Who the fuck is „Marion Thiemann“?

Wir wollten heute eigentlich den nachsommerlichen Samstag nutzen um mal die Fahrradtour „Rund um den Flughafen“ zu machen, aber Katwarn meinte dazu dass aufgrund von Sternfahrten im Rahmen der Proteste gegen die IAA das Gebiet grossräumig zu umfahren sei.

Nuja – dann halt mit dem Auto+Rädern bis nach Wörth am Main gefahren, dann gemütlich 15km bis nach Miltehttps://de.wikipedia.org/wiki/Miltenbergnberg. Pfeifentabake bei Falkum eingekaufen, Mittagessen stilecht Outdoor mit Blick auf den Main im Café Ginkgo und dann wieder zurück über abenteuerliche Wege Rechtsmainisch nach Wörth.

Zuhause mal auf die Webseite der F.A.Z. geschaut und da lese ich „IAA-Demonstrationen – SUV uncool“ (Archivversion). Desgleichen lief über hr-inforadio heute morgen ein Interview mit jemanden vom BUND der davon berichtete, dass die böse Industrie ja den dummen Kunden die SUVs geradezu aufzwingt.

Finde ich recht interessant, weil ich ja auch einen (kleinen) SUV fahre.

Blöderweise wurde der mir nicht von der bösen Industrie mit Hammerschlägen aufgezwungen und ich habe den auch nicht gekauft, weil ich mich damit „groß und mächtig fühle“ – mit 1.85m Grösse und lädierter Bandscheibe erfordert das Ein- und Aussteigen in ein Auto der Grössenklasse „VW Golf“ schon eine gewisse Choreographie und gewöhungsbedürftiger Knick-Falt-Technik und da ist bereits ein Seat Ateca ein extremer Komfortgewinn.

Aber zurück zu Frau Marion Thiemann…

Zitat F.A.Z.: „Mit den SUVs ist es so wie mit den Waffen in den USA: Jeder kauft sich einen, um sich sicher zu fühlen, aber am Ende ist es für alle gefährlicher“, schreit Marion Tiemann von der Bühne an der Frankfurter Hauptwache.

Grübel… Warum plötzlich dieser Hass auf SUVs? Mein Automobil ist ein sehr Schadstoffarmer Diesel mit Adblue, über die letzten 18 Monate ist der Durchschnittsverbrauch 7,20 Liter/100km (wir sind hier recht Gebirgig), der kleine Stadtflitzer meiner Frau (Traum eines jeden Ökos) braucht genauso viel.

Ah – da war doch was: der SUV-Unfall in Berlin (Archivversion). Ohne dass die letztendliche Ursache (Krankheit des Fahrers, technisches Versagen) bekannt ist, wurde der Vorgang sofort in Form von Mahnwachen etc. gegen SUVs vereinnahmt.

Nun – selbst der Berliner Tagesspiegel schreibt hier (Archivversion): „Wäre dieser Unfall ganz anders verlaufen, wenn der Fahrer nicht am Steuer eines Porsche Macan, sondern eines Kleintransporters mit Elektromotor gesessen hätte? Ich fürchte, da konnte die Faktenfindung mit dem Tempo der medialen Meinungsbildung mal wieder nicht ganz mithalten.“

Und auch ein erfahrener Unfallforscher gibt der F.A.Z. zu Protokoll (Archivversion): „Bei Tempo 50 ist die Überlebenschance für den Fußgänger sehr niedrig – egal, ob er von einem SUV, einem VW Polo oder einem Smart angefahren wurde.

Warum also der Hass von Marion Thiemann auf den SUV und Autos allgemein?

Die ehrwürdige F.A.Z. schreibt, dass sie eine „Greenpeace-Aktivistin“ sei.

