Zum Brexit, ein offener Brief an den Weihnachtsmann


Lieber Weihnachtmann,

wie Du weisst, werden wir ab dem 29. März 2019 nicht mehr an Dich glauben.

Trotzdem möchten wir selbstverständlich die engstmöglichen Beziehungen zu Dir aufrecht erhalten. Wir gehen daher fest davon aus, dass wir weiterhin die gleichen Geschenke von Dir bekommen wie bisher (denn Du brauchst uns ja mehr als wir Dich) – aber ohne dass wir uns Regeln wie „brav“ und so weiter unterwerfen sollen.

Du bekommst die Liste der Geschenke sobald wir uns darüber untereinander geeinigt haben (um ehrlich zu sein: wir wissen selbst noch nicht was wir wollen).

Bitte beachte, dass Du die Geschenke nicht mehr per fliegenden Schlitten und durch die Schornsteine verteilen darfst, da wir zukünftig wieder die volle Kontrolle über die Anlieferbedingungen und unsere Grenzen übernehmen werden.

Wir gehen davon aus, dass Du die Geschenke trotzdem persönlich vorbeibringst und sind sicher, dass wir im Laufe der Verhandlungen für dieses Problem eine Lösung finden werden.

Wir sind fest entschlossen, Geschichte zu schreiben und werden trotzdem Deine Geschenke bekommen.

Deine

 
Theresa May

Veröffentlicht unter Dies und das..., Schwachsinn, Weltgeschehen | Hinterlasse einen Kommentar

Assoziale Netzwerke – kurz erklärt

Facebook: Meine Meinung ist richtig, deine Falsch.

Twitter: Fick deine Meinung, du F+tze…

Beliebiges Forum: Ich lese hier schon eine Weile still mit und bin der Meinung, dass Sie ein Arschloch sind.

Instagramm: Meine Wohnung ist schön, Deine nicht.

Pinterest: Mein Leben könnte so aussehen, tut es leider nicht.

SnapChat: Mein Penis ist schön, meine Rechtschreibung nicht.

Reddit: Hitler. Photoshop. Katze

Tumbler: Porno. Katze

Tinder: Surfbrett. Selfie. Ficken

XING: Auf dem Papier sieht mein Leben gar nicht so beschissen aus wie Deins.

Videotext: Heisse Frauen warten auf Dich, schick eine SMS mit FLIRT an 226622

WordPress: Es ist ein Update verfügbar. Es ist ein Update verfügbar. INSTALLIERE DAS VERFICKTE UPDATE!1!!! Wir haben Dein WordPress Blog geupdated.

Whatsapp: Meine Meinung ist richtig, Deine aber auch OK. Deine Mama.

gutefrage.net: Geh lieber mal zum Arzt, ich will Dir keine Angst machen, aber meiner Meinung nach hast Du Krebs

Usenet: Hast Du schon den Browsercache geleert und den Rechner neu gestartet? Du hast Dir bestimmt einen Virus eingefangen, installiere Deinen Rechner besser mal neu.

Veröffentlicht unter Dies und das... | Hinterlasse einen Kommentar

Ich habe einen neuen Drucker

Drucken ist für mich immer eine lästige Angelegenheit.

Die ersten Tintenkleckser fürs Privatbudget waren langsam, störanfällg und wenn man nicht alle 2 Tage jede Farbdüse beanspruchte musste man das Gerät in eine recht lange Reinigungsprozedur schicken welche 10% der kostbaren Tinte in den Orkus schickte.

Etwas besser wurde es mit Laserdruckern, irgendwann war meine Firma solvent genug dass sie sich einen Lexmark C510 Drucker (immerhin Farbe und Netzwerkanschluss) leisten konnte. Photos sahen nur auf sündhaft teurem Spezialpapier halbwegs brauchbar aus, aber damals brachte man seine Filme noch ins Fotolabor.

Irgendwann hatte dann auch hier die Digitalphotographie ihren Triumph gefeiert, also musste ein Drucker bei der A4 und auch A3 Photodruck beherrscht. Und da es das von Brother mit der MFC-Serie incl. Fax, Scan, Kopier günstig gab wurde dem C510 halt dieser Klotz danebengestellt.

