Gute Frage: Rassistischer Robot?

So kann es einem gehen…

Die Domain gibt es seit fast 20 Jahren:

~$ whois jabronis.org
Domain Name: JABRONIS.ORG
Creation Date: 2001-08-05T17:14:23Z

Eine simple Abfrage, die unter Windows, Linux, OS/2, MacOS etc.. gleich oder ähnlich aussieht, liefert nicht den letztendlichen Beweis über die Gültigkeit einer E-Mail Adresse – aber zumindest den Hinweis, dass für diese Domain auch ein Mailserver (MX = „Mail Exchanger“) existiert:

~$ nslookup -querytype=MX jabronis.org
jabronis.org mail exchanger = 10 donald.harddiskcafe.de.

Vermutlich stört sich der von einem doofen Programmierer von einem dummen Projektleiter gutgemeinte Algorithmus daran, dass es eine .org Domain ist – und die Zielgruppe dieses Frage-Antwort Forums eher ihre E-Mail Adressen bei bekannten Freemail-Hostern wie GMX oder so haben.

Naja, vor 20 Jahren (und vermutlich auch heute noch) kann man problemlos eine .org Domain für sich reservieren. Auch wenn diese Endung eher ungewöhnlich in DE ist.

Mal den Support anschreiben.

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Re:

Ein vorangestelltes „Re:“ in der Betreffzeile für „Reply“ (Anwort) wird von gängigen E-Mail Programmen eingefügt, wenn der Empfänger auf eine E-Mail antwortet.

Microsoft Office setzt auch gerne ein lokalisiertes „Aw:“ für „Antwort“ davor, wenn sich MS Office dann international untereinander unterhält kommt dann sowas wie „Re: Aw: Si: No: Pl: Bo: Sk: Your Inquiry“ heraus.

Wenn mir ein Unternehmen zuerst was schreibt, fehlt natürlich sowas wie „Re:“ oder „Aw:“.

Zum Beispiel wenn mich Amazon bittet, einen Promo-Code zu bestätigen.

Re: BESTÄTIGEN SIE JETZT IHREN PROMO-CODE [07533…]

Sehr vertrauenswürdig.

Lernen Spammer nie dazu?

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Einmal nur mit Profis (2)

Das Datenformat XML hat den Vorteil, dass es (sofern vernünftig und vorausschauend Gestaltet), dass es für den Mensch recht gut lesbar ist und auch vom Computer gut verstanden wird.

<?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1"?>
<bookstore>
  <book category="cooking">
     <title lang="en">Everyday Italian</title>
     <author>Giada De Laurentiis</author>
     <year>2005</year>
     <price>30.00</price>
  </book>
  <book category="children">
    <title lang="en">Harry Potter</title>
    <author>J K. Rowling</author>
    <year>2005</year>
    <price>29.99</price>
  </book>
  <book category="web">
    <title lang="en">Learning XML</title>
    <author>Erik T. Ray</author>
    <year>2003</year>
    <price>39.95</price>
   </book>
</bookstore>

(geklaut von hier)

Ebenfalls gültige Syntax ist sowas (das gleiche Beispiel, aber ohne „Punkt und Komma“):

<?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1"?><bookstore><book category="cooking"> <title lang="en">Everyday Italian</title><author>Giada De Laurentiis</author><year>2005</year><price>30.00</price></book><book category="children"><title lang="en">Harry Potter</title><author>J K. Rowling</author><year>2005</year> <price>29.99</price></book><book category="web"><title lang="en">Learning XML</title><author>Erik T. Ray</author><year>2003</year><price>39.95</price></book> </bookstore>

Da wirds schon schwierig mit „Menschenlesbar“, deshalb gibt es wiederum Tools welche das wieder etwas lesbarer machen.

Format 1 hat bei der Verarbeitung einen gewissen Vorteil: der Programmierer kann das Zeilenweise lesen und die Zeilenlänge limitieren um „buffer overruns“ (eine sehr beliebte Sicherheitslücke) zu vermeiden.

