Sabine & Tobias: der Zwang der Medien zur Katastrophe

Deutscher Journalismus ist wie Deutscher Kaviar – er existiert, ist aber nicht wirklich gut.

Unbekannter Verfasser

Tagelang hat uns Sturm „Sabine“ in Atem gehalten. Dauerberichterstattung auf allen Kanälen, in freudiger Erwartungshaltung dass irgendwo was passiert – wenn ein Sack Reis umgefallen ist, wird die nächsten Stunden die Bevölkerung mit Live-Berichterstattung per Radio und TV drangsaliert.

Letzte Woche Donnerstag war ich in meiner Werkstatt und in HR-Inforadio lief eine Sendung zum Thema, wie sich Unternehmen (also Versicherungen, Fluggesellschaften etc.) auf solche Stürme vorbereiten – nachzuhören hier.

Fazit in etwa: „Ei jo, solche Winterstürme kommen halt vor“. Die Journalisten bohren mehrmals, nach ob irgendwelche „Task Forces“ und „Katastrophenstäbe“ für Sturm „Sabine“ einberufen wurden – die Antworten waren durchweg „Warum sollten wir, so ein Wetter ist doch wirklich nichts besonderes“.


Solche Vollpatienten hingegen wie Tobias R. (der im benachbarten Hanau ein Massaker hingelegt hat), kenne ich aus eigener Anschauung (oder besser „kannte“ weil ich mich seit Jahrzehnten von solchen Irren bewusst fernhalte).

Deren Verschwörungs-Repertoire reicht von „Die Ölscheichs unterdrücken ein Patent womit Autos mit Wasser fahren können, „die Juden wollen die Welt beherrschen (das ist kein orginäres deutsches Thema, sondern geistert schon jahrhundertelang durch die Welt), „Unterirdische Militärbasen“ (bekannt als DUMBS-Project, auch nix „urdeutsches“) – wer das mal in voller Breitseite mit „Klonen, Bakteriologische Kriegsführung, lebendigen energetischen Kristallbasen“ lesen möchte, möge sich jenes Muster auf Facebook anschauen.

Das Bild der professionell organisierten linksextremen Stadtguerilla, die ihre Taten generalstabsmäßig vorbereitet und dann auch noch pseudointellektuelle Hybris in Bekennerschreiben auswalzt, war über Jahre hinweg das dominierende Terrorklischee.

„Der Tagesspiegel“, 27.08.2018

„Angesichts der irrwitzigen Vielfalt des Schreckens wirken RAF und NSU fast schon eindimensional. Doch die von militanten Links- und Rechtsextremisten ausgehende Terrorgefahr ist keineswegs verschwunden. Vielmehr kommt sie zum Drohpotenzial der militanten Islamisten noch hinzu. Auch wenn im Linksextremismus derzeit keine Strukturen zu erkennen sind, die mit der RAF zu vergleichen wären, ist die Bundesrepublik mit einem noch komplexeren Anschlagsrisiko konfrontiert als vor 25 Jahren.“

(aus dem oben verlinkten Artikel)

Um es mit Dieter Nuhr zu sagen „Früher hatten solche Spinner genau einen Follower: Das Bierglas vor ihnen an der Theke. Heute haben sie via Internet ein grösseres Publikum“.

Aber auch hier (um den Faden zu „Sabine“ und der medialen Berichterstattung zurückzuspinnen): um das Geschehen irgendwie für die Zuhörer und Zuschauer auf ein begreifbares Niveau (dessen Untergrenze durch den Moderator / Fragesteller / Journalist bestimmt wurde) wurden die interviewten Fachkräfte permanent mit Fragen der Sorte „gibt es Verbindungen zum rechten Rand unserer Gesellschaft, und kann man die AfD irgendwie dafür verantwortlich machen?“

Da hat sich direkt nach dem Massaker keiner der Interviewpartner dazu konkret äussern wollen, aber die Medienanstalten haben (so zumindest mein Gefühl) haben zum Schluss nur noch Interviewpartner und Wortschnipsel zitiert, die das Bild eines „erst die AfD hat ihm eine Heimat gegeben um seinen Terroranschlag durchzuführen“ zeichnen.

Geht es noch?

Irre bleiben Irre, da brauchts keine Vorverurteilung und „Einsortierung der Medien“ nach Rechts, Links, Islamismus und sonstigen Wirrungen.

