Stadtluft macht frei

Was ich schon immer als pervers empfand: Irgendwelche Politiker, Aktivisten und Gutmensch-Initiativen, geboren und gegoren in Großstädten und Ballungsgebieten wollen mir Landmenschen vorschreiben, wie ich zu leben habe indem ich …

  1. … meine Heizung von Öl auf Gas umstellen soll weil Gasheizungen „Ökologischer“ sind.
    Schön, wenn in den bevorzugten Wohngebieten unserer Öko-Aktivisten in jedem Strassenzug ein Gasanschluss vorhanden ist – aber hier auf dem Dorf bin ich froh, dass ich stabil Strom und Telefon (=Internet) habe.
  2. … gefälligst öffentlichen Nahverkehr nutzen soll.
    Nette Idee, dummerweise ist unser lokaler ÖPNV nur darauf ausgelegt mich vom „Dorf“ ins nächste Ballungszentrum zu bringen – aber nicht, dass ich von meinem lokalen Haus zum nächsten lokalen Arzt gelangen kann.
  3. … unbedingt Car-Sharing betreiben muss.
    Car-Sharing hier auf dem Dorf bedeutet: Das nächstgelegene Auto aufknacken, kurzschliessen und damit wegfahren.

Und so weiter und so fort.

Mag alles in Ballungsgebieten funktionieren, hier nicht.

Dafür zeigt sich in solchen Zeiten wie der Corona-Pandemie die Stärke der verlachten Dörfler: wir haben unsere Gärten und/oder nahegelegenen Wiesen und Wälder wo wir alle problemlos mit 2 Meter Sicherheitsabstand unsere Erholung finden.

Störend sind nur die Städter, die uns ständig vorschreiben wollen wie wir zu leben haben – und jetzt unsere Naherholungsgebiete überfluten.

Naja – gönnen wir es ihnen, vielleicht erinnert sich dann mal jemand in umgekehrter Richtung.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setzen Sie ein Lesezeichen auf den Permalink.