Ich werde ernsthaft alt …

War heute auf dem 84sten Geburtstag meiner Schwiegermutter.

Habe mit Interesse mit den anwesenden Witwen Kuchenrezepte diskutiert und dem Erfahrungsaustausch über gute Kliniken für Rücken-, Gelenke- und sonstige Operationen gelauscht.

War früher nie mein Thema, aber wenn ich aktuell morgens aufstehe denke ich immer „paar Ersatzteile könnte ich schon gebrauchen“.

„Das“, so sprach eine in der Teilnehmerrunde „bringt keine Verbesserung. Man hat nicht keine Schmerzen mehr sondern nur woanders wo sie mit viel Glück weniger stören.“

Na – da kann ich ja prosperierend in die Zukunft schauen.

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Brot

Hier das letzte Brot:

In den ersten Starwars-Spielen haben manche Robots ein Geräusch von sich gegeben, das Larissa beim gemeinsamen Zocken als „BrotBrotBrot“ verbalisierte. Ihr Hinweis „Da läuft noch ein Brot herum“ (übrig gebliebener Gegner) war eine zeitlang ein „Running Gag“ in gemeinsamen Spielesessions.
Fürs Backen habe ich mir einen kleinen Rechenautomaten als Tabellenblatt gebaut dem ich nur das Endgewicht, den Roggenanteil in % und die Teigausbeute (handliche Rechengrösse bei den Bäckern) eintragen muss.
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A day in the life …

Freitag Messgeräte bestellt. Ich (oder besser gesagt die Firma) braucht endlich mal ein gescheites Zangenamperemeter, einen echten DUSPOL und ein automatischer Steckdosentester für paar Euro passt auch noch ins „kleine Köfferchen“ ehe ich wieder Stunden nach einem Fehler suche letztendlich auf die Kappe des „Fachkräftemangel-Elektrikeraushilfsgeselle“ geht.

Ich habe auch beim Februar-Wetter ein verdammt schlechtes Gefühl, die Hochs und Tiefs bewegen sich nicht sonderlich. Früher wurde die Region von mehreren Kraftwerken versorgt, heute ist eigentlich nur noch das Steinkohlekraftwerk Staudinger mit dem letzten 510MW Block von ehemals 5 Blöcken (1934MW gesamt) übrig – der Rest kommt von weit her („Ruck-Zuck-Leitungsbruch“) oder von Zappelstromanlagen welche bei viel Matschschnee nur noch homöopathische Dosen an stabilem Wechselstrom liefern.

Macht ja nix, ich habe ein Notstromaggregat was mit einer Tankfüllung Superbenzin 3h durchorgelt und 10A liefert – das reicht für Notbetrieb (Heizung, kleines Kochfeld und Nachladen der Akkus für Leuchten und Smartphone sofern überhaupt noch irgendein Netz geht mit dem ich kommunizieren kann). Reservesprit hab ich, aber mich ärgert dass der auf 3 kleine Plastikkanister verteilt ist. 20l Super fürs Aggregat, 20l Diesel fürs Firmenfahrzeug wäre auch nicht schlecht – nur gut dass es gerade bei Amazon 5x Jerrycans zum Preis von 3 gibt. Also bestellt.

Und so einen Brotbackstein wollte ich schon immer ausprobieren, bestellt.

Status Freitag abend: 2 Pakete Samstag, 1 Paket Dienstag

Samstag morgen …

Der Kaffeeautomat nörgelt herum, dass er den Wasserfilter gewechselt haben möchte. Trifft sich gut, denn er beschwert sich auch darüber das er zuwenig Wasser hat. Das reicht noch für 2 Espresso – alles gut.

Zweiten Espresso „Klein, stark, schwarz“ (2x Kaffee, dafür nur die Hälfte Wasser) geordert.

BIMBAM – DPD steht vor der Tür und der Brotbackstein ist da. Der will natürlich erstmal erstmal kontrolliert, gesäubert und vorbereitet werden. Nach der Aktion ist mein Espresso kalt und die Maschine rückt keinen neuen raus.