Der Lexmark C510 versah dank regelmässiger Wartung sehr lange seinen Dienst, aber irgendwann begann er bei komplexen PCL5 Dokumenten nur noch Fehler auszudrucken – und zwar für jeden Fehler eine Seite. Zum Glück war es ein langsames Gerät sodass der Schaden sich auf höchstens 2 Blatt Papier für meine Schmierblattsammlung belief.

Ich hab den Drucker daraufhin in ein Bastkörbchen gelegt und auf die Nidder ausgesetzt – sofort hat eine Hanauer Schule zugegriffen.

Das Nachfolgemodell C540 hatte die gleichen Probleme bis ich den Rechner bis unter die Halskrause mit RAM aufrüstete – mit der Erkenntnis, dass Windowsdruckertreiber des Herstellers um die Schwächen des Druckers wissen und die Daten nur vorgekaut und häppchenweise versenden. Linux hingegen schickt den Druckjob mit der Vorgabe „Friss oder stirb“ ab, was eigentlich völlig pragmatisch ist denn warum sollte sich ein Betriebssystem um die Feinheiten der Druckerhardware kümmern.

Irgendwann ist das erste Brother MFC A3 Multifunktionsteil an Düsenverstopfung gestorben, also als GWG das verbesserte Nachfolgemodell installiert. Es war tatsächlich verbessert und hat auch mal paar Wochen ohne Drucken seine Düsen freigehalten (was vermutlich daran liegt, dass das Gerät mittlerweile eine Uhr hat die über das „Network Time Protocol“ synchronisiert wird und daher alle paar Tage aus dem Schlaf auswacht und mitten in der Nacht das Düsenreinigungsprogramm startet).

Nur: Photodruck mit dem Brother MFC auf A3 war immer eine Qual: wer satte Farben will, der braucht satten Tintenauftrag. Das können wiederum nur Spezialpapiere aufnehmen die eine Grammatur von mindestens 200g/m² haben und dieses Papiergewicht kann der Brother nicht aus seinem A3 Schacht über die Mechanik an den Düsen vorbeiführen. Also ist hier Manueller Papiereinzug angesagt und hier versagte das Gerät vollständig: statt einfach daran zu Glauben, dass seine Mechanik und Sensoren an dieser Stelle einfach beschissen sind hat es permanent die Schuld dem Bediener gegeben dass er das Papier nicht richtig, nicht Gerade oder garnicht eingelegt hat.

Ich habe jetzt die Reissleine gezogen: den Lexmark C540, den Brother MFC sowie Ersatztoner und Ersatzkartuschen und ganz viel Papier ins Bastkörbchen mit einem Schild „Nimm mich mit“ gelegt und ehe ich zur Nidder fahren konnte, waren sie schon weg.

Hinter mir steht jetzt ein Konica-Minolta bizhub C258 mit 2x A4 und 1x A3 und 4GB RAM.

Teuer, ja; Produktivitätsgewinn: unbezahlbar.

Es gibt für Linux ein PPD (sowas wie unter Windows ein Treiber nur dass ein PPD kein Treiber ist sondern nur die Features eines Drucker beschreibt) welches perfekt funktioniert. Selbst riesige PCL5, PDF und Grafik-Dateien werden unter Linux und Windows in einer Geschwindigkeit ausgeworfen die ich bisher für unmöglich gehalten habe.

Moral von der Geschichte: nicht herumärgern, ordentliches Zeug kaufen (so wie mein Grossvater sagte).

Veröffentlicht unter Dies und das..., Hohmanns schlimmste Reisen | Hinterlasse einen Kommentar

Besserer Journalismus

Nun, im letzten Beitrag habe ich besseren Journalismus gefordert – hier möchte ich Beispiele liefern wo es hakt und wie es gehen kann.

Das NDR Medienmagazin ZAPP hat in der Mediathek einen Beitrag mit „Rußlose Berichte: Auto-Journalisten ignorieren Abgas-Skandal“ tituliert. Im Bericht fabuliert man von „dem größten Wirtschaftsskandal der deutschen Nachkriegsgeschichte“.

