Gretchenfrage

Hubert Spiegel schreibt in einem Kommentar für die F.A.Z.:

Sie tut, wovon andere nur träumen: Sie stellt besten Gewissens Maximalforderungen auf, lehnt besten Gewissens Kompromisse ab, duldet besten Gewissens weder Aufschub noch Widerspruch, ignoriert bestens Gewissens ökonomische Zwänge […] Greta Thunberg nimmt keinerlei Rücksicht, weil die Sache, für die sie kämpft, keinerlei Rücksicht erlaubt. Sie lässt sich auf keine Kompromisse ein, weil die Sache keine Kompromisse erlaubt.

Ich hatte öfters das Vergnügen, in meiner beruflichen Tätigkeit mit Asperger-Kollegen zu arbeiten. Entweder ich habe es selber gemerkt (da habe ich meine Antennen) oder sie haben es nach einer Weile selber gesagt.

Mit steigender Erfahrung geht das idR weitestgehend Problemlos, man muss (stark vereinfacht!) in der Kommunikation per Chat oder E-Mail an den passenden Stellen den passenden Smiley setzen oder auf Zwischentöne (je nach Gegenüber) verzichten und Dinge klar aussprechen.

Daraus sind langjährigen Fern-Freundschaften mit gemeinsamen Interessen entstanden, die wir gemeinsam heute noch pflegen. Und ich schätze es, wenn ich sie bei recht komplizierten Themen um Rat fragen kann und eine Punktlandung als Antwort bekomme (umgekehrt genauso).

Das Buch „Szenen aus dem Herzen. Unser Leben für das Klima.ISBN 978-3-10-397480-5 habe ich gelesen und meine eigenen Schlüsse gezogen.

Und daher kann ich auch „besten Gewissens“ hier eine Antwort auf das obige Zitat von Hubert Spiegels Kommentar schreiben:

  • Sie stellt besten Gewissens Maximalforderungen auf“ – das „besten Gewissens“ hat schon seine Tücken, denn es implizert dass Frau Thunberg den tradierten Wertvorstellungen unserer Gesellschaft folgt. Macht sie aber nicht, sie folgt den Regeln ihrer eigenen Welt.
  • „lehnt besten Gewissens Kompromisse ab“, weil sie (so nach Lektüre des Buchs ihrer Eltern) nie Kompromisse eingehen musste weil ihre Umgebung vor jeder ihrer Nonkonformität kapitulierte und sie daher auch nie Kompromisse lernen musste.
  • „duldet besten Gewissens weder Aufschub noch Widerspruch“ – also im Delir wäre ich bestimmt auch „besten Gewissens“ der Meinung, dass mein Büro durch paar Axthiebe viel schöner aussieht. Vermutlich würde ein Gericht in Deutschland in einer ähnlichen Situation Frau Thunberg gemäss „nulla poena sine culpa“ und StGB 19-21 relativ maßvoll strafen.
  • „ignoriert bestens Gewissens ökonomische Zwänge“ – da geht es Frau Thunberg wie Millionen von Menschen: sie haben keine Ahnung von Ökonomie und machen es sich leicht in dem sie einfach auf die Regierung schimpfen.
  • „Greta Thunberg nimmt keinerlei Rücksicht, weil die Sache, für die sie kämpft, keinerlei Rücksicht erlaubt. Sie lässt sich auf keine Kompromisse ein, weil die Sache keine Kompromisse erlaubt.“ – nunja, das sehe ich etwas anders: sie lässt sich nicht auf Kompromisse ein weil sie den „Kompromiss“ nicht kennt. Und „weil die Sache keine Kompromisse erlaubt“: auch das Verbot von Gasen, die das Ozonloch schädigen war eine Serie von Kompromissen mit dem Ergebnis, dass das Ozonloch aus den Medien verschwunden ist (bis auf die Meldung „Loch geschlossen“). Kompromisse sind immer ein ausbaubarer Beginn – aber das versteht Frau Thunberg nicht weil ein Kompromiss immer bedeutet einen Anfang zu machen. War da nicht was mit Atomkraft was ihre Betreuer Berater schnell aus der Weltgeschichte entfernt haben?