Also erstmal Wartung (Wasserfilter tauschen, bei der Gelegenheit könnte man auch mal den Wasserbehälter reinigen). Neben dem Kaffeevollautomaten liegen paar „Kleinteile“, die dringend im Keller verarbeitet werden müssen und entsprechend schon paar Tage dort liegen. Also erstmal für eine Stunde „Kellerkind“ gespielt, Werkstatt und Labor bisserl aufgeräumt und mir die Frage gestellt, wer aus der Familie den Keller aktuell am meissten zumülltzustellt.

Auf dem Rückweg schleppe ich wieder die Kartons die Treppe hoch, die meine Frau nach unten geschmisssen hat. Eigentlich gibts dafür im Büro eine Lagerecke in der die Kartons zerschnitten und komprimiert geammelt werden um sie dann bei entsprechender Menge auf dem Wertstoffhof zu entsorgen – für die Papiertonne ist das einfach zu viel und wegen 2kg Pappe fahr ich nicht nach Heldenbergen um mir das Genöle des Empfangsschergen anzutun.. Ich denke immer, dass Abfälle von je her ein Zeichen von Wohlstand sind – meine Frau ist da irgendwie anders aufgestellt 🙂

Irgendwie verlassen mich die Kräfte und schau mal in der horizontalen, was bei ARTE läuft. Kaum über „Kunst & Kultur“ eingeschlafen – BIMBAM, DHL wuchtet ein recht grosses Paket ins Büro. Oh – die Wehrmachtskompatiblen Spritkanister sind schon da.

Darauf erstmal einen Espresso… Taste gedrückt, misbilligendes Knirschen im Gehäuse – „Brüheinheit reinigen“. Wasserbehälter ab, Seitenteil ab, Brüheinheit (wurde erst vor 5 Tagen gereinigt) mit etwas Nachdruck entfernen und reinigen (warmes Wasser, eine alte Zahnbürste und vor allem viel Routine leisten hier gute Dienste).

Wärend die Brüheinheit abtropft (frisch aus dem Wasser gibt das sonst zu viel Sauerei in der Maschine) leere ich den Briefkasten. Werbung, Werbung und 2 Bescheide von der Stadt Nidderau: 1x dass meine Firma keine Gewerbesteuer zahlen muss, 1x der Bescheid für Grundsteuer und Abfallgebühren.

Nun – unsere Stadt-Genossen haben von je her ein gutes Händchen dafür gehabt auf der einen Seite an der falschen Stelle sehr sparsam zu sein und an anderen Stellen ihre Klientel bei Laune zu halten. Zur Belohnung wurde die Grundsteuer erhöht – statt ca. 700 EUR sind nun ca. 1.200 EUR Beitrag zur Sanierung des Stadtsäckels und Aufrechterhaltung des Betriebs fällig.

Ich lenke mich damit ab, dass ich paar dringliche Wartungsarbeiten an den Kundenservern durchführe und baue die Kaffeemaschine wieder zusammen. Da sehe ich mit einem Auge durch die Fensterluke, dass jemand ums Haus herumschleicht – oder zumindest zum „Vertretereingang“ (das ist der mit der lahmgelegten Klingel) geht. Na, der kennt sich hier nicht aus und das ist nicht mein Problem wenn er den Büroeingang auf der anderen Seite nicht findet (immerhin bin ich jetzt über 15 Jahre an gleicher Stelle).

Also Tasse unter den Ablauf, „Espresso doppelt stark“ getastet und kurz raus – da lugt der Herr um die Ecke, meint „Ja, da isser doch der Bernd“ und entpuppt sich als unser Ex-Postbote der 2 Häuser weiter die Strasse herauf wohnt. Sein Begehr war ein ominöser Adapter für seinen Hänger, wobei er nicht so recht wusste ob das nun von „wenig Pole (alt)“ auf „viele Pole (neu)“ oder umgekehrt ist weil (lange Geschichte von Leihauto und Leihanhänger der dann zum eigenen wurde etc…). Irgendeinen Adapter in dieser Richtung hatte ich mal, der mal im Auto war und dann hatte ich meinem Anhänger so einen „vielpol“ Stecker angelötet und seitdem war der Adapter nicht mehr notwendig. Nachdem wir gemeinsam meine Hütte durchsucht hatten schaute ich kurz auf die Uhr und fragte „Du sagmal – warum fährst Du nicht einfach zu einem der vielen Baumärkte hier, die haben Samstags bis 20 Uhr offen? „Kopf-Tisch, gute Idee“ und weg war er.