Das eigentliche Problem „Heute liefern Agenturen fertige Texte, die von Lokalzeitungen gerne nachgedruckt werden in der Hoffnung, der ortsansässige Autohändler schalte eine Anzeige dazu“ wird im Bericht eher vernachlässigt – die Autoren Sebastian Asmus & Gudrun Kirfel greifen überwiegend Templates der Umweltangstkonzerne „schlimm, schlimm, schlimm“ auf statt grundlegende Recherchen und Information zu betreiben.

Ich bin ja auch eher ein Vertreter der Position „lieber nicht als schlecht machen“, darum hab ich noch meinen Blinddarm und habe mir auch sonst etlichen Ärger erspart. Warum man eine solche Einstellung der FDP die vergangenen Wochen zum Vorwurf gemacht hat ist mir daher rätselhaft – hätten sie es anders herum gehalten, wäre das alte Thema „Machtgeilheit“ wieder auf den Tisch gebracht worden (wie man es macht – man macht es verkehrt).

Und so ejakulierten der überwiegende Teil der Journalisten in Verkennung ihrer Aufgabe als Berichterstatter im Causus „FDP“ über Wochen ihre persönliche Meinung in die Tasten statt den Bereich zu nutzen, der für „Meinung“ vorgesehen ist: die Kommentarspalten – statt kritisch zu „cui bono“ zu analysieren und zu hinterfragen.

Natürlich sind Journalisten immer ganz kritisch gegenüber den Quellen: Die PR Meldung eines grossen Konzern (Bayer, Monsanto…) wird kritisch untersucht und ggf. nicht veröffentlicht, die PR Meldung eines grossen Konzerns (Greepeace, BUND…) kommt auf die erste Seite, egal welchen Unfug sie enthält.

An Fakten orientierter – und dennoch kritischer – Journalismus ist nur in Netz-Nischen zu finden. Zb. die Salonkolumnisten oder Novo-Argumente oder jeden Monat neu die Unstatistik des Monats oder „Vince Ebert Extrapoliert

Mein besonderer „Liebling“ ist über die Jahre immer noch Philipp Walulis der mittlerweile seinen eigenen Youtube-Kanal hat und die Medienwelt besser untersucht und erklärt als dass es die meissten „Mediensendungen über Mediensendungen“ jemals schaffen würden.

Veröffentlicht unter "Lügenpresse", Ausgewähltes, Schwachsinn | Hinterlasse einen Kommentar

Berliner Hintergrundgespräche

Hintergrundgespräche in Berlin sind sowas, wo der/die amtierende/r Kanzler/in ausgewählte Journalist/innen halt zu Hintergrundgesprächen einlädt.

Die Auswahl wird schon so sein, dass die beteiligten Journalisten ungefähr eine Ahnung haben wohin der Kurs gehen wird, aber das nicht so schreiben dürfen weil sie dann ihre Quellen nennen müssten und das ist kontraproduktiv zu einem „Hintergrundgespräch“.

Zapp visualisiert das in einem 5min Beitrag mit Journalistengesprächen über das „geben und nehmen“ und dass ein Journalist mit Namen Jost Müller-Neuhof da mehr Transparenz einfordert.

Meine Persönliche Meinung dazu:

1) Der Deutsche Journalismus ist schon lange zu einem Skandalsuchgerät degeneriert. Den „Dieselskandal“ gibt es eigentlich nicht, den „VW-Dieselskandal“ noch weniger (weil alle Hersteller die Vorgaben „sehr streng“ zu ihren Gunsten auslegen). Die Schein-Prolematik von Glyphosat überlassen alle Journalisten mittlerweile wieder und gerne den Spendenfinanzierten Angstmacherkonzernen wie Foodwatch, Greenpeace usw ohne überhaupt einen Gedanken daran zu verschwenden welche Horrorherbizide nach einem Verbot zum Einsatz kommen werden.

2) Ich würde als Kanzler, Chef oder sonstwer auch nur Journalisten einladen die eine ungefähre Vorstellung davon haben wohin der Kurs geht, das dann entsprechend interpretieren und journalistisch aufbereitet unters Volk bringen können – wie in Punkt 1 angemerkt wollen meissten Journalisten ja mittlerweile nicht mehr ein Thema durchdringen sondern nur noch mit ihrer Schlagzeile der Erste sein.

