Energiesparschlampen

Im Firmenscheisshaus In der Firmentoilette hing noch die alte Renovierungsfassung mit einer traditionellen 60 Watt Birne welche 8 Jahre im Keller der alten Wohnung und nun 10 Jahre im „neuen“ Haus gedient hat.

Vor 6 Monaten bin ich im Baumarkt über eine Doppelleuchte gestolpert, die mir Ideal für das Klo erschien. Dazu noch zwei Energiesparlampen von Osram mit romantischer Lichttemperatur (wer mag auf dem stillen örtchen schon grelles Licht). 2 Bohrungen in weichen Stein, nach 20 Flüchen, 8 Dübel und etwas Mörtel hing das gute Stück an der Wand. Solange sich daran keiner festhalten will oder es hier ein Erdbeben gibt, hängt das für die Ewigkeit.

Gerade eben ist eine der Energiesparlampen ausgefallen (von wegen dass die länger halten…). Da ich in zwei grossen Schubladen alle Leuchtmittel sammele, muss da bestimmt auch was passendes zu finden sein.

  • die ersten Funzeln waren zu lang
  • die nächsten SchLampen zu dick
  • die übernächsten hatten das falsche Gewinde
  • dann kam eine Serie, welche nicht sofort sondern eher erst nach 2min volles Licht brachte (unangenehm wenn man Nachts mal schnell „wohin“ will)

Irgendwann hab ich eine gefunden, die klein genug war und das passende Gewinde hat. Leider hat sie eher „Höhensonne“ satt „Weltuntergangsorange“ als Lichttemperatur – ich darf also die Tage im Baumarkt was passendes finden.

Jetzt überlege ich, was ich mache. Soll ich eine Energiesparlampe gleicher Bauart mit gleicher Farbtemperatur kaufen und mir für spätere Ausfälle noch gleich 2 auf Halde legen (ordnungsgemäss als Klobeleuchtung deklariert sollte das gehen) oder ich nehm die übriggebliebene als gebrauchtes Ersatzteil in den Bestand und kaufe zwei neue, identische? Oder gleich 4 um gerüstet zu sein? Bei meinem PechGlück hält das neue Pärchen 10 Jahre wärend die Ersatzbirnen mangels Nutzung von einer Spinne zum Brutgebiet erkoren werden (alles schon gehabt).

Und vorallem – wie soll das mit meiner Sammlung an Funzeln in der Schublade weitergehen? Müsste man erstmal ein Schaubild über den Bestand malen.

Also auf der X-Achse sind die verschiedenen Längen, auf der Y-Achse die Durchmesser. Dann kommt auf der Z-Achse noch das Gewinde und dann gehen mir die Achsen aus.

Dann anders:

  • A-Achse: Länge
  • B-Achse: Durchmesser
  • C-Achse: Gewindetyp
  • D-Achse: Lichttemperatur in Kelvin
  • E-Achse: Dauer bis zur vollen Helligkeit
  • F-Achse: Alter der Birne

Damit sind wir schon bei ABCDEF.. 6 Dimensionen. Meine Sammlung verlässt gerade das Einstein’sche Raum-Zeit Kontinuum, aber immerhin kann ich die Länge der Diagonalen bestimmen – was mir hier nicht viel nützt, denn meine Lampen blinzeln mir freundlich zu, ehe sie durch eine Calabi-Yau-Mannigfaltigkeit zum Planeten der verschollenen Energiesparschlampen verschwinden um zu heiraten.

Ich werde morgen im Baumarkt nach Leuchtmittlen mit nur 3 Dimensionen fragen.

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