Mein Espresso? Der Dritte den ich wegschütten durfte (wenn ich mich nicht verzählt habe).

„Mach mal Pause“ mit selbstgebackenem Kuchen vom Wochenanfang und doch nochmal schauen, was ARTE so bietet. BIMAM – der Götterbote Hermes steht vor der Tür und liefert die Messgeräte (die ich mir eigentlich für den Morgen gewünscht hätte).

Darauf erstmal (schon nach 18 Uhr) erstmal einen Espresso den ich unerwartet ungestört geniessen durfte.


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Aus der Tageszeitung …

Let it snow….

Schnee in Mitteleuropa. Der Deutsche Wetterdienst zum Thema „Sowas nennt man ‚Winter'“. Noch mehr Schnee.. Na kommt schon liebe Presse, da geht mehr! Schneechaos, es wird schon besser. Kachelmann: „Solche Wetterlagen sind normal“ Wo ist Stefan Rahmstorf wenn man ihn benötigt. Der Alpenraum versinkt im Schnee … und heute die erlösende Meldung vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) „Ein Zusammenhang zwischen den aktuellen Schneemassen und dem Klimawandel wird nicht ausgeschlossen“ !YAY! Nur doof dass jenes Institut zu den Folgen des Klimawandels forscht und nicht zum Klimawandel selbst – da verlassen sie sich auf andere Forscher.

Smarte Datenkraken im Wohnzimmer

So langsam fällt auch Journalisten auf, dass „smarte“ Gerät nicht wirklich „klug“ ist… So sind Dezember 2018 ganze Unterhaltungen „fremdgegangen“ die Alexa in die Amazon-Cloud gespielt hatte. Auch Bilder von Überwachungskameras landen nicht immer nur beim berechtigten Nutzer, wie der Fa. Ring dieser Tage nachgewiesen wurde. Wenn man dann von seiner Überwachungskamera angesprochen wird oder Dritte sich recht einfach in die Kamera des Smart-TV einklinken.

Musiker spielen auf Inlandsflügen

„Die indonesische Fluggesellschaft Garuda unterhält zukünftig die Reisenden auf ausgewählten Inlandsflügen mit Live-Musik“. Ein solcher Service wurde angeblich zuerst 2017 von der US-Fluggesellschaft „Southwest“ angeboten. Das kommt davon, wenn man Kinder Artikel schreiben lässt – solche Angebote gab es in den 1980er Jahren bei vielen Gesellschaften, ua. bei Virgin Airlines mit dem Duo „Acoustic Alchemy„.

Forum Hanau

Das „Forum Hanau“, ein 2015 im sachlichen Stil des Hanauer Betonbrutalismus der Nachkriegszeit gebauter Zweckbau, verliert die Fast-Casual-Marke „Vapiano“ als gastronomischen Ankermieter. Der REWE im Forum soll auch nicht sonderlich gut laufen. Am besten wieder abreissen und die alten Parkplätze hinmachen. Oder einen kleinen Park, das täte Hanau auch sehr gut.

Old and busted: Cloud Computing

Unsere Nerd-Spacken waren damals ja total Notgeil auf IPv6 (das ist der Kram, wo man jeder Ameise und jedem Sandkorn auf der Erde eine eigene IP-Adresse verpassen kann), mittlerweile hat sich der Enthusiasmus etwas gelegt weil jeder vernünftige Router auch bei IPv6 eingehende Verbindungen erstmal blockiert – sonst wäre ja jedes Gerät mit einer IP-Adresse im Haus von aussen zugreifbar (was man dem gemeinen DAU nun wirklich nicht antun will). Und OSI-Layer 8 kompatible Firewalls gibt es nun – trotz KI und modernen Zeiten – nunmal nicht.