Und überhaupt bin ich der Meinung, dass die heutige Presselandschaft nicht mehr den Erfordernissen des kommenden Jahres 2018 entspricht.

Veröffentlicht unter "Lügenpresse", Hohmanns schlimmste Reisen | Hinterlasse einen Kommentar

Bier-Zeremonie

Nun – die Japaner konnten das schon schon vor 200 Jahren mit ihren „Karakuri ningyō„, aber die „typisch deutsche Lösung“ mit dem Industrie-Roboter hat auch ihren Charme.

Veröffentlicht unter Suff & Fraß | Hinterlasse einen Kommentar

Elektromobilität

Na denn!

Veröffentlicht unter "Lügenpresse" | 1 Kommentar

Eisbär, Panda, Löwe & Co

Das geliebte Eheweib schaut gerade eine Dokumentation über Hyänen.

Hyänen sind als trotz ihres Status als „Raubtier“ hoch sozialisiert. Gerade Tüpfelhyänen bilden Clans die bis zu 80 Tiere umfassen könen. Die weiblichen Tiere haben das Sagen und vererben ihren Rang in der Gruppe – ein Verhalten, was man im Tierreich bislang bei Affen und hier insbesondere bei den Pavianen beobachten konnte. Sie kümmern sich aufopferungsvoll um ihren Nachwuchs und teilen auch vorverdautes Fleisch mit alten Mitgliedern des Clans. Sie sind exzellente Jäger die in Gruppen zusammenarbeiten und als Aas- und Pflanzenfresser ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems.

Ihr Problem: weil sie so „verschlagen“ herumlaufen und schauen, mag sie keiner. „Hyäne“ ist ein Schimpfwort, sie gelten auf der einen Seite als grausam und gefährlich und werden nur selten ob ihrer Kraft und Ausdauer als heilige Tiere verehrt.

Also finden wir Hyänen nicht gut.

Spinnen und Schlangen finden wir auch nicht gut, obwohl sie wirklich sehr nützlich für das Ökosystem sind.

Pandas finden wir gut. Der Angstkonzern WWF hat diesen süssen, kuscheligen Vertreter der Art der Ursidae in sein Logo übernommen, der Wikipedia-Artikel hat auf meinem grossen Bildschirm 12 Seiten (die Hyänen gerade mal 3). Pandas werden gehätschelt und bekommen sogar „Panda Pornos“ vorgespielt um sie zur Fortpflanzung anzuregen.

Der Panda hat sich in einer recht lange existierenden ökologischen Nische bequem eingerichtet und je nach Lesart war es eine klimatische Veränderung oder der Mensch der seinen Niedergang eingeläutet hat. Der ökologische Nutzen der Pandas geht gegen Null – die Gattung des „Ailuropoda melanoleuca“ könnte völlig problemlos aussterben.

Der Eisbär wird als Verlierer des Klimawandels auch permanent bis zum Erbrechen hochgekocht. Der arme arme Bär – bald kein Eis mehr worauf er wandern kann. Schonmal einem Vertreter der Spezies Ursus maritimus bei der Nahrungsaufnahme beobachtet? Der schleicht sich per Wasser und zu Lande an die nieeeeedlichen und total süüüüüssen Ringelrobben heran und zerfleischt sein Opfer so dass das Blut über mehrere Quadratmeter spritzt und die weisse, jungfräuliche Eisscholle mit Blut getränkt nicht mehr wirklich eine Kulisse für die üblichen „achwiesüsss“ Naturfilme gemäss dem Motto „Sauberer, weisser Bär auf sauberen, weissen Eiss“ abgeben.

Löwen… auch so ein Thema. Männliche Löwen erobern ein Rudel und töten dann alle männlichen Nachkommen ihrer Vorgänger. Kommt das bekannt vor?

Einen Sinn in der Existenz von Eisbär, Panda, Löwe & Co. gibt es heute nicht mehr.

Der Panda ist in einer evolutionären Sackgasse gelandet wo er schon vor geschätzten 650 Generationen nicht mehr herauswollte (10.000 Jahre, 15 Jahre für eine Generation).

