das den Compiler stört – ich kommentiere es einfach aus“.

Real gesehen lassen sich 99% der Angriffe mit 1% der Rechenkapazität abwehren, die scheissteure Appliance checkt permanent an der falschen Stelle.

„Machs doch besser!“ – ich mach es besser, aber die Konstruktion hier ist zB. nicht übertragbar auf Unternehmen die immer noch glauben, dass sie mit Microsoft den Joker gezogen haben.

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Nach der Wahl ist vor der Wahl

Hessen hat gewählt und das Interessante ist, dass die AfD eine beispielhafte Jagd auf „Bündnis 90/Die Grünen“ machen konnte und in vielen Wahlbezirken fast gleichauf gezogen ist.

Ich finde die Analysen hochdekorierter Politik- und Wahlwissenschaftler sowie Fachjournalisten total spannend:

  1. Alle reden jetzt erst flächendeckend davon, dass der SPD die angestammte Wählerschaft (namentlich das Milieu der Arbeiter) durch den Strukturwandel verloren gegangen ist. Dieser Strukturwandel ist aber schon seit 20-30 Jahren im Gange, was man schön an den Wahlergebnissen der SPD in deren Hochburg NRW feststellen kann – nach einem Hoch in 1985 geht es nur noch abwärts.
  2. Alle finden den Zuspruch zur AfD sehr bedenklich.
  3. Dass die Grünen immer mehr Mandate bekommen, bringen die meissten Berichterstatter als äusserst positiv rüber.

Ich habe da eine ganz andere Auffassung…

Dass man mit „Hauptsache dagegen“ in Deutschland eher eine Demo organisieren kann (im Zweifelsfall gibt man Protestkonzernen wie Campact oder Greenpeace bisserl Geld) als mit einem „dafür“ ist bekannt.

Und unsere GroKo hat in der Vergangenheit bewiesen, dass man sie sehr gut mit Öko-Themen und bisserl Druck von der Strasse wie eine Rinderherde zum Schlachtautomaten leiten kann.

Bei Atom und Kohle schieben „Bündnis 90/Die Grünen“, beim Diesel der „Deutsche Umwelthilfe“ Abmahnverein und statt die Lemminge rund um den Hambacher Forst einfach Charles Darwin zu überlassen werden bundesweit Polizisten abgezogen, um diese Irren vor dem Tod zu retten.

Und in dieser Gemengelage kommt die AfD und fordert „ideologiefreie Grenzwerte“, „Schluss mit dem, was wir heute Klimaschutz nennen“, „Weiternutzung von bestehenden Atomkraftwerken aber keine Neubauten“, „Einschränkungen beim Bau neuer Windenergieanlagen“.

Das hessische Wahlprogramm der AfD liest sich wie dar „Wunsch des gemeinen Bürgers

zB. so Trivialitäten wie „Der Rechtsstaat gilt für jeden“ und nicht wie die Grünen meinen „... ausser für die bösen Konzerne wie RWE – Hambi darf nicht sterben!!!

Oder dass die politische Gesinnung keine Gerichtsurteile beeinflussen darf, Stärkung der Akzeptanz und Respekt gegenüber unseren Sicherheitsbehörden usw..

Das wären Sätze, die ich mir viel lieber von der FDP gewünscht hätte – aber die lässt sich ja auch lieber von den Grünen durchs Dorf treiben und wird auch nicht mehr diesen Kurs verlassen können.

Die AfD ist defacto die einzige Partei, die eine Gegenbewegung zu dem grünen Bullshit bietet, der mittlerweile die gesamte Parteienlandschaft wie ein Schmarotzer durchdrungen hat.

Auch die Grünen haben mal mit vielen Wirrköpfen angefangen, es würde mich also nicht wundern wenn die AfD in paar Jahren ganz pragmatisch mit den Grünen die Regierung bilden werden.







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