Amazon zensiert und spinnt mal wieder …

Ich kaufe regelmässig über Amazon ein und versuche auch regelmässig, besonders gute und auch besonders schlechte Produkte fundiert zu bewerten.

Zum Beispiel die „JEVDES Pflanzenlampe für Zimmerpflanzen, 100W Grow Light, LED Pflanzenlichter, Sonnenähnliche Vollspektrum Wachstumslicht, für Sämlinge, die Blühendes Obst Wachsen“ – die ich in der Stillen Hoffung gekauft habe, dass „Amazon’s Choice“ schon etwas mehr „tauglich ist“.

Angekommen, aufgebaut, mehrere bauliche Mängel festgestellt und einfach mal weitergemacht mit dem Ergebnis, dass die Samen nicht so recht angehen wollen.

Und weil es gerade in ein Projekt passte, ein ordentliches Lichtspektrometer für 2K€eingekauft um als Seiteneffekt ein Produkt für 33,99€ zu untersuchen.

Ergebnis war, dass die billige „Amazon’s Choice“ Planzenlampe im unteren Blaubereich (siehe „McCree Spektrum„) sehr stark schwächelte und – nach Studium der Literatur – für die Anzucht von Gemüse (Salat et al) nicht sonderlich tauglich ist.

Wobei das Lichtspektrum soweit vollkommen in Ordnung ist, um Pflanzen über den Winter zu bringen oder irgendwelche Blumen am Blühen zu erhalten. Und mit etwas zu viel Mühe habe ich auch einen kleinen Salat und etwas Basilikum im Büro anzüchten können – weitaus weniger von dem, was man (wie ein späterer Test ergab) mit einer gescheiten Pflanzemlampe wie zb. von Neusius Pflanzenlicht erzielen kann.

Und was bekomme ich für meine Mühe, eine fundierte Bewertung abzugeben?

Das hier:

„Liefererfahrung“ wurde nicht genannt. Die Rezension war weder „vulgär“ oder „obszön“ (naja, vielleicht hat jemand das Licht-Spektrogramm aus einem 2.000 EUR Gerät sexuell erregt). Spam war es auch nicht, es waren keine Fremd-URLs in der Rezension und die einzige „Manipulation“ die ich sehe könnte sein, dass ich einen „Amazon’s Choice„-Artikel sehr Sachverständig zerlegt habe.

Nun – die Quittung für mein „Fehlverhalten“ gegenüber Amazon kam stante pede: Ich wollte nur mal meine – eher negativen Erfahrungen – mit „Cobi Bike“ zur allgemeinen Information darbieten.

Und was kam?

Vermutlich zählt da meine abgelehnte Rezension eines anderen Artikels auch unter „ungewöhnliche Rezensionsaktivitäten“, die durchaus verständlich sind weil „Cobi Bike“ es nach Jahren nicht geschafft hat, die grundlegensten Probleme in der Handhabung auszumerzen und auch die letzten Software-Updates eher Missfallen als Wohlwollen unter der Userschaft erzeugten.

Naja, mein altes Smartphone hat nach 4 Jahren schon den dritten Akku und heute hat der „Pickel-Belag“ eines Wiesbadener Parkhaus es geschafft, das Display so hinreichend zu zertrümmern dass eine Reparatur nicht mehr wirtschaftlich ist.

Ich mache am Wochenende einen Rückbau am Fahrrad (Cobi-Bike weg, alte Bosch-Aktiva Steuerung drauf) und habe mal wieder „hippen Elektroschrott“ zu entsorgen.

Achso, meine Rezension für Amazon veröffentliche ich halt hier:

„Cobi Bike“ ist ein interessanter Aufsatz bzw. Ersatz für das Bosch Aktiva Display: Das Smartphone ist nun Steuerzentrale und reagiert auf die 3 Tasten-Steuerung am Lenker.

Im Prinzip ganz einfach: Mit der „i“-Taste am Lenker, schaltet man durch die Menues (Fahrrad-Motor, Navigation, Leistung, Kontakte, Musik), mit der „+/-“ Taste am Lenker dann durch die Unterfunktionen (Motorleistung hoch, runter; Zoom in der Navigation; Scroll durch die Leistungswerte).

Warum aber zwangsweise ein nicht abschaltbarer Menuepunkt „Kontakte“ oder „Musik“ permanent vorhanden ist, muss der hippen Kundschaft geschuldet sein – real stört es nur wenn ständig im Display des Smartphones aufleuchtet „Du hast keine Kontakte freigegeben“ oder irgendwas mit „Musik ist nicht eingestellt“.

Und bei der Navigation wird es unhandlich: Die Software von Cobi ist nicht im geringsten so Leistungsfähig wie zb. Komoot und daher eher nur in Notfällen zu gebrauchen. Zwar gibt es die Möglichkeit, mit viel Wissen welche Handy-Tastatur nun gerade welchen wichtigen Menueeintrag überdeckt, Komoot in die Navigation zu übernehmen – nur scheitert auch das seit mehreren Monaten regelmässig an unbekannten Fehlern und daher auch untauglich.

Dass „Cobi Bike“ ständig meint, ein neues Fahrrad in m/seiner Umgebung entdeckt zu haben und alles wieder zurücksetzt ist ein weiteres Ärgernis (nein, es ist kein weiteres „bike“ in der Umgebung – die Software ist einfach Schrott und nie irgendwie auf den Alltagsgebrauch getestet).

Daher eher 0 von 5 Sternen mangels Softwarepflege und mangels Konzentration auf Alltagsgebrauch.

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