Die Wallbox

Meine Firma ist im Haus der grösste Stromverbraucher, letzte Woche ist noch ein Server dazugekommen denn eine Telefonanlage auf dem Datenbunker laufen zu lassen geht solange gut, wie jene Maschine den RAID-5 Verbund neu synchronisieren muss – da geht erstmal gar nichts mehr.

Und weil ich ein modernes Unternehmen habe, wird das nächste Auto ein „Plugin-Hybrid“ wo Batterie und Elektromotor es erlauben, mich „umweltfreundlich“ auf den ständigen Kurzstreckenfahrten innerhalb eines Radius von ca. 20km für Hin- und Rückfahrt zu bewegen.

Was im Moment etwa meine Wochenfahrleistung ist: Kiste Bier, Kiste Wasser; Hausarzt und Apotheke sowie Baumarkt für eine Rolle Teflonband und Vogelfutter für die Futterstelle vor dem Bürofenster.

Zumindest insofern umweltfreundlich, dass ich für diese Strecken keinen Dieselmotor mehr anheizen muss, der dann trotz sparsamer Fahrweise bei kaltem Motor eine Menge Sprit verbraucht.

Die Wallbox ist 3 Monate nach Auftragsvergabe nun endlich installiert.

Problem – wie in jedem Haushalt, der sich das Gelände mit einer GmbH als Mieter teilt – ist natürlich die Trennung der Kosten zwischen den Parteien.

Der Stromverbrauch des Büros und des Serverraums wird separat gezählt (wobei ich vermute, dass der Elektriker damals nicht alle Betriebsräume zusammengefasst hat) und daher wird nun der Strom fürs Hybrid-Elektromobil über einen eigenen Zähler abgewickelt.

Jetzt wirds spannend: die Ladeeinrichtung steht auf Privatgrund und musste auch so beim lokalen Netzbetreiber (ovag Netz GmbH) beantragt werden. Der Nutzer und Kostenträger ist hingegen meine Firma – und das führt regelmässig zu Irritationen.

Denn die ovag Netz GmbH sagt natürlich zu recht, dass ein Netzanschluss ohne Energieversorger nicht funktionieren kann und hat meine Daten an ihren geschätzten Partner E.ON Energie Deutschland GmbH weitergeleitet, die hier die Grundversorgung übernimmt.

Wohlgemerkt meine Privatdaten, dass der Betreiber meine GmbH ist geht bei solchen Installationen regelmässig unter und kostet viel meiner Nerven in endlosen Telefonwarteschlangen diesen Irrtum zu korrigieren.

Naja, Montag kommt der Chef des Unternehmens welches das alles Beantragt und ausgeführt hat – der kann mich bestimmt aufklären.

Vorsorglich schicke ich mal eine E-Mail an den Kundenservice von E.ON dass die Knete nicht von mir Privat kommt.

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