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„Doppelt so viele Krebskranke“

„Experten rechnen mit starkem Zuwachs in den kommenden 20 Jahren“

Stand heute so in meiner Lokalzeitung, anscheinend geistert mal wieder eine Studie durch die Länder da sich auch „Our World in Data“ just gestern mit diesem Thema beschäftigt – hier aber wenigstens um die grundlegenden Statistischen Fehler bereinigt.

Walter Krämer (seines Zeichens Professor für Statistik an der TU Dortmund und [Mit-]Autor zahlreicher [populär]wissenschaftlicher Bücher und Aufsätze hat das vor vielen Jahren ungefähr so formuliert:

„Die Summe der Todesfälle ist immer 100% und wenn wir hohe Krebssterbefälle haben, dann sollten wir stolz auf unser Gesundheitssystem sein – denn wir sterben nicht mehr frühzeitig an anderen Krankheiten“

Schauen wir mal auf folgende Grafik aus der Wikipedia zum Thema „Todesursachengruppen Deutschland„:

Es ist Anzunehmen, dass sich durch Fortschritt in der Entwicklung von Medikamenten die Todesursachen im Bereich „Kreislaufsystem“ seit 2012 verringert haben und was dann bleibt, ist wohl ein relativer Anstieg der Todesfälle durch Krebs.

Denn wenn ein Kuchenstück in der Grafik kleiner wird, dann müssen anderen Kuchenstücke grösser werden – grundlegende Statistik, die kaum einer bei der Presse versteht.

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Gesund leben

Ich habe (oder besser hatte) Übergewicht.

Irgendwann Mitte 2019 beglückte mich mein Körper mit einer kleinen Stoffwechselentgleisung (HbA1c jenseits von Böse), Klinik, Diabetes Typ II, Insulin.

Das mit dem Insulin find ich Klasse: da jedes Gramm Kohlenhydrate im Essen auch mehr Insulin in der Spritze erfordert (und sich das ab einer gewissen Menge etwas unangenehm anfühlt) verkneife ich mir die Pizza, die Nudeln und die Berge von Kartoffelbrei und greife zu Salat, Gemüse, Fleisch.

Ergebnis 1: In 6 Monaten 25kg Gewichtsverlust.
Ergebnis 2: Rückenschmerzen, Fußschmerzen, Gelenkschmerzen des unteren Bewegungsapparates.

Macht nichts, der freundliche Orthopäde von nebenan verschreibt Reha-Sport. Mit der Verordnung zur Krankenkasse, dort Stempel drauf und gut ist.

Wer macht Reha-Sport? Gemäss Liste der Krankenkasse bevorzugt die Sportvereine – äh, eher nein. Die Physiotherapeuten in der Nähe machen das auch nicht – also die verschiedenen „Fitness-Studios“ in der Umgebung abgeklappert.

Interessanterweise beginnt bei den Fitness-Studios die Darwinsche Auslese schon vor dem Empfang: der Parkplatz ist paar hübsche Meter entfernt und die Unternehmen residieren überwiegend im ersten oder zweiten Stockwerk. Gut – mit 25kg weniger bin ich etwas agiler, dummerweise habe ich mir einen Zeh gestossen (macht tierisch Aua ausgerechnet in den Schuhen mit orthopädischen Einlagen) und mein Rücken mit Ischias erlauben keine längeren Spaziergänge (ausser im Supermarkt, da missbrauche ich den Einkaufswagen als Rollator).

Beim Healthy um die Ecke bin ich dann hängengeblieben (war auch eine längere Geschichte – entweder waren ChefIn kurz ausser Haus oder ich ich war in der Nähe, hatte aber meine Unterlagen nicht dabei oder halt der übliche „Jahresende, so plötzlich und Unerwartet? Hilfe – ich muss noch mein Budget verpulvern!“-Auftragsstress.

Vor 14 Tagen (Januar ist bei mir traditionell erstmal Kürzertreten und Entspannen) hab ich mich dann Eingeschrieben und auch mal das Wichtigste gemacht: die 9 (!!) wöchtentlichen Rehasport-Termine in meinen Terminkalender übertragen.