Früher (vor der „Cloud“) gab es da gewisse Hierarchien: ein lokaler Rechner hat sich um die Verarbeitung der Daten von Kamera, Mikrophon und diversen Schaltern gekümmert und bei Bedarf den Kram auch auf einer hübschen (lokalen!) Webseite präsentiert. Diese Webseite konnte dann der erfahrene User mit bisserl frickelei von „Aussen“ (also zb. vom Smartphone aus dem Ausland) abfragen. Absoluter Luxus war, wenn dieser lokale „Sammelrechner“ spärliche Daten an den Hersteller weitergegeben hat um auch ohne Basteleien sein „Erlebnis“ zu haben (heuer muss ja alles ein „Erlebnis“ sein).

Heute ersparen die Hersteller von Hausautomatisierung dem Endkunden solche Bastelarbeiten: die Geräte verbinden sich nicht mehr mit einem (ggf. selber zu pflegenden) Server im Haus sondern telefonieren direkt mit einer Software, die irgendwo in einem Rechenzentrum auf dieser Welt läuft – die auch gleichzeitig per Push-System eine App des Herstellers auf dem eigenenen (sogenannten) „Smartphone“ bedient.

Wenn also jeder Datenscheiss (Sprache, Videos, Fotos) erstmal ungefiltert beim Anbieter im Rechenzentrum landet und der daraus wohlwollend irgendeine Webseite generiert oder eine Handy-App füttert, dann fällt das unter „Cloud-Computing“ und die meissten haben begriffen, dass das nur solange gut geht wie a) der Anbieter sauber arbeitet und b) der Anbieter existiert bzw. diesen Dienst anbietet.

New hotness: Edge Computing.

Nach den letzten Skandalen (siehe unter „Datenkraken“) dämmert es auch dem letzten Nerd, dass man nicht unbedingt alle Daten ungefiltert dem jeweiligen Anbieter überlassen sollte. Der Wiki-Artikel faselt was von Ressourcen-Schonung, real geht es um den neuen Trend so viel wie möglich Daten selber zu verarbeiten und vorallem nicht herauszugeben („Private Cloud“)

Also eine Situation, wie sie vor ca. 2009 angestrebt wurde aber „zugunsten“ der Public Cloud Umgebungen wieder verworfen wurden (Gier frisst Hirn) – es kommt halt alles wieder.

War sonst noch was?

Die Umwelthilfe führt mit alten Daten in die Irre“ – dieser Fakt ist seit Anfang der sogenannten „Dieselaffäre“ im Zusammenhang mit Dieselfahrverboten bekannt. Dummerweise haben sich die Links-Grünen Journalisten (also die Mehrheit) zu tief im eigenen Sumpf verstrickt so dass sie nicht mehr aus ihren selbsterzeugtem Gespinst aus Halbwahrheiten und Übertreibungen herauskommen – solche Artikel wie in der FAZ werden auch weiterhin mit der Lupe zu suchen sein.

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Öko-Bullshitbingo „Spezial“: Brot & Mehle

Kaum beschäftigt man sich mit einem „Naturprodukt“ wie Brot, findet man auf fast jeder Webseite zum Thema fürchterlichen Bullshit.

Der NDR fabuliert in seiner Sendung „Markt“ vom 30.06.2017 unter anderem:

Mehl mit der Bezeichnung 405 enthält beispielsweise 405 Milligramm Mineralstoffe pro 100 Gramm. Je höher der Wert, umso mehr Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium enthält ein Mehl. Auch der Gehalt an pflanzlichem Eiweiß, B-Vitaminen und Ballaststoffen ist höher.

Bullshit!

Mehl des Typs 405 hinterlässt nach kontrollierter Verbrennung genau 405mg Asche pro 100gr Mehl undefinierter Zusammensetzung, mehr wird nicht garantiert. Ob diese 405mg Asche nun aus Uran oder Natrium besteht ist nicht relevant.

Und auch die Bullshit-Bingo Erwähnung von „Eiweiß, B-Vitaminen und Ballaststoffen“ ist völlig für den Arsch weil das Mehl im Laufe der Verarbeitung bis zum fertigen Backprodukt etliche der „shoooo geshunden“ Vitamine verliert.

