Mal den Rechner richtig auslasten – „mache FIEEEEPPPP“

Persönlich bin ich eher der „Energiespartyp“ – man kann die Welt auch von der Couch aus erkunden.

Zum Beispiel ist es für mich immer wieder eine Herausforderung, die Tour zum Kollegen Avenarius nach Erbach im Odenwald in genau einer Stunde und einem Durchschnittsverbrauch von unter 6,5 Liter Diesel pro 100 Kilometern zu schaffen (was sich mittlerweile auf 6,2 Liter reduziert hat).

Wenn ich überlege, dass mein erster Golf GTI im Normalfall gut 12 Liter Benzin per 100km schluckte, ist das schon eine beachtliche Leistung der Automobilindustrie.

Auch mein Arbeitsplatz ist so ein Sparbrötchen.

Zwar fordern 2x 30″ Bildschirme, eine CPU mit 12 Kernen sowie einer hochgezüchteten Grafikkarte (wird für kryptographische Berechnungen gebraucht) ihren Tribut – aber im Normalfall braucht das Ensemble nur 80 Watt, was früher mal im Glühwendellampenzeitalter gerade mal notdürftig die Toilette beleuchten durfte.

Aber es kam heute eine neue Anfrage rein, wo ich mir nicht so sicher war ob das meine Workstation leisten kann.

Nun, ähnliche Anforderungen kommen aus dem Bereich „Computerspiele“.

Wollte eh mal das Spiel „Metro Exodus“ nach den spannenden Metro-Romanen von Dmitri Alexejewitsch Gluchowski ausprobieren.

Die beiden Vorgängerspiele gibt es als native Linux-Portierungen, „Exodus auf Pinguin“ wird seit Februar 2020 versprochen, getan hat sich nichts.

Zum Glück gibt es Projekte wie „Wine“ und „Proton“ welche dem Spiel vorgaukeln können, dass sie auf einem Windows-Rechner laufen und über diverse Kompatibilitätsschichten dann ordentlich „Linux“ sprechen.

Programmstart von „Metro Exodus“ unter Linux lief völlig problemlos, Ton im Kopfhörer und Bild waren ohne Ruckler und Aussetzer.

Mich störte nur dieses ständige Fiepen im Tonkanal, welches aufhörte wenn ich mich im Spiel in eine eher ruhigere Gegend begeben habe – vermutlich haben sich die Macher was dabei gedacht.

Nach einer Weile im Spielgeschehen wurde ich sanft von meiner Tochter in die Realität zurückgeworfen.

Schnell Alt+TAB um das Spiel in den Hintergrund und damit auch in die Pause zu drücken.

Kopfhörer abgenommen.

Sie: „Hörst Du das nicht?“

Ich: „Nö, was denn?“

Sie: „Hat eben aufgehört – was hast Du gemacht?“

Das Ende vom Lied: Meine kleine Schreibtisch-USV kann mit der Leistungsanforderung von 350 Watt nicht umgehen und fängt an zu Fiepen.

Naja, muss halt eine grössere USV her – wieder was gelernt.

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