Dummerweise liegen alle Termine genau dort, wo ich sie am wenigsten gebrauchen kann: Morgens im Zeitfenster ca. 10-12 Uhr wo die Warenanlieferung stattfindet und Abends zwischen 17-19 Uhr, wenn ich bei den Kunden schauen muss ob der Tagesabschluss ohne Störungen durchgelaufen ist.

Bis das dann koordiniert werden konnte ist nochmal eine Woche vergangen und am letzten Donnerstag bin ich dann endlich gemäss „Vorschrift“ mit Sportschuhen und Handtuch dort zur ersten 45min Übungseinheit eingelaufen.

War „nett“ für mich als Anfänger.

Neben mir waren es 3 weitere Herren (der Eine war so um die +70 und eher still, der Andere direkt hinter mir ein humorvoller – wie ich – Neueinsteiger und dann noch der Kollege wo ich nur dachte „woha, gegenüber ihm habe ich eigentlich keine Probleme)

Und dazu ein Hühnerstall Weibsvolk, aus dem mir ständig wiedersprechende Anweisungen gegeben wurde wie ich nun meine Matte und vorallem wohin legen sollte – Ergebnis einer anscheindend über die Übungsstunden festgelegten Hackordnung wo die Neulinge tunlichst am äussersten Rand zu platzieren sind (wtf who cares?)

Ich habe dann eine Dame neben mir angesprochen, meine Fragen „warum, wieso, weshalb“ gestellt und eine strukturierte Antwort bekommen, die sich vom „gackagackkagaichbinwichtig“ aus dem Stall abgehoben hat.

45min Erst-Training mit dezenter Musikbegleitung (wirklich super angeleitet durch die Chefin, eine mittelgrosse, durchtrainierte Dame) haben mich manchmal zur Verzweiflung gebracht.

Was ich aber sehr gut fand: wenn ich mal paar Takte ausgesetzt habe, hat das keinen gestört – ich wurde aber bei falscher Interpretation der Übung sanft von der Leiterin korrigiert.

Bis ich merkte, dass sich das auf den (ebenfalls) Neu-Kollegen hinter mir bezog.

Macht nüscht – ich habe das Übungssystem schnell in den Grundzügen begriffen und ihm zugerufen „Bierhumpen heben“, „Unkraut auf Knien rupfen“, „Badewannenrudern“

Die Übungsleiterin/Chefin hat sich köstlich darüber amüsiert wärend der Hühnerhaufen über diese „Einmischung“ in die Abweichung der mühsam erlernten Routine erbost war.

Ergebnis der ersten „Gesundheitsmaßnahme“:
1) Ich habe ganz neue Muskeln und Gelenke kennengelernt, die weh tun können
2) Ich brauche nun Reha von der Reha
3) Gruppen in geschlossenen Räumen sind prima für den Austausch von Viren geeignet, ich falle erstmal wegen Grippe aus.

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Amazon Lieferservice

Heute das erste Mal in den Genuss des Amazon Lieferservices gekommen.

Die Heinzelmännchen beim US-Handelsgiganten waren fleissig:

  1. Samstag abend bestellt
  2. Sonntag versendet
  3. Montag zugestellt.

Um kurz vor 19 Uhr. An einen GmbH-Firmenkunden.

Das schafft nicht mal Hermes…

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„Neue Mitte Nidderau“ Boykott

Die „Neue Mitte“ ist anscheinend dieser helle Betonstreifen ganz am linken Rand des Fotos

In der Projektbeschreibung der „Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH“ (kurz HBB) zur „Neue Mitte Nidderau“ findet sich ein bemerkenswerter Satz in der Einleitung:

„Die Stadt Nidderau […] ist ein Zusammenschluss mehrer kleinerer Ortschafte ohne identitätsstiftende Mitte. Mit dem Nidder Forum […] wurde dieses städtebauliche Defizit entgültig behoben.“

Prospekt der HBB

Gemäss der Duden-Redaktion ist „identitätsstiftend“ so geartet, dass „eine Identität bewirkt, geschaffen wird„.

Zu „Identität“ schreibt Wikipedia vieles und zitiert auch namhafte Autoren, aber wie ein auf fruchtbaren Ackerboden hingerotzter Parkplatz mit angeschlossenen Einzelhandelsflächen ein „Identitätsstifter“ sein soll, bleibt mir verborgen.

