Wir werden Elektromobil

Defacto schonen Elektro-Automobile in der Summe weder die Ressourcen von „Mutter Natur“, noch sind sie in irgendeiner Form „Ökologisch“ oder „Klimafreundlich“ – die benötigten Rohstoffe für die Herstellung der Akkus und Motoren werden sehr dreckig dort produziert, wo selbst weltgereiste Ökofetischist*Innen wie Luisa Neubauer noch nie einen Fussabdruck im Schlamm jener Kobalt- und Niob-Minen im fernen Afrika hinterlassen haben, wo selbst Kleinkinder schon nach den seltenen Erden graben müssen um ihre Familien durchzubringen.

Aber wenn die ganzen Ökos meinen, dass ich trotz der massiven moralischen Schuld, die jedem Elektromotor und jedem Akkumulator anhaftet auf E-Mobilität setzen soll habe ich genauso viel Moral wie ein Beagle vor dem Fressnapf – oder wie ein Gemeindeparlament vor einer unsinnigen Baumassnahme – solange sie einen Fördertopf hat geht das immer durch.

Mein neues Auto ist ein grosser SUV, der einen etwas kleineren SUV abgelöst hat – mit dem Unterschied, dass der „Neue“ als Plugin-Hybrid paar Kilometer elektrisch fahren kann und in Kombination mit dem konventionellen Benzinmotor einen für mich angenehmen Ampelschnellstart – trotz der hohen trägen Masse – erlaubt.

Oder rein elektrisch innerorts, mit 30-40km rein elektrisch kommt man hier schon recht weit ohne den Verbrenner im äusserst ungünstigen Kalt-Betriebsmodus zu fahren.

Und dank grosszügiger Förderung durch den Staat und billiger Dienstwagenbesteuerung kommt mich mein neues „Raumwunder“ insgesamt erheblich günstiger als mein altes Firmenfahrzeug.

Halte ich für bedenklich – aber wie war das mit dem Beagle, dem Gemeindeparlament und dem gefüllten Topf?

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setzen Sie ein Lesezeichen auf den Permalink.