Journalismus: Erklärungen wagen!

Interessanter Screenshot: „Wie ein Tintenkiller funktioniert“ ist seit 2 Tagen der am dritthäufigsten gelesene Artikel auf der ehrwürdigen F.A.Z.

Na, liebe Pressekollegen – vielleicht doch mal mehr Journalismus im Sinne von „Erklären“ wagen?

Und jetzt keine Klagen wegen „Ja, alles so schwierig“ – genau dafür wurdet ihr ausgebildet.

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Wenn Du … dann kannst Du …

Dauerbrenner in der Büroneuorganisation ist das Thema „Was machen wir mit den alten Möbeln“.

Das eine oder andere könnte im Keller Platz finden, oder man lagert es auf dem Dachboden für schlechte Zeiten ein. Oder per Sperrmüll als Strassenabfuhr, Wertstoffhof usw.

Es gibt massig Varianten, den Kram per Tonne zu einem günstigen Preis loszuwerden – 99,99% dieser Kalkulationen basieren darauf, dass überwiegend ich selbst geduldig den Anhänger belade, den Kram durch die Gegend schippere, bei einer Recyclingstelle nach Diskussion mit den Mitarbeitern den Kram eigenhändig ablade, leer zurückfahre und den Kreislauf von vorne beginne (sofern nicht der Nidderauer Wertstoffhof vorher mit der Begründung „nur so-und-nicht-mehr-pro-Tag“ eine Sperre setzt).

Zukünftig gilt hier die Devise, dass Personen mit brillianten Vorschlägen den Kram auch selber organisieren und ausführen dürfen – ich bestelle für die Büroentrümpelung schlichtweg einen „Rundumsorgloscontainer“ und buche die Kosten gegen 4969.

Das Leben kann so einfach sein.

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Barrierefreiheit

Barrierefreiheit im Web ist wichtig.

Denn wir haben nicht nur Blinde, Taube, Seh- und Hörbehinderte sondern auch Nutzer deren Einschränkungen sich nur auf den zweiten Blick offenbaren: Netflix auf dem Smartphone und Winword auf MacOS.

Ich habe mir in meiner Jugend die Tagesschau gerne mit Gebärdensprache angeschaut sodass ich heute noch halbwegs einer Diskussion folgen kann (oder besser gesagt: es hat nicht mehr den Eindruck einer „Blumenwiese bei Sturm“ auf mich).

Gebärdensprache im Fernsehen ist aufgrund „Sprache-zu-Text Algorithmen mit Nachbearbeitung durch den Menschen“ durch Untertitel abgelöst worden, bei hektischen Ereignissen wie Fussballspiele füttern speziell dafür ausgebildete Sprecher die Computer so, dass der ausgeworfene Text nicht mehr nachredigiert werden muss – damit ist der Untertitel fast zeitgleich mit dem Geschehen im Stadion.

Bin heute bei einer Recherche auf dem Karriereportal der Bundeswehr gelandet und dort gibt es – Faszinierend! tatsächlich eine Übersicht über die Bundeswehr sowie die Karrieremöglichkeiten in Gebärdensprache.

Ich fand es recht interessant anzuschauen, aber warum auf einer Webseite die professionell alle Informationen in Text anbietet und selbst die Auflockerungsvideos Untertitel haben?

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Paar Tage Wärme & Sonne…

Ach was geht es mir gut 🙂

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„Die Anstalt“ sowie das deutsche Kabarett im Allgemeinen

Ich habe mir gerade „Die Anstalt“ vom 27. Februar 2018 angeschaut.

Nachdem das Format unter Frank-Markus Barwasser und Urban Priol am Ende leider nur noch Klugscheisserei aus dem Sumpf von SPD/Grüne produzierte wurde es Februar 2014 unter dem Titel „Die Anstalt“ mit Max Uthoff und Claus von Wagner erneuert.

Das lief nach meinem Empfinden die erste Saison auch gut, bis sich die Sendung recht schnell wieder in 60 Minuten der oberflächlichen Analyse und Belehrung der Sorte „Regierung und Bevölkerung sind einfach zu dumm das ‚Richtige‘ zu tun“ wandelte.

Dazu brauche ich keine mit „hochkarätigen“ Kabarettist’innen besetzte Sendung wie „Die Anstalt“ (und eigentlich seit 1-2 Jahren alle anderen Kabarettsendungen) – dieses Niveau schaffen jeden Tag unzählige Forentrolle mit Leichtigkeit.