Ein traditionell hergestellter Teig enthält Mehl, Wasser, Salz, Backtriebmittel wie Hefe und Sauerteig – und sonst nichts.

Bullshit!

Ein traditionell hergestellter Teig enthält Mehl, Wasser und Sauerteig aus wilder Hefe und wilden Milchsäurebakterien. Backtriebmittel und Hefe haben da nichts zu suchen.

So jedenfalls die Meinung der diversen Brotseiten im Netz – die voll mit Anleitungen sind, wie man sich einen Sauerteigansatz mit hinreichend Triebkraft fürs fertige Brot quasi „aus der Luft“ erzeugt.

Real verwendet auch der Öko-Bäcker Reinzuchthefe. „Backtriebmittel“ bei einem normalen Brot ist mir in den Rezepten nicht wirklich untergekommen (mag sein, dass man extrem schwere Teige nochmal mit irgendeinem Backpulver „aufpimpt“).

Vollkornmehl hat keine Typenzahl, weil die gesamten Bestandteile der gereinigten Körper enthalten sind.

Bullshit!

Vollkornmehl hat deshalb keine Typenzahl, weil durch die Vermahlung des gesamten Korns jede Charge anders ausfällt und das Gesetz dafür eine Ausnahme geschaffen hat. Leben muss mit diesen Schwankungen jener Hobbybäcker, der glaubt sich durch Verwendung von Vollkornmehl nicht nur ein „gesundes Brot“ zu verschaffen sondern auch das das nächste Brot genauso gelingt.

Auch der Öko-Bäcker setzt Vollkornmehl nur begrenzt ein und deklariert es als „Vollkornbrot“.

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Jahresanfang

„Gesetz zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften; Vordruckmuster USt 1 TJ – Antrag auf Erteilung einer Bescheinigung nach § 22f Abs. 1 Satz 2 UStG – und Vordruckmuster USt 1 TI – Bescheinigung nach § 22f Abs. 1 Satz 2 UStG“

Wird mir in 2019 bestimmt noch Freude bereiten …


Neben der „atombombensicheren“ Backupstruktur ziehe ich mir sporadisch nochmal den gesamten Datenbestand auf eine externe USB Festplatte. Die Sicherung der Änderungen geht hier recht schnell, das sind meisstens weniger als 200GB an Bewegungsdaten.

Habe mir den Spass gemacht, mal die Datenstruktur (vulgo „e2fsck“) zu prüfen. Am Ende waren die Daten nicht mehr lesbar und das Prüfprogramm hat mit einem Schreibfehler abgebrochen.

Ich hab jetzt mal das 2TB Medium einem e2fsck -c -c /dev/sdd1 (also Lese/Schreibprüfung) unterzogen – alles in Ordnung, also habe ich es geschafft EXT4 komplett durcheinander zu bringen.


Töchterchen arbeitet in einem Softwarehaus und räumt dort qualifiziert hinter den Nerds auf: Kunden bei Laune halten, Ticketsystem pflegen und Ordnung in SQL-Datenbanken bringen.

Auch für die Spülmaschine gibt es nun von ihr eine „Nerd-Kompatible“ Handlungsanweisung (Foto: Lara).


Ehefrau, erster Arbeitstag – zu ihrem Glück im Homeoffice. Laptop angeschlossen, eingeschaltet, Bitlocker fragt nach dem Kennwort. Laptop verweigert die Eingabe von Buchstaben. Ratlosigkeit. Tante Google sagt, dass das Problem öfters auftritt. Externe USB-Tastatur bringt keine Abhilfe.

Ich habe das Problem an die Hotline ihres Arbeitgebers abgegeben. Nun ruf mal jemand eine Hotline an, dessen Nummer in einem „Self-Service“ Portal steht welches man nur mit funktionsfähigem Laptop erreichen kann.

Irgendeine Nummer für den Anfang findet sich aber auf einem angegilbten Schmierzettel, von dort aus geht es mit viel „Nein“ „Ja“ „Hilfe“ im Telefoncomputer weiter und man landet bei einem Mitarbeiter, der Frau freundlich erklärt, dass sie nicht das Firmenkennwort sondern das Bitlocker-Kennwort eingeben mus – welches nur aus Ziffern besteht.