Und die Verarbeitung (sofern ordentlich formatiert) ist wesentlich einfacher: findet man in der gleichen Zeile einen eröffnenden und schliessenden Bezeichner wie „<author>…</author>“ dann steht da wohl ein interessanter Datenwert drin, ansonsten wird halt eine Gruppe, Untergruppe, Unteruntergruppe etc.. eröffnet.

Ich lege das vorläufige Zwischenergebnis der Verarbeitung in einer Datei auf der Festplatte ab, das tut nicht weh.

Format 2 ist etwas schwieriger weil die Ebenenstruktur nicht in der Datei steht sondern vom Parser selber zu ermitteln ist. Das kostet Rechenzeit und ist auch in letzter Konsequenz ein Sicherheitsproblem wie hier beschrieben – sowas hat mein primiver Parser gar nicht drin.


Jedenfalls habe ich heute so einen „ohne Punkt und Komma“-Datensalat bekommen.

Macht nichts, dafür gibt es sogenannte „tidy“ Tools (also Programme, die das wieder aufräumen – leider meisstens nicht so, wie erwartet).

Nach etwas Nachbearbeitung schicke ich dem Kollegen die Datei mit dem Kommentar „also so hätte ich das gerne“ zurück.

Seine Antwort war „Also der Internet Explorer und Notepad++ zeigen meine Datei und deine Datei gleich an.

Mal schauen wie lange ich brauche um dem Jungen klar zu machen, dass man sich nicht auf Anzeigeprogramme verlassen soll die einem alles schick und ordentlich präsentieren.

Wäre eine neue Geschäftsidee: Brillen für Frauen. Blenden Unordentlichkeit und Dreck auf dem Fussboden aus.

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Arbeiten mit Profis

Anfang März 2019: Eine mir bislang unbekannte Person schickt mir im Namen eines Grosskozerns eine E-Mail (mit gefühlten 10 Empfängern im CC) dass wir mit dem „Elektronischen Datenaustausch“ (Electronic Data Interchange, kurz „EDI“) beginnen können und Bestellungen zukünftig nur noch via EDI angenommen werden.

Ich frage an die gesamte CC-Party in Englisch zurück „Welches Datenformat ist dafür geplant?“

Ende Juni 2019: Eine mir bislang unbekannte Person sendet mir 4 Monate später die Spezifikationen – wieder mit vielen CC-Einträgen. Datenformat ist OpenTrans 2.x, passt scho.

Übertragungsweg (also wie die Daten von „Hier“ nach „Dort“ chauffiert werden) soll <hier bitte irgendein hyperduperaktuellessystemeinfügen> sein.

Solche Antworten gewöhnt, mach ich immer Fallback auf irgendetwas „altes, robustes“. FTP, SFTP, SCP…

Habe SFTP angefordert, der Projektleiter versprach im Dezember 2019, sich darum zu kümmern.

Mitte Februar 2020: Der Projektleiter meldet sich (wieder mit einer riesigen CC-Party), dass sich Coronabedingt die Sache verzögert.

April 2020 existiert der SFTP-Zugang, aber es sind keine Daten drin.

Der Projektleiter möchte (lt. seiner E-Mail mit vielen CCs) mit mir telefonisch die Details klären. Ich frage per Mail zurück, was noch unklar ist und bitte darum das per Mail zu klären.

Stille bis Juni 2020 und wieder das belanglose „lets discuss the problem by phone“ wo es nichts zu diskutieren gibt.

Ich durchforste die CC-Party der vergangenen Mails und finde darin 3 deutsche, alles Frauen die ich kurzerhand anschreibe mit der Bitte um Hilfe. Keine Antwort bislang.

Der Projektmanager bekommt von mir eine sehr liebevolle E-Mail in der ich (natürlich mit allen so wichtigen Menschen im CC) betone, dass ich nichts gegen telefonischen Austausch habe – ich es aber im Interesse meines Kunden eher ablehne da nichts dabei herauskommt und ich das in der saftigen Rechnung sehr gut begründen muss womit ich meine Zeit verschwendet habe.