Eine wirklich zufällig herausgegriffene Sequenz aus der Sendung: da mokiert sich einer der Vortragenden, dass Deutschland Braunkohlekraftwerke hat die viel klimaschädliches CO2 ausstossen und damit zum Weltuntergang beitragen.

Nun – wie andere Länder die innerhalb ihrer Grenzen Erdöl, Erdgas, Uran oder Steinkohle-Vorkommen haben, „sitzt“ Deutschland auf bedeutenden Braunkohlevorkommen. Man kann sich jetzt entscheiden: Lässt man sie unter der Erde und importiert (also Verlagerung des Elends in andere Länder) oder behält die Wertschöpfung mit allen Konsequenzen wie Umsiedelungen im eigenen Lande.

Wurde natürlich nicht in der Sendung aufgegriffen obwohl man genau aus solchen Konflikten ein abendfüllendes Programm machen kann (wie Vince Ebert zB.)

Naja, meine Liste der verfolgenswerten Kabarettsendungen schrumpft immer weiter genauso wie ich Forentrolle konsequent ignoriere.

Was ist aus Deutschland, dem Land der Dichter und Denker geworden..

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Frühlingsanfang (Meteorologisch)

Jetzt ist Sommer egal ob man schwitzt oder friert,
Sommer ist, was in deinem Kopf passiert

Gestern noch Eiseskälte, heute fast schon Frühling.

Habe schnell noch Rechnungen geschrieben und das neue Firmenpostauslieferungsfahrrad mit einer Fahrt zum Briefkasten und zum Hof Buchwald (fast höchster Punkt in Nidderau) einweihen können. Ich werde Velozeit-Stefan folgen und mir bei Aldi oder Norma gefütterte Fäustlinge besorgen, die recht teuren „speziell für Radfahrer“ Handschuhe mögen ihren Einsatzzweck haben den ich noch nicht erkennen konnte.

Ansonsten alles cool mit dem Fahrad, beim Herumtragen im Büro bis an die Tür merkt man schon, dass da paar Kilo mehr Gewicht verbaut wurden. Aber beim Fahren … an die stufenlose Gangschaltung gewöhnt man sich schnell und dass der Bosch Motor mitsamt seiner Steuerung etwas beweglicher wurde (also nicht so reagiert wie gewohnt) ist hoffentlich auch nur Übungssache (echte Mountainbiker mit Motor schimpfen darüber, aber ehe ich mich dazu äussere will ich erstmal das Problem selber „erleben“).

Also Briefe erstmal auf den Gepäckträger und da ist mir aufgefallen, dass am Rad keine billige Klammer sondern ein recht ausgeknautschtes Konstrukt aus Gummibändern verbaut wurde. Muss man erstmal verstehen, dann geht es einfach selbst einen Stapel gefüllter Umschläge sicher zu verstauen.

Vorsichtig aus dem Büro raus und sich mit der ungewöhnlichen Schaltung vertraut machen. Wenn man zu langsam tritt, dann nach unten drehen und wenn es zu schnell tritt, nach oben drehen (oder war es umgekehrt?) Alles Übungssache. Erst Briefkasten und dann zum Buchwald hoch. Trotz Winterpause und Hexenschuss ging das recht problemloser als nach der Pause in den letzten Jahren.

Unterwegs bin ich auf viele Spaziergänger gestossen die ebenfalls diesen kurzen Frühling geniessen wollen. Ist ja kein Problem, ein dezentes und frühes „Pling!“ an der Fahrradklingel und schon schieben sich die Fussgänger ganz unaufgeregt zusammen.

Ich machte „Pling!“ und es kam nichts – irgendjemand hat am Rad das vorgeschriebene „Pling!“-Instrument vergessen. Also hab ich mit dem Mund sowas gemacht, was nach „Pling“ kommt und auf dem Weg viele alte Bekannte getroffen.

Na, muss eh noch wegen Feinabstimmung bei Velozeit auflaufen, alles Gut!

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Dieselskandal

Das „Problem“ des Diesels ist, dass er – im Gegensatz zum Benziner – zwar weniger „klimaschädliches“ CO2, dafür mehr atemwegreizende Stickoxyde (Summenformel NOx) ausstösst.

Für jeden Schadstoff gibt es einen Eintrag in der „MAK-Tabelle„, der legt aber nur fest was man maximal am Arbeitsplatz so einatmen muss.

Für die Schadstoffaufnahme im „Privatbereich“ gibt es die „MIK-Tabelle„, die in der Regel für einen Schadstoff 1/20 des MAK-Wertes ausweist.