Defacto kann man den CO2-Wahnsinn (sofern anthropogenes CO2 die alleinige Ursache für den schnelleren Klimawandel ist) schnell entfliehen: die Menschheit löst die mit fossilen Brennstoffen betriebene Kraftwerke als Zwischenlösung durch Atomkraftwerke modernster Bauart ab, entwickelt mit stabliler Energieversorgung effiziente Energiespeicher für regenerative Energien (Solar und Wind) und löst den ganzen Kram 2050 durch Kernfusionsreaktoren ab.

Summa summarum würden wir – wenn die Prognosen der Klimawissenschaftler stimmen – selbst mit gelegentlichen durchdrehenden Kernreaktoren über die nächsten 50 Jahre am Ende mehr Menschen das Überleben retten (ich hab einfach mal 5x Chernobyl von den prognostizierten Klimatoten abgezogen – passt immer noch).

Blöde ist nur, dass AKWs in DE eine Teufelstechnik sind wärend andere Länder schon mit Ergebnissen an Transmutation forschen um den radioaktiven „Abfall“ wieder in Wertstoff umzuwandeln.

Bei einem Pfeifchen auf der Terrasse habe ich mir vorhin überlegt, was aus Fr. Thunberg wird wenn sie mal älter ist.

Kann sie sich als erwachsene Frau (also nach der Pubertät) alleine versorgen, insbesondere wenn ihre Eltern nicht mehr da sind und der Medienhype sich ausgelutscht hat?

Und ist es nicht Irre, dass viele Teile unserer Gesellschaft jemanden Folgen, den man früher als „Irre“ weggesperrt hätte?

Ich bin zu alt für diese Scheisse…

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Sondersprechstunde – wtf?

Der Orthopäde meinte, ich soll mal zum Neurologen.

Termin beim Facharzt kann Monate dauern und ist mit viel Telefoniererei verbunden (Ärzte abklappern, Termine annehmen, den frühesten heraussuchen, allen anderen absagen)

Hatte dem Servicestützpunkt der KKH in Hanau mein Leid geklagt, die Sachbearbeiterin meinte „Homepage, Terminservice, ausfüllen, fertig“

Ob das klappt?

Am Dienstag nachmittag dort meine Wünsche eingehackt, Mittwoch 11 Uhr kam der Termin per E-Mail für nächsten (!) Montag 14:30 Uhr in OF-Mühlheim (hatte als Radius 50km angegeben)

Homepage des Arztes besucht, da steht „Öffnungszeit Montag ab 15 Uhr“. Haben die den Terminservice verarscht?

Eben angerufen, da ging schnell eine muntere Dame an den Apparat und die teilte mir mit, dass das so korrekt ist – das Team schiebt zum Quartalsende noch Sondersprechstunden für Routineuntersuchungen ein und reguläre Termine gäbe es schon für Ende Oktober.

Sondersprechstunde für Kassenpatienten, wo gibt es das noch?

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CO2-Bepreisung

„Wir machen die Elektrizität so billig, dass nur noch die Reichen Kerzen benutzen“ (Thomas Alva Edison)

Alles was CO2 erzeugt, soll teurer werden.

Dazu fällt mir als erstes ein, die ganzen Aufmärsche, Demos, Marathons, Triathlons und insbesondere Klimakongresse zu verbieten – was die Menschen dabei an zusätzlichem Kohlendioxyd produzieren schätze ich sehr hoch ein.

Was bedeutet die Alles was CO2-Bepreisung in der Praxis?

Mich als Geschäftsmann schonmal nicht. Diesel teurer? Dann kostet den Kunden die Anfahrt halt nicht mehr 50€ sondern 60€.

Transport- und Logistikunternehmen auch nicht, da wird auf den Tarif schon lange ein variabler „Dieselzuschlag“ aufaddiert. UPS zb. hat aktuell 12,50% (Quelle mit Historie), GLS auch (Quelle), DHL teilweise auch. Freuen wird es die Dienstleister in den Deutschen Anrainerstaaten wo diese CO2-Bepreisung nicht stattfindet und sie daher günstiger anbieten können.

