Die olle Petroleumfunzel

Ich hatte lange eine einfache Petroleumfunzel auf unserem Sommersitz stehen, die mir am Abend Licht und Wärme spendete.

Beim Putzen (ja – nicht nur Männer machen was kaputt) ist das Glas zersprungen und kein Ersatz war aufzutreiben.

Letztes Jahr hab ich daher die traditionelle Lampe durch eine Designer-LED-Leuchte mit biegsamen Schwanenhals ersetzt um abends wieder lesen zu können. Aber auch nachdem ich dem Schwan dreimal den Hals umgedreht habe, ein wirklicher Ersatz war es nicht.

Nun – am letzten Wochenende war mal wieder eine gemeinsame Shopping-Tour mit dem geliebten Eheweib fällig und letztendlich haben wir im Baumarkt sogar eine bescheidene Auswahl an „mit fossilen Brennstoffen betriebenen Leuchtkörpern“ gefunden. Die Science-Fiction verspricht uns zwar seit der Entdeckung der Kernspaltung wesentlich effektivere Mittel zur Beleuchtung, aber die haben vermutlich genausowenig mit den „Grünen“ gerechnet wie die Foundation mit dem „Maultier“.

Heute abend jedenfalls hab ich die Lampe angezündet – einfach ein warm, weich und kuscheliges Erlebnis.

Die dadurch entstandene Trägheit hat ein ordentliches Beweisfoto verhindert, ich bitte meine Leser diesen Umstand zu entschuldigen.

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