Zumal dieses „Nidder Forum“ eine Totgeburt wie aus dem Lehrbuch ist:

  • Erst wird grosszügige Verkehrsinfrastuktur gebaut um die Kunden anzulocken.
  • Dann wird aus Gründen des Umwelt-, Fußgänger-, Sonstwas-Schutz der Zugang wieder erschwert.

Mein Weg von der Höhenstrasse bis zum REWE:

  1. Holperstrecke Ostheimer Strasse, Freiligrathring, Rathenauring bis zur Ampel. Blitzer und verwirrende Temposchilder führen dazu, dass die meissten eh nur mit 30km/h über die Strecke kriechen.
  2. Dann über die Konrad-Adenauer-Allee ab „Willi Salzman Halle“ wieder mit Tempo 30km/h über paar Kreisel und verengter Fahrbahn (denn links und rechts sind grosszügige Fahrradwege eingezeichnet, die keiner nutzt – aber zu beachten sind) weiterfahren.

Auf dem Parkplatz (der wohl unsere „Neue Mitte“ darstellen soll) habe ich es dann mit verschiedenen Deppen zu tun:

  • Ich kann mir ein Haus in der „Neue Mitte“ leisten und einen SUV dazu! Dummerweise kann ich dieses riesige Auto nicht bedienen und belege vorsichtshalber 2 Parkplätze.
  • Da sind keine Richtungspfeile auf dem Boden und „Rechts vor Links“ verstehe ich nicht. Da ich sowieso im Recht bin, fahre ich wie ich mir eine Ordnung hier vorstelle.

Wenn dann aus Autofahrern wieder Fußgänger werden, mutieren schlichtweg dumme Autofahrer zu dummen Fußgängern und zu dummen Kunden:

  • Strasse freihalten für den fließenden Verkehr und auf ein/ausparkende Autos (die von Natur aus ein eingeschränktes Sichtfeld haben) zu achten, ist den meissten Fremd.
  • Mitten auf der „Straße“ den Fußmarsch anzuhalten und mit dem Partner ausgiebigst den Einkaufszettel zu diskutieren ist dort in unserer „identitätstiftenden Mitte“ eher die Regel als die Ausnahme.
  • Statt von den entlegenen und überfüllten Einkaufswagenstationen einfach eine Karre mitzunehmen und bis zum REWE zu rollen zankt man sich vor dem Eingang lieber um den letzten verfügbaren Wagen und …
  • Statt den eigenen Einkaufwagen in Tragetaschen umzufüllen, den Wagen an einer leeren Station einzukoppeln wird er bis zum eigenen Automobil gerollt und dann an einer überfüllten Station (dh. Wagen reichen bis zur Hälfte der Fahrbahn) eingeklinkt.

Mir ist es auch ein Rätsel, warum irgendjemand den Getränkemarkt vom REWE besucht statt einfach beim Getränke Euler zwischen Windecken und Ostheim sein Leergut mit paar Schritten abstellt, eine Quittung bekommt und sein Lager nachfüllt. Die Kassen beim REWE-Getränkemarkt sind eher schwach besetzt und wenn da ein Rentner kommt, der gleichzeitig noch seinen Lotterieschein abgeben möchte und bevorzugte Behandlung einfordert bricht das Chaos aus.

Kluge Stadtplaner postieren solche Gewerbe/Einkaufszentren einfach ausserhalb ihrer „Kernstadt“ (wie zB. in Bruchköbel geschehen), statt eine „Neue Mitte“ zu erzwingen.

Von der „Neue Mitte“ gestresst, kaufen wir mittlerweile beim nächstgelegenen NORMA-Markt (auch Fußläufig zu erreichen – wenn denn meine Bandscheibe mitmachen würde), beim Getränke-Euler und Drogerie-Artikel im Gewerbegebiet Bruchköbel ein – welches nie den Anspruch einer „Neue Mitte Bruchköbels“ erhoben hat.

….

Das Schlimme ist: gute Freunde meinen, dass ich mit meinen Ideen in die Lokalpolitik gehen sollte.

Das Gute ist: den Versuch hat mein Vater schon gemacht, er ist gescheitert und ich habe daraus gelernt, dass ich das (zumindest in Nidderau) nicht auch noch versuchen werde.

Ist halt ein kleiner, doofer Haufen hier in der Politik der „modernen“ Methoden folgt ohne gewisse Traditionen einzuhalten – um sich dann zu beschweren, dass das Gefüge zerfällt.