Handel, Supermärkte etc? Es wird für jeden teurer, daher kann man das problemlos auf die Kunden umlegen. Dann kostet das Bio-Müsli halt nicht mehr 6,99€ sondern 7,49€

Das Grüne Klientel juckt es auch weniger. Entweder sie wohnen in der Großstadt und brauchen kein Auto weil die nächste ÖPNV-Haltestelle fast vor der Haustüre ist oder es ist die feine Familie denen die finanzielle Mehrbelastung nichts ausmacht. Ausserdem sollen ja Pendler entlastet werden.

Wen trifft es? Letztendlich „Otto Normalverbraucher“ und insbesondere jene Verbrauchergruppe, die in eher ländlichen Regionen lebt wo nicht alle 15min ein Bus oder Zug fährt.

Das Neubauverbot von Ölheizungen ab 2026 muss man sich auch auf der Zunge zergehen lassen: ich habe hier keinen Gasanschluss vor der Haustüre und Wärmepume (angetrieben mit Strom) wird teuer.

Zumal Wärmepumpen (und Elektroautos ebenfalls) letztendlich ja nur eine „Abgasverschiebung“ sind denn irgendwo muss der Strom dafür produziert werden – auch bei Flaute und Windstille. Und wo kommt der Strom dann her, wenn wir alsbald alle Atom- und Kohlekraftwerke in DE abgeschaltet haben? Von unseren freundlichen Nachbarn in Frankreich, Polen etc. die „dreckig“ und billig produzieren können.

Was von der Inländischen Stromversorgung bleibt, sind Gaskraftwerke und vielleicht noch was mit Öl – beides Brennstoffe die wir importieren müssen. Vielleicht macht sich Herr Putin dann mal den „Spass“, den grossen Drehschieber an seiner Pipeline zu schliessen.

Es ist Wahnsinn, von wem im Moment Politik gemacht wird: von den 709 Abgeordneten im Bundestag sind gerade mal 32 Ingenieure – der Rest? 39 haben Geschichte studiert, 18 Germanisten, 34 Lehrer, 99 Politikwissenschaftler, 190 Juristen und 106 BWLer (vermutlich noch nie oder nur kurz mit seinem Abschluss einen Beruf ausgeübt) (Quelle)

Und dann wundert man sich über die Wahlerfolge der AFD…

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Toni was here :-(

Mein Lieblingsnachbar hat einen Terrier namens Toni.

Überwiegend unterbeschäftigt, weil sehr oft alleine.

Heute ist er wieder ausgebüxt und hat seinen Jagdtrieb in unserem Teich (und auch vermutlich in den Gewässern der Nachbarn) ausgelebt.

Beim ersten/letzten Mal hat er sich überwiegend in den Plastiktieren (Ente, Goldfisch) verbissen. Heute hat er gezeigt dass er Tauchen kann, einen der Schläuche an der Pumpe hat es auch erwischt und er hat alles so zusammengeschoben, dass die Pumpe kapituliert und sich abgeschaltet hat.

Keiner weiss, durch welches Schlupfloch er entkommen ist – ich hatte zufällig vom Büro aus gesehen dass beim übernächsten Nachbarn ein kleiner weisser Hund geschwind eingefallen ist.

Nun – wir bekommen über das Wochenende Besuch, der kann dann gleich mithelfen.

Also Wasser abpumpen und den grössten Teil in Bottichen als „Impfung“ für die neue Füllung lagern. Mein Nachbar hat mir schon angeboten, dass ich seine Regenwasservorrräte für die Befüllung anzapfen darf.

Muss morgen nur noch Gummistiefel und passende Handschuhe mit Stulpen kaufen, bei diesen Aussentemperaturen tappe ich nicht mit nackten Füssen im Becken.

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Who the fuck is „Marion Thiemann“?

Wir wollten heute eigentlich den nachsommerlichen Samstag nutzen um mal die Fahrradtour „Rund um den Flughafen“ zu machen, aber Katwarn meinte dazu dass aufgrund von Sternfahrten im Rahmen der Proteste gegen die IAA das Gebiet grossräumig zu umfahren sei.

Nuja – dann halt mit dem Auto+Rädern bis nach Wörth am Main gefahren, dann gemütlich 15km bis nach Miltehttps://de.wikipedia.org/wiki/Miltenbergnberg. Pfeifentabake bei Falkum eingekaufen, Mittagessen stilecht Outdoor mit Blick auf den Main im Café Ginkgo und dann wieder zurück über abenteuerliche Wege Rechtsmainisch nach Wörth.