Rechtsverbindlich sind aber nur die Daten der BImSchV

Es gibt also irgendwelche politisch verhandelten Grenzwerte (die vermutlich kaum was mit der Realität zu tun haben) UND dazu ein Messverfahren, was ebenfalls kaum was mit der Realität zu tun hat UND die Aufforderung, die Messverfahren „genauestens“ einzuhalten.

Das führt schon seit bestimmt 20-30 Jahren zu Autos, die für die Messung extra mit Spoilern, Spezialreifen, abgeschalteten Verbrauchern und abmontierten Aussenspiegeln präpariert wurden und deren Steuerelektronik erkennt, dass ein Prüfzyklus gefahren wird. Das Ergebnis war perfekt: Die Automobilhersteller glänzten mit sparsamen Öko-Autos am unteren Ende und wenn man die gesamte Fahrzeugflotte so präpariert gemssen hat wandelten sich ganze Konzerne plötzlich vom Saulus zum Paulus.

Irgendwann haben sich die Umweltschutzkonzerne auf den Diesel eingeschossen. Den Benziner als Alltagsgefährt des „Kleinen Mannes“ anzugreifen ist schwieriger, als die überwiegend grossen und schweren Schlachtschiffe der Leasing-Selbstzünder bei den „Besserverdienern“ in Grund und Boden zu verdammen.

Also auch hier wieder Verschärfung der Vorgaben, ergo wurde alles überarbeitet und verbessert – auch die Motorsteuerung, die nun im Prüfzyklus (wie schon seit Jahrzehnten bei allen Herstellern) die Werte aus dem Auspuff schickt, die Vorgegeben sind.

Deshalb halte ich den Vorwurf der „Schummelsoftware“ für absurd: der Gesetzgeber gibt recht unrealistische Rahmenbedingungen vor und die Hersteller sorgen mit unrealistischer Motorsteuerung dafür, dass alles sein Zertifikat bekommt.

Das mit den „tausenden Todesopfern durch Dieselabgase“ ist eh eine bis zur völligen Verblödung verstümmelte Faktenlage durch unsere Deppenpresse. Es wird nie einen Totenschein „Gestorben an Dieselabgasen“ geben, alle Zahlen sind statistische Schätzungen darüber ob und wann ein bereits vorgeschädigter Organismus durch zusätzliche NOx Emissionen früher ablebt.

Wir erleben hier im Moment eine Diskussion, die von völlig inkompetenten Berichterstattern auf ein Niveau herabgezogen wurde auf dem wirklich jeder Hansel ebenso inkompetent seine Meinung in den nächstgelegenen Kommunikationskanal erbrechen kann – eine ausgezeichnete Gelegenheit für unterbeschäftigte Journalisten ebenfalls im Rudel mitzutröten und bisserl Zeilenhonorar einzustreichen.

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Hexenschuss (Nachtrag)

Beim Hexenschuss hilft oft Wärme, dafür gibt es so nette Gürtel die sich beim Kontakt mit Sauerstoff erwärmen und 9-12 Stunden mal die unteren Wirbel durchheizt.

Beim Kauf eines solchen Präparates gibt es oft ein Henne-Ei-Problem…

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Ubi pus, ibi evacua

Zum Ende der vorletzten Woche wurde mir die leichte Schwellung am Oberkiefer doch suspekt und fragte meinen Lieblingsoralchirurgen auf dem Gang, ob er mir mal schnell ins Maul schauen kann.

„Gehört da nicht hin“ meinte er.

Prima – mein Körper ist trotz aller Hygiene und Vorsicht verdammt gut darin, Abszesse an den unmöglichsten Stellen spriessen zu lassen. Anscheinend hat er sich die Mundhöhle nun als nächstes Gebiet ausgesucht, das kann die nächsten Jahre ja (h)eiter werden….

Mein Glück in dieser Praxis ist, dass mich schon die Grossmutter behandelte dann die Tochter und nun die Enkel wärend ich immer mal wieder dort die EDV gerettet habe – erspart mir ein Leben als Privatpatient.

Röntgen, Boren, Spalten – alles neben meinen Einkäufen und Lieferdiensten. Das Ärztliche „nicht rauchen und saufen“ kam dieses Mal nicht, ich hätte es eh ignoriert denn man kann das körpereigene Immunsystem am besten dadurch mobilisieren in dem man ihm sagt „Hey, damit wirst Du selber fertig“ statt den Pfad der Gewohnheit zu verlassen.

Nuja – Diclofenac vom Hexenschuss und Penicillin als Prophylaxe haben bei mir recht lustige Nebenwirkungen, aber auch sowas geht vorbei.