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Weihnachten fällt schon wieder aus …

(c) Oli Hilbring http://www.oli-hilbring.de/
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„Für diese Jahreszeit zu warm …“

Wer es kälter möchte – gerne, ich hab 50l Benzin, 50l Diesel, Notstromaggregat und 40l Heizpetroleum auf Vorrat.

Unsere „Wir wollen Schnee!“-Fraktion ist vermutlich die erste, die dabei draufgeht.

„Mögen sich alle eure Wünsche erfüllen und durch Hermes ausgeliefert werden!“

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Admin an Weihnachten…

Nichts los. Keine Anrufe, keine Fehlermeldungen – die Kunden sind im Inventur- und Jahresendstress.

Da war doch der schon lange gehegte Wunsch mal auf eine gescheite Telefonanlage zu wechseln. 10 habe ich über die letzten 3 Monate ausprobiert, alle hatten sie so ihre Tücken. Entweder kein zeitgemässes Webfrontend oder konnte seine Herkunft aus einer alten Programmierung für ISDN nicht verleugnen oder das Lizenzmodell war unpassend für mich (denn viele Hersteller richten sich nach Nebenstellen und SiP-Accounts, das wird bei meinen 5 DECT-Stationen und 3 Smartphone sehr schnell sehr teuer).

Hängen geblieben bin ich bei 3cx, die haben eine aktive Community wo sich in den Foren auch Mitarbeiter von Systemhäusern aktiv sind sowie Unmengen von Hilfeseiten für unterstützte Geräte. Wenn man irgendeine Frage hat, bekommt man die Antwort fast immer auf einer der 3cx Seiten statt irgendwo im Netz.

Und der VoIP-Server wird nach Anzahl gleichzeitiger Gespräche lizensiert, für meine maximal 3 Stück gibt es eine abgespeckte Version die eigentlich alles kann was ich benötige.

Und dann will auch mal der Datenknecht im Keller ein Softwareupdate haben… Upps.. Debian 7 auf Debian 10 – für Linux kein Problem.

Administrator ist ein altes Cherokee-Wort für „Idiot schauen auf sich bewegenden Balken

Auf den Rechner kann ich dann auch die VM mit der Telefonanlage laufen, die braucht nur 512MB RAM und wenig Plattenplatz.

Und da wäre noch der Datafeed für flightradar24.com zu flicken, da ist die Mini-Disk vom Raspberry kaputt gegangen. Eigentlich keine Aktion, aber man braucht halt mal paar Minuten am Stück und Konzentration.

Meine erste Petromax zickt seit neuestem herum, also ist da auch eine Generalüberholung fällig. Bleidichtungen sowie Glühsocken hab ich auch nicht mehr viele, Zeit für Nachschub.

Und meine Bundeswehr Petromax von 1962 will endlich auch zuende restauriert werden.

Sehe eben, dass neben der Kaffeemaschine noch die SSD-Rahmen für den Server liegen – der wartet auch schon seit 8 Monaten darauf, neue Platten zu bekommen und ins Rechenzentrum gebracht zu werden.

Mal sehen, ob ich das alles noch in diesem Jahrzehnt hinbekomme 🙂

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Weihnachtsdüfte

Interessant am Leben in der irrealen Welt des Jahres 2019 finde ich immer wieder, dass Öko-Trottel WeltverbessereridiotenUmweltschützer“ ihre Mitmenschen mit eindeutigen „Funding-Bias“ Studien belästigen.

„Funding-Bias Studies“ sind Studien oder Forschungen zu einem Thema, wo es einen Sponsor als Geldgeber gibt und man sich (angeblich) als „Gesponsorter“ verpflichtet fühlt, ein Ergebnis nach den wahrscheinlichen Wünschen des Auftraggebers zu liefern.

Die Zwickmühle liegt in der Interpretation der Daten, ist also ein Problem der Statistik. Denn wenn die Datenlage nicht wirklich eindeutig ist („Im Winter ist es kälter als im Sommer“) sondern sich das Ergebnis in einem Datenwust versteckt kann man alles „so“ oder „anders“ interpretieren (siehe auch „Unstatistik des Monats„).

