Das Kindle ist da!

Was denn – das Christkindel schon Anfang Oktober? Soooo übertreibts der Handel nun auch wieder nicht.

Heute hat mir der Postbote das neue 99 EUR Amazon „Kindle“ gebracht.

„Elektronic Ink“ hin oder her, ich hab eBooks bislang für Schabernak gehalten.

Aber letzte Woche ist mir der Kragen geplatzt: Bedienungsanleitung für ein Gerät aufs Netbook, mit dem Netbook ans Gerät zur Programmierung. Dauernd zwischen Programmiersoftware und Anleitung geschaltet und irgendwann die Anleitung ausgedruckt (waren ja „nur“ 30 Seiten). Festgestellt, dass Softwareupdate vonnöten ist – Update gemacht, Bedienungsanleitung stimmt nicht mehr und nochmal ausgedruckt.

Dazu schien mir (bzw. meiner Firma) das 99 Euro-Kindle dann doch wieder geeignet und so wurde es bestellt.

Das Auspacken war eine Überraschung: Bis auf eine dünne Kunststoffolie zum Schutz des Displays ist die gesamte Verpackung aus Papier. Eigentlich günstig für mich, muss ich nicht grossartige Mülltrennung vorbereiten. Aber der Teufel steckt im Detail: Die Tasche mit der Rechnung ist aus sehr dünnem Plastik und lässt sich nicht Rückstandsfrei entfernen. Naja – wenn ich bei meiner Heimatzeitung plötzlich bisserl Plastik im Papier finde weiss ich ja, von wem es kommt.

Gerät eingeschaltet und dann begann es erstmal gemütlich zu booten. Witzig: das Gerät ist schon auf meinen Namen registriert „bernds Kindle“ und bei Amazon ist auch bereits der Kindle im Konto dabei sowie eine Mailadresse „@kindle.com“ für mich eingerichtet mit der sich das Gerät synchronisiert.

Bei jedem anderen Unternehmen (wie zB. iApple) würde ich mich mit Händen und Füßen wehren, eine externe Mailadresse zusätzlich zu nehmen. Auf der anderen Seite: da gehts ja nur um Zusendung und automatische Konvertierung von Dokumenten – und wenn alle Stricke reissen, kann ich mir das mit dem Programm „Calibre“ flugs nachbauen.

WLAN Einrichtung funktionierte problemlos, auch wenn es bisserl fummelig ist längere Kennwörter mit dem Cursorkreuz am Bildschirm einzugeben.

Bisserl herumgespielt, mir mit Calibre paar Newsfeeds eingerichtet, klappt. Bei Amazon einen Science-Fiction-Roman (Perry Rhodan Neo: Sternenstaub) für 2,99 EUR bestellt. Den wollte ich schon immer mal lesen, hatte aber keine Lust dafür 3,90 EUR +Versand auszugeben.

Bestellt, bezahlt und schwuppp war er auf dem Kindle verfügbar.

Als letzter Test noch Susis neuen Entwurf für unseren Multikopter als PDF per E-Mail aufs Kindle geschickt, klappt auch.

Der Kontrast ist ordentlich, am Esstisch ist mir nur die unangenehme Reflektion eine der Lampen aufgefallen (leg ich das Gerät halt nach rechts, passt auch).

Das Kindle ist zwar nicht so dünn wie ein Papier, kommt gewichtsmässig aber recht nahe. Bisserl störend ist das Flackern beim Umblättern aber das passiert recht schnell und lässt sich bei elektronischer Tinte auch nicht ganz vermeiden.

Mit dem konventionellen Buch teilt er ein Problem: eben musste ich suchen wo ich ihn hingelegt habe – ich war schon immer ein großartiger Verleger 🙂

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