Lockdown Reloaded – Friseure

Überdies gibt es auch Kritik an den Friseur-Öffnungen am 1. März. „Friseure sollten zu sein“, meinen etwa die Mitglieder von „#ZeroCovid“ – eine Initiative von Wissenschaftlern, Aktivisten und Gesundheitspersonal. Sie fordern einen strengen Lockdown, damit die Infektionszahlen auf null sinken. Eine Öffnung der Salons bewirke das Gegenteil – es sei anzunehmen, dass die Zahlen wieder anstiegen. „Die nächste Corona-Welle rollt an“, sagte David Schrittesser aus dem Presseteam der Initiative.

Zitat aus einem F.A.Z. Artikel

Ok… Wissenschaftler ist per Definition alles, was eine wissenschaftliche Ausbildung hat, bevorzugt natürlich Inhaber eines Doktor-Titels (also auch Juristen, Theologen – die Reihe ist beliebig fortsetzbar).

Unter „Aktivisten“ habe ich ständig das Bild von Personen im Kopf, die wild hüpfend durch die Gegend springen und … naja, halt „Aktiv“ sind. Bislang sind mir personlich oder aus den Medien nur wenige „Aktivisten“ bekannt, die Fachwissen haben – in der Regel plappern die nur das Zeug nach, was ihnen ihre Lobbyorganisationen vorsprechen.

Beim Gesundheitspersonal bin ich mir so recht nicht sicher was deren Meinung ist (Meinung, nicht Faktenlage).

Den #Aufschrei um die „Salons“ habe ich so recht nicht verstanden. Zumindest meine bevorzugte Haarschneidestation hatte in der kurzen Öffungszeit wärend des Lockdowns einen strikten „Hygiene-Workflow“ ähnlich der zwischenzeitlich besuchten Zahnärzte und Oralchirurgen (die Sanierung meiner Kauleiste zieht sich halt hin).

Und in den Zahnarztpraxen höre ich nur „geändert hat sich nur, dass wir alle den ganzen Tag mit einer Mund-Nase-Maske herumlaufen, aber daran gewöhnt man sich – wir müssen halt alle in der Freizeit besonders vorsichtig sein“.

Corona-Fälle? Meine Kollegen und ich haben mal bei ihren „Mund-Ärzten“ herumgefragt. 23 Ärzte sind natürlich keine grosse Stichprobe, aber sie ist komplett negativ ausgefallen.

Vielleicht liegt es daran, dass dort Personal und Ärzte sich ihrer Verantwortung bewusst sind und von „Corona-Parties“ Abstand halten.

Jetzt die Fraktion der Haarkünstler in den „Salons“ als Infektionsherd und Infektionsmultiplikator zu brandmarken, halte ich daher für albern – das Personal dort ist auch nicht daran interessiert, sich anzustecken oder mit dem Makel einer „Corona-Verteilstation“ seine Kunden zu verlieren.

Es ist natürlich möglich, dass die hippen, herumspringenden Aktivsten ihre Frisur überwiegend in halbseidenen „ist mir alles egal, hauptsache billig“ Läden nacharbeiten lassen und daher ihr seltsames Meinungsbild haben (Tipp: Frisör wechseln, dahin gehen wo Hygienestandards hochgehalten werden – kostet halt, und wenn es nicht in das Budget des spendenfinanzierten Herumhippers passt, mal bitte die eigene Lebenssituation überdenken).

Naja, und als ich mir die zugehörige Webseite der #ZeroCovid Initiative hier angeschaut habe (insbesondere die Unterschriftenliste), frage ich mich irgendwie, warum sich dieser Stuss überhaupt auf die Webseite der F.A.Z. verirrt hat.

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