Leider gibt es gerade in Deutschland bei der Interpretation von Studien (die unter Umständen „Sponsor-Orientiert“ sind) und insbesondere in der Presse und der öffentlichen Wahrnehmung ein spiegelbildliches Problem…

Bezahlt Monsanto eine Studie zur Ungefährlichkeit von Glyphosat, dann ist das in Deutschland eindeutig eine „Bezahlte Studie“ und das Ergebnis eine komplette Lüge.

Umgekehrt allerdings: Eine von Greenpeace (oder anderen selbsternannten „Menschen- und Umweltschützern“ läuft in der Presse und Öffentlichkeit als die reine Wahrheit durch ohne dass da jemand laut ruft „Bezahlte Studie – Manipulierte Studie

(Wer mehr über die „Gefährlichkeit“ von Gylphosat wissen möchte, schaut einfach auf Wikipedia in den Artikel und beachtet besonders den Teilbereich „Formulierungen und Beistoffe“ – denn hier wird erklärt, dass „Glyphosat“ nicht „Roundup“ ist und dass die Formulierung des verkaufsfertigen Produktes das eigentliche Risiko ist)

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Da sich weder Greepeace noch BUND und sonstige Aktivisten – ansonsten immer tief besorgt um die Gesundheit der Menschheit – um die weihnachtlichen Schadstoffe bemühen, tue ich es mal.

  • Zu Weihnachten gehört unbedingt Nelkenduft. Das ist Eugenol, wird in der Volksmedizin gerne verwendet weil es „natürlich“ ist – leider aber real stark zytotoxisch und gentoxisch.
  • Der Duft von Myrre ist auch sehr beliebt. Das ist überwiegend Furanoeudesma-1,3-dien und hat verschiedene Wirkungen – hier warte ich auf eine Greenpeace-Studie die bestimmt was findet (schliesslich kann Furanoeudesma bei diesem Namen nur was ganz schlimmes sein was in den Laboren der bösen Kontzerne zur Weltbeherrschung entstanden ist)
  • Zimt darf natürlich nicht fehlen. Zimtaldehyd (oder genauer 3-Phenyl-2-propenal) ist Allergieauslösend (sieht man so nicht direkt in Wikipedia, versteckt sich hinter der GHS-Gefahrstoffkennzeichnung)
  • Oh Tannenbaum, oh Tannenduft … Besteht aus Bornylacetat, α-Pinen und β-Pinen. Wärend Bornylacetat im Tierversuch Leber- und Nieren schädigt (interessiert aber anscheinend keinen) sind *-Pinene eindeutig extrem giftig.
  • Auch die frischen Düfte des Tannenbaums sind überwiegend Limonen, ebenfalls höchst gefährlich.

Nun – interessiert keinen weil sich Greenpeace et. al. nicht dafür interessieren.

Vermutlich, weil die Konzentrationen dieser Giftstoffe in der Wohnung viel zu gering sind um Schaden am Menschen zu erzeugen.

Würden die „Umwelt- und Menschenschützer“ bei anderen Stoffen ähnlich relaxed sein bzw. unsere Medien solche Meldungen einfach in den Papierkorb werfen …

Deutschland wäre wesentlich entspannter

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Die „Neue Mitte“ von Nidderau

Oder „Nun wächst zusammen, was nicht zusammen passt“

In den 1970er Jahren wurden Kommunen angeregt (oder besser gesagt: gezwungen) , sich vom Dorf zu einem grösseren Gemeinwesen zusammenzuschliesen.In den 1970er Jahren wurden Kommunen angeregt (oder besser gesagt: gezwungen) , sich vom Dorf zu einem grösseren Gemeinwesen zusammenzuschliesen.

Bei uns wurde ein ungewöhnlicher Schritt gewagt: Windecken (Kreis Hanau, protestantisch) und Heldenbergen (Kreis Friedberg, Katholisch) schlossen sich zur „Stadt Nidderau“ zusammen.

Der Bürgermeister von Heldenbergen (Bauingenieur Bernd Reuter) wurde erster Stadrat, der Windecker Bürgermeister Willi Salzmann (Verwaltungsbeamter) wurde neuer Bürgermeister von Nidderau.

Eichen kam später als dritter Stadteil dazu, Erbstadt „im tiefen Tal ganz weit aussen“ schloss sich als immerwärendes „5tes Rad“ der neuen Stadt an (obwohl die geographisch – wenn auch nicht finanziell eher in die Richtung Bönstadt gehören).

