Weihnachtsdüfte

Interessant am Leben in der irrealen Welt des Jahres 2019 finde ich immer wieder, dass Öko-Trottel WeltverbessereridiotenUmweltschützer“ ihre Mitmenschen mit eindeutigen „Funding-Bias“ Studien belästigen.

„Funding-Bias Studies“ sind Studien oder Forschungen zu einem Thema, wo es einen Sponsor als Geldgeber gibt und man sich (angeblich) als „Gesponsorter“ verpflichtet fühlt, ein Ergebnis nach den wahrscheinlichen Wünschen des Auftraggebers zu liefern.

Die Zwickmühle liegt in der Interpretation der Daten, ist also ein Problem der Statistik. Denn wenn die Datenlage nicht wirklich eindeutig ist („Im Winter ist es kälter als im Sommer“) sondern sich das Ergebnis in einem Datenwust versteckt kann man alles „so“ oder „anders“ interpretieren (siehe auch „Unstatistik des Monats„).

Leider gibt es gerade in Deutschland bei der Interpretation von Studien (die unter Umständen „Sponsor-Orientiert“ sind) und insbesondere in der Presse und der öffentlichen Wahrnehmung ein spiegelbildliches Problem…

Bezahlt Monsanto eine Studie zur Ungefährlichkeit von Glyphosat, dann ist das in Deutschland eindeutig eine „Bezahlte Studie“ und das Ergebnis eine komplette Lüge.

Umgekehrt allerdings: Eine von Greenpeace (oder anderen selbsternannten „Menschen- und Umweltschützern“ läuft in der Presse und Öffentlichkeit als die reine Wahrheit durch ohne dass da jemand laut ruft „Bezahlte Studie – Manipulierte Studie

(Wer mehr über die „Gefährlichkeit“ von Gylphosat wissen möchte, schaut einfach auf Wikipedia in den Artikel und beachtet besonders den Teilbereich „Formulierungen und Beistoffe“ – denn hier wird erklärt, dass „Glyphosat“ nicht „Roundup“ ist und dass die Formulierung des verkaufsfertigen Produktes das eigentliche Risiko ist)

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Da sich weder Greepeace noch BUND und sonstige Aktivisten – ansonsten immer tief besorgt um die Gesundheit der Menschheit – um die weihnachtlichen Schadstoffe bemühen, tue ich es mal.

  • Zu Weihnachten gehört unbedingt Nelkenduft. Das ist Eugenol, wird in der Volksmedizin gerne verwendet weil es „natürlich“ ist – leider aber real stark zytotoxisch und gentoxisch.
  • Der Duft von Myrre ist auch sehr beliebt. Das ist überwiegend Furanoeudesma-1,3-dien und hat verschiedene Wirkungen – hier warte ich auf eine Greenpeace-Studie die bestimmt was findet (schliesslich kann Furanoeudesma bei diesem Namen nur was ganz schlimmes sein was in den Laboren der bösen Kontzerne zur Weltbeherrschung entstanden ist)
  • Zimt darf natürlich nicht fehlen. Zimtaldehyd (oder genauer 3-Phenyl-2-propenal) ist Allergieauslösend (sieht man so nicht direkt in Wikipedia, versteckt sich hinter der GHS-Gefahrstoffkennzeichnung)
  • Oh Tannenbaum, oh Tannenduft … Besteht aus Bornylacetat, α-Pinen und β-Pinen. Wärend Bornylacetat im Tierversuch Leber- und Nieren schädigt (interessiert aber anscheinend keinen) sind *-Pinene eindeutig extrem giftig.
  • Auch die frischen Düfte des Tannenbaums sind überwiegend Limonen, ebenfalls höchst gefährlich.

Nun – interessiert keinen weil sich Greenpeace et. al. nicht dafür interessieren.

Vermutlich, weil die Konzentrationen dieser Giftstoffe in der Wohnung viel zu gering sind um Schaden am Menschen zu erzeugen.

Würden die „Umwelt- und Menschenschützer“ bei anderen Stoffen ähnlich relaxed sein bzw. unsere Medien solche Meldungen einfach in den Papierkorb werfen …

Deutschland wäre wesentlich entspannter

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