Zuhause mal auf die Webseite der F.A.Z. geschaut und da lese ich „IAA-Demonstrationen – SUV uncool“ (Archivversion). Desgleichen lief über hr-inforadio heute morgen ein Interview mit jemanden vom BUND der davon berichtete, dass die böse Industrie ja den dummen Kunden die SUVs geradezu aufzwingt.

Finde ich recht interessant, weil ich ja auch einen (kleinen) SUV fahre.

Blöderweise wurde der mir nicht von der bösen Industrie mit Hammerschlägen aufgezwungen und ich habe den auch nicht gekauft, weil ich mich damit „groß und mächtig fühle“ – mit 1.85m Grösse und lädierter Bandscheibe erfordert das Ein- und Aussteigen in ein Auto der Grössenklasse „VW Golf“ schon eine gewisse Choreographie und gewöhungsbedürftiger Knick-Falt-Technik und da ist bereits ein Seat Ateca ein extremer Komfortgewinn.

Aber zurück zu Frau Marion Thiemann…

Zitat F.A.Z.: „Mit den SUVs ist es so wie mit den Waffen in den USA: Jeder kauft sich einen, um sich sicher zu fühlen, aber am Ende ist es für alle gefährlicher“, schreit Marion Tiemann von der Bühne an der Frankfurter Hauptwache.

Grübel… Warum plötzlich dieser Hass auf SUVs? Mein Automobil ist ein sehr Schadstoffarmer Diesel mit Adblue, über die letzten 18 Monate ist der Durchschnittsverbrauch 7,20 Liter/100km (wir sind hier recht Gebirgig), der kleine Stadtflitzer meiner Frau (Traum eines jeden Ökos) braucht genauso viel.

Ah – da war doch was: der SUV-Unfall in Berlin (Archivversion). Ohne dass die letztendliche Ursache (Krankheit des Fahrers, technisches Versagen) bekannt ist, wurde der Vorgang sofort in Form von Mahnwachen etc. gegen SUVs vereinnahmt.

Nun – selbst der Berliner Tagesspiegel schreibt hier (Archivversion): „Wäre dieser Unfall ganz anders verlaufen, wenn der Fahrer nicht am Steuer eines Porsche Macan, sondern eines Kleintransporters mit Elektromotor gesessen hätte? Ich fürchte, da konnte die Faktenfindung mit dem Tempo der medialen Meinungsbildung mal wieder nicht ganz mithalten.“

Und auch ein erfahrener Unfallforscher gibt der F.A.Z. zu Protokoll (Archivversion): „Bei Tempo 50 ist die Überlebenschance für den Fußgänger sehr niedrig – egal, ob er von einem SUV, einem VW Polo oder einem Smart angefahren wurde.

Warum also der Hass von Marion Thiemann auf den SUV und Autos allgemein?

Die ehrwürdige F.A.Z. schreibt, dass sie eine „Greenpeace-Aktivistin“ sei.

Das sieht auf ihre XING Seite aber ganz anders aus: da ist sie Kampaignerin für Greenpeace e.V. – also nicht mehr ein Schaf, was sich willig auf die Strasse treiben lässt um als Herde für irgendeine Ideologie aufzutreten sondern sie ist Leitwolf dafür.

Ihren Lebenslauf finde ich auch recht „interessant“: vor ihrer Karriere als Kampaignerin ab 11/2017 bei Greenpeace war sie ab 01/2016 ehrenamtliche Aktivistin bei „Volksentscheid Fahhrad Berlin“, davor 2 Jahre Tutorin der Projektwerkstatt „Adaptive Conservation Site Management“ und 4 Jahre für Bachelor of Science in „Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Also ist sie letztendlich nie grossartig aus Berlin herausgekommen und mal ernsthaft: diese Karriere klingt nach „ich kann mir nicht mal eine gebrauchte Umweltsau als Auto leisten – also protestiere ich gegen alle die sich sowas leisten können!!!1111einself

Willkommen in der Clique des Greenpeace Konzerns …

Berlin ist schön, aber seine Einwohner haben paar Probleme: Es war mal die Reichs-Hauptstadt und wurde nach dem Krieg geteilt. Der „Westliche Teil“ musste Jahrzentelang über das Gebiet der DDR versorgt werden und hatte Sonderstatus (über den sich sehr viele Jugendliche dem Wehrdienst entzogen haben) und der „Östliche Teil“ hat sich Berlin als Regierungssitz genommen und damit wurden die Ost-Berliner bevorzugt mit Lebensmitteln versorgt (darum haben die DDR-Bürger die Ost-Berliner regelrecht gehasst).