12:09 EMail eines Kunden: Betrieb steht. Ursache steht in der Fehlermeldung: da ist die Datenbank für die offenen Bestellungen gegen die Wand gelaufen. Normalerweise ist die recht klein und handlich: Ware wird bestellt (Eintrag in die Bestelldatei) und zügig geliefert (Austrag aus der Bestelldatei). Jetzt kamen die Feiertage und dem Unternehmen wurde noch eine mittelgrosse Firma angegliedert – viel rein, nichts raus.

Das Problem soll schon seit Jahren angegangen werden, aber die Änderung ist heikel und sollte mit 4 Augen geändert und ausführlich getestet werden.

Ok – ich habe es jetzt in 3 Stunden alleine durchziehen müssen, nun hab ich für den Rest der Woche keinen Tropfen Adrenalin mehr im Körper.

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„Backe backe“ und viele Imperten im Netz

Meine Schwiegermutter ist eine großartige Kuchenbäckerin, meine Frau hat viel von ihr gelernt und übernommen – Kuchen gibt es hier im Haushalt aber nur selten: für meine Frau ist es mit einem dedizierten Aufwand verbunden, den sie nicht so sehr schätzt.

Macht nichts – dafür gibt es beim Lidl fertige Backmischungen, die Mann völlig problemlos zur Selbstversorgung nutzen kann (Rühren, Backform, Backen, Fertig)

Für mich steht schon seit vielen Jahren auf dem „Lernplan“, dass ich irgendwann mal aus dem Handgelenk ein köstliches Roggen-Sauerteigbrot sowie paar Brötchen, Baguettes oder Türkische Pide „gefüllt mit irgendwas“ aus dem Ofen ziehen kann.

Im Internet gibt es viele Quellen, schaut man sich 10 Seiten an hat man 30 völlig voneinander abweichende Rezepte bei denen man sich nicht wirklich sicher ist, ob sie unter allen Bedingungen funktionieren.

Weizenbrote

Nach 10 Blechen „Pide“ (man nehme: Mehl, Wasser, Hefe, Salz) bin ich beim Weizen-Hefeteig zumindest schonmal sicher: kleiner, etwas flüssiger Vorteig aus Wasser, Hefe, etwas Zucker und Mehl bis zur Pampe geht immer,

Und hier werde ich leider genauso ungenau wie die meissten Rezepte „etwas Zucker & Mehl“ ist Definitionssache – ok, ich bin aber auch keine Kochseite hier. Soviel Zucker um die Hefe anzutreiben (alte/wenig Hefe: 1/4tl mehr, frische/viel Hefe: nur eine Prise) halt. Wenns ordentlich Gärt ist es OK.

Kuchen

Die Rezepte dazu werden auf Webseiten vom Rezeptheft der Oma abgeschrieben und als „sehr lecker“ ohne eigene Erfahrung gepostet. Vorsicht also bei Rezepten, die Backpulver in Teelöffeln angeben – das Rezept wurde das letzte Mal vor 1891 aktualisiert als es das noch Lose und in Einzelteilen gab (siehe Link).

Auch muss man bei den Rührzeiten aufpassen: ich habe gemäss Rezept einen weihnachtlichen Nuss-Lebkuchen mit Weizenmehl 10min verknetet, der ist mir im Ofen zusammengefallen sodass meine Frau für das Familiengelage spontan noch einen Gewürzkuchen gebacken hat (soweit zum Thema „ich backe keine Kuchen mehr – aber wenn die ganzen Zutaten vorhanden sind, warum nicht die Gelegenheit nutzen und prüfen, ob ich es noch kann?).

Merksatz für Rührkuchen (also alles was ohne Hefe und mit Backpulver gemacht wird): Mehl und dann Backpulver ganz zum Schluss zugeben und vorsichtig solange rühren bis es eine homogene Masse gibt – die Mischung sofort in die Form und in den Ofen – die Rührzeiten im Rezept sollte man durch eigene Erfahrung (und sei sie noch so klein) ersetzen.