August 2020 meldet sich ein eher unscheinbares Wesen aus der CC-Party, der Kollege Tamal bei mir – welcher offensichtlich derjenige in diesem Haufen Wichtigtuer ist, der die eigentliche Arbeit leistet.

So ging es mit ihm Kollegial – und zwar ohne die obligate CC-Party – über Wochen gemütlich hin und her.

Letzte Woche Donnerstag schickte er mir eine Mail, dass auf dem SFTP-Server endlich ein vor-vor-vor-finales Dokument liegen sollte.

Da war nichts. Also hab ich abgewartet.

Und Kollege Tamal gleich Montag wieder Stress gemacht „haste gesehen, haste geprüft?“

Immer noch keine Datei, so habe ich ihm geantwortet.

Mal schauen, ob das Projekt Oktober 2021 fertig wird.

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Meinungsumfragen

Ich bin in paar Umfragen-Panels ein Teil der Stichprobe aus der Bevölkerung.

Bei den Online-Umfragen merkt man schon, ob da Vollidioten einen Fragebogen aufgesetzt haben der ein wertloses Ergebnis bringt oder ob man sich in Form einer Fragebogenkonferenz ernsthaft Gedanken darüber gemacht hat wie man den Auskunftswilligen möglichst spannend durchlotst.

Hier mal ein Beispiel wo keiner ernsthaft über die Antworten nachgedacht hat

Ich konnte da nur sagen „weiß nicht“, denn wir sind in der Familie aus dem Alter heraus, sich gegenseitig mit Junk zu bewerfen.

Da fehlt also klar die Antwort „Keine Geschenke geplant“ – und weil es die nicht gibt, wurde ich konsequent auf mehreren Folgeseiten danach befragt, welche Art von Geschenken ich Online oder im Laden kaufen werde.

Befragung abgebrochen.

Das war noch ein harmloses Beispiel eines misslungenen Fragebogens.

Viel schlimmer sind Surveys, die ein Textfeld mit „Welche Marken kennen Sie“ anbieten – mit Blick auf den Whiskey und das Bier auf dem Schreibtisch ist die Perspektive abends schon recht eingeschränkt. Dafür kommen dann auf der Folgeseite der Umfrage gefühlte 1000 Logos von Marken wo man ankreuzen darf welche man kennt.

Naja, mit paarundfuffzigjahren kennt man sie alle und kreuze sie an. Es macht aber keinen Sinn, hier überhaupt was zu machen denn in der Regel haben solche Umfragen nur 2 Ausgänge:

  1. Man wird über alle „diese Marke habe ich schonmal gesehen“-Antwort in eine schier endlose Fragebogenschleife geschickt wo man für jedes Produkt ca. 3-12 Fragen der Sorte „Ist vertrauenserweckend“, „Ist innovativ“, „Verschafft mir Wohlgefühl“ und so einen Scheisss anklicken muss. Habe da ein Script programmiert, was solche Standard-Fragebögen erstellt mit den Standard-Tools „Standardisiert-Randomisiert“ beantwortet damit die Pseudo-Demoskopen wenigstens einen vollständig ausgefüllten Fragebogen haben.
  2. Die andere Variante ist, dass man eine bestimmte Marke nicht kennt aber trotzdem penetrant auf die Wirkung der einem unbekannten Marke abgefragt wird.

Meine persönliche Studie sagt, dass mindestens 80% der Umfragen so angelegt sind dass bewusst extrem abartige Daten erzeugt werden aus denen die Statistiker das für den Auftraggeber gewünschte Ergebnis herausziehen können.

Wobei auch: Studien haben ergeben, dass 80% der Studien völliger Bockmist sind.

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Nix mit „Herr Doktor“

So nach paarundfünfzig Lebensjahren tendiere ich zu Ärzten. Also Medizinkundigen, wo auf der Visitenkarte steht „Manfred Mustermann, Arzt“ statt „Dr. Mustermann – Arzt“.

Ich habe ja auch 2 Jahre in meinem Studium abgekürzt: 4 Semester Vorlesungen besucht, festgestellt dass mir das Studium jeglichen Praxisbezug versaut hat und halt ohne akademischen Titel (dafür aber mit einem Jahr praxisnaher Schulung) direkt ins Berufsleben durchgestartet.