Der Eisbär als Spitzenprädator (also eine Spezies, die an der Spitze der Nahrungskette steht) wird sich vermutlich wieder mit dem Braunbären vereinigen und eine auf das neue Klima angepasste Art bilden.

Der oft fälschlicherweise so genannte „König der Steppe“ ist ebenfalls so ein Spitzenprädator – aber so spezialisiert dass er aussterben wird. Sein Wegfall würde das Ökosystem nicht interessieren.

Darwin hat mal die These von „Survival of the fittest“ aufgestellt. Jeder Engländer weiss, was damit gemeint ist – aber eine 1:1 Übersetzung ins Deutsche ist recht schwer. Ich denke, „Überleben wird, der sich seiner Umwelt am besten anpasst“ ist eine brauchbare Übersetzung.

In diesem Sinne sind WWF, Greenpeace und sonstige Angstmacher optimal in dieses System eingebunden: Sie sammeln Spendengelder die (nach aussen hin) zum Erhalt von Arten eingesetzt werden die sich selber in die Looserposition manövriert haben. In Wirklichkeit werden damit nur Mitarbeiter finanziert die den festen Glauben haben irgendwas zu bewirken – defacto kann man die meissten „Umweltschschutzorganisationen“ mit Pandas in einen Käfig stecken damit sie gemeinsam Aussterben können.

Der Mensch ist übrigens auch ein Spitzenprädator – Versuche der Natur, die Gattung „Homo sapiens“ insgesamt zum Aussterben zu bringen, sind bislang gescheitert.

Veröffentlicht unter "Lügenpresse", Weltgeschehen | Hinterlasse einen Kommentar

Japan und die Energiewende

Den Artikel zum Thema „Darum boomen in Japan Dieselautos“ schliesst Spiegel-Autor Tom Grünweg mit dem Absatz:

Dass Japan ausgerechnet jetzt auf den Diesel kommt, wo der Motor überall sonst verteufelt wird, mag für Außenstehende schwer nachvollziehbar sein. Doch wer die japanische Volksseele kennt, der findet dafür durchaus eine Erklärung, sagt der Kulturforscher Edgar Pelaez von der Waseda University Tokio: In der japanischen Überzeugung gäbe es einfach keine schlechte Technik, sondern es ist immer der Mensch, der sie schlecht macht. „Ausgerechnet das einzige Land der Welt, das Opfer von Angriffen mit Atombomben geworden ist, verlässt sich bei seiner Energieversorgung mehr als alle anderen auf Kernkraft.“

Diesen Satz habe ich jetzt mal für mich hinterfragt…

Japan ist eine Insel relativ kleine Insel – wenn ich meinen Onkel Karl-Heinz in Thüringen besuche habe ich die Strecke zurückgelegt wie Japan „breit“ ist. Gut – dafür ist die „Japan-Banane“ recht lang, aber auch ziemlich mit Bergen gesegnet.

Grossartige Vorkommen an Kohle, Uran, Eisen etc. gibt es nicht. Pragmatisch wie die Japaner sind, haben sie sich daher nach dem 2ten Weltkrieg darauf konzentriert das zu machen was sie wirklich können: mit wenig Ressourcen das Beste zu erreichen.

Daher kommt auch, dass Atomkraft in Japan eine so grosse Rolle spielt: Das Land muss jedes Quantum Energie importieren – egal ob das nun Öl, Gas oder Atom-Brennstäbe ist. Und da die Energiedichte eines Brennstabes weitaus höher ist als das gleiche Volumen von von Öl oder Gas wird Japan um die bösen AKWs für die absehbare Zukunft nicht herumkommen.

Gut – nun kann man im Hinblick auf Fukushima sagen „Aber Öl und Gas wären sicherer“. Leider falsche Denke: Japan wird permanent von Erdbeben durchgeschüttelt. Ein AKW Erdbebensicher zu machen ist ein kalkulierbarer Aufwand (die Katastrophe von Fukushima geschah weil niemand an einen solchen Tsunami gedacht hatte), mehrere tausend Kilometer Gas- oder Erdölpipeline als Erdbebensicher zu machen ist selbst für die Japanischen Ingenieure sehr schwierig.