Sauerteig

Aus Sauerteig (Roggen oder Weizensauerteig) machen viele Webseiten auch ein riesiges Ökolinksmutternatur-Geschwurbele.

Im Prinzip muss man (je nach Zielteig) Weizen oder Roggenmehl vermischt mit Wasser „einfach nur“ offen stehen lassen, bis sich in dieser Pampe freiwillig Hefepilze und Milchsäurebakterien angesiedelt haben bis sich nach einer Weile ein Gleichgewicht eingestellt hat und man einen Startsauer zur Vermehrung hat.

Trotz grössten Bemühungen haben sich bei mir keine der genannten Tierchen gefunden die sich auf dem Sauerteigansatz ansiedeln wollten – ich habe einen kleinen Krümel Frischhefe und einen Teelöffel Buttermlich der Sorte „kurz vor dem Ablaufdatum“ dazugegeben.

Diese Methode wird von echten „Profis“ verdammt, liefert aber sofort ein Ergebnis.

Über den Quatsch, der über das Backen im Internet verbreitet wird, könnte ich mittlerweile ein Buch schreiben. Aber das wäre ja jetzt schon wieder Arbeit 🙂


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Feiertagskoma

Stille Nacht, Besinnlichkeit, Familie… Alles Rotz.

Für mich als Selbstständigen bedeuten die Weihnachtsfeiertage nur, dass viele mit „Sie haben doch eh kein Jahresendgeschäft und viel Zeit, Folgendes noch bis zum 31.12 fertig zu machen wärend ich die Feiertage in (irgendein teures, exotisches Reiseziel) verbringe“

Also muss es bis spätestens 21.12 weggearbeitet haben damit ich wenigstens etwas von der „besinnlichen Zeit“ habe.

Stück für Stück verlässt mich danach die Hektik, der Körper fordert nach 40 Tagen brutalem Ackern auch sein Recht und zeigt die üblichen Symptome einer „Stress-vorbei?-Her-mit-der-Grippe“.

Gut – dieses Jahr ging es einigermaßen, aber irgendwie sollte ich 2019 mir einen Eintrag im Kalender machen „ab hier keine neuen Aufträge mehr“.

So für den 15. November.

Oder doch gleich 1. Januar damit ich irgendwann mal diese Berge abgearbeitet bekomme?


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Elektromobilität – yay!

Anfang September 2018 wurde in Hammersbach OT Marköbel eine E-Bike-Tankstelle eröffnet (1) (2).

Eine Lade-Insel mit zwei Rädern…

Karin und ich haben uns im September mal auf eine Tour begeben um die „klimaschonende Maßnahme“ zu begutachten.

Wie bei vielen Projekten der öffentlichen Hand wurde auch hier stark und mutig angefangen um dann aufzuhören ohne die losen Enden zusammenzuknüpfen.

Eines der Probleme ist die Ortsangabe: „Am Radweg Hohe Straße in Marköbel“ ist eine 3km lange Strecke vom Ortseingang bis zur Ortsmitte, der Radweg ist an manchen Stellen auch nicht sonderlich eindeutig ausgeschildert. Zum Glück ist meine Frau „Einheimische“ und erinnerte sich, dass nach „links abbiegen eine Trafostation komt“ – sicherlich ein guter Platz ür eine Ladestation.

Dort angekommen findet man aus Richtung Westen eher den Bücherschrank am Gebäude als die Ladestation. Erst nach „Oh, da ist eine Bank“ sieht man auch die „Zapfsäule“.

Ladestation mit Blick gen Nord-Osten

Schnell gesellte sich noch ein anderes Elektromobilitätspaar im Rentenalter dazu die auch das schöne Wetter nutzen um von Bruchköbel aus diesen Innovationstempel vor den Toren des Ronneburger Hügellandes aufzusuchen.