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Sport ist Gesund (Hexenschuss Inside)

Ich hatte Ende Januar bei Velozeit in Hanau mein neues Dienstfahrrad bestellt, diesmal wurde es ein etwas geländegängigeres Modell von Riese & Müller in Darmstadt. Der Stevensen-MTB Umbau war nicht schlecht, aber „mal eben schnell“ durch den Wald nach Altenstadt oder Karben zu brettern war nur Rückenschonend nur gemächlich drin. Das Riese & Müller „Delite“ hat stufenlose Nabenschaltung mit Riemenantrieb – der Verkäufer hat mir glaubhaft versichern können, dass die Kinderkrankheiten bei diesen Systemen behoben sind.

Lieferzeit: irgendwann Ende März/Anfang April – soll mir recht sein, denn vor April ist das Wetter eh nicht sonderlich fahradtauglich. Ich hab mal den frühesten Liefertermin im Kalender notiert, die Leasingunterlagen abgegeben und damit den Vorgang mental gelöscht denn es wird sich schon jemand melden.

3 Wochen später – ich hatte gerade etwas Leerlauf – kam eine Mail vom Velozeit „Fahrrad ist da!“. Da macht man doch gerne einen Ausflug nach Hanau.

So ein Mountainbike (MTB) von „Riese & Müller“ ist ab Werk auf den durchschnittlichen MTB’ler eingestellt: nicht wirklich gross und BMI in der Gegend von Magermodels. Ich bin eher gross und habe den optimalen BMI eines Walross und deshalb hat mich Velozeit-Stefan erstmal für eine Trockenübung auf das Rad geschickt um die Federung vorne und hinten einzustellen. Aktionen der Art „jetzt mal frei ordendlich die Feder vorne runderdrücken, ich halte Dich gerade“ geht höchstens wenn Stefan sitzt und ich ihn halte – umgekehrt lief es etwas aus dem Ruder.

Aber wir hatten einen gewissen Spass miteinander. Stefan pumpte die Federungen auf, ich spielte „Rock’in Rodeo“ auf dem Rad und dann sprach der Meister „Das will ich jetzt nochmal im Fahrbetrieb sehen“. Äh… draussen ist kalt..

Also mit alsbald klammen Fingern eine Runde über den Hof gedreht. Rad fühlt sich gut an, auch die stufenlose Nabenschaltung. Stefan bittet um einen kleinen MTB-Spung über eine kleine Rampe (wirklich klein, vielleicht 30cm hoch). Den ersten Sprung noch nach Art des Pferdereiters geleistet (Arsch weg vom Sattel), war aber völlig falsch sondern soll mit dem Arsch auf dem Sattel durchgeführt werden.

Die „Testrampe“ ist leider auch Zugang zu den ebenfalls vorhandenen Wohnungen im hippen Wohnviertel dort, sodass es 3 Anläufe brauchte. Der final geglückte Sprung entlockte Stefan ein „ja, hier und da nochmal bissler nachpumpen“ und mir einen stechenden Schmerz in der rechten Schulter weil solche Sprünge nicht in mein „Winterfahradrepertoire“ gehört.

Am Ende war Velozeit-Stefan zufrieden mit der Aufgabe, nach der ersten grösseren Tour nochmal für Nachjustierung eine Rast im Betrieb einzulegen.

Perfekt – also den Fahrradtransporter auf die Anhängerkupplung; neues Fahrad von Akkus, Steuerung und schwerem Schloss befreien, aufladen. Ich und mein jugendlicher Leichtsinn haben aber nicht bedacht, dass die Hersteller „Stevensen“ (alt) und „Riese & Müller“ (neu) ganz andere Vorstellungen von Rahmengeometrie haben. Ich habe das MTB mal leichtfertig wie „immer“ angepackt und habe mich erst verhoben und dann musste ich die Prozedur des Aufstellens auf den Anhänger wiederholen, da machte es nochmal „Knacks“.

Fahrad jedenfalls irgendwie ins Büro geschafft, Träger vom Auto abgebaut und …

2 Tage später hat sich die „kleine Muskelverrenkung“ in einen Hexenschuss ausgeweitet. Und das obwohl ich brav mit viel Ibuprofen Schmerzfreiheit hergestellt habe. Aus medizinischen Gründen bin ich dann zu Diclofenac umgeschwenkt – die haben aber den Nachteil, dass ich davon Nachts etwas neben mir stehe. Zusammen mit wärmenden Pflastern am unteren Rücken und viel Geduld war die Hexe nach 10 Tagen wieder weg.

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