Mal eben in den Taunus (1/3)

Samstag, Sonne, Fotowetter – der Opel-Zoo stand eh schon lange auf meiner Liste, also mal kurz hin.

Ich hatte das Areal viel kleiner in Erinnerung, mittlerweile gibt es ein Giraffenhaus, ’ne Savanne und ein ordentliches Empfangsgebäude.

Skuril: quer durch das Gelände verläuft ein öffentlicher Weg von dem aus viele Teile des Zoos auch ohne Eintritt zu erkunden sind. Das ist uns erst aufgefallen, als wir vor den Elefantengelände nochmal durch eine Kontrolle mussten.

Aber erstmal ins Giraffenhaus und „Mary“, das Weihnachtsbaby bestaunen.

Dort wurden wir von grellgelben Licht, einer Afrika angemessenen Temperatur und Luftfeuchte sowie dem konzentrierten Gestank eines ganzen Kontinents begrüßt.

Giraffennachwuchs im Opelzoo

„Mary herself“ fläzte majestätisch faul-schläfrig in der Mitte der Arena und nahm huldvoll die Ehrenbekundungen der Besucher entgegen: „ACH WIE SÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜSSSSSS!“ „MAMAMaaIIIIIII (schrillschrei) BABYIIIII (Eis-gegen-die-Scheibe-klatsch)“ wärend die Mikroblitze der Kompaktknipsen ein Gewitter gegen das Panzerglas warfen.

Keine Ahnung, welche Pillen man den Tieren so unters Futter mischt – aber ich hätte gerne auch welche davon.

Interessant waren die kleinen Finken die überall herumflogen und sich in der botanischen Deko des Hauses versteckten – ich hab einen davon erwischt.

Das dumme Geplapper der erwachsenen Zoobesucher, die schrillen Schreie der Kinder und nicht zuletzt der Gestank haben uns dann doch recht zügig wieder nach aussen getragen.


Für Fotografen mit viel Ausrüstung ist der Opel-Zoo ein optimales Konditionstraining: folgt man dem ausgeschilderten Rundweg, läuft man erst relativ bequem die Hänge des Taunus herab, darf dann im Tal im Vogelgehege Hanteltraining mit den grossen Optiken machen um dann schnaufend wieder den Berg hochzukraxeln.


Der erste Teil des Rundweges verläuft durch den ältesten Teil des Zoos. Für Eltern sicherlich angenehm sind dort das Elephantenareal sowie die Spielplätze und der Streichelzoo konzentriert – man zahlt den Eintritt und kann auf kürzesten Wegen die Blagen mit vielen Attraktionen müde machen.

Für uns war diese Ecke zur kalten Jahreszeit nicht sonderlich sehenswert weil die dort angesiedelten Aquarien/Terrarien geschlossen waren und der Streichelzoo eher nicht mehr so ganz im Fokus meiner Altersgruppe liegt.

Bei den Elefanten belustigte sich das Volk mit Möhrenwurf, der anwesende Dickhäuter pickte gelangweilt das Gemüse aus dem Schlamm um es in seiner Backentasche zu verstauen. Anscheinend wartet alles auf die neue Elefantenanlage.

Unten im Tal das große, begehbare Vogelgehege mit dem deutlichen Hinweis, dass diese Viecher auch im Flug scheissen können. Die Anlage ist so gestaltet, dass Mensch und Tier einen möglichst großen Abstand voneinander einhalten können. Ergo haben sich die interessantesten Vögel möglichst weit oben auf einem Ast zur Ruhe gesetzt wo ich mit Brennweite 200 nicht sonderlich viel ausrichten konnte.

Auf gleicher Höhe gibt es diverse Käfige, die ich eher als „Altlast“ einstufen würde. Affen, Waschbären etc – bei „Giraffe, Erdmännchen & Co“ sehen diese Gehege noch recht gross aus, anscheinend hat man dort einen ordentlichen Weitwinkel an der Filmkamera benutzt.

Durch ein Drehkreuz verlassen wir den Ursprünglichen Opel-Zoo und latschen wieder bergauf.

Ungefähr auf der Mitte zwischen „HochTief“ ist ein großer Teich mit Bänken davor – da hab ich mich einfach erstmal hingeknallt und dem Schnaufen der Flußpferde (die haben noch mehr Übergewicht als ich) hinter mir gelauscht.

Auf einer nahegelegenen Wiese posierte ein fremdländischer Kollege mit einem 600mm Canon L Objektiv mit Body auf einem Einbeinstativ sowie einem zweiten Body mit einem 70-200L IS USM und Gegenlichtblende lässig herunterbaumelnd vor seiner Begleiterin welche diese ca. 8.000 EUR teure Ansammlung an Gerät zusammen mit dem stolzen Besitzer mit ihrer Kompaktknipse ablichtete.

Zurück den Berg hoch, die alte Anlage hinter uns lassend gab es dann immer mehr Motive in modernen Freigehegen – und endlich auch die von mir ersehnten Erdmännchen (von denen Karin am liebsten das eine oder andere Exemplar zur Bodenverbesserung unseres Gartens einkassiert hätte).


Raus aus dem Zoo dürstete es uns nach Kaffee – und weil über uns die Burgruine Falkenstein herauslugte, haben wir das mal als nächstes Ziel gesetzt.

Fortsetzung hier)

Fink, im Giraffenhaus erwischt

Dromedar, naschhaft

Herr Alf stellt mir seine Cousine Ludmilla vor

Indianerhirsch

Indianerkitz

Senkrechtstarter

Gelangweilt

Gepard

Wunderwarzenschwein im Ruhestand

Erdmännchen (1)

Erdmännchen (2)

Hängebauchschwein (Foto: Karin)

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