Wir haben also nach der Wende auf beiden Seiten ein Berlin, das es gewohnt ist mit „Koste es, was es soll“ versorgt zu werden und insbesondere im ehemaligen West-Berlin recht planlose Menschen die früher Bundeswehr- und Zivildienst durch ihre Flucht nach Berlin umgangen haben.

Und die haben schon ein geiles Bus-, Strassen- und U-Bahnnetz. Blöderweise (wie alles im wiedervereinigten Berlin) defizitär und marode weil die Grundlagen noch vor der Wende geschaffen wurden wo Ost und West ein Vermögen in Berlin gepumpt haben.

Wenn mir also einer sagt „In Berlin ist alles besser“ dann denke ich nur an meine gezahlten Steuern und wieviel davon im Sumpf „Berlin“ versickert.

Und jetzt mal ernsthaft: Da will mir eine so planlose Tusse aus Berlin namens „Marion Tiemann“ erzählen, dass „..die Wut in ihrem Bauch „auf diese Autos, die nicht in eine Stadt gehören“ ist seitdem so sehr gewachsen, dass sie sie jetzt einfach rausbrüllen muss.

Ich würde das Ganze unter „Akademische Esoterik“ verbuchen – gemäss Lawrence Peter produzieren Universitäten lediglich Universitätsabsolventen.

Spaltung zwischen Stadt und Land

Die Spaltung unseres Landes geht mittlerweile nicht nur zwischen Arm und Reich sondern auch zwischen Stadt und Land.

Was der ADFC, Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace, Ende Gelände, Sand im Getriebe und andere Organisationen Agiatoren Dummschwätzer fordern (autoarme Innenstädte etc..) fordern sind über Jahre hinweg vielleicht in Großstädten machbar.

Ich habe in den Rednerlisten der IAA-Demo (zB Torsten Willner vom ADFC) kein „Landei“ gefunden – also Leute, die (sofern deren Visonen zur Realität werden) 15-30km mit dem Rad bei Hitze, Kälte, Sturm und Regen zu ihrem Arbeitsplatz fahren müssen/wollen.

Diese ganzen Demos und Aktivistenaktivitäten werden von Großstädtern veranstaltet die eine Bus/Strassen-/U-Bahn Haltestelle fussläufig bei Abfahrt und Ankunft im 15/30 Minutentakt erreichbar haben.

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Keine Zeit wegen Industrie 4.0

Ich lebe noch. Leider geht viel Zeit für beruflichen Kleinkram drauf.

15 Stück * 2,74 € = 27,40 € WTF?

Hier hat der Programmierer es gleich gelassen, irgendwas auszurechnen… (2 Stück * 1,69 € = 0,00 € – keine kostenlose Nachlieferung)

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Zwangsupdate Windows

Meine Windows-Instanz für DATEV „Unternehmen Online“ brauchte mal wieder ein Update. Und Windows meint es immer gut mit mir: Der Download der Updates findet im Hntergrund statt („Warum ist die Instanz plötzlich so zäh zu bedienen?“) und am Ende kommt die liebevolle Aufforderung „Jetzt aber Ruck-Zuck die Arbeit einstellen und neu booten“ („Um Himmelswillen jetzt nicht!“).

Nach dem Booten kommen so komische Beschwerden über die Auslagerungsdatei und dass man doch bitte deren Größe neu festlegen soll – eine völlig korrekte Antwort, aber nutzlos.