Denn wir haben etwas gemeinsam: Keiner von uns kann sich auf den Nimbus „Herr Doktor“ oder „Herr Diplom-Ingenieur“ berufen, wir müssen also näher am Kunden / Mandanten / Patient und vorallem besser sein.

Zudem der akademische Grad eigentlich „nur“ die Befähigung des Kandidaten zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten bescheinigt – ich habe nur selten einen Inhaber des akademischen Doktorgrades erlebt, der über das Studiums von Beipackzetteln jeglicher Coleur (Sicherheitsdatenblätter, Installations- und Arbeitsanweisungen) hinaus eine wissenschaftliche Arbeit geleistet hat.

Und wenn ich mal so einen Wissenschaftler erwische, dann bekommt der natürlich von mir die Anrede „Herr Doktor“ – und bekomme oft die Antwort „Herr/Frau Mustermann reicht, der Mensch fängt bekanntlich nicht beim Akademiker an“

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AAA Spieltitel unter Linux – mehr Enttäuschung als Lust

Auch der Linux-Admin zockt gerne.

Valve hat es mit seiner Steam Plattform und dem Linux-basierendem „SteamOS“ geschafft, dass viele Entwickler ihre Sachen gerne und sofort für mehrere Betriebssysteme (also Windows, Linux und MacOS) veröffentlichen.

Oder es werden hochwertige Titel nachträglich nach Linux portiert.

Und wenn ich mir so meine Sammlung anschaue, sind die Portierungen gut gelungen und auch Inhaltlich ein grosses Vergnügen. Borderlands, Northguard, Sid Meier’s Civilization, die Saints Row Serie, Half-Life, die Russische Metro Serie, The Witcher und natürlich das Tomb Raider Universum.

Daneben Perlen wie Kerbal Space Program, Oxygen Not Included, X Rebirth, X4, Shadow Warrior.

Aber ich habe in meiner Vergangenheit, wo Windows mein Hauptbetriebssystem war, gerne Fallout 3 etc.. gespielt – Titel, die aus verschiedenen Gründen wohl nie eine Portierung nach Linux erfahren werden.

Nun: Microsoft hat viel Schrott produziert aber eines hat der Konzern richtig gemacht: Es wurden vor über 20 Jahren alle Spielentwickler auf die Schnittstelle „DirectX“ eingeschworen (oder besser gesagt „eingeknüppelt“ – wer das Interface nicht nutzte, der bekam das „Certified by Microsoft“-Bapperl nicht).

Standardisierte Schnittstellen haben einen Vorteil: Man kann den Unterbau austauschen und nach seinen eigenen Vorstellungen umgestalten.

Das nutzt zB. das „Wine“ Projekt, indem es einem Windows-Spiel vorgaukelt dass es auf einem Windows-Betriebssytem läuft obwohl der Unterbau eine Linux Distribution (zb. Ubuntu) ist.

Die Firma Valve hat das mit ihrer Spielplattform „Steam“ zum Exzess getrieben: Dort ist der gesamte „Wine“ Unterbau äusserst komfortabel als „Proton Kompatibilitätschicht“ verfügbar,

Windows Spiel unter Linux installieren, in den Eigenschaften des Spiels nur sagen „Verwende folgendes ….“

Läuft. Meisstens schneller und mit weniger Abstürzen als das Orginalspiel unter Windows.

Naja, und dann halt als erstes „Metro Exodus“ installiert – da steht zwar eine Linux-Portierung an, aber bis die kommt usw.. ich wollte den Titel gerne spielen weil die beiden Vorläufer wirklich gut waren.

Das Spiel war „nett“, sehr überschwemmt mit endlosen Dialogen und langen Cutscenes die eine Geschichte erzählten aber nichts voranbrachten.