Das sieht auf ihre XING Seite aber ganz anders aus: da ist sie Kampaignerin für Greenpeace e.V. – also nicht mehr ein Schaf, was sich willig auf die Strasse treiben lässt um als Herde für irgendeine Ideologie aufzutreten sondern sie ist Leitwolf dafür.

Ihren Lebenslauf finde ich auch recht „interessant“: vor ihrer Karriere als Kampaignerin ab 11/2017 bei Greenpeace war sie ab 01/2016 ehrenamtliche Aktivistin bei „Volksentscheid Fahhrad Berlin“, davor 2 Jahre Tutorin der Projektwerkstatt „Adaptive Conservation Site Management“ und 4 Jahre für Bachelor of Science in „Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Also ist sie letztendlich nie grossartig aus Berlin herausgekommen und mal ernsthaft: diese Karriere klingt nach „ich kann mir nicht mal eine gebrauchte Umweltsau als Auto leisten – also protestiere ich gegen alle die sich sowas leisten können!!!1111einself

Willkommen in der Clique des Greenpeace Konzerns …

Berlin ist schön, aber seine Einwohner haben paar Probleme: Es war mal die Reichs-Hauptstadt und wurde nach dem Krieg geteilt. Der „Westliche Teil“ musste Jahrzentelang über das Gebiet der DDR versorgt werden und hatte Sonderstatus (über den sich sehr viele Jugendliche dem Wehrdienst entzogen haben) und der „Östliche Teil“ hat sich Berlin als Regierungssitz genommen und damit wurden die Ost-Berliner bevorzugt mit Lebensmitteln versorgt (darum haben die DDR-Bürger die Ost-Berliner regelrecht gehasst).

Wir haben also nach der Wende auf beiden Seiten ein Berlin, das es gewohnt ist mit „Koste es, was es soll“ versorgt zu werden und insbesondere im ehemaligen West-Berlin recht planlose Menschen die früher Bundeswehr- und Zivildienst durch ihre Flucht nach Berlin umgangen haben.

Und die haben schon ein geiles Bus-, Strassen- und U-Bahnnetz. Blöderweise (wie alles im wiedervereinigten Berlin) defizitär und marode weil die Grundlagen noch vor der Wende geschaffen wurden wo Ost und West ein Vermögen in Berlin gepumpt haben.

Wenn mir also einer sagt „In Berlin ist alles besser“ dann denke ich nur an meine gezahlten Steuern und wieviel davon im Sumpf „Berlin“ versickert.

Und jetzt mal ernsthaft: Da will mir eine so planlose Tusse aus Berlin namens „Marion Tiemann“ erzählen, dass „..die Wut in ihrem Bauch „auf diese Autos, die nicht in eine Stadt gehören“ ist seitdem so sehr gewachsen, dass sie sie jetzt einfach rausbrüllen muss.

Ich würde das Ganze unter „Akademische Esoterik“ verbuchen – gemäss Lawrence Peter produzieren Universitäten lediglich Universitätsabsolventen.

Spaltung zwischen Stadt und Land

Die Spaltung unseres Landes geht mittlerweile nicht nur zwischen Arm und Reich sondern auch zwischen Stadt und Land.

Was der ADFC, Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace, Ende Gelände, Sand im Getriebe und andere Organisationen Agiatoren Dummschwätzer fordern (autoarme Innenstädte etc..) fordern sind über Jahre hinweg vielleicht in Großstädten machbar.

Ich habe in den Rednerlisten der IAA-Demo (zB Torsten Willner vom ADFC) kein „Landei“ gefunden – also Leute, die (sofern deren Visonen zur Realität werden) 15-30km mit dem Rad bei Hitze, Kälte, Sturm und Regen zu ihrem Arbeitsplatz fahren müssen/wollen.

Diese ganzen Demos und Aktivistenaktivitäten werden von Großstädtern veranstaltet die eine Bus/Strassen-/U-Bahn Haltestelle fussläufig bei Abfahrt und Ankunft im 15/30 Minutentakt erreichbar haben.

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