Dicker Nebel. Ein kleines amerikanisches Flugzeug hat sich verflogen. Der Pilot kreist um das oberste Stockwerk eines Bürohauses, lehnt sich aus dem Cockpit und brüllt durch ein offenes Fenster : „Wo sind wir ?“

Ein Mann blickt von seinem PC auf : „In einem Flugzeug !“

Der Pilot dreht eine scharfe Kurve und landet 5 Minuten später mit dem letzten Tropfen Treibstoff auf dem Flughafen von Seattle. Die verblüfften Passagiere wollen wissen, wie der Pilot es geschafft habe, sich zu orientieren.

Ganz einfach“, sagt der Pilot. „Die Antwort auf meine Frage war kurz, korrekt und völlig nutzlos. Ich habe also mit jemanden von der Microsoft-Hotline gesprochen.

Das Microsoft-Gebäude liegt 5 Meilen westlich vom Flughafen Seattle, Kurs 87 Grad.“

Real war das mit der „Auslagerungsdatei“ ein verschämter Hinweis darauf, dass Windows es mal wieder geschafft hat jeden verfügbaren Platz auf der Festplatte zu belegen.

Von den 40GB, die ich der Instanz zugewiesen habe, gehen 4GB für die Auslagerungsdatei drauf. Dann nochmal 4GB die in \windows\temp\ aufgelaufen sind und 8GB alter Updateschrott. Der Rest der 24GB ist das für DATEV „Unternehmen Online“ notwendige C# Framework und bisserl Betriebssystem.

Anleitungen, diesen „Schrott“ zu breinigen, gibt es viele im Netz. Der Nachteil ist: Nach der Bereinigung brauchts einen Neustart – der eine Ewigkeit dauert weil die alten Systemupdates / Wiederherstellungspunkte umständlich aus allen möglichen Datenbanken ausgetragen werden müssen (sowas ist einer Virtuellen Maschine sowieso immer etwas langsamer).

Naja, dann bau ich mir in der Zwischenzeit aus Teeboxen maßgeschneiderte Stiftehalter…. (Ja – dieses End-Update von Windows dauerte wirklich so lange).

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40µ NO2 Debatte

Eines ist mir in der Debatte über die 40µGr Debatte nicht klar…

„Im Jahresmittel dürfen in der Luft nicht mehr als 40 Mikrogramm (40µGr) Stickstoffdioxid pro Kubikmeter gemessen werden“

Ob jetzt also dieser umstrittene 40µ Grenzwert überschritten wurde, lässt sich nur über eine Mittelwertbildung über die vergangenen 12 Monate ermitteln und eine Prognose für die kommenden 12 Monate trauen sich nicht mal die Wahrsager vom QVC Verkaufskanal zu.

Es ist mir also ein Rätsel, wie die Deutsche Umwelthilfe es geschafft hat die jeweiligen Richter zu überzeugen, dass „gerade jetzt“ die NOx Belastung so hoch ist, dass eine akute Gefährdung der Anwohner existiert und ein Fahrverbot erlassen werden muss.

Spaltung der Gesellschaft

Ja, wir haben eine Spaltung der Gesellschaft.

Und die geht nicht nach „Arm/Reich“ sondern wer der grösste Profiteur der Oberflächlichkeit, Bequemlichkeit und Lernunwilligkeit der Nachkommen der 68er Generation ist.

Neulich bei einer Kollegin eine Einführung ins Brotbacken. Gläserne Augen bei meinen Erklärungen, alles auf Durchzug im Hirn.

Paradigmenwechsel: „Hefi-Hefi hat Hunger, füttern musst Du“ – plötzlich verstehende Augen und eifriges Nicken.

Kopf-Tisch



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Problembehandlung

Ich hab mal wieder meine Windows 10 Maschine gestartet. Nicht dass ich das unbedingt brauche, aber man sollte die Updates einspielen wenn man Zeit hat und nicht erst dann, wenn der Rechner wirklich gebraucht wird.

3 Stunden und etliche Reboots später sah die Installation so aus:

Macht nichts, dafür gibt es ja die Problembehandlung.. Oder eher doch nicht:

Ehe ich jetzt den Kundensupport anrufe (was meine Nerven ruiniert), schau ich mal im Store was Microsoft für die Lizenz haben will (da kostet es „nur“ das Geld meiner Firma):

Ich mach den Rechner wieder aus und prokrastiniere

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Chemie im Brot

Mittlerweile habe ich den Brotbackprozess (wir sprechen hier von dem 8ten Brot in meiner kleinen Karriere) recht gut im Griff: Am Wochenende bekommen wir über den Lieferdienst leckere Brötchen der Bäckerei Phillipi , Samstag abend mach ich schnell den Vorteig für das fast schon traditionelle „Montagsbrot“ fertig was dann Sonntag abend gebacken wird.