Das wäre geklärt und nun: wer ist dieser komische Wissenschaftler „Edgar Pelaez von der Waseda University Tokio“ mit dem sich der Autor schmückt?

Nun ich habe ihn hier gefunden… „Edgar Santiago Peláez Mazairegos“ hat mit Technik nix zu tun, auch nichts mit Diesel-Autos und die Schlussfolgerung des Spiegel-Autors ist auch nicht wirklich schlüssig.

Im Rahmen der Recherche zu diesem Artikel bin ich übrigens auf folgendes „Juwel“ gestossen:

Da schreibt Herr Clemens Weiß als Redakteur von „energiezukunft.eu“ – einem der zahlreichen Portale wo ohne grundlegendes Verständnis von U=I*R über die Energiewende fabuliert wird – in einem Artikel über Japan folgendes:

Die Erwartungen lasten dann auf kleineren Biomasse-Anlagen und der Windkraft, deren Kapazität bis 2020 auf 10 Gigawatt anwachsen soll. Bislang spielen neben der Wasserkraft und Solarenergie die anderen regenerativen Erzeugungsarten kaum eine Rolle. Dabei ist Japan mit seiner Insellage und stabilen Windbedingungen an der Küste wie gemacht nicht nur für Windkraftanlagen sondern auch für Geothermie-Kraftwerke.

Fangen wir hinten an: Geothermie. Einfach paar tiefe Löcher in die Erde, Kaltwasser rein und Dampf raus. In Japan ist nichts einfach, das nächste kleinere Erdbeben verformt die Tiefbohrung und dann muss man neu anfangen. Japan hat auch paar geologische Besonderheiten wie zB. dass die Geothermiekraftwere jede Menge Feingestein und agressiven Schwefel verkraften müssen. Dass es die Japner können beweisen deren Exporte von Geothermieanlagen und die bereits betriebenen Anlagen – die leider nicht sonderlich wirtschaftlich sind.

Windkraft: Ich habe mal bisserl in den Archiven nachgeschaut, tatsächlich wäre die Westküste von Japan in Höhe der Stadt Niigata oder Akita optimal. In 100m Höhe sind tatsächlich die vom Autor beschriebenen „stabilen Windbedingungen“ vorhanden.

Man muss nur ganz viele 100m hohe Windkraftanlagen in ein Gebiet stellen wo der Boden paar mal im Jahr durchgeschüttelt wird.

Biomasse: Ich habe keine belastbare Statistik darüber gefunden, dass Japan im grossen Masstab einen Überschuss an „Biomasse“ wie Mais, Reis, Getreide etc. hat und es sich leisten kann, „Esswaren“ für Mensch und Vieh mit einem verdammt niedrigen Gesamtwirkungsgrad zu verheizen.

Deutschland braucht keinen „Ruck“ sondern einfach nur viel mehr Journalisten die ihren Hirnkasten anstrengen.

Veröffentlicht unter "Lügenpresse" | Hinterlasse einen Kommentar

Legitimierung zum Töten von dummen Menschen gefunden – die Welt wird endlich besser!

Kennt jemand Oliver Rast?

Er hat Vice ein Interview unter dem Titel „Wir haben einen der letzten linken Terroristen Deutschlands getroffen“ gegeben.

In diesem Interview gibt Oliver Rast recht interessante Weisheiten von sich, die universell Nutzbar sind.

Zum Beispiel „Militante oder bewaffnete Aktionsformen halte ich nach wie vor für gerechtfertigt“ oder „Ansonsten sind politische Attentate sicher das schärfste Mittel des bewaffneten Kampfes – und auch das werde ich nicht generell verurteilen.“

Ich kann Oliver Rast hier zustimmen: würde man Idioten wie ihn konsequent unter Anwendung seiner Ideologie entgültig aus dem Genpool der Menschheit entfernen wäre der Allgemeinheit viel Gutes getan – „dank“ unserer Verfassung und Gesetze geht das nicht und so kann er weiterhin seinen Filmriss zur Realität erklären.

Veröffentlicht unter Schwachsinn | Hinterlasse einen Kommentar