Man wurde sich schnell einig: seinen Akku kann man hier bestimmt auffüllen (sofern man sein eigenes Ladegerät dabei hat), wie sich die Herren Politiker aber einen Besuch der örtlichen Gastronomie zur Überbrückung der Ladezeit vorstellen (so ein Ladegerät ist schnell in einer Handtasche verschwunden) – da ist auch 4 Köpfen nicht viel eingefallen, vorallem weil Gastwirte gerne eine Steckdose zum Hauptgericht anbieten. Und stabiles Stahlwerk zum Anbinden der Drahtesel wurde auch nicht gesichtet – ich würde mein Rad dort nicht eine Stunde unbeaufsichtigt stehen lassen.

Immerhin ist Platz für 4 Ladegeräte vorhanden, jede Dose bietet 12 Ampere bei gängigen 230V – für moderne Schnelladegeräte schon grenzwertig.

Statt da mit neuem Pflaster eine hübsche Säule hinzustellen, hätte man auch ganz pragmatisch und günstig die Ladeeinheit unter das schützende Vordach an die Wand des Trafohäuschens dübeln können.

Letztendlich wird das Schicksal dieser Installation so aussehen: Mangels Beschilderung und echtem Nutzen wird die Station nur selten genutzt. Wie (zB. in Büdingen bereits geschehen) wird in Folge der Strom abgeschaltet, den Einschalt-Schlüssel dafür gibt es im Rathaus – welches geschlossen hat wenn Freizeitverkehr herrscht. Nachdem die Elektrik hinreichend verrottet ist, wird sie (diesmal ohne Pressetermin) abgebaut und verschrottet.


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Merkel muss weg!

Merkel muss weg!

Merkel muss weg!

Merkel muss weg!

Merkel muss weg!

Merkel muss weg!

Oh – Merkel ist weg! Zumindest auf Raten. Die Kabarettisten sind offensichtlich ratlos, wen sie jetzt mehr oder überwiegend weniger geistreich verspotten können. Vorallem, weil die Beliebtheit von Angela Merkel in der Bevölkerung wieder auf Höchststand ist.

In ihrer Not versuchen sie nacheinander Christian Lindner und Friedrich Merz eine „Flucht vor der Verantwortung“ anzudichten: Lindner mit „Besser nicht regieren als schlecht regieren“ und Merz, dass er (nach dem er den CDU-Fraktionsvorsitz 2002 an Angela Merkel abgeben musste) sich aus der Politik ausgeklinkt hat.

Hagen Rether bringt den Jamaika-Exit ungefähr so auf die Bühne: „Unterbezahlte Pfleger – wenn die sagen würden ‚besser nicht arbeiten als schlecht arbeiten‘. Die stellen sich jeden Tag der Verantwortung, der Lindner kneift“.

Da muss der bekennende Vegetarier und attac-Verfechter Rether irgendwas Grundsätzliches nicht verstanden haben: Unterbezahlte Pfleger arbeiten nicht aus Verantwortung sondern weil sie als modernes Prekariat sonst ihren Job verlieren.

Wenn Vertreter der Legislative und/oder Judikative unter schlechten Bedinungen ihren Job weitermachen (nach Rether’scher Lesart „Verantwortung übernehmen“) haben wir auch schnell wieder sowas wie Roland Freisler als Archetyp des Richter(un)wesens.

Zumal: Wäre die FDP nicht aus den Koalitionsverhandlungen ausgestiegen, hätte Hagen Rether wieder den Vorwurf der „Machtgeilen 3 Pünktchen Partei“ ausgepackt – das passiert nachhaltig immer dann, wenn Kabarettisten nur Meinungen statt Rückgrad haben.

Bei Friedrich Merz versucht man ebenfalls, ihm die Flucht vor der Verantwortung anzuhängen – was aber so recht nicht klappt, denn nach seinem Ausstieg macht er hochbezahlt in seinem alten Job als Rechtsanwalt weiter und stieg immer weiter auf.

Wer es mit Friedrich August III halten kann („Machd doch eiern Drägg alleene!„) verdient meinen höchsten Respekt gegenüber demjenigen, der ständig in seiner Tretmühle weitermacht.

Jo… und nun ist Merkel auch bald weg – ein würdiger Ersatz wurde in AKK bereits gefunden, nun ist halt Paceum statt Valium angesagt.


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