Brot backe ich aus paar recht simplen Gründen selber:

  • Ich habe mich als Naturwissenschaftler und in der Kindheit von Jean Pütz mit der Hobbythek geprägt schon immer für solche „Selbermachthemen“ interessiert.
  • Ich bin von Beruf Systemadministrator und Programmierer und daher gewohnt, dass ich eh alles selber optimieren muss.
  • Ich habe Spass am experimentieren.
  • Der Wichtigste: ich hätte gerne Montag morgen zum Wochenstart ein halbwegs frisches, kräftig gesäuertes Roggenbrot zum Frühstück (könnte der og. genannte Lieferdienst leisten, aber dann liegt das Brot im Winter wie auch Sommer ungünstig klimatisiert erstmal paar Stunden vor der Tür bis ich es reinhole).
  • Und dann gibt es so paar Nebenbedingungen dass meine Frau sagt, dass ihr das letzte Brot etwas schwer lag – dann kann ich das selber steuern.
Mein vorletztes Brot, ganz einfache „Detmolder Einstufenführung“ wo ich etwas mit Schwaden und einem Übergang von Unterhitze auf Umluft experimentierte.

Das vorletzte Brot war äusserst lecker, am Mittwoch fast aufgefuttert und für Donnerstag nichts mehr da.

Mit hinreichend Kenntnis über den Gesamtprozess Mittwoch morgen den Vorteig angesetzt und entsprechend weiter“gepflegt“ und schon nach 8 Stunden (statt 15h) mit etwas Gewalt zum Brot weiterverarbeitet – mit der Konsequenz, dass der Boden recht engporig bis klebrig war und das Brot insgesamt eine etwas weiche Konsistenz hat (jammern auf höchstem Niveau).

Das sind dann die Momente wo ich mir wünsche doch Zugriff auf die Schatzkammer der Lebensmittelchemiker zu haben – ich habe da keine Berührungsängste.

Wir hatten heute Besuch von einer Aussendienstmitarbeiterin, es ging um die Reparatur oder Austausch eines Firmengerätes. Und bei Technik landet man dann schnell bei der Kaffemaschine, Staubsaugerrobots, Thermomix und bei meinem Teekocher – worauf die Gesellschaft in der Küche beim selbstgebackenen Brot landete.

Madame Vertrieb war etwas ungläubig bis das geliebte Eheweib einfach mal ein Stück vom leicht missratenen „Schnellbrot“ angeboten hat. Ungläubiges Staunen „und das ist wirklich nicht von der Bäckerei?“ mit folgender Diskussion („für meinen Geschmack zu wenig Salz“).

Naja, und dann halt von der Dame das Eingeständnis dass sie ja eigentlich auch gerne vermehrt Selberbacken würde – mitsamt dem anschwellenden Mopsgesang über Chemie im Essen.

Eigentlich ganz einfach:

  • Wenn ich keine „böse Chemie“ im Essen haben möchte, dann muss ich mit halbwegs frischen oder naturgemäss lange haltbaren Lebensmitteln „frisch zubereiten“ mir die Zeit für den Einkauf und die Zubereitung nehmen.
  • Wenn ich nicht damit leben kann, dass „ohne böse Chemie“ die persönliche Lebensgestaltung zu sehr beinflusst wird, dann muss ich halt mit den Fakten leben.

Mir ist Chemie im Essen recht egal, die Gesetzgebung und regelmässige, vorgeschriebene Kontrollen sorgen dafür dass ich immer saubere Lebensmittel einkaufe die mich – nach Stand der Forschung – nicht schädigt.

Interessant werden solche Diskussionen dann, wenn das Offensichtliche jede Verschwörungstheorie schlägt und die Irren trotzdem die Lufthoheit über den Foren-Stammtischen behalten (wie zb. Vitamin C / Ascorbinsäure im Mehl).


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