Ostheim wurde „Zwangseingemeindet“, eine Schmäh unter der gerade die älteren Bewohner den Nidderauern bis heute nicht verzeihen denn Ostheim war mal wohlhabender als die anderen 4 Stadtteile.

Das lief ganz gut: vorallem das Gelände zwischen Windecken und Heldenbergen wurde gemächlich von beiden Seiten aus aufgebaut, kleinere Neubaugebiete spülten soviele Neubürger rein wie die Community sie integrieren konnte.

Naja, nicht ganz: bei den Neubauten waren auch einige Gaststätten dabei die sich bis heute kaum etablieren können und ständig Inhaber, Angebot und Speisekarte wechseln und daher (meine Meinung) eher als „Institut für Geldwäsche“ zu sehen sind.

Und dann kam endlich die Umgehungsstrasse um Windecken und Heldenbergen herum.

Kaum hatten die Vermessungsingenieure die Strecke abgesteckt, wurde der Raum linksseitig der B45 zwischen Windecken und Heldenbergen als Baugebiet incl. einem Karree mit grösseren Ladengeschäften verplant.

Wir haben dort „in dieser neuen Mitte“ einen riesigen Parkplatz umgeben vom „Ankermieter“ REWE mit Fleischtheke, Getränkemarkt, Frischgemüse etc. sowie einem Optiker, 3 Klamottenläden, einer Drogerie und irgendwo noch eine Bankfiliale sowie 3 gastronomische Angebote.

3 lokale Traditionsmetzger haben danach den Bettel hingeschmissen.

Aktuell läuft das in der „Neuen Mitte“ ungefähr so ab:Aktuell läuft das in der „Neuen Mitte“ ungefähr so ab:

Wohlhabende Akademikerfrauen von „um die Ecke“ (die Preise im Baugebiet „neue Mitte“ sind attraktiv fürs gehobene Stadtvolk), vermutlich „Grün“ wählend sind mit ihren riesigen SUV-Schlachtschiffen auf dem oben genannten Parkplatz völlig überfordert weil es keine großen, weisse Pfeile auf dem Boden gibt die ihnen die Richtung weisen.

„Rechts vor Links“, „Verständige Dich mit anderen Verkehrsteilnehmern“ und „Fahre so, dass Du keinen anderen in Gefahr bringst“ (ich zitiere hier nur die Strassenverkehrsordnung) sind diesen Mitbürgern unbekannt – zu Dumm sich sicher auf der Strasse zu bewegen.

Und kaum sind sie ausgestiegen, verwandeln *SIE* sich von dummen Autofahrern in dumme Fussgänger.

Heute wieder gehabt: Rentner-Schlachtschiff (Hauptsache Mercedes) mit viel Gejuckele in die Parkbucht geschafft.

Ausgestiegen – und statt zügig die Fahrbahn zu überqueren bleiben die einfach mittendrin stehen und diskutieren den Einkaufszettel. Vom Auto-Deppen zum Fussgänger-Deppen.

Und da Nidderau eine ganz tolle Umweltbewusste Stadt mit besonderer Rücksicht auf die Radfahrer werden soll, haben sich unsere Strategen was besonderes einfallen lassen:

Zwischen Windecken und Heldenbergen gibt es seit langer Zeit auf einem Damm gegen das Nidderhochwasser ein Fuß- und Radweg (also rechter Hand der B45 hinter den Besiedlungsgebieten).

Dann gibt es einen Rad- und Fussweg beiderseits der B45.

Und nachdem die Umgehungsstrasse fertig ist, wurde auf der B45-Alt nochmal links und rechts ein Radfahrweg auf die Strasse gepinselt. Da diese Konstruktion sehr Unfallträchtig ist, haben wir nun Tempo 30 auf der gesamten Strecke mit dem Ergebnis, dass selbst in den Randzeiten der Verkehr eher stockend vorankommt.

Um mir das Einkaufs-Leben zu vereinfachen, habe ich folgende Strategie ermittelt:

  1. Ich ignoriere die „Neue Mitte“ weitestgehend und kaufe um NORMA um die Ecke ein.
  2. Wenn ich schon da bin, fahre ich noch nach Ostheim zum Metzger.
  3. Für Drogerieartikel fahre ich ins Gewerbegebiet vor den Toren Bruchköbels (da bin ich ökonomisch und ökologisch besser dabei).

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