Gronau – Maurice Airfield (Teil 2)

Nidderaltarm bei Gronau

Nidderaltarm bei Gronau

Der Nidder-Radweg ist schon genial.

Hinter Gronau eine große Schleife abgefahren, nur gestört durch einen spiessigen Sportplatz der uns zwang, mehrfach ums Eck zu fahren statt den sanften Rundungen der Dame „Nidda“ zu folgen.

   

Der Autor prüft kritisch die Wetterlage

Der Autor prüft kritisch die Wetterlage

Der Radweg ist nur selten asphaltiert, feiner Calciet Splitt in Gelb prägt die Strecke. Man ist die meisste Zeit gut von Bäumen abgeschirmt sodass wir erst gar nicht bemerkt haben dass es angefangen hat zu Regnen.

Auch Bad Vilbel ist einfach schick, besonders hat mir die Mediatheksbrücke gefallen wo man am Cafe WeWe einen wunderschönen Ausblick auf die Nidder hat. Als Pedelist kann man die wunderbaren Naturschutzgebiete, Parks und Quellengebiete geniessen – schwer zu sagen, welcher Abschnitt mir am besten gefallen hat, sie waren alle schön.

Kaum waren wir aus Bad Vilbel draussen, waren wir schon in Frankfurt. Sporadisch wurden wir von Regenschauern gestört, aber das kann man entweder durchfahren oder unter einem der zahlreichen Bäume aus“stehen“. Als Autofahrer erlebt man Frankfurt eher als Beton- und Teerwüste, es ist erstaunlich wieviel Grünflächen die Stadt bietet sobald man etwas aus dem Zentrum heraus ist.

Alle Wetter!

Alle Wetter!

Am westlichen Horizont richtung Taunus und Wiesbaden ballten sich dunkle Wolken, die ständig von grellen Blitzen durchwoben wurden. Wir legten uns gehörig ins Zeug und früher als erwartet erschien rechter Hand der Tower des ehemaligen Maurice Airfield. Die Räder unter einem Baum gestellt und ab unter einen der Pavillons in der Nähe des Würstchenstands (das Hauptgebäude war mit irgendeiner Verabstaltung belegt). Kulinarisch hat sich das Tower Cafe seit meinem letzten Besuch nicht geändert – das Brötchen war schon recht trocken, die Bratwürste zu lange auf dem Grill. Also alles wie immer.

Gespannt schaute ich auf das muntere Treiben der Besucher. Viele Eltern mit Kindern nutzen die Wiesen zum Picknick und die Kiddies die ehemalige Start- und Landebahn des Flugplatzes um sich im Skateboard- oder Rollschuhfahren zu üben. Von Westen wurde es immer dunkler und ich erwartete schon einen Kampf um die trockenen Plätze auf den Bänken – aber nichts passierte.

Hinter mir sprachen erklärte ein junger Erwachsener mit 2 Kindern seinem Gegenüber, wie man aus der zeitlichen Differenz zwischen Blitz und Donner die Entfernung des nahenden Unwetters errechnen konnte. Anscheinend war das für die Beteiligten was ganz neues. Ich schaute sorgenvoll ins Smartphone und versuchte vermittels des Regenradars des DWD und der Blitzortung den weitern Verlauf des Nachmittags zu eruieren.

Keine Panik Mammi!

Keine Panik Mammi!

Als der erste Blitz irgendwo am Ende des Geländes einschlug und sich Petrus eine Icewater-Challenge startete brach auf den Wiesen gesittete Panik aus. Alles fluchte und flüchtete in die Autos, nur ein junger Mann fand das alles total spannend und jauchzte mit seinem Buggy durch den Regen.

Nach gut einer Stunde warten hab ich es aufgegeben auf besseres Wetter zu hoffen. Von Westen kam ein neues Regengebiet auf, aber ich konnte sehen dass die Wassermassen linker Hand vor unserem Standort herunterkommen und auf dem Rückweg nur Nieselregen zu erwarten ist. Den nächsten Regenguss abgewartet und dann im Eiltempo zurück nach Bad Vilbel. Dort hab ich eine Wasserprobe der Hassiaquelle mitgenommen (sehr Eisenhaltig, das muss man mögen…) und dann eine Kaffee & Kuchen-Rast auf der Niddabrücke im Cafe WeWe abgehalten. Nur etwas angefeuchtet erreichten wir dann Gronau – Räder auf den Anhänger und ab nach Hause.

Gronau - Maurice Airfield

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1 Antwort zu Gronau – Maurice Airfield (Teil 2)

  1. opatios sagt:

    Danke für den Tipp, im Tower-Cafe nur „richtig“ zu essen und keinesfalls vom Grill. Mein letztes Frühstück dort war übrigens ganz prima!

    Und: Frankfurt hat außerhalb des Zentrums in der Tat einige unbebaute Fläche. Wald und Acker zwischen einzelnen Stadtteilen vor allem, auch ausgedehnte Kleingartenanlagen, parkähnlich ausgebaute Streifen „zwischen Siedlungsrand und Autobahn/Eisenbahn“ und die Flußufer halt. Zum in Ruhe mit dem Rad langfahren langt es meistens.

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