Sehr enttäuschend, genauso wie „Fallout 4“. Nette, weitverzweigte Story („Nett“ ist der kleine Bruder von „Scheisse“) und eine Spielwelt in der man sich gefühlt als 3 Meter breite Spielfigur durch 1 Meter breite Türen zwängen muss. Dazu eine Schusswaffenlogik mit der man selbst vom Gegner mit einer schwachen Pistole auch hinter einer Deckung zerfetzt wird – wärend eine selber abgeschossene Atombombe über dem Gegnerareal nicht den leisesten Kratzer oder gar Todesfall erzeugt.

Gut – Fallout 4 ist von 2015, aber irgendwie haben sich viele der hochgelobten „AAA“-Spiele kaum weiterentwickelt ausser dass es mehr hochauflösende Texturen und Dialogbäume gibt.

Da muss ich echt überlegen, ob ich nochmal 30 EUR für einen heruntergesetztes Super-Duper-Spiel ausgebe welches in der Presse hochbejubelt wurde.

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Erwachsen sein

Beim NORMA um die Ecke ist schon alles voll mit Weihnachtsdeko und weihnachtlichen Leckereien.

Erwachsensein hat aber auch den Vorteil, dass man selbst entscheiden kann, wann man anfängt Spekulatius, Lebkuchen, Plätzchen & Co zu essen.

Vielleicht werde ich am 30. Dezember 2020 ein Pack Lebkuchen für 1 EUR kaufen – dabeisein ist alles.

Aber Zeit für ein Raclette wäre es schon 🙂

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Mal den Rechner richtig auslasten – „mache FIEEEEPPPP“

Persönlich bin ich eher der „Energiespartyp“ – man kann die Welt auch von der Couch aus erkunden.

Zum Beispiel ist es für mich immer wieder eine Herausforderung, die Tour zum Kollegen Avenarius nach Erbach im Odenwald in genau einer Stunde und einem Durchschnittsverbrauch von unter 6,5 Liter Diesel pro 100 Kilometern zu schaffen (was sich mittlerweile auf 6,2 Liter reduziert hat).

Wenn ich überlege, dass mein erster Golf GTI im Normalfall gut 12 Liter Benzin per 100km schluckte, ist das schon eine beachtliche Leistung der Automobilindustrie.

Auch mein Arbeitsplatz ist so ein Sparbrötchen.

Zwar fordern 2x 30″ Bildschirme, eine CPU mit 12 Kernen sowie einer hochgezüchteten Grafikkarte (wird für kryptographische Berechnungen gebraucht) ihren Tribut – aber im Normalfall braucht das Ensemble nur 80 Watt, was früher mal im Glühwendellampenzeitalter gerade mal notdürftig die Toilette beleuchten durfte.

Aber es kam heute eine neue Anfrage rein, wo ich mir nicht so sicher war ob das meine Workstation leisten kann.

Nun, ähnliche Anforderungen kommen aus dem Bereich „Computerspiele“.

Wollte eh mal das Spiel „Metro Exodus“ nach den spannenden Metro-Romanen von Dmitri Alexejewitsch Gluchowski ausprobieren.

Die beiden Vorgängerspiele gibt es als native Linux-Portierungen, „Exodus auf Pinguin“ wird seit Februar 2020 versprochen, getan hat sich nichts.

Zum Glück gibt es Projekte wie „Wine“ und „Proton“ welche dem Spiel vorgaukeln können, dass sie auf einem Windows-Rechner laufen und über diverse Kompatibilitätsschichten dann ordentlich „Linux“ sprechen.

Programmstart von „Metro Exodus“ unter Linux lief völlig problemlos, Ton im Kopfhörer und Bild waren ohne Ruckler und Aussetzer.

Mich störte nur dieses ständige Fiepen im Tonkanal, welches aufhörte wenn ich mich im Spiel in eine eher ruhigere Gegend begeben habe – vermutlich haben sich die Macher was dabei gedacht.

Nach einer Weile im Spielgeschehen wurde ich sanft von meiner Tochter in die Realität zurückgeworfen.

Schnell Alt+TAB um das Spiel in den Hintergrund und damit auch in die Pause zu drücken.

Kopfhörer abgenommen.

Sie: „Hörst Du das nicht?“

Ich: „Nö, was denn?“

Sie: „Hat eben aufgehört – was hast Du gemacht?“

Das Ende vom Lied: Meine kleine Schreibtisch-USV kann mit der Leistungsanforderung von 350 Watt nicht umgehen und fängt an zu Fiepen.

Naja, muss halt eine grössere USV her – wieder was gelernt.

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Radwegenetz Nidderau

Nidderau verfügt über ein gut ausgebautes innerörtliches Radwegenetz, das auf ca. 70 Kilometern alle Ortsteile miteinander verbindet. Die einzelnen Verbindungen sind gut beschildert und für die ganze Familie geeignet.

https://www.nidderau.de/freizeit-kultur-tourismus/rad-und-wanderwege/

Das Radwegenetz in Nidderau umfasst bestimmt 70 Kilometer.

Und wenn man es aus der Sicht der mitregierenden Grünen betrachtet haben wir bestimmt auch 200 Kilometer Radweg, wenn man denn jeden Schotterfeldweg und die neuen und zukünftigen „Radwegseparierungen“ auf der ehemaligen B45 innerorts einrechnet.

Nur ist das Nidderauer Radwegenetz ähnlich dem Deutschen Kaviar: Es existiert, ist aber nicht besonders gut.

Um das mal an einem Beispiel zu verdeutlichen: Den Nidda-Radweg sind wir oft genug von Bad Vilbel-Gronau flussabwärts bis zum Tower-Cafe in Frankfurt Bonames geradelt oder flussaufwärts über Karben, Florstadt bis nach Nidda.

Immer Bänke mit Blick auf den Bach, kaum Steigungen (naja, Nidda und Vogelsberg ..) Genussradeln pur.

Nidderau?

Da schwadronieren die Stadtväter, wie man die ehemalige B45 und Ortsdurchfahrt im Ortsteil Heldenbergen noch „fahrradfreundlicher“ machen kann.

Da fehlt es jetzt schon an Parkplätzen für die Anwohner und ehrlich gesagt würde ich als Radfahrer da sowieso nicht fahren, die Parallelstrassen sind weitaus angenehmer und auch der „offizielle“ Radweg geht weit an der Hauptstrasse vorbei.

Ich weiss gar nicht mehr, wer mir das mal gesagt hat. Ein Bürgermeister oder Polizist… Bestimmt 30 Jahre oder länger her…

Seit froh, dass ihr jetzt eine Umgehungsstrasse habt welche die alte Hauptverkehrsstrasse entlastet. Nur ein Idiot würde diese Strasse verkleinern und Verkehrsberuhigen. Wer mit dem Auto hier her kommen will oder muss, dem sollte der Weg nicht verwehrt werden – sonst können die Geschäfte im Ortskern sofort zu machen.

Zitiert aus der Erinnerung

Wie bereits angemerkt, ist das Nidderauer Radwegenetz nichts, was man als „besonders gut“ im Vergleich zu anderen Radwegen der Nachbargemeinden bezeichnen würde.

Weil (und das ist typisch für unsere doch oft als sehr debil und zögerlich erscheinende Führungsmannschaft, sei es in Stadtführung oder Verein) nichts genutzt wird was nicht schon da ist.

Zum Beispiel der in der Presse hochgelobte Radweg zwischen Heldenbergen und Eichen. Da ist zwar ein recht strammer, nicht sonderlich einladender Hügel dazwischen, aber Hauptsache wir haben endlich einen Radweg zwischen den Ortsteilen.

Erfahrene Genussradler machen den Weg fast ebenerdig um die Südseite der Naumburg durch den Wald herum, ist aber eher kein Radweg.

Oder Heldenbergen – Eichen… Der Radweg liegt direkt parallel an der B521, unangenehm zu fahren. Den Mut, dort einen Touristenfreundlichen und vorallem flachen Radweg entlang der Nidder zu bauen, das bringen die Nidderauer Grünen nicht zusammen.

Naja, ich habe diese Stadt schon vor langer Zeit aufgegeben – ich